Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Wirtschaftliche Einheit beim Grundvermögen

Rz. 101 Die wirtschaftliche Einheit des Grundvermögens besteht aus dem Grund und Boden, und zwar aus dem Grund und Boden allein, wenn er nicht bebaut ist – unbebautes Grundstück –, oder aus dem Grund und Boden einschließlich der Bestandteile und des Zubehörs, wenn er bebaut ist – bebautes Grundstück. Rz. 102 Auch beim Grundvermögen können wie beim land- und forstwirtschaftl...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. § 98a Satz 1 BewG

Rz. 9 In der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz gilt der Grundsatz der Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB, § 5 Abs. 1 EStG). Dieser Grundsatz verlangt, jedes Wirtschaftsgut einzeln zu bewerten. Im Bereich des Bewertungsgesetzes gilt zwar das Prinzip, dass jede wirtschaftliche Einheit für sich zu bewerten ist, ihr Wert also "im Ganzen" zu ermitteln ist. Das BewG geht...mehr

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zerb 11/2015, Der Gesetzese... / B. Ermittlung des Werts des begünstigten Vermögens

Die Höhe des letztlich begünstigten Vermögens eines Betriebs regelt § 13 b Abs. 8 ErbStRG wie folgt: "Der Anteil des begünstigten Vermögens am gemeinen Wert eines Betriebs im Sinne des Absatzes 1 Nummer 2 bestimmt sich nach dem Verhältnis des Nettowerts des begünstigten Vermögens einschließlich des Vermögens im Sinne des Absatzes 6 zum Nettowert des gesamten Betriebsvermögens...mehr

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zerb 11/2015, Der Gesetzese... / C. Verfassungswidrigkeit von § 13 b Abs. 8 ErbStRG

§ 13 b Abs. 8 ErbStRG sagt nichts über das Verhältnis des nicht begünstigten Vermögens (Substanzwert) zum gemeinen Wert des gesamten Betriebs (Ertragswert). Die Regelung könnte zukünftig daher verfassungskonform ausgelegt werden. Ausgehend von der systematischen Ausgestaltung von § 13 b Abs. 8 ErbStRG bestehen in der bisher zum Gesetzesentwurf erschienenen Literatur wenig Zw...mehr

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zerb 11/2015, Pflichtteil u... / 5. Stichtagsprinzip

Es gibt keinen Besteuerungstatbestand, der besagt, dass Einkommensteuer anfällt, wenn die Veräußerung eines Gegenstandes zum Zweck der Bewertung fingiert wird. Daher kann dadurch keine Einkommensteuer entstehen (§ 38 AO). Da die Einkommensteuer erst entsteht, wenn der Erbe nach dem Erbfall stille Reserven realisiert hat, kann die Realisierung nicht auf den davor liegenden Sti...mehr

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§ 4 Güterstände / ee) Steuerrechtliche Bewertung von Vermögenswerten nach dem Bewertungsgesetz

Rz. 450 Das Bewertungsgesetz (BewG) regelt die steuerliche Bewertung von Vermögensgegenständen. Es gilt für alle Abgaben und Steuern, die durch Bundesgesetz geregelt sind. Rz. 451 Als Bewertungsgrundsatz gilt § 9 Abs. 1 BewG, wonach bei Bewertungen, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, der gemeine Wert zugrunde zu legen ist. Der gemeine Wert wird dabei nach § 9 Abs. 2 Be...mehr

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§ 4 Güterstände / (2) Bewertung von Kapitalgesellschaften nach dem BewG

Rz. 460 Nach § 11 Abs. 2 BewG werden Anteile an Kapitalgesellschaften, die nicht unter § 11 Abs. 1 BewG fallen, mit dem gemeinen Wert angesetzt. Unter § 11 Abs. 1 BewG fallen Wertpapiere und Schuldbuchforderungen, die am Bewertungsstichtag an einer deutschen Börse zum Handel im regulierten Markt zugelassen sind. Die Grundregel für die Bewertung von Wertpapieren und Anteilen a...mehr

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§ 4 Güterstände / (1) Bewertung von Grundvermögen nach dem BewG

Rz. 452 Zum Grundvermögen gehören nach § 68 Abs. 1 BewG der Grund und Boden, die Gebäude, die sonstigen Bestandteile und das Zubehör, das Erbbaurecht und das Wohneigentum, soweit es sich nicht um land- und forstwirtschaftliches Vermögen oder um Betriebsgrundstücke handelt. In Abgrenzung zum Betriebsvermögen liegt Grundvermögen immer dann vor, wenn die betriebliche Nutzung des...mehr

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§ 4 Güterstände / (3) Bewertung von Personengesellschaften nach dem BewG

Rz. 464 Das Vereinfachte Ertragswertverfahren ist das nach § 199 Abs. 2 BewG für steuerliche Zwecke vorgesehene Verfahren zur Bewertung von Einzelunternehmen, Personengesellschaften (§ 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG), nicht notierten Anteilen von Kapitalgesellschaften und Betriebsvermögen der freien Berufe und ist ein wesentlicher Teil der Bewertung von Betriebsvermögen für Zwecke der...mehr

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§ 4 Güterstände / (4) Bewertung von Wertpapieren, Lebensversicherungen und lebenslänglichen Nutzungen und Leistungen nach dem BewG

Rz. 466 Wertpapiere und Schuldbuchforderungen, die am Bewertungsstichtag an einer deutschen Börse zum Handel im regulierten Markt zugelassen sind, werden gemäß § 11 Abs. 1 BewG mit dem niedrigsten, am Bewertungsstichtag für sie notierten Kurs, angesetzt. Rz. 467 Ansprüche aus noch nicht fälligen Lebens-, Kapital- oder Rentenversicherungen werden gemäß § 12 Abs. 4 BewG mit dem...mehr

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§ 2 Vertragsgestaltung im G... / a) Zugewinn und Unterhaltsverzicht

Rz. 324 Dem Unterhaltspflichtigen liegt häufig daran, nicht für eine eventuell lange Zeit Unterhalt an den – früheren – Ehegatten zahlen zu müssen und damit auf Jahre hinaus finanziell gebunden zu sein. Diese Gebundenheit führt häufig dazu, keine "neue Familie" gründen zu können." Rz. 325 In solchen Fällen bietet sich an, den Unterhalt der Höhe nach zu bestimmen, abzuzinsen u...mehr

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Eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 7 KraftStG kommt nicht in Betracht, wenn das Fahrzeug in einem - ertragsteuerrechtlichen - Gewerbebetrieb eingesetzt wird

Leitsatz Streitig war in vorliegendem Falle, die Gewährung einer Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 7 KraftStG für einen Traktor Fendt 926 Vario mit einem verkehrsrechtlich zulässigen Gesamtgewicht von 14.000 kg. Hierbei handelt es sich um ein Fahrzeug der Klasse T - Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen - vgl. hierzu Klasse T, Abschnitt A Teil A 1 A Nr. 8 des Verzeichnis z...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Rechtsentwicklung

Rz. 1 Die Vorschrift des § 142 BewG wurde durch das Jahressteuergesetz 1997 in das Bewertungsgesetz eingefügt. Sie enthält die Regelungen zur Bewertung des eigentlichen Betriebs der Land- und Forstwirtschaft. Der Gültigkeitsbereich erstreckt sich seit dem 1.1.1996 auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer und ab dem 1.1.1997 auf die Grunderwerbsteuer, soweit keine bezifferte G...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Kritikpunkte

Rz. 25 Bereits sehr früh nach der Einfügung des § 142 BewG in das Bewertungsgesetz wurde – auch in diesem Kommentar – deutliche Kritik an der gesetzlichen Regelung angebracht. Hierbei wurde letztlich auch herausgestellt, dass wegen der wohl nur sehr eingeschränkten Bedeutung im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und wegen der vom BVerfG gesetzten kurzen Fristen für die U...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Übersicht

Rz. 36 Die Bewertung des Betriebsteils richtet sich nach § 142 BewG. In § 142 Abs. 1 BewG wird festgelegt, dass der Wert des Betriebsteils (Betriebswert) unter sinngemäßer Anwendung der folgenden Paragrafen des Bewertungsgesetzes zu ermitteln ist: § 35 BewG (Bewertungsstichtag), § 36 Abs. 1 BewG (Ertragswertverfahren), § 36 Abs. 2 BewG (Definition des Ertragswerts), § 42 BewG (...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Begründung und Voraussetzungen

Rz. 267 § 142 Abs. 3 BewG stellt eine sog. Öffnungsklausel dar. Durch sie sollen Benachteiligungen vermieden werden, die bei stark vom Durchschnitt abweichenden Ertragsverhältnissen im Einzelfall entstehen könnten, wenn die festen Ertragswerte nach § 142 Abs. 2 BewG ausnahmslos zum Ansatz kämen. Die Vorschrift hat nur noch für Stichtage vor dem 1.1.2009 Bedeutung, da die Be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / d) Nutzungsdauer

Rz. 137 Wertabweichungen zwischen dem tatsächlichen gemeinen Wert und dem nach § 151 Abs. 1 Nr. 1 BewG festzustellenden Grundbesitzwert können auch auf die in Anlage 22 zum Bewertungsgesetz vorgenommene Typisierung der wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer zurückzuführen sein. Die Anlage 22 zum Bewertungsgesetz ist sowohl bei der Ermittlung des Gebäudeertragswerts (§ 185 Abs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / aa) Preisstand

Rz. 132 Eine weitere Besonderheit ergibt sich aus der Tatsache, dass die Regelherstellungskosten der Anlage 24 zum Bewertungsgesetz für Bewertungsstichtage bis zum 31.12.2011 den Preisstand zum 1.1.2007 wiedergeben. Für Stichtage ab dem 1.1.2012 ist die Anlage 24 zum BewG mit dem Preisstand zum 1.1.2010 maßgebend. Eine rechnerische Indizierung der Regelherstellungskosten zu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Marktanpassungsfaktoren

Rz. 135 Bei der Ermittlung des gemeinen Werts sind nicht nur die objektspezifischen Grundstücksmerkmale, sondern auch die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt zu berücksichtigen. Dies erfolgt innerhalb der ImmoWertV durch Marktanpassungsfaktoren, sofern die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt nicht bereits auf andere Weise in die Wertermit...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / bb) Bewirtschaftungskosten

Rz. 121 Ob hinsichtlich der zu berücksichtigenden Bewirtschaftungskosten derart abweichende Bewertungsergebnisse zu erwarten sind, dass sich der Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts aus der Sicht des Steuerpflichtigen lohnt, hängt von den Verhältnissen des Einzelfalls ab. Sobald nach § 187 Abs. 2 BewG nicht auf Erfahrungssätze zurückgegriffen wird, die von den Gutachtera...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Wahl der Bewertungsmethode

Rz. 93 Die Wahl der Bewertungsmethode ist nach § 182 BewG von der nach dem Bewertungsgesetz definierten Grundstücksart abhängig. Mit dieser schematischen Vorgabe sind zwangsläufig alle Bewertungsmethoden ausgeschlossen, die unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Wertermittlungsregelungen zutreffend wären. Eine derart schematisch geregelte Vorauswahl eines inhaltlich möglic...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Ertragswertverfahren

Rz. 116 Die ImmoWertV bietet bei der Bewertung von Grundstücken naturgemäß wesentlich mehr Spielräume als dies innerhalb des typisierten Bewertungsverfahrens nach dem Bewertungsgesetz der Fall ist. Deshalb ist vom Steuerzahler eine Bewertung nach dem Bewertungsgesetz dahin gehend zu prüfen, ob und ggf. welche Unterschiede bei der Erfassung der für die Wertfindung maßgebende...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Berücksichtigung von werterhöhenden Merkmalen

Rz. 104 Beim Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts für ein unbebautes Grundstück darf jedoch nicht übersehen werden, dass ein Sachverständiger in seinem Gutachten auch Außenanlagen zu erfassen hat, die bei der Bewertung eines unbebauten Grundstücks nach dem Bewertungsgesetz unberücksichtigt bleiben. Insoweit hat das Sachverständigengutachten auch solche Merkmale des Grund...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Berücksichtigung von Belastungen

Rz. 22 Mit dem in § 198 BewG aufgenommenen Bezug auf das Baugesetzbuch sollte letztlich auch klargestellt werden, dass dingliche Nutzungsrechte im Falle eines Sachverständigengutachtens bereits bei der Ermittlung des Wertes des Grundstücks wertmindernd zu berücksichtigen sind. Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat dies in der Vergangenheit stets abgelehnt, weil die nach...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Inhalt/Zweck der Vorschrift

Rz. 1 § 198 BewG enthält die Regelungen zum Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts durch den Steuerzahler. Die Vorschrift ist durch das Erbschaftsteuerreformgesetz v. 24.12.2008 in das Bewertungsgesetz eingefügt worden.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Allgemeines

Rz. 1 Bei der Bewertung eines Grundstücks im Sachwertverfahren ist gem. § 83 Satz 1 BewG vom Bodenwert (§ 84 BewG), Gebäudewert (§§ 85–88 BewG) und dem Wert der Außenanlagen auszugehen (§ 89 BewG). Dieser Ausgangswert ist durch die Anwendung einer Wertzahl an den gemeinen Wert anzugleichen (§ 83 Satz 2, § 90 Abs. 1 BewG). Der gemeine Wert eines Grundstücks wird durch den Pr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / c) Sachwertverfahren

Rz. 131 Innerhalb des Sachwertverfahrens wird in der Praxis der Wertansatz pro Flächeneinheit zu Bewertungsunterschieden beitragen. Zwar sind die Regelherstellungskosten des § 190 BewG, die in Anlage 24 zum Bewertungsgesetz abgedruckt sind, rechnerisch aus den Normalherstellungskosten 2000 abgeleitet, die in Anlage 7 zur WertR 2006 abgedruckt sind. Dennoch ergeben sich wese...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. § 90 Abs. 1 BewG

Rz. 11 Gem. § 90 Abs. 1 BewG ist der Ausgangswert nach § 83 BewG durch Anwendung einer Wertzahl an den gemeinen Wert anzugleichen. Der nach den §§ 84–89 BewG ermittelte Bodenwert, Gebäudewert und Wert der Außenanlagen stellt in seiner Gesamtheit noch nicht den Einheitswert des Grundstücks dar. Die Summe von Bodenwert, Gebäudewert und Wert der Außenanlagen bildet lediglich d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Begriff der Außenanlagen

Rz. 21 Das Tatbestandsmerkmal Außenanlage ist im Bewertungsgesetz nicht näher inhaltlich bestimmt. § 89 BewG enthält lediglich die Vorgabe, dass bei der Ermittlung des Werts eines Grundstücks neben dem Bodenwert und dem Gebäudewert auch der Wert der Außenanlagen zu erfassen ist. Beispielhaft werden durch § 89 BewG Umzäunungen sowie Wege- und Platzbefestigungen aufgeführt. R...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Mindestwert

Rz. 126 Bei einer Bewertung im Ertragswertverfahren nach dem Bewertungsgesetz ist nach § 184 Abs. 3 Satz 2 BewG mindestens der Bodenwert anzusetzen. Diese Mindestwertregelung soll für steuerliche Zwecke eine positive Bemessungsgrundlage typisierend auch bei Grundstücken mit geringen Erträgen oder einer hohen Verzinsung des Bodenwerts sicherstellen. Dies erspart komplizierte...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Rechtliche Entwicklung und Bedeutung

Rz. 1 § 143 BewG ist durch das Jahressteuergesetz 1997 in das Bewertungsgesetz eingeführt worden und seitdem im Wesentlichen unverändert. Durch das Jahressteuergesetz 2007 wurde lediglich Abs. 3 der Vorschrift insoweit redaktionell verändert, als statt der bisherigen Angabe "vom Hundert" der Begriff "Prozent" eingesetzt wurde. Rz. 2 Mit Ablauf des 31.12.2008 hat auch § 143 ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Entstehung der Vorschrift

Rz. 16 Das Bewertungsgesetz 1934 enthielt keine besonderen Vorschriften zur Bewertung der Außenanlagen. Auch in der steuerlichen Praxis wurde von besonderen Wertermittlungen für Außenanlagen abgesehen. Im Allgemeinen begnügte man sich mit einem bloßen Zuschlag zum Gebäudewert. Rz. 17 Die sinngemäße Anwendung des § 88 BewG auf die Bewertung von Außenanlagen ist auf Vorschlag...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Beschreibung der Hofstelle

Rz. 69 Im Bewertungsgesetz selbst findet sich keine Definition des Begriffs "Hofstelle". Sie lässt sich jedoch aus der Rechtsprechung des BFH zu § 69 BewG herausarbeiten. Rz. 70 Danach ist eine Hofstelle diejenige Stelle, von der aus land- und forstwirtschaftliche Flächen ordnungsgemäß nachhaltig bewirtschaftet werden (vgl. § 36 Abs. 2 BewG). Umfang und Ausstattung der Hofs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Anwendungsbereich

Rz. 6 Die Grundbesitzbewertung für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer nach dem Sechsten Abschnitt des Zweiten Teils des Bewertungsgesetzes eröffnet dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit, den Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts zu führen. Damit ist der Steuerpflichtige nicht an eine eventuelle Überbewertung gebunden, die sich durch typisierende Regelungen des Bewertun...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Fehlende Bindungswirkung des Finanzamts an ein Gutachten

Rz. 37 Das Finanzamt ist grundsätzlich nicht an das vom Steuerpflichtigen vorgelegte Sachverständigengutachten gebunden. Vielmehr unterliegt das Gutachten der freien Beweiswürdigung durch das Finanzamt. Bei der Würdigung des Gutachtens wird das Finanzamt insbesondere prüfen, ob im Gutachten alle wertbeeinflussenden Umstände berücksichtigt worden sind. Dazu gehören auch wert...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Umfang der wirtschaftlichen Einheit

Rz. 94 Der Umfang der bei der steuerlichen Bewertung maßgebenden wirtschaftlichen Einheit bestimmt sich ausschließlich nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes (§§ 2, 176 BewG). Im Falle des Nachweises des niedrigeren gemeinen Werts muss die Bewertungseinheit insoweit mit der steuerlich bewerteten wirtschaftlichen Einheit identisch sein. Rz. 95 Im Regelfall dürfte dies ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Bewertungsniveau

Rz. 13 Bei einem steuerlichen Massenverfahren sind Typisierungen aus verfassungsrechtlicher Sicht grundsätzlich akzeptabel. Unzulässig wären jedoch solche Typisierungen, die dazu führen, dass ein Bewertungsverfahren in der überwiegenden Anzahl der Bewertungsfälle von vornherein lediglich ein am Verkehrswert gemessenes Bewertungsniveau in Höhe von 70–80 % erreicht, allein um...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Kriterien für einen niedrigeren gemeinen Wert

Rz. 91 Die Gründe, weshalb der Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts erfolgreich und deshalb sinnvoll sein kann, sind vielfältig. Im Allgemeinen kann insbesondere bei Abweichungen vom "Durchschnittsgrundstück" davon ausgegangen werden, dass der Grundbesitzwert nach den Regelungen des Bewertungsgesetzes vom tatsächlichen gemeinen Wert des Grundstücks abweicht. Dabei sind...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / cc) Liegenschaftszinssätze

Rz. 124 Bewertungsunterschiede können sich häufig auch wegen der schematisch vorgegebenen Liegenschaftszinssätze des Bewertungsgesetzes ergeben. Zwar stellt § 188 Abs. 2 BewG vorrangig auf die Liegenschaftszinssätze ab, die vom Gutachterausschuss ermittelt worden sind. Stehen jedoch keine Liegenschaftszinssätze des Gutachterausschusses zur Verfügung, hat das Finanzamt die i...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Typisierung der steuerlichen Bewertung

Rz. 11 Die Bewertungsregelungen des Bewertungsgesetzes orientieren sich stark an den allgemein geltenden Wertermittlungsgrundsätzen. Dennoch war es – wie bereits in der Vergangenheit – aus verwaltungsökonomischen Gründen unerlässlich, Typisierungen und Vereinfachungen zu realisieren. Einerseits hätte die Finanzverwaltung eine aufwändige Individualbewertung von Grundstücken ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts durch Gutachten

Rz. 29 Der Steuerpflichtige trägt beim Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts eine Nachweislast und nicht eine bloße Darlegungslast. Dieser Nachweislast kommt der Steuerpflichtige in der Praxis regelmäßig durch Vorlage eines entsprechenden Gutachtens nach, das vom örtlich zuständigen Gutachterausschuss oder von einem Sachverständigen für die Bewertung von unbebauten und be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Problematik bei hohen Kaufpreisen im Vergleichswertverfahren

Rz. 46 Unsicherheiten können sich ergeben, wenn für das zu bewertende Kaufpreis ein stichtagsnaher Kaufpreis bekannt ist, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielt worden ist. Sofern der Kaufpreis höher ist als der Wert, der sich im Ertragswertverfahren oder Sachwertverfahren ergibt, wäre es unzulässig, wenn das Finanzamt den höheren Kaufpreis ansetzen würde. Denn das Fi...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Gürsching/Stenger, Bewertun... / a) Vergleichswertverfahren

Rz. 109 Bei der Bewertung bebauter Grundstücke im Vergleichswertverfahren sind nach § 183 Abs. 3 BewG keine Besonderheiten zu berücksichtigen, wobei in der gesetzlichen Regelung ausdrücklich insbesondere Belastungen privatrechtlicher und öffentlich-rechtlicher Art erwähnt werden, die den Wert beeinflussen. Aus der Gesetzesbegründung ist erkennbar, dass besondere Abweichunge...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Liebhaberei / 5 Bewertungsgesetz

Für die Bewertung von Wirtschaftsgütern oder wirtschaftlichen Einheiten nach dem BewG spielt es keine Rolle, ob die Absicht der Erzielung von Einkünften nach dem EStG gegeben ist. Da das Bewertungsrecht an objektive Merkmale anknüpft und nicht an subjektive, hindert das Vorliegen von Liebhaberei nicht die Anwendung des BewG. Auch land- und forstwirtschaftliche Betriebe, die o...mehr

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Zerb 8/2015, Steuersparmode... / IV. Die Bewertung von Kulturgütern

Bewertung bedeutet, einem Wirtschaftsgut einen monetären Wert zuzuteilen. Zu diesem Zweck hat das Steuerrecht diverse Wertermittlungsmethoden entwickelt, welche Verfahrensschritte und Maßstäbe zur Bewertung vorgeben. Für die Bewertung von Kunstgegenständen fehlt es indes an entsprechenden Vorgaben. Gem. § 12 Abs. 1 ErbStG richtet sich die Bewertung von Kunstgegenständen nach ...mehr

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Honorar-Brief für Steuerber... / 5 Kollegenecke: Gegenstandswert bei Schenkungsteuerberechnung

Frage: Es geht um eine Schenkungsteuerangelegenheit, bei der Anteile an einer GmbH auf meinen Mandanten übertragen werden (im Beispiel 5 %). Die Feststellungserklärung über das Betriebsvermögen wird mit einem Datev-Programm erstellt. Für die Abrechnung wird dann als Gegenstandswert von dem Programm 5 % vorgesehen (in dem Beispiel 500.000 EUR = 5 % von 10 Mio. EUR). Dies finde...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung von Gesellschaftsanteilen nach dem Bewertungsgesetz

1 Oberster Wertmaßstab jeglicher Bewertung für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist nach § 9 Abs. 1 BewG der gemeine Wert. Was hierunter – nach der Vorstellung bzw. dem Willen des Gesetzgebers – zu verstehen ist (oder sein soll), konkretisieren § 9 Abs. 2 und 3 BewG, für Gesellschaftsanteile darüber hinaus insbesondere §§ 11 und 97 BewG. Ob diese Normen tatsächlich...mehr

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Zerb 7/2015, Die Bewertung ... / I. Allgemeiner Wertmaßstab nach dem Bewertungsgesetz: Der gemeine Wert, § 9 BewG

Gemäß § 9 Abs. 1 BewG ist bei der Bewertung grundsätzlich, also soweit nichts anderes vorgeschrieben ist, der gemeine Wert zugrunde zu legen. Dieser wird nach § 9 Abs. 2 S. 1 BewG durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Vor diesem Hintergrund geht die Rechtsprechung dav...mehr

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Schenkungsteuererklärung ab... / 2.7.8.5 Renten und andere wiederkehrende Nutzungen (Zeilen 74 bis 82)

In die Zeilen 74 bis 82 gehören zugewendete Renten oder andere wiederkehrende Nutzungen und Leistungen. Dies können z. B. Nießbrauchsrechte, Wohnrechte, aber auch Zinsvorteile aus unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen sein. In die Zeile 75 sind die Art des Anspruchs (z. B. Leibrente), der Name des Schuldners und der Jahreswert einzutragen. In Zeile 76 ist der Zei...mehr

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Schenkungsteuererklärung ab... / Zusammenfassung

Überblick Die Abgabe einer Schenkungsteuererklärung ist bei Schenkungen unter Lebenden erforderlich, d. h. wenn ein steuerpflichtiger Tatbestand erfüllt wurde. Das Finanzamt kann von jedem an einer Schenkung oder an einer Zweckzuwendung Beteiligten die Abgabe der Schenkungsteuererklärung innerhalb einer vom Finanzamt zu bestimmenden Frist (mindestens 1 Monat) verlangen. Dies ...mehr