Fachbeiträge & Kommentare zu Bilanz

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.2.2.4.5 Wirtschaftliche Betrachtungsweise

Rz. 143 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach Art. 6 Abs. 1 lit. h) Jahresabschlussrichtlinie 2013 sind Posten der GuV sowie der Bilanz unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Gehalts des betreffenden Geschäftsvorfalls oder der betreffenden Vereinbarung zu bilanzieren und darzustellen. Im deutschen Recht ist der Grundsatz der wirtschaftlichen Betrachtungsweise nicht kodifiziert...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.2.2.2 Inhalte der nichtfinanziellen Berichterstattung (§ 289c HGB)

Rz. 171 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Inhalte der nichtfinanziellen Erklärung bzw. eines gesonderten nichtfinanziellen Berichts werden in § 289c HGB kodifiziert. Ziel der Regelungen ist es nach den Vorgaben der CSR-RL, die Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Angaben verschiedener Unternehmen zu erhöhen, diese gleichzeitig aber auch vereinbar mit den Grundsätzen der Finanz...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 1.1.2.2.4.1 Grundsätzliches zur Abgrenzung

Rz. 39 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift des § 247 Abs. 2 HGB definiert das Anlagevermögen, ohne eine Beschreibung des Umlaufvermögens zu enthalten. Jeder Vermögensgegenstand, der nicht Anlagevermögen ist, ist dem Umlaufvermögen zuzuordnen. Das Umlaufvermögen wird durch § 247 Abs. 2 HGB damit negativ definiert. Die Vorschrift setzt einheitlich für alle Kaufleute wortg...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 1.2.2.2.4 GuV-neutrale Einkommen des Beteiligungsunternehmens

Rz. 45 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei nicht GuV-wirksamen Einkommensbestandteilen – u. a. Währungsumrechnungsdifferenzen, Neubewertungen des Anlagevermögens oder Wertänderungen von cash flow hedges – kann sich das Eigenkapital des assoziierten Unternehmens auch GuV-neutral ändern. Diese Änderungen sind vom beteiligten Unternehmen anteilig in den Beteiligungsbuchwert zu überne...mehr

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Kapitel 14: Konzernabschlüs... / 1.2.2.3 Ausweis

Rz. 52 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile sowie die sich hieraus ergebenden Ergebnisse sind gem. IAS 1.54 und IAS 1.82 in der Bilanz und GuV gesondert auszuweisen. Der Bilanzausweis ist unter Finanzanlagen vorzunehmen. Der GuV-Ausweis[1] erfolgt üblicherweise innerhalb des Finanzbereichs und dabei vor oder nach dem Posten Beteiligungsergebn...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 5.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 138 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Norm wurde durch das BiRiLiG 1985 mit Wirkung vom 01.01.1990 in das HGB eingefügt. Sie geht im Hinblick auf die Grundkonzeption (Weltabschlussprinzip) auf die 7. EG-RL vom 13.06.1983 (Konzern-Bilanz-RL)[1] zurück. Die zuvor im AktG enthaltene Regelung hatte den Konsolidierungskreis auf inländische Gesellschaften beschränkt. Die einklagba...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 9.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 298 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 299 HGB wurde durch das BiRiLiG 1985 mit Wirkung vom 01.01.1990 in das HGB eingefügt. Er ging in seiner ursprünglichen Fassung im Wesentlichen auf die 7. EG-RL vom 13.06.1983 (Konzern-Bilanz-RL)[1] zurück. Ursprünglich sah Abs. 1 vor, dass der Konzernabschluss auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens oder auf den hierv...mehr

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Kapitel 4: Rechnungslegungs... / 2.1.2.2.4.7 Vorsichtsprinzip

Rz. 147 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Vorsichtsprinzip gewichtet als Optimierungsgebot das Ziel, bei Ansatz und Bewertung das Risiko einer zu günstigen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermeiden. Es erhält in den handelsrechtlichen GoB besonderes Gewicht durch die Ausschüttungsbegrenzungs- und Kapitalerhaltungsfunktion der Rechnungslegung (vgl. Tz. 129)...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 6.1.1.2 Factoring

Rz. 1013 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das echte Factoring ist ein Forderungskauf, das unechte ist ein Kreditgeschäft, bei dem die Forderung nur zur Sicherung dient, das rechtliche Eigentum wird jeweils auf den Factor übertragen. Nach überzeugender h. M. ist in beiden Fällen die Forderung vom Factor (Zessionar) zu bilanzieren, außer die Abtretung wurde beim unechten Factoring ni...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.1.1.1.2.2.3 Nutzungsrechte

Rz. 24 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nutzungsrechte können bilanzrechtlich entweder materielle oder immaterielle Vermögensgegenstände oder Forderungen sein. Dingliche Nutzungsrechte sind i. d. R. immaterielle Vermögensgegenstände, sofern sie nicht grundstücksgleiche Rechte i. S. d. § 266 Abs. 2 A. II.1 HGB darstellen. BEISPIEL Nießbrauch Erbbaurecht Dauernutzungsrecht nach § 31 WEG...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.4.2.2.1 Grundsatz

Rz. 170 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Praktisch deutlich bedeutsamer als die grammatische ist die systematisch-logische Auslegung. Die Auslegung anhand der Systematik betrachtet die Einbindung der Norm in den Kontext mit anderen Normen desselben Gesetzes oder aber in den Kontext mit anderen Gesetzen. Sie geht davon aus, dass die Rechtsordnung ein logisches, in sich stimmiges Gan...mehr

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Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 2.1.1.1.1 Grundsätzliches

Rz. 10 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Bei § 331 Abs. 1 HGB handelt es sich um die zentrale Strafvorschrift des Rechnungslegungsrechts; sie erfasst mit den Nr. 1, 1a, 2, 3, und 4 fünf verschiedene Varianten der unrichtigen Wiedergabe, Verschleierung oder Offenlegung der Verhältnisse einer KapGes bzw. eines Konzerns. Die ehemalige Nr. 3a (Bilanzeid) als sechste Variante findet sich...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 7.1.1.1 Überblick

Rz. 226 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 274a HGB regelt Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften und solche gem. § 264a HGB bei der Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Vorschrift fügt sich in die vielfältigen Erleichterungen zugunsten von kleinen Kapitalgesellschaften. Jedoch geht mit ihr ein hinnehmbares Informationsdefizit einher. § 131 Abs. 1 Satz 3 AktG verweist n...mehr

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Kapitel 6: Ansatz, Bewertun... / 2.4.1.2.3.2 Eigenkapitalspiegel des Jahresabschlusses

Rz. 315 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Für den nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB im Jahresabschluss aufzustellenden Eigenkapitalspiegel gelten die Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung entsprechend.[1] Das ergibt sich aus der Entstehungsgeschichte der Vorschrift. Der Gesetzgeber wollte durch die Erweiterung der Verpflichtung zur Erstellung eines Eigenkapitalspiegels auf de...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.1.1.1.2.4.1.1 Sachliche Zuordnung zum Vermögen "des Kaufmanns"

Rz. 32 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In die Handelsbilanz des Kaufmanns aufzunehmen ist nur das Vermögen, das dem Gewerbebetrieb (§ 1 HGB) zuzuordnen ist, nicht auch das Privatvermögen des Kaufmanns. Im Falle von Handelsgesellschaften bereitet dies keine Probleme. Sie haben eigenes Gesellschaftsvermögen. Das gilt sowohl für Kapitalgesellschaften, die als juristische Person selbs...mehr

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Kapitel 9: Kapitalflussrech... / 1.1.2.3.4 Gegenüberstellung der Methoden

Rz. 29 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die direkte und die indirekte Methode führen zu demselben Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die indirekte Methode widerspricht jedoch dem eigentlichen Grundgedanken der Kapitalflussrechnung, da bei ihr nur vereinzelte Zahlungsströme ausgewiesen werden. Dadurch werden wichtige Cashflows, wie die Umsatzeinzahlungen und die laufende...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 8.2.1.4 Berichtsumfang und Überleitungsrechnungen

Rz. 278 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IFRS 1.23 verpflichtet den IFRS-Erstanwender zur Erläuterung, wie sich der Übergang von den previous GAAP auf IFRS auf seine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt hat. Zu diesem Zweck verlangt IFRS 1.24 , dass der erstmalige IFRS-Abschluss Überleitungen vom Eigenkapital nach den bisherigen Rechnungslegungsvorschriften auf das Eigenka...mehr

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Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 3.1.2.1 Bußgeldtatbestände in Abs. 1

Rz. 173 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zum tauglichen Täterkreis (Mitglied des vertretungsberechtigten Organs oder des Aufsichtsrats) vgl. Tz. 165 f. sowie die Ausführungen zu § 331 HGB (vgl. Tz. 30). § 334 Abs. 1 Satz 1 HGB sanktioniert in Nr. 1–6 Verstöße gegen bestimmte Rechnungslegungsvorschriften; die §§ 242ff. HGB werden dabei allerdings nicht komplett erfasst.[1] Führt der...mehr

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Kapitel 16: Rechnungslegung... / 8.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 96 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Rechtspolitisches Ziel der Vorschrift ist es, die Rechnungslegung den unterschiedlichen Geschäftszweigen anzupassen und zugleich den Grundsatz der Bilanzgleichwertigkeit aufrechtzuerhalten. Um in diesem Interessenwiderstreit einen angemessenen Ausgleich herstellen zu können, kann das Bundesministerium der Justiz dann, wenn der Geschäftszweig ...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 1.7 Buchführung

Rz. 9 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Unter Buchführung wird die planmäßige, laufende und lückenlose Aufzeichnung sämtlicher Geschäftsvorfälle eines Unternehmens in zeitlichem Ablauf mit Angabe des wesentlichen Inhalts und des zahlenmäßigen Werts verstanden. Sie bezweckt die gesamte wertmäßige Abrechnung eines Unternehmensträgers innerhalb eines bestimmten organisatorischen System...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.1.1.2.3 Zuordnung zu mehreren Bilanzpositionen

Rz. 368 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nicht immer kann ein Vermögensgegenstand oder eine Schuld zweifelsfrei korrekt ausgewiesen werden, weil eine Zuordnung zu mehreren Bilanzposten möglich ist. Typisches Beispiel ist eine Forderung aus Lieferung und Leistung an ein verbundenes Unternehmen.[1] Auch aus § 266 Abs. 2 A II HGB ergibt sich nicht, ob nun Gliederungsbuchstabe 1 oder 2...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 5.2.1.3.1.1 Überblick

Rz. 926 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Vorschrift stellt eine Ausnahme zum Einzelbewertungsgrundsatz (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) dar, die der Vereinfachung dient.[1] Sie erlaubt in Satz 1, bestimmte Verbrauchsfolgen für Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens zu unterstellen. Zulässig ist nur die Lifo- und die Fifo-Methode.[2] Die Norm lässt ferner in Satz 2 die Fest- und Grup...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 7.2 IFRS

Rz. 256 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 IAS 1.10 legt fest, dass ein vollständiger Abschluss aus einer Bilanz, einer Gesamtergebnisrechnung, einer GuV (sofern diese nicht Teil der Gesamtergebnisrechnung ist), einer Eigenkapitalveränderungsrechnung, einer Kapitalflussrechnung und einem Anhang mit einer zusammenfassenden Darstellung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden und sons...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 2.1.1.4 Rechtspolitische Diskussion und Entwicklungsperspektiven

Rz. 99 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die beiden Kardinalfragen, die § 264a HGB aufwirft, wurden soeben angedeutet: Inwieweit sind ausländische Gesellschaften bzw. Kommanditgesellschaften mit ausländischen Gesellschaften als Komplementär einbezogen? Damit hängt auch die Frage zusammen, inwieweit Vermeidungsstrategien hingenommen werden können. Eine dritte Frage lautet, welchen We...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 1.1.1.1 Überblick

Rz. 2 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Jahresabschlüsse sind vor allem ein Zahlenwerk, das die während der betreffenden Periode vorgenommenen Geschäftsvorfälle eines Unternehmens basierend auf dem Regelwerk der Rechnungslegung abbildet. Der Anhang dient dazu, den jeweiligen Abschluss zu erläutern, zu entlasten und zu ergänzen. Alle Bestandteile eines Abschlusses müssen gem. § 264 A...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.1.1.2.6 Änderungen der Gliederung und der Bezeichnungen

Rz. 375 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Werden die Gliederungsvorschriften den Besonderheiten eines Unternehmens nicht gerecht, kann es gem. § 265 Abs. 6 HGB tunlich sein, zur besseren Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses mit arabischen Zahlen versehene Posten der Bilanz und solche der GuV zu ändern. Existieren Formblätter, sind diese als speziellere Rege...mehr

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Kapitel 1: Einführung in di... / 3.2.2.2.3 GmbH-Gesetz

Rz. 81 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Auch für die GmbH finden sich im GmbHG ergänzend zu den handelsrechtlichen Vorschriften Bestimmungen zur Rechnungslegung,[1] so in § 41 GmbHG die Buchführungspflicht der Geschäftsführer, in § 42 GmbHG spezifische Bestimmungen zur Bilanz und in § 42a GmbHG eine Vorschrift über die Vorlage des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ferner rege...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 5.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 198 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 251 HGB wurde mit dem BiRiLiG von 1985 ins HGB aufgenommen. Zuvor waren Haftungsverhältnisse im Gliederungsschema des § 151 Abs. 5 AktG 1965 und im Erläuterungsbericht gem. § 160 Abs. 3 Nr. 7 AktG 1965 angesprochen. In der Rechnungslegungspraxis war ein GoB anerkannt, wonach auch für andere Kaufleute als für AGs Haftungsverhältnisse auszuw...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 5.1.2.1 Haftungsverhältnisse

Rz. 201 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Haftungsverhältnisse sind in bestimmten Fällen unter der Bilanz auszuweisen, wenn Schulden noch nicht mit der für die Bilanzierung erforderlichen Sicherheit bestehen. Andernfalls sind sie als solche zu bilanzieren. Es geht in § 251 HGB also um Konstellationen, in denen die Inanspruchnahme zwar möglich, aber noch nicht so wahrscheinlich ist, ...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 1.1.2.3 Angaben mit Verweis im Lagebericht

Rz. 14 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 AG und KGaA brauchen – um doppelte Angaben zu vermeiden – bestimmten Angabepflichten in ihren Lageberichten (§ 289a Nr. 1, 3 und 9 HGB) nicht nachzukommen, sondern dürfen insoweit auf die Angaben im Anhang verweisen. Es handelt sich um Angaben zu den Aktiengattungen gem. § 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG, 10 % übersteigenden Stimmrechten oder Entschädi...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.1.1.1.2.6.1 Grundsatz

Rz. 54 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Das Verrechnungs- und Saldierungsverbot ist eine Ausprägung des Vollständigkeitsgebots [1] und dient der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses,[2] insbes. in Zusammenschau mit den Gliederungsvorschriften der §§ 247, 266 HGB. Ausnahmen für Kreditinstitute enthält § 340a Abs. 2 Satz 3 HGB. Unzulässig ist die Verrechnung von Posten...mehr

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Kapitel 11: Lage- und Manag... / 1.1.1.1.1 Normzweck

Rz. 2 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 289 HGB sowie in bestimmten Fällen § 289a–f HGB legen die inhaltlichen Anforderungen an den Lagebericht fest. Dieser ist nach § 264 Abs. 1 HGB – und nach Maßgabe von Art. 4 Abs. 1 Satz 1 der EU-Bilanz-RL 2013/34/EU – kein Bestandteil des JA. Vielmehr handelt es sich beim Lagebericht um ein eigenständiges Informationsinstrument, das den JA du...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 16.1.2.1.1 Bezeichnung und Ausweis

Rz. 543 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach dem Gesetzeswortlaut des § 307 Abs. 1 HGB ist der Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter unter entsprechender Bezeichnung innerhalb des Eigenkapitals gesondert auszuweisen. Rz. 544 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nicht geregelt ist, an welcher Stelle der Ausgleichsposten innerhalb des Eigenkapitals auszuweisen ist. Als zwe...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 3.1.2.2 Jahresinventar, Inventurfrist (Abs. 2)

Rz. 62 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 240 Abs. 2 HGB verlangt für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs, das in der Regel nicht identisch mit dem Kalenderjahr ist, eine Schlussinventur (sogenannte Jahresinventur). Das Geschäftsjahr darf kürzer als zwölf Monate sein (sogenanntes Rumpfgeschäftsjahr), so z. B. das erste Geschäftsjahr oder später bei Umstellung oder Geschäftsaufga...mehr

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Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 2.2.2.1 Regelungsgehalt

Rz. 85 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 331a Abs. 1 HGB macht sich strafbar, wer eine pflichtmäßige Versicherung zum Jahresabschluss (§ 264 Abs. 2 Satz 3 HGB) und zum Lagebericht (§ 289 Abs. 1 Satz 5 HGB) bzw. beim Konzern zum Konzernabschluss (§ 297 Abs. 2 Satz 4 HGB) und zum Konzernlagebericht (§ 315 Abs. 1 Satz 6 HGB) nicht richtig abgibt. Durch Verweis auf § 325 Abs. 2 S...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 5.1.2.2.1 Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln

Rz. 202 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 BEISPIEL Der Aussteller des Wechsels gibt dem Wechselnehmer einen Wechsel, in welchem sich ein Dritter (oder der Aussteller selbst) zur Zahlung an den Wechselinhaber verpflichtet. Der Zahlungsverpflichtete wird als Bezogener oder Akzeptant bezeichnet. Der Aussteller und der Indossant, der einen nicht selbst ausgestellten Wechsel überträgt, ha...mehr

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Kapitel 7: Aktiva und Passi... / 1.1.1 Grundlagen der Leasingbilanzierung

Rz. 1 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Eine besondere Zurechnungsfrage stellt sich bei Abschluss von Leasingverträgen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die zivilrechtliche Eigentumslage und das Tragen der wirtschaftlichen Chancen und Risiken an einem Vermögensgegenstand teilweise auseinanderfallen. Es stellt sich deshalb hier besonders die Frage, in wessen Bilanz das Leasinggut ...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 4.1.1.2 Entstehungsgeschichte

Rz. 115 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Norm wurde durch das BiRiLiG 1985 mit Wirkung vom 01.01.1990 in das HGB eingefügt und diente der Umsetzung der 7. EG-RL vom 13.06.1984 (Konzern-Bilanz-RL).[1] Die Schwellenwerte (= Größenmerkmale) in Abs. 1 und Abs. 2 wurden in der Folgezeit mehrfach geändert, zuletzt durch Gesetz vom 11.04.2024.[2] Der durch das BilRUG neu eingefügte Ab...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 16.1.2.1.2.1 Abgrenzung der Anteile "anderer Gesellschafter"

Rz. 547 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach § 307 Abs. 1 HGB ist ein Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter an einbezogenen Tochterunternehmen zu bilden. Dies umfasst ausschließlich die gesellschaftsrechtliche Beteiligung durch Dritte am Eigenkapital, während bspw. aus der 100 %igen Finanzierung eines Tochterunternehmens durch Emission von Genussrechten mit Eigenkapi...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 16.1.2.1.2.4 Folgekonsolidierung

Rz. 552 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Im Zuge der Folgekonsolidierung ist in den Folgejahren eine Fortschreibung der sich aus der Neubewertungsmethode ergebenden Wertansätze in der sog. Neubewertungsbilanz vorzunehmen. Dabei sind nach Maßgabe der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Abschreibungen bzw. Auflösungen der im Zuge der Neubewertung aufgedeckten...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 6.1.1.3 Geltungsbereich

Rz. 96 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zur Aufstellung der Eröffnungsbilanz zu Beginn des Handelsgewerbes sowie der Bilanz und der GuV jeweils am Ende des Geschäftsjahres sind alle Kaufleute verpflichtet. Die Verpflichtung ist also rechtsform- und branchenunabhängig. Hingegen gibt es für bestimmte Rechtsformen (KapGes und besondere Personengesellschaften, §§ 264ff. HGB, eingetrage...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 1.1.2.7 Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten (§ 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB)

Rz. 18 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Fremdkapitalzinsen sind gem. § 255 Abs. 3 Satz 1 HGB nicht Bestandteil der Herstellungskosten. In Ausnahmefällen sieht der Gesetzeswortlaut jedoch eine Fiktion vor ("gelten sie als Herstellungskosten"), und es greift insoweit ein Bewertungswahlrecht. Dies setzt die direkte Zurechenbarkeit der Fremdkapitalzinsen zu einem Herstellungsvorgang (V...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 18.1.2.3 Behandlung von Umrechnungsdifferenzen (Satz 3)

Rz. 600 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach dem Wortlaut des § 308a Satz 3 HGB ist eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" auszuweisen. Dem folgend ist eine GuV-neutrale Erfassung der aus der Umrechnung von Aktiv- und Passivposten resultierenden Umrechnungsdiffere...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 16.1.2.1.2.3 Erstkonsolidierung

Rz. 551 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Nach der handelsrechtlich einzig zulässigen Methode der vollständigen Neubewertung sind die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten anzusetzen. Als maßgeblich für die Wertbemessung gilt der Tag, an dem das Unternehmen i. S. d. § 290 HGB zum Tochterunternehmen geworden ist. Im Zuge dessen k...mehr

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Kapitel 3: Besondere Anford... / 1.1.2.3.4 § 264 Abs. 2 Satz 4 und 5 HGB

Rz. 57 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften (§ 267a HGB) im Hinblick auf den Anhang werden dort dargestellt (vgl. Tz. 219). § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB legt fest, dass bei einem Verzicht auf den Anhang zusätzliche Angaben unter der Bilanz gemacht werden müssen, wenn aufgrund besonderer Umstände der Jahresabschluss ein von den tatsächlich...mehr

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Kapitel 2: Allgemeine Vorsc... / 6.1.2.4 GuV

Rz. 105 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Die GuV i. S. v. Abs. 2 ist die für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs aufzustellende Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs (Legaldefinition in Abs. 2). Abs. 2 stellt die Pflicht zur Aufstellung nicht nur der Bilanz, sondern auch der Gewinn- und Verlustrechnung für jeden Kaufmann ausdrücklich fest.[1] Das folg...mehr

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Kapitel 12: Konzernabschlus... / 8.1.2.1.5 Gliederungsvorschriften (§§ 265, 266, 268 Abs. 1 bis 7, §§ 270, 271, 272 Abs. 1 bis 4, 275, 277 HGB)

Rz. 279 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 § 265 HGB: Die allgemeinen Gliederungsgrundsätze für Bilanz und GuV (vgl. Kapitel 5 Tz. 352 ff.) gelten im Konzernabschluss entsprechend: Grundsatz der Darstellungsstetigkeit (Abs. 1) Angabe von Vorjahresbeträgen (Abs. 2)[1] Vermerk der Zugehörigkeit zu verschiedenen Posten (Abs. 3) Gliederung bei mehreren Geschäftszweigen (Abs. 4) Weitere Unterg...mehr

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Kapitel 10: Anhangangaben / 2.1.1.2 Geltungsbereich

Rz. 23 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 In den Geltungsbereich des § 285 HGB fallen alle KapGes/KapCo-Gesellschaften, deren Jahresabschluss einen Anhang enthalten muss. KleinstKapGes i. S. d. § 267a HGB brauchen indes keinen Anhang aufzustellen, müssen dann aber bestimmte Angaben unter der Bilanz vornehmen (§ 267a Abs. 1 Satz 5 HGB).[1] Außerdem können bestimmte, nicht kapitalmarkt...mehr

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Kapitel 5: Ansatz, Bewertun... / 1.3.1.2.2.2 Formelle Anforderungen

Rz. 393 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Gem. § 266 Abs. 1 Satz 1 HGB ist die Bilanz in Kontoform aufzustellen. Wie diese Kontoform gehandhabt wird, ist gleichgültig. Es ist der Gesellschaft überlassen, ob sie in Form eines T-Kontos oder untereinander oder auf zwei Seiten gliedert.[1] Unzulässig ist jedoch die Staffelform mit der Möglichkeit der Bildung von Zwischensummen.[2] Das g...mehr

Beitrag aus Merkt, Rechnungslegung nach HGB und IFRS (Schäffer-Poeschel)
Kapitel 19: Straf-, Buß- un... / 2.1.2.2.2 Voraussetzungen

Rz. 46 Stand: 2. A. – ET: 07/2024 Zum tauglichen Täterkreis gehören die vertretungsberechtigten Organe einer KapGes (vgl. Tz. 30), nicht jedoch die Aufsichtsratsmitglieder (anders § 331 Abs. 1 Nr. 1 HGB). Zum Problem des faktischen Organs vgl. Tz. 13 f., zur Möglichkeit der Teilnahme durch Angestellte, Prokuristen und Handlungsbevollmächtigte vgl. Tz. 16. Tatmittel ist der au...mehr