Fachbeiträge & Kommentare zu Steuererklärung

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Modernisierung des Besteuer... / 3.2.3 Rechtliche Würdigung

Die Einführung des § 29a AO ist grundsätzlich begrüßenswert, um die Bearbeitungszeiten von Steuererklärungen und die Auslastung der Finanzverwaltung zu harmonisieren und eine zeitnahe Veranlagung zu ermöglichen. Eine Unterstützung eines überbelasteten Finanzamts durch ein unvollständig ausgelastetes Finanzamt kann somit zum Abbau von Belastungsspitzen beitragen und ermöglich...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.10.1 Stellungnahmen zu § 88 AO

§ 88 Abs. 2 AO zählt zu den umstrittensten Absätzen der Reform des Amtsermittlungsgrundsatzes. Die Aufnahme der Kriterien "Wirtschaftlichkeit" und "Zweckmäßigkeit" hinsichtlich der Art und Umfang der Ermittlungen neben den allgemeinen Erfahrungen der Finanzbehörden hat innerhalb der verschiedenen Verbände massive Kritik hervorgerufen. Einigkeit besteht vor allem darin, dass ...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 4.2.2 Allgemeine Pflichten und Fristen

§ 149 Abs. 1 AO bleibt unverändert. Hingegen wurde die Abgabepflicht in § 149 Abs. 3 AO für Steuererklärungen von Steuerbürgern, die nicht zur Abgabe einer Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer- bzw. Umsatzsteuer-Erklärung verpflichtet sind, auf den 31.7. des Folgejahres verlängert. Diese Änderung sorgt gleichzeitig für eine jetzt gesetzlich geregelte Verlängerung der Abgabef...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 3.1.2 Ziele der Modernisierung des Besteuerungsverfahrens

Die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens dient der Optimierung der Arbeitsabläufe im steuerlichen Veranlagungsverfahren. Der Rückgriff auf Ressourcen der modernen IT ist in diesem Zusammenhang folgerichtig. Insbesondere die folgenden Änderungen sind im Rahmen der technischen Umsetzung der Reform hervorzuheben:mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 3.8.3 Rechtliche Würdigung

§ 87d Abs. 1 und Abs. 3 AO entsprechen den bisherigen Regelungen des § 1 StDÜV und des § 6 StDÜV. Sie sind bereits in der Praxis umgesetzt worden. Begrüßenswert ist die Tatsache, dass die ursprünglich im Referentenentwurf vorgesehene Haftungsverschärfung für Übermittlungen im Auftrag nicht gesetzlich umgesetzt worden ist. Ebenfalls ist - nach Kritik der Verbände[1] - § 87d A...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 5.5.3 Rechtliche Würdigung

Unterlaufen dem Steuerbürger bei seiner Steuererklärung Schreib- oder Rechenfehler und führen diese dazu, dass rechtserhebliche Tatsachen der Finanzverwaltung unzutreffend mitgeteilt wurden, ist der Steuerbescheid aufzuheben oder zu ändern.[1] Das schlichte Vergessen eines Übertrags selbst ermittelter Besteuerungsgrundlagen in die Steuererklärung soll laut Gesetzesbegründung ...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 7.4.1 Drittdaten und "qualifiziertes Freitextfeld" nach § 150 Abs. 7 AO

Drittdaten nach § 93c AO gelten als Daten des Steuerbürgers, wenn dieser in der Steuererklärung keine abweichenden Angaben macht. Die Abweichungen sollen in einem sog. "qualifizierten Freitextfeld" angegeben werden. Wird dieses in der Steuererklärung befüllt, wird sie ausgesteuert. Sie ist dann von einem Amtsträger zu prüfen. Andernfalls erfolgt unter Umständen eine rein aut...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 4.3 Problemfälle

4.3.1 Vorabanforderungen Abgelehnt wird von den meisten Verbänden die Vorabanforderung von Steuererklärungen, insbesondere wenn diese auf einem zufallsgesteuerten System basiert.[1] Gleichzeitig greift die Vorabanforderung maßgeblich in die Arbeitsabläufe von Steuerberatern und anderen Angehörigen der steuerberatenden Berufe ein. Die 4-monatige Spanne zwischen Anforderung und...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 3.6.1 Der Gesetzestext

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Modernisierung des Besteuer... / 4.2.4 Kontingentierungsverfahren

Die derzeit in Pilotprojekten getesteten "Kontingentierungsverfahren" nach § 149 Abs. 6 AO sollen für einen kontinuierlichen Eingang von Steuererklärungen bei den Finanzbehörden sorgen. Dieses ist zum jetzigen Zeitpunkt freiwillig und steht hinsichtlich der Einrichtung ausschließlich im Zuständigkeitsbereich der Landesfinanzbehörden. Eine Anwendung des Abs. 4 Satz 3 ist ents...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 6.8.2.2 Festsetzung eines Verspätungszuschlags gegenüber dem Alleinerben A?

Der Alleinerbfall stellt einen der in § 45 AO geregelten Fälle der Gesamtrechtsnachfolge dar. Forderungen und Schulden aus dem Steuerschuldverhältnis gehen als Teil des gesamten Vermögens vom Rechtsvorgänger auf den Rechtsnachfolger über.[1] Der Gesamtrechtsnachfolger tritt verfahrensrechtlich in die abgabenrechtliche Stellung des Rechtsvorgängers ein. Es gilt die aus dem Ert...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.12.3.1 Objektivität des RMS

Das Kriterium "Objektivität" setzt eine unabhängige Beurteilung eines vorgelegten Sachverhalts, in diesem Fall die Beurteilung einer elektronisch übermittelten Steuererklärung, voraus. Die Gewährleistung einer "objektiven" Beurteilung ist gleichzeitig Voraussetzung, um die Steuergerechtigkeit[1] gewährleisten zu können. Eine Verletzung dieses Standards würde das RMS von eine...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 4.2 Neuregelung des § 149 AO

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Modernisierung des Besteuer... / 6.4.9 Zusammenfassung

Die Vorschrift soll zu einer Entlastung der Finanzverwaltung beitragen, da die bisherige streitanfällige Ermessensentscheidung über die Festsetzung und Höhe eines Verspätungszuschlags nicht mehr länger die Gerichte beschäftigen wird. Des Weiteren sorgt die Neuregelung des Verspätungszuschlags für Gerechtigkeit zwischen Nachzahlung und Erstattung, die aus einer verspätet abge...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.12.5 Zusammenfassung zu § 88 Abs. 5 AO

Unbeschadet dessen sind für den Start der neuen Möglichkeiten und vor allem der neuen Pflichten – je nach Vorhaben – ausreichende Vorbereitungszeiten vorzusehen. Das Vorhaben, das Gesetz zum 1.1.2017 in Kraft zu setzen, ist unseres Erachtens bei einigen Neuerungen technisch nicht möglich, da es hierzu noch erheblicher Umsetzungsarbeiten auf Seiten der Wirtschaft bedarf. Kein...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 1.2 Untersuchungsgrundsatz

Als zentrales Rechtsinstitut wird zunächst der Untersuchungsgrundsatz beleuchtet.[1] Im Spannungsfeld bzw. im Dreieck "Legalitätsgrundsatz – amtlicher Untersuchungsgrundsatz - Mitwirkungspflicht des Bürgers" kommt dem Untersuchungsgrundsatz eine besondere Bedeutung zu. Das Gebot der Rechtsanwendungsgleichheit wird durch die Knappheit der Personal-Ressourcen tangiert. Da die S...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.12.3.4 Regelmäßige Überprüfung der Anforderungskriterien an das RMS

Die oben genannten Anforderungen an das RMS sind wie die Prüfparameter regelmäßig im Hinblick auf ihre Angemessenheit und Zuverlässigkeit zu überprüfen. Eine solche gem. § 88 Abs. 5 Satz 3 Nr. 4 AO vorzunehmende Überprüfung des RMS könnte beispielsweise durch einen Vergleich einer zufälligen Auswahl von Steuererklärungen und einer Auswahl von Steuererklärungen durch das RMS ...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 3.12.3 Rechtliche Würdigung

Durch die Änderung des § 155 AO wird die Rechtsgrundlage einer vollständig elektronischen Festsetzung von Steuern, der Anrechnung von Steuerabzugsbeträgen und der Festsetzung von Vorauszahlungen geschaffen. Aufgrund der Verwendung des Terminus "Steuerfestsetzungen" lässt sich keine Begrenzung des ausschließlich automationsgestützten Erlasses von Steuerbescheiden auf eine bes...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 3.12.1 Der Gesetzestext

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Modernisierung des Besteuer... / 6.3.2.2 Die Überlegungen des späteren Regierungsentwurfs

Die Version des Reg-E fügte einen Abs. 7 mit der Möglichkeit ein, ein sog. "Freitextfeld" auszufüllen, um so die manuelle Bearbeitung der elektronisch übermittelten Steuererklärung durch einen Amtsträger zu ermöglichen. Das Anbieten eines "Freitextfelds" war i. S. e. Steuergerechtigkeit insbesondere bei geplanten Abweichungen gegenüber der Verwaltungsauffassung zu begrüßen, ...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 6.4.3 Die Ausnahmen nach § 152 Abs. 3 AO

Hier werden die Ausnahmetatbestände des vorherigen Absatzes geregelt ("Absatz 2 gilt nicht"). Dieser sieht folgende Ausnahmetatbestände vor, in denen kein Verspätungszuschlag festgesetzt wird: Die Finanzbehörde hat die Frist für die Abgabe der Steuererklärung nach § 109 AO verlängert oder dies rückwirkend getan. Die Steuer wird auf 0 EUR oder einen negativen Betrag (Steuererst...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 6.4.5 Die Höhe des Verspätungszuschlags nach § 152 Abs. 5 AO

Die Höhe des festzusetzenden Verspätungszuschlags ist im Gesetz in § 152 Abs. 5 AO geregelt und auf 0,25 % der festgesetzten Steuer, mindestens jedoch auf 10 EUR festgelegt worden. Neu eingeführt wurde Satz 3: Hiernach berechnet sich der Verspätungszuschlag bei einem Erklärungspflichtigen, der von der Finanzbehörde erstmals nach Ablauf der gesetzlichen Erklärungsfrist zur Ab...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 5.5.1 Der Gesetzestext

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Modernisierung des Besteuer... / 6.3.2.1 Die Vorstellung des Referentenentwurfs

Nach dem BMF-E sollte ein geplanter Abs. 3 die Höhe des festzusetzenden Verspätungszuschlags auf 0,25 % der festgesetzten Steuer, mindestens jedoch auf 10 EUR begrenzen. Bei verspätet abgegebenen Feststellungserklärungen (Abs. 5) sollten ebenfalls 0,25 % der festgesetzten Steuer als Verspätungszuschlag zu entrichten sein. Der Mindestzuschlag sollte danach mindestens 50 EUR p...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 4.3.2 Zusammenfallen von gewerblichen Einkünften und Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft

Haben Land- und Forstwirte neben ihren Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft noch Einkünfte aus gewerblichen Einkünften, gilt für die gewerblichen Einkünfte eine Steuererklärungsfrist bei steuerlich Vertretenen bis zum 28.2. des übernächsten Jahres und für die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft bis zum 31.7. des übernächsten Jahres. Bislang wurde in diesen Fällen die...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 3.2.2 Inhalt der Norm

§ 29a AO sieht vor, dass die vorgesetzte Finanzbehörde i. S. v. der obersten Landesfinanzbehörde oder einer von ihr beauftragten Landesfinanzbehörde dazu befugt ist, festzulegen, dass das örtlich zuständige Finanzamt durch ein anderes Finanzamt bei der Erfüllung seiner Aufgaben im Besteuerungsverfahren unterstützt wird. Die Übernahme der hierzu notwendigen Aufgaben ist nach ...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.1.6.1 Intensität der Ermittlungshandlungen

Nach Auffassung der Literatur hat sich die Intensität der Sachaufklärung nicht am steuerlichen Erfolg i. S. e. steuerlichen Mehrergebnisses, sondern am Aufklärungsbedürfnis ("ob und wieviel") des Sachverhalts zu orientieren.[1] Zentraler Ansatzpunkt ist die Gewährleistung der Steuergerechtigkeit durch eine gleichmäßige Erhebung des Steueranspruchs. Dieser ist unabhängig von ...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.1.6.1.4 Anwendung des § 88 AO a.F. bei steuerentlastenden-/mindernden Tatsachen

Analog zur Anwendung des § 88 AO a.F. bei steuerbegründenden Tatsachen gelten für die Vornahme von Ermittlungshandlungen bei steuerentlastenden Tatsachen die folgenden Grundsätze: Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht durch den Steuerbürger selbst reduziert die Aufklärungsverpflichtung der Finanzbehörde auf das Regelbeweismaß. Wirkt der Steuerbürger an der Aufklärung seines...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.1.5.1 Vornahme von Ermittlungshandlungen

Die für die Ausermittlung des steuerlichen Sachverhalts notwendigen Handlungen bestimmen sich nach § 88 Abs. 1 Satz 2 1. Halbsatz AO a.F., der die Auswahl und den Umfang der Ermittlungen nach pflichtgemäßem Ermessen der Finanzbehörde zuweist. Bei der Durchführung ihrer Ermittlungen ist die Finanzbehörde gem. § 88 Abs. 1 Satz 2 2. Halbsatz AO nicht an das Vorbringen und an di...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 7.4.3 Haftung des Datenübermittlers nach § 72a Abs. 4 AO

Ein Dritter, der Daten nach § 93c AO übermitteln muss, haftet für eine entgangene Steuer, wenn er vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige oder unvollständige Daten übermittelt oder Daten pflichtwidrig nicht übermittelt. Hinweis Geltungsbereich der Haftung Nach Auffassung des Steuerberater-Verbands[1] gilt die Haftung nur eingeschränkt für Krankenversicherungsträger. Sie gi...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 6.7 Inkrafttreten

Gem. Art. 97 Nr.2 EGAO ist § 152 AO erstmalig auf Steuererklärungen anzuwenden, die nach dem 31.12.2018 einzureichen sind.mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.1.6.1.2 Gegenposition

Die u. a. von Seer[1] vertretene Gegenposition ist der Auffassung, dass die oben dargestellte "100 %-Doktrin" als wirklichkeitsfremd und unpraktikabel abzulehnen ist. Seer begründet seine Auffassung anhand der Regelungsabsichten der §§ 38, 85, 88 AO und Art. 3 Abs. 1, 20 Abs. 3 GG. Alle zitierten Gesetzesnormen würden keine 100-prozentige Aufklärung des der Besteuerung zu Gr...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.7 Allgemeine Darstellung der Ziele des § 88 AO aus der Perspektive der Finanzverwaltung

§ 88 AO stellt – wie in den Analysen der einzelnen Absätze dargestellt wird – eine maßgebliche Änderung des Besteuerungsverfahrens ab 1.1.2017 dar. Die Einführung von Kriterien wie "Wirtschaftlichkeit" und "Zweckmäßigkeit" beim Umfang der vorzunehmenden Ermittlungen[1], die Bildung und Erteilung von Weisungen für bestimmbare Fallgruppen[2] sowie der mögliche Verzicht auf die...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 6.5 Verspätungszuschlag kontra Erlass

In der Zukunft entsteht ein Spannungsfeld zwischen der Anwendung des § 152 AO ("Festsetzung eines Verspätungszuschlags") und der Anwendung des § 227 AO ("Erlass aus Billigkeitsgründen"). Soweit die festgesetzten Verspätungszuschläge generös durch die Finanzverwaltung erlassen werden, verringert sich ihre angedachte Abschreckungswirkung massiv. Die Finanzverwaltung erhält dur...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.12.3.3 Validität des RMS

Neben den bereits dargestellten Kriterien "Objektivität" und "Reliabilität" ist die Validität des RMS entscheidend. Die Validität des RMS bezieht sich auf die Messgenauigkeit des RMS. Zum Nachweis der Validität muss das RMS mit dem höchstmöglichen Maß an Genauigkeit die gem. der Prüfparameter auszusteuernden Steuererklärungen erfassen und aussteuern. Im Gegensatz zu einer au...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.11.5 Rechtliche Würdigung

§ 88 Abs. 4 AO sieht vor, dass auf eine Weiterleitung der dem BZSt oder der Deutschen Rentenversicherung zugegangenen Daten verzichtet werden kann, soweit diese Daten nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand einem Steuerbürger oder einem zuständigen Finanzamt zugeleitet werden können. Gem. Satz 2 sind die Weisungen i. S. d. § 88 Abs. 3 AO bezüglich bestimmbarer Fallgru...mehr

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Modernisierung des Besteuer... / 2.12.3.5 Kritik am RMS

Innerhalb der Diskussion im Rahmen der Einführung des Gesetzes wurde von diversen Beteiligten das Argument vorgebracht, dass die Risikofilter des RMS an die Personalsituation innerhalb der Finanzverwaltung angepasst werden könnte. Herrsche ein starker Personalbedarf und können nicht alle ausgesteuerten Steuerfälle zeitgerecht bearbeitet werden, ist vorgebracht worden, dass e...mehr

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§ 9 Steuerrechtliche Hinweise / I. Grundlagen

Rz. 3 Nach Wegfall der noch in der Konkursordnung vorgesehenen Vorrechte des Fiskus durch die Einführung der Insolvenzordnung zum 1.1.1999 ist für die Finanzverwaltung weitaus mehr als früher von Bedeutung, bei welchen Steuerforderungen es sich um Insolvenzverbindlichkeiten i.S.v. § 38 InsO und bei welchen es sich um Masseverbindlichkeiten i.S.v. § 55 InsO handelt. Durch eine...mehr

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§ 9 Steuerrechtliche Hinweise / 1. Grundlagen

Rz. 29 Im Unternehmensinsolvenzverfahren ist zu beachten, dass mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein neues Geschäftsjahr beginnt, § 155 Abs. 2 S. 1 InsO. Dies bedeutet, dass für den Tag vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine Schlussbilanz und für den Tag der Eröffnung eine Eröffnungsbilanz zu erstellen ist. Der Insolvenzverwalter hat die steuerlichen Pflichten de...mehr

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§ 9 Steuerrechtliche Hinweise / 1. Grundlagen

Rz. 51 Im Verbraucherinsolvenzverfahren liegt regelmäßig keine Buchführungspflicht vor. Der Schuldner ermittelt sein zu versteuerndes Einkommen nach § 4 Abs. 3 EStG, also im Wege der Einnahme-Überschuss-Rechnung. Rz. 52 Diese Form der Einkünfteermittlung erfordert weder Vorjahreswerte noch ein besonderes Rechenwerk. Daher sind im Verhältnis zur Größe des Verfahrens wenige, ei...mehr

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§ 2 Grundlagen des Insolven... / II. Familienrechtliche und höchstpersönliche Ansprüche

Rz. 184 Als Ansprüche rein familienrechtlicher Art, die vom Insolvenzverfahren nicht berührt werden, kommen insbesondere in Betracht: Rz...mehr

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§ 9 Steuerrechtliche Hinweise / 2. Besonderheiten in der Wohlverhaltensphase

Rz. 57 Befindet sich der Schuldner bereits in der Wohlverhaltensphase, ist der Treuhänder nicht mehr Vermögensverwalter i.S.v. § 34 Abs. 1, Abs. 3 AO, da er keine allgemeine Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis hat,[127] so dass die steuerlichen Verpflichtungen an den Schuldner zurückfallen. In der Wohlverhaltensphase gelten auch die Aufrechnungsverbote aus §§ 94 bis 96 InsO n...mehr

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§ 1 Allgemeines / V. Höchstpersönlichkeit des Amtes

Rz. 31 Unstreitig ist das Amt des Insolvenzverwalters höchstpersönlich.[118] Daraus folgt, dass der Verwalter das Amt höchstpersönlich auszuüben hat und nicht berechtigt ist, die Verfahrensabwicklung dritten Personen zu übertragen.[119] Rz. 32 Die Höchstpersönlichkeit des Amtes schließt jedoch nicht aus, dass bestimmte Abwicklungsaufgaben an eigene Mitarbeiter oder Dritte del...mehr

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§ 7 Freiberuflerpraxis in d... / III. Gefährdung der Interessen der Auftraggeber oder anderer Personen

Rz. 18 Allen Widerrufstatbeständen ist gemein, dass der Vermögensverfall dann nicht zum Widerruf der Bestellung führt, wenn die Interessen der Auftraggeber, Rechtsuchenden oder anderer Personen nicht gefährdet sind, § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO, § 21 Abs. 2 Nr. 10 PAO, § 46 Abs. 2 Nr. 4 StBerG, § 20 Abs. 2 Nr. 5 WPO. Rz. 19 Für Notare ist der BGH der Auffassung, dass die wirtschaft...mehr

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§ 2 Grundlagen des Insolven... / II. Gläubigerantrag

Rz. 145 Die praktische Befassung mit dem Insolvenzrecht lehrt, dass gerade bei Kapitalgesellschaften häufig Fremdanträge gestellt werden, wobei hier insbesondere die Anträge der Finanzbehörden sowie der Sozialversicherungsträger ins Gewicht fallen.[353] Gerade die Finanzbehörden verfügen über hinreichend aussagekräftige Informationen, um zur Frage der Insolvenzreife des Schu...mehr

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§ 8 Grundzüge des Vergütung... / B. Vergütung des Insolvenzverwalters

Rz. 4 Die Vergütung des Insolvenzverwalters,[8] die grundsätzlich auch der Verjährung unterliegen kann,[9] erfolgt nach Regelsätzen, die in § 2 Abs. 1 InsVV niedergelegt sind.[10] Sie reichen von 40 v.H. von den ersten 25.000 EUR bis hin zu 0,5 v.H. für die über 50 Millionen EUR hinausgehenden Beträge. Die Vergütung sollte bis 2004 in der Regel mindestens 500 EUR betragen un...mehr

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§ 6 Anwalt als Schuldnerver... / 1. Versagung im Schlusstermin (§ 290 Abs. 1 InsO)

Rz. 253 Im Schlusstermin kann ein Gläubiger die Versagung der Restschuldbefreiung beantragen.[361] Jeder Gläubiger, der eine Forderung angemeldet hat, ist zur Antragstellung berechtigt.[362] Der Antrag muss auch vom Gläubiger im Schlusstermin gestellt werden.[363] Das Gericht kann die Versagung nicht von Amts wegen auf andere als die vom Antragsteller geltend gemachten Versa...mehr

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Erweiterung der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen

Kommentar Was ist eine "haushaltsnahe Dienstleistung"? Nach § 35a EStG werden Leistungen und Beschäftigungen im Privathaushalt steuerlich gefördert, insbesondere um Schwarzarbeit zu verhindern. Zur Anwendung der Regelungen hat die Finanzverwaltung ihren alten Erlass vom 10.1.2014 nun überarbeitet und ergänzt. Die Änderungen waren insbesondere aufgrund neuerer Rechtsprechung d...mehr

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Außerbilanzielle Korrekturen / 1.7.3 Fazit zu den außerbilanziellen Korrekturen in der E-Bilanz

Rz. 58 Es ist unglücklich, dass ein Teil der nicht abziehbaren Betriebsausgaben in dem Bereich "Steuerliche Gewinnermittlung" angegeben werden muss und andere dann in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeschlüsselt werden. Die "Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer einschl. anteilige Schuldzinsen" werden schließlich als ein "davon"-Ausweis zum "Ergebnis der gewöhnlich...mehr

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Außerbilanzielle Korrekturen / 1.6 Behandlung in der Buchführung

Rz. 49 Wie sich bereits aus dem Ausdruck der außerbilanziellen Korrektur ergibt, erfolgt ihre Berücksichtigung außerhalb der doppelten Buchführung. Es stellt sich also die Frage, wie das Rechnungswesen sicherstellen kann, dass das für die Erstellung der Steuererklärung erforderliche Datenmaterial zur Verfügung steht. Dies kann grundsätzlich über 2 Techniken erreicht werden. ...mehr