Dipl.-Betriebsw. (FH) Wolfgang Kult
Die summarische Zuschlagskalkulation ist ein einfaches, ungenaues Rechenverfahren, das nur in Betrieben mit geringen Gemeinkosten zur Anwendung kommen soll.
Eine Kostenstellenrechnung ist nicht erforderlich.
Das Prinzip der Kostenverursachung bleibt unberücksichtigt.
Zwei Verfahren werden unterschieden:
2.1 Kumulative Zuschlagskalkulation
Alle den Erzeugnissen direkt zurechenbaren Einzelkosten eines Abrechnungszeitraumes werden addiert. Die "verbleibenden" Gemeinkosten dieses Abrechnungszeitraumes werden ermittelt. Der Zuschlagsatz wird durch Division der Summe der Gemeinkosten mit der Summe Einzelkosten berechnet:
| Zuschlagssatz = |
Gesamte Gemeinkosten des Zeitraums |
| Gesamte Einzelkosten des Zeitraums |
Nachteil: Bei dieser Vorgehensweise wird unterstellt, dass ein konstantes Verhältnis zwischen Gemeinkosten und unterschiedlichen Einzelkostenarten besteht.
So rechnen Sie richtig
Ermittlung der Einzelkosten eines Produkts, Berechnung des produktbezogenen Zuschlagsatzes durch Multiplikation mit dem obigen Faktor und Addition zu den Einzelkosten.
Selbstkosten = Einzelkosten x (1 + Zuschlagsatz)
| |
Materialkosten |
100 EUR |
|
|
|
| + |
Fertigungslohnkosten |
+ 200 EUR |
|
|
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| = |
Summe Einzelkosten |
= |
300 EUR |
|
|
| + |
Gemeinkosten 10 % von 300 EUR |
+ |
30 EUR |
|
|
| = |
Selbstkosten |
|
|
= 330 EUR |
|
Kostenkalkulation
Ermittlung des Zuschlagsatzes:
| Summe Einzelkosten pro Jahr |
1.000.000 EUR |
| Summe Gemeinkosten pro Jahr |
100.000 EUR |
| Zuschlagsatz |
= |
100.000 EUR |
× 100 % = 10 % |
| 1.000.000 EUR |
2.2 Elektive Zuschlagskalkulation
Mit der elektiven Zuschlagskalkulation wird versucht, durch eine immer noch sehr einfache Methode bessere Ergebnisse zu erzielen.
Die Grundlage für den Gemeinkostenzuschlag bilden nur noch bestimmte Arten von den Einzelkosten. Beispielsweise kann bei einer sehr lohnintensiven Ferti...