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In Kürze zusammengefasst
Ohne korrekte Kontierung gibt es keine saubere Buchführung: Die Kontierung ist die Basis Ihrer buchhalterischen Arbeit und essenziell, um die Bilanz erstellen zu können. Wie der Kontierungsprozess genau funktioniert und warum er für Unternehmen unverzichtbar ist, erfahren Sie hier.
Kontierung bezeichnet in der Buchhaltung den Prozess der Zuordnung von Eingangsrechnungen und Belegen („Geschäftsvorfällen“) zu den entsprechenden Aufwands- und Ertragskonten („Sachkonten“) eines Unternehmens. Dies erfolgt durch einen Buchungssatz, der nach dem Muster „Soll-Konto an Haben-Konto“ aufgebaut ist. Die Kontierung ermöglicht eine ordnungsgemäße Buchführung und folgt dem Grundsatz „Keine Buchung ohne Beleg“.
Ordnung ist die Mutter aller Tugenden – das gilt erst recht in der Buchhaltung. Das übergeordnete Ziel der Kontierung ist es daher, eine korrekte und nachvollziehbare Buchhaltung zu gewährleisten. Sie bildet die Basis für unternehmerische Entscheidungen und für die Auskunft und Rechenschaft gegenüber Dritten.
Die Hauptaufgaben der Kontierung umfassen:
Im Kontierungsprozess fallen typischerweise die folgenden Tätigkeiten an:
Bei all diesen Schritten unterstützt Sie eine moderne Buchhaltungssoftware. Sie übernimmt viele Schritte automatisch, bietet individualisierbare Kontenrahmen und auch eine ordnungsgemäße Archivierung Ihrer Unterlagen.
Um Ihre Einnahmen und Ausgaben korrekt buchen zu können, benötigen Sie einen entsprechenden Beleg. Es gilt: Keine Buchung ohne Beleg. Man unterscheidet drei Arten von Belegen:
Der Kontenplan ist ein Verzeichnis über alle im Unternehmen vorhandenen Konten (z.B. Sachkonten). Er basiert auf standardisierten, branchenspezifischen Kontenrahmen, wird aber für das Unternehmen individualisiert.
Die Kontierung ist die Basis, die es dem Unternehmen ermöglicht, seine finanzielle Lage im Blick zu behalten. Sie dokumentiert die Finanzströme aber nicht nur für die interne unternehmerische Sicht, sondern sorgt auch für klare Verhältnisse und Transparenz gegenüber Dritten – z. B. dem Finanzamt:
Ein Unternehmen erhält eine Rechnung über 1.000 € für Büromaterial. Die Buchhalterin kontiert wie folgt:
„Keine Buchung ohne Beleg“ bedeutet, dass für jede Buchung in der Buchhaltung ein entsprechender Beleg vorhanden sein muss. Dieser Grundsatz ist ein wesentlicher Teil der ordnungsgemäßen Buchführung und stellt sicher, dass alle finanziellen Transaktionen eines Unternehmens dokumentiert und nachvollziehbar sind.
Um eine Rechnung korrekt zu kontieren, sollten Sie folgende Schritte ausführen:
Ein Buchungssatz folgt stets dem Muster „Soll-Konto an Haben-Konto“. Außerdem wird der Betrag der Buchung vermerkt. Im ersten Schritt identifizieren Sie die betroffenen Konten, dann bestimmen Sie, welches Konto belastet (Soll) und welches entlastet (Haben) wird. Schließlich fügen Sie den Betrag hinzu.
Die Vorkontierung ist der erste, vorbereitende Schritt im Kontierungsprozess. Hierbei werden die Belege und Rechnungen mit Kontierungsinformationen versehen, z. B. Kostenstelle und -träger. Die endgültige Kontierung und Buchung erfolgen dann anschließend.