Lesedauer unter
4
Minuten

In Kürze zusammengefasst
Wie Excel zum Controlling oder Kaffee zum Büro, so gehören Reportings zur Unternehmenspraxis. Was Unternehmen tun und was sie erwirtschaften – all das lässt sich zu einem großen Teil in Zahlen festhalten. Um dem Ganzen eine Struktur zu geben und für Transparenz zu sorgen, erstellen und veröffentlichen Unternehmen Berichte. Was zum Berichtswesen gehört, welche Arten von Berichten es gibt und warum Reportings unerlässlich für den Unternehmenserfolg sind, erfahren Sie hier.
Effektive Reportings schaffen Vertrauen, fördern Entscheidungen und sparen Zeit. Eine Neuausrichtung legt den Grundstein für eine datengesteuerte Unternehmenszukunft.
Finanzreporting erkennt frühzeitig finanzielle Ungleichgewichte, Liquiditätsprobleme oder unerwartete Kosten und ermöglicht schnelle Gegenmaßnahmen zum Schutz des Unternehmens.
Business Reporting integriert operative Daten, Kundenfeedback und ESG-Faktoren, bietet eine umfassende Sicht auf die Leistung und unterstützt eine agile Steuerung.
Im Reporting muss zwischen internem und externem Berichtswesen unterschieden werden.
Interne Berichte dienen als Entscheidungsgrundlage. Sie werden in der Regel vom Controlling (oder anderen Fachbereichen) für das Management erstellt.
Externe Berichte sind häufig aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen zu erstellen. Dazu gehört beispielsweise der Jahresabschluss. Auch andere Reports, wie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, werden erstellt – je nach Unternehmen freiwillig. Diese Berichte sind für externe Adressaten, wie das Finanzamt, Kreditinstitute oder auch Investoren, relevant. Die Geschäftsführung erhält durch diese Berichte wichtige Informationen, ist jedoch auch verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses. Nachfolgend wird insbesondere das interne Reporting näher betrachtet:
Ein Thema, ein Projekt oder gar ein Unternehmen ohne solide Datenbasis steuern zu wollen, gleicht einer Geisterfahrt durch dichten Nebel. Dabei gilt es doch rechtzeitig zu reagieren, um gekonnt dem ein oder anderem Hindernis ausweichen zu können. Und genau deswegen spielt ein effektives Berichtswesen, das auf datenbasierten Entscheidungen beruht, eine zentrale Rolle. Es dient nicht nur der Überwachung finanzieller und operativer Leistungen, sondern bildet auch die Basis für zukünftige fundierte strategische Entscheidungen.
Ein gutes Beispiel hierfür liefert die Fertigungsindustrie: Ein Produktionsunternehmen kann durch regelmäßiges Reporting frühzeitig Engpässe in der Lieferkette erkennen und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen. Ohne diese datenbasierte Steuerung wären Verzögerungen bei Kundenlieferungen unvermeidbar – mit negativen Folgen für Umsatz und Kundenzufriedenheit.
Im Reporting selbst werden zahlreiche wichtige Informationen dargestellt. Eine wichtige Rolle spielen Kennzahlen. Typische Kennzahlen sind beispielsweise Umsatzwachstum, EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) oder Cashflow. Sie geben Führungskräften die nötigen Informationen an die Hand, um fundierte Entscheidungen treffen zu können und flexibel auf Veränderungen am Markt zu reagieren. Fehlt die Grundlage für Entscheidungen, riskieren Unternehmen verspätet zu reagieren – etwa, wenn Marktentwicklungen übersehen werden oderoperative Probleme unerkannt bleiben.
Was bedeutet Reporting genau? Kurz gesagt, dient es im Kern der systematischen Aufbereitung entscheidungsrelevanter Informationen, um Transparenz und Steuerbarkeit in Unternehmen zu verbessern.
„Oft wird das Reporting auch als Berichtswesen bezeichnet und ist eine Kurzbezeichnung für alle systematisch erstellten, entscheidungs-und führungsrelevante Informationen enthaltenden Berichte in schriftlicher oderelektronischer Form. Das Berichtwesen ist eine zentrale Aufgabe des Controllings (internes Berichtswesen), zunehmend auch des externen Rechnungswesens (Value Reporting für den Eigen- und Fremdkapitalmarkt). Ziel des Berichtswesens ist allg. die Deckung des Informationsbedarfs der Berichtsempfänger, speziell werden das Schaffen von Transparenz sowie die Vorbereitung und Kontrolle von Entscheidungen hervorgehoben.“ [1]
In der Praxis kann Reporting unterschiedlich aussehen. Ein Finanzbericht zeigt typischerweise Quartalskennzahlen wie Gewinnmargen oder liquide Mittel. Ein operatives Dashboard hingegen zeigt tagesaktuelle Werte, beispielsweise zur Auslastung der Produktion. Beide stellen entscheidungsrelevante Informationen bereit, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Darstellungsweise.
Oftmals wird das Berichtswesen als mühsame Pflicht wahrgenommen. Daten aus verschiedenen Systemen müssen zusammengeführt werden und sind viele Menschen involviert, passieren leicht Fehler. Dahinter die Frage: Bringt es die erhofften Erkenntnisse? Dabei können fehlerhafte oder verspätete Reportings nicht nur operativ schaden, sondern auch das Vertrauen in wichtige Abteilungen wie Finanzwesen oder Controlling nachhaltig beeinträchtigen.
Die Herausforderungen beim Reporting:
Klare Visualisierungen helfen: Mithilfe interaktiver Dashboards können komplexe Sachverhalte verständlich dargestellt werden. So lassen sich Fehlinterpretationen reduzieren und Entscheidungsprozesse beschleunigen. In der Praxis kann durch ein automatisiertes Reporting messbar Arbeitszeit eingespart und gleichzeitig die Fehlerquote reduziert werden.
Per Definition ist das Ziel des Reportings u. a. „die Deckung des Informationsbedarfs der Berichtsempfänger“. Dabei gilt es, eine fundierte Basis für geschäftskritische Entscheidungen zu schaffen. Um die Komplexität eines Unternehmens darzustellen, gibt es verschiedene Arten von Berichten:
Diese verschiedenen Arten von Reportings zeigen nicht nur unterschiedliche Perspektiven auf das Unternehmen auf, sie überschneiden sich häufig auch inhaltlich – so kann etwa ein Nachhaltigkeitsbericht operative Maßnahmenbeinhalten oder Teil des Management Reportings sein.
Ein modernes Reporting sollte kein Buch mit sieben Siegeln sein. Mit einem klaren Ansatz lässt sich selbst ein komplexes Berichtswesen vereinfachen und effizient gestalten – ohne dabei an Aussagekraft einzubüßen:
Besonders bekannte Probleme sind unklare Zielsetzungen sowie fehlende Konsistenz zwischen unterschiedlichen Abteilungen.
Ja, auch kleinere Betriebe können durch angepasste BI-Lösungen erhebliche Vorteile realisieren.
Automatisierung hilft dabei, Zeit zu sparen und Fehlerquellen zu reduzieren – ein Schlüsselaspekt effizienter Reportingsysteme. Die Qualität der Datenbasis ist jedoch hierbei entscheidend.
Die Frequenz hängt vom speziellen Bedarf des Unternehmens ab. Während bei manchen Firmen monatliche Reports üblich sind, berichten andere nur quartalsweise.