Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Begriff, Entstehung und Umfang des Erbbaurechts

Rz. 8 Die Neuregelung des § 193 BewG lässt die bisherige bewertungsrechtliche Definition sowie die Regelungen zur Entstehung und zum Umfang der wirtschaftlichen Einheit des Erbbaurechts unverändert. Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf die Kommentierung in § 192 BewG Rz. 31–43 verwiesen. Rz. 9– 17 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / F. Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts

Rz. 30 Für die wirtschaftliche Einheit eines Grundstücks, dessen Gebäude, Gebäudeteile und Anlagen dem Zivilschutz dienen, kann der Nachweis eines niedrigeren gemeinen Wertes (vgl. § 198 BewG) geführt werden. Bezüglich der Einzelheiten zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts wird auf die Erläuterungen zu § 198 BewG verwiesen.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Hauptbewertungsstützpunkte

Rz. 148 Zur Förderung der Gleichmäßigkeit der Bewertung sind im Bundesgebiet für acht Hauptbewertungsstützpunkte die Vergleichswerte, ausgehend von den Normalwerten des jeweiligen Bewertungsgebiets, durch den Bewertungsbeirat ermittelt worden. Die Vergleichswerte dieser Hauptbewertungsstützpunkte können jedoch nicht unmittelbar für eine vergleichende Bewertung anderer Nutzu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / M. Beispiel belastetes Grundstück

Rz. 41 Ein mit einem fremden Gebäude (Geschäftsgrundstück) bebautes Grundstück ist für Erbschaftsteuerzwecke zum 26.8.2019 zu bewerten. Das Grundstück ist 1.150 m2 groß. Der zuletzt vom örtlichen Gutachterausschuss festzustellende Bodenrichtwert beträgt 95 EUR/m2; größenabhängige Anpassungsfaktoren wurden nicht vorgegeben. Das Nutzungsrecht (Überlassung des Grund und Bodens...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Begriff und Entstehung des Erbbaurechts

Rz. 31 Bei dem Erbbaurecht handelt es sich um das veräußerliche und vererbliche Recht an einem Grundstück, auf oder unter der Oberfläche des belasteten Grundstücks ein Bauwerk zu haben (§ 1 Abs. 1 ErbbauVO). Das Erbbaurecht ist ein dingliches Recht an einem fremden Grundstück. Der Erbbaurechtsgeber bleibt bürgerlich-rechtlich Eigentümer des belasteten Grundstücks. Zivilrech...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / A. Entwicklung der Abrundungsvorschriften

Rz. 1 Bei der Einheitsbewertung 1964 wurden die Einheitswerte, unabhängig davon, ob für land- und forstwirtschaftliches Vermögen, für Grundvermögen oder für Betriebsgrundstücke festgestellt, auf volle 100 DM abgerundet. Da ab dem 1.1.1996 wesentlich höhere Grundbesitzwerte bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer und ab 1.1.1997 bei der Grunderwerbsteuer angesetzt werden, ist...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Untererbbaurecht

Rz. 81 Bei dem Erbbaurecht handelt es sich um das veräußerliche und vererbliche Recht an einem Grundstück, auf oder unter der Oberfläche des belasteten Grundstücks ein Bauwerk zu haben (§ 1 Abs. 1 ErbbauVO). Es kann selbstständig mit Rechten belastet werden (vgl. Rz. 31–41). Ebenfalls kann mit Zustimmung des Grundstückseigentümers (Erbbaurechtsgeber) an dem (Ober-)Erbbaurec...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Befinden sich auf ...

Rz. 14 Befinden sich auf einem Grundstück neben den Gebäuden, Gebäudeteilen und Anlagen, die dem Zivilschutz dienen, auch Gebäude oder Gebäudeteile, die anderen Zwecken (z.B. Wohnzwecken) dienen, erstreckt sich die Befreiung nach § 197 BewG nur auf die dem Zivilschutz dienenden Gebäuden, Gebäudeteilen und Anlagen. Die übrigen Gebäude oder Gebäudeteile sind hingegen mit ihre...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / C. Verfahrensbeschreibung

Rz. 6 Bei Gebäuden auf fremdem Grund und Boden sind die Grundbesitzwerte für die wirtschaftliche Einheit des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden und die wirtschaftliche Einheit des belasteten Grundstücks gesondert und unabhängig voneinander zu ermitteln (§ 195 Abs. 1 BewG). Rz. 7 Die Bewertung des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden erfolgt bei einer Bewertung des Gebäude...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Anwendungsbereich

Rz. 17 Die aktuell gültige Fassung von § 91 BewG ist für die Ermittlung des Grundstückswerts für die Grundsteuer und wegen § 47 BewG auch für den Wohnungswert eines Betriebes der Land- und Forstwirtschaft anzuwenden. Rz. 18 In zeitlicher Hinsicht ist § 91 BewG in der heute gültigen Fassung unverändert seit 1965 für die Grundsteuer und den Wohnungswert der Land- und Forstwir...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Hilfstabelle zu Anlage 21 BewG

Rz. 27 Aus der Vervielfältigertabelle der Anlage 21 zum Bewertungsgesetz können keine Vervielfältiger abgelesen werden, wenn Liegenschaftszinssätze maßgebend sind, die nicht den vorgesehenen Sprüngen von 0,5 %-Punkten entsprechen. In diesen Fällen ergeben sich die jeweiligen Vervielfältiger in Abhängigkeit vom Liegenschaftszinssatz und der jeweiligen Restnutzungsdauer (RND)...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / H. Unbefristete Überlassung des Grund und Bodens

Rz. 36 Nach dem Recht der ehemaligen DDR war es möglich, an Grundstücken unbefristete oder befristete Nutzungsrechte zu verleihen. Im Rahmen des Nutzungsverhältnisses war der Nutzungsberechtigte – nach vorheriger Einholung der Zustimmung des Grundstückseigentümers – berechtigt, Gebäude auf dem überlassenen Grundstück zu errichten (Gebäude auf fremdem Grund und Boden). Darüb...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Bodenwertanteil des Erbbaurechts

Rz. 33 Nach der Vorstellung des Gesetzgebers entspricht der Bodenwertanteil des Erbbaurechts dem wirtschaftlichen Vorteil, den der Erbbauberechtigte dadurch erlangt, dass er in vielen Fällen entsprechend den Regelungen des Erbbauvertrags über die Restlaufzeit des Erbbaurechts nicht den vollen Bodenwertverzinsungsbetrag leisten muss. Dies ergibt sich aus der Gesetzesbegründu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Bewertung eines Gebäudes auf fremdem Grund und Boden im Zustand der Bebauung

Rz. 46 Der Grundbesitzwert eines zuvor noch nicht errichteten Gebäudes auf fremdem Grund und Boden, welches sich am Bewertungsstichtag im Zustand der Bebauung befindet, ermittelt sich u.E. allein aus entstandenen Herstellungskosten des Gebäudes. Ein Bodenwertanteil ist bei einem Gebäude auf fremdem Grund und Boden regelmäßig nicht zu berücksichtigen (s. § 195 BewG Rz. 19). ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / G. Beispiel zur Bewertung eines Erbbaugrundstücks mit einem Gebäude im Zustand der Bebauung

Rz. 52 Ein Erbbaugrundstück (Geschäftsgrundstück) ist für Schenkungsteuerzwecke auf den 1.8.2019 zu bewerten. Das Grundstück ist 2. 500 m2 groß, der Bodenrichtwert beträgt 60 EUR/m2. Am Bewertungsstichtag errichtet der Erbbaurechtsnehmer ein Gebäude auf dem zuvor unbebauten Erbbaurecht. Bis zum Bewertungsstichtag sind dem Erbbauberechtigten Herstellungskosten für eine in Ba...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / ee) (Teilweise) entschädigungsloser Gebäudeübergang nach Ablauf des Erbbaurechts

Rz. 69 Sofern davon ausgegangen werden kann, dass nach Ablauf des Erbbaurechtsvertrags ein von dem Erbbaurechtsnehmer errichtetes Gebäude noch nutzbar ist, wird regelmäßig vertraglich eine angemessene Entschädigung zugunsten des Erbbaurechtsnehmers vereinbart werden. Gleichwohl sind auch Fälle denkbar, in denen das Gebäude entschädigungslos auf den Eigentümer des belasteten...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / K. Beispiel Gebäude auf fremdem Grund und Boden mit Abrissverpflichtung (Bewertung im Sachwertverfahren a.F.)

Rz. 40 Ein Industriegebäude mit Büro- und Sozialtrakt ist für Schenkungsteuerzwecke auf den 6.3.2015 zu bewerten. Das Gebäude wurde im Rahmen eines Nutzungsrechts auf fremdem Grund und Boden errichtet, wird in vollem Umfang zu eigenen betrieblichen Zwecken genutzt und unterliegt einer Spezialnutzung. Das Gebäude wurde 1990 fertig gestellt und weist eine mittlere Ausstattung...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / (4) Schwankender Erbbauzins

Rz. 67 Ändert sich die Höhe des Erbbauzinses während der Laufzeit des Erbbaurechts, müssen die Veränderungen rechnerisch entsprechend berücksichtigt werden. S. hierzu § 193 BewG Rz. 60–61. Rz. 68 Neben dem laufenden Erbbauzins können Einmal- oder Vorauszahlungen, insb. bei Gewerbeimmobilien, vereinbart sein. Ist die Einmalzahlung vor dem Bewertungsstichtag geleistet worden,...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Konzeption durch das JStG 2007

Rz. 17 Eine grundsätzliche Neuregelung erfuhr die Bewertung von Erbbaurechtsfällen nach § 148 BewG aufgrund der in Art. 18 des Jahressteuergesetzes 2007 enthaltenen Änderungen. Die dort geregelten Bewertungsgrundsätze gelten bei Bewertungen für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2006 und vor dem 1.1.2009 (vgl. § 148 BewG). Bei Bewertu...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Bewertung eines Erbbaugrundstücks mit einem Gebäude im Zustand der Bebauung

Rz. 42 Die Bewertung von Erbbaugrundstücken mit Gebäuden im Zustand der Bebauung ist ebenfalls durch die Finanzverwaltung im Rahmen der ErbStR 2011 neu geregelt und in die ErbStR 2019 übernommen worden. Demnach stellt der bei Ablauf des Erbbaurechts nicht zu entschädigende und auf den Bewertungsstichtag nach Maßgabe der Anlage 26 zum BewG abgezinste Anteil der am Bewertungs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / E. Beispiel zur Bewertung eines Grundstücks im Zustand der Bebauung auf einem bisher bebauten Grundstück

Rz. 50 Der Grundbesitzwert für ein ländlich gelegenes freistehendes Zweifamilienhaus ist für Schenkungsteuerzwecke auf den 1.7.2019 zu ermitteln. Am Bewertungsstichtag wird ein kleineres Werkstattgebäude auf dem Grundstück errichtet. Das Grundstück ist 1 750 m2 groß, der Bodenrichtwert beträgt 50 EUR/m2. Ein Vergleichspreis oder Vergleichsfaktor für das Zweifamilienhaus lie...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Anspruch auf Zahlung des Erbbauzinses

Rz. 54 Der Eigentümer des Erbbaugrundstücks, also des belasteten Grundstücks, hat Anspruch auf Zahlung des Erbbauzinses. Bei der Bewertung des Erbbaugrundstücks wird einerseits der abgezinste Bodenwert angesetzt. Andererseits wird nach § 194 Abs. 3 BewG der kapitalisierte vertraglich vereinbarte jährliche Erbbauzins im Rahmen der Bodenwertermittlung über die Laufzeit kapita...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / G. Bewertung des belasteten Grundstücks

Rz. 30 Die Bewertung eines mit einem fremden Gebäude bebauten (belasteten) Grundstückens ist in § 195 Abs. 3 BewG geregelt. Demnach ergibt sich der Grundbesitzwert des belasteten Grundstücks aus der Summe des auf den Bewertungsstichtag abgezinsten Bodenwerts (§ 179 BewG) und des über die Restlaufzeit des Nutzungsrechts kapitalisierten Entgelts. Rz. 31 Maßgeblich für die Bew...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Grundstückseinteilung

Rz. 8 Die Einteilung der Grundstücke in Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke, Einfamilienhäuser und sonstige bebaute Grundstücke und in die unbebauten Grundstücke richtete sich für den Hauptfeststellungszeitpunkt 1935 nach § 32 BewDV (s. § 129 BewG Rz. 2). Danach war für die Einteilung eines Grundstücks in die eine oder andere Grundstücks...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , ErbStG § 19a Tarifbegrenzung beim Erwerb von Betriebsvermögen, von Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und von Anteilen an Kapitalgesellschaften

A. Grundaussagen der Vorschrift Rz. 1 § 19a ErbStG sieht eine Tarifbegrenzung bei der Übertragung von Produktivvermögen auf Erwerber der Steuerklasse II und III in der Weise vor, dass durch Abzug eines Entlastungsbetrags (Abs. 4) die sich aus § 19 ErbStG ergebende ErbSt herabgesetzt wird. Die Vorschrift soll die verminderte Leistungsfähigkeit von Erwerben betrieblich gebunde...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Regelungsgegenstand und -zweck

Rz. 1 Mit § 54 BewG wird auf die besonderen Verhältnisse der Forstwirtschaft eingegangen und für Zwecke der Einheitsbewertung ein abweichender Stichtag für die Bewertung des nicht eingeschlagenen Holzes eingeführt. Die Vorschrift enthält somit eine notwendige Ausnahmeregelung. Rz. 2– 4 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Einheitsbewertung im Beitrittsgebiet zum 1.1.1935

Rz. 4 Die Erläuterungen zur Einheitsbewertung im Beitrittsgebiet zum 1.1.1935 können § 148 (bis 2006) BewG (s. Rz. 3) entnommen werden. Rz. 5– 6 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Verfahrensbeschreibung

Rz. 6 Grundstücke, die sich am Bewertungsstichtag im Zustand der Bebauung befinden, können aufgrund der begonnenen Baumaßnahmen nicht ohne deren Berücksichtigung bewertet werden. Daher wurde für diese Fälle mit § 196 BewG ein weiteres Sonderverfahren geschaffen, das neben dem Wert des Grundstücks vor Beginn der Baumaßnahmen auch den Grad der Fertigstellung in Form der am Be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Anwendungsbereich

Rz. 5 Die Einheitswerte 1935 sind mit den in § 133 BewG angesetzten Prozentsätzen nach Wegfall der Gewerbekapitalsteuer ab 1998 nur noch für die Kürzung des Gewerbeertrags nach § 9 Nr. 1 Satz 1 GewStG relevant. Rz. 6– 7 Einstweilen frei.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Allgemeines

Rz. 20 Die forstwirtschaftliche Nutzung ist Teil des Betriebs der Land- und Forstwirtschaft, und zwar des Wirtschaftsteils (§ 34 Abs. 2 BewG). Für die forstwirtschaftliche Nutzung wird deshalb kein Einheitswert festgestellt, sondern nur ein Vergleichswert ermittelt. Der Vergleichswert der forstwirtschaftlichen Nutzung kommt nur dann nach Abrundung dem Einheitswert des Betri...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Vergleichswertverfahren

Rz. 16 Der auf den begünstigten Gebäudeteil entfallende Anteil am Vergleichswert kann nur im Schätzungswege ermittelt und vom gesamten Vergleichswert abgezogen werden. Anhaltspunkte für die Aufteilung im Schätzungswege können u.E. die Flächenanteile oder die Herstellungskosten des Gebäudes sein. Kommt es zum Ansatz von Vergleichsfaktoren (§ 183 Abs. 2 BewG) wäre u.E. auch e...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Sachwertverfahren

Rz. 20 Die auf den begünstigten Gebäudeteil entfallende Brutto-Grundfläche kann u.E. bei der Ermittlung des Gebäudesachwertanteils außer Betracht bleiben. Der für die Anwendung der Regelherstellungskosten maßgebende Gebäudestandard nach Anlage 24 III zum BewG ist u.E. allein anhand der übrigen (nicht befreiten) Gebäude bzw. Gebäudeteile zu bestimmen; die begünstigten Gebäud...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / C. Baumbestand

Rz. 18 Nach § 54 BewG ist der Umfang und der Zustand des nicht eingeschlagenen Holzes zum Ende des dem Bewertungsstichtag vorhergehenden Wirtschaftsjahres zugrunde zu legen. Unter dem Begriff "Umfang und Zustand des nicht eingeschlagenen Holzes" ist der Baumbestand des forstwirtschaftlichen Betriebes zu verstehen. Dieser ergibt sich vorrangig aus einem amtlich anerkannten B...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Bewertung eines Erbbaurechts im Zustand der Bebauung

Rz. 37 Der Grundbesitzwert eines zuvor unbebauten Erbbaurechts, welches sich am Bewertungsstichtag im Zustand der Bebauung befindet, ermittelt sich nach geänderter Auffassung der Finanzverwaltung aus dem Bodenwertanteil des Erbbaurechts (§ 193 Abs. 3 und 4 BewG) und den bis zum Bewertungsstichtag entstandenen Herstellungskosten des Gebäudes, abzüglich des bei Ablauf des Erb...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Besonderheiten beim Erbbaugrundstück

Rz. 26 Ebenso wie bei der Bewertung von Erbbaurechten hängt bei der Bewertung von Erbbaugrundstücken die Anwendbarkeit des Vergleichswertverfahrens davon ab, dass die Vergleichsgrundstücke eine hinreichende Vergleichbarkeit aufweisen. Somit müssen zwischen den zu bewertenden Erbbaugrundstücken und den Vergleichsgrundstücken solche Zustandsmerkmale vorliegen, die über die al...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Ermittlung der Abschläge und Zuschläge

Rz. 180 Systematisch ist für die Prüfung der Frage, ob die Voraussetzungen für einen Abschlag oder einen Zuschlag gegeben sind, bei forstwirtschaftlichen Nutzungen wie folgt vorzugehen: Rz. 181 Zunächst ist festzustellen, mit welchem absoluten Betrag die einzelne wirtschaftliche Ertragsbedingung auf Grund Gegend üblicher Verhältnisse in die Normalwertberechnung eingegangen i...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Allgemeines

Rz. 174 Abweichungen von den bei der Festsetzung der Normalwerte ermittelten durchschnittlichen Verhältnissen der natürlichen Ertragsbedingungen und der Verkehrslage werden, soweit sie nicht unwesentlich sind, durch Abrechnungen oder Zurechnungen abgegolten. Zu den Abrechnungen wegen Rotfäule, Splitterschäden und mangelhafter Holzqualität siehe die Rz. 67 bis 77. Rz. 175 Di...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / (3) Fehlende Vereinbarung über Erbbauzins

Rz. 63 Nach § 1 ErbbauVO müssen die in § 193 BewG Rz. 56 genannten Voraussetzungen mindestens erfüllt sein, damit ein Erbbaurecht wirksam entstehen kann. Daraus ist ersichtlich, dass die Vereinbarung über die Zahlung eines Erbbauzinses nicht notwendig Bestandteil eines Erbbaurechts ist. Rz. 64 Wurde im Erbbaurechtsvertrag keine Vereinbarung über die Zahlung eines Erbbauzinse...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / (5) (Teilweise) entschädigungsloser Gebäudeübergang nach Ablauf des Erbbaurechts

Rz. 79 Zur Bemessung des Erbbauzinses in den Fällen, in denen nach Ablauf des Erbbaurechts ein von dem Erbbaurechtsnehmer errichtetes Gebäude nicht angemessen oder nur teilweise zu entschädigen ist, s. § 193 BewG Rz. 69. Rz. 80 Bei dem Ansatz der vertraglich vereinbarten jährlichen Erbbauzinsen nach § 194 Abs. 3 Satz 3 BewG wird der Einfluss des (teilweise) entschädigungslo...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / b) Allgemeines zum Erbbauzins

Rz. 43 Vom ermittelten angemessenen Verzinsungsbetrag ist der am Bewertungsstichtag vertraglich vereinbarte jährliche Erbbauzins abzuziehen. Insoweit wurde von der Verkehrswertermittlung der WertR 2006 abgewichen, da dort auf den "erzielbaren" Erbbauzins abgestellt wird. Die Regelung hinsichtlich des anzusetzenden Erbbauzinses nach § 193 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BewG folgt demna...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / D. Begriff des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden

Rz. 9 Ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden liegt vor, wenn ein anderer als der Eigentümer des Grund und Bodens darauf ein Gebäude errichtet hat und ihm das Gebäude zuzurechnen ist. Dies ist der Fall, wenn das Gebäude einen Scheinbestandteil des Grund und Bodens darstellt (vgl. § 95 BGB). Sofern dem Nutzungsberechtigten für den Fall der Nutzungsbeendigung gegenüber dem Ei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Besonderheiten beim Erbbaurecht

Rz. 25 Da nach der Systematik des § 193 Abs. 1 BewG zur Bewertung des Erbbaurechts vorrangig das Vergleichswertverfahren anzuwenden ist, wenn entsprechende Vergleichskaufpreise oder aus Kaufpreisen abgeleitete Vergleichsfaktoren vorliegen, stellt sich die Frage, ob über die – bereits für Grundstücke ohne Erbbaurechtsbelastung bestehenden – allgemeinen Voraussetzungen zur An...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / dd) Schwankender Erbbauzins

Rz. 60 Ändert sich die Höhe des Erbbauzinses während der Laufzeit des Erbbaurechts, müssen die Veränderungen rechnerisch entsprechend berücksichtigt werden. Derartige Änderungen können bedingt sein durch eine Einmalzahlung, Vorauszahlungen oder eine von vornherein vereinbarte Staffelung des Erbbauzinses. Sind Erbbauzinsen während der Laufzeit des Erbbaurechts in unterschiedlich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Bebaute Grundstücke im Zustand der Bebauung

Rz. 31 Ein Grundstück im Zustand der Bebauung ist nicht nur dann gegeben, wenn ein bisher unbebautes Grundstück sich im Feststellungszeitpunkt in der Bebauung befindet. Ein Zustand der Bebauung kann auch dann vorliegen, wenn es sich im Feststellungszeitpunkt bereits um ein bebautes Grundstück handelt, da sich bereits bezugsfertige Gebäude auf dem Grundstück befinden, darübe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Neukonzeption durch das ErbStRG 2009

Rz. 1 Zur Entstehung der Vorschrift wird auf § 192 BewG Rz. 1–26 verwiesen. Die Gesetzesbegründung des ErbStRG vom 24.12.2008 zu § 194 BewG hat folgenden Wortlaut: „Zu § 194 Die Vorschrift übernimmt für die Bewertung des Erbbaugrundstücks im Wesentlichen die Grundsätze der Wertermittlungsrichtlinien 2006 (WertR 2006, Tz. 4.3.3). Zu § 194 Abs. 1 Das vorrangig anzuwendende Vergl...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Neukonzeption durch das ErbStRG 2009

Rz. 21 Eine gegenüber der bisherigen Rechtslage nach § 148 BewG umfassende Neuregelung erfährt die Bewertung der Erbbaurechtsfälle aufgrund des ErbStRG vom 24.12.2008. Angestoßen wurde dies durch den Beschluss des BVerfG vom 7.11.2006, mit dem der Gesetzgeber verpflichtet wurde, das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (i.d.F. vom 10.10.2007) spätestens bis zum 31.12....mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Voraussetzung für die Befreiung

Rz. 6 Gebäude, Gebäudeteile und Anlagen, die wegen der in § 1 ZSKG bezeichneten Zwecke geschaffen worden sind und im Frieden nicht oder nur gelegentlich oder geringfügig für andere Zwecke benutzt werden, bleiben nach § 197 BewG bei der Ermittlung des Grundbesitzwerts außer Betracht. Für diese dem Zivilschutz dienenden Gebäude, Gebäudeteile und Anlagen greift somit eine sach...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Selbstständig verwertbare Teilfläche

Rz. 15 Nach der Auffassung der Finanzverwaltung ist für die Annahme einer selbstständig nutzbaren Teilfläche nicht entscheidend, ob die Teilflächen baulich nutzbar sind. Vielmehr wird unter einer selbstständig nutzbaren Teilfläche jede sinnvolle Nutzung verstanden. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Lagerfläche, Abstellfläche, Gartenfläche, einen Schrebergarten oder ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / C. Normalbestand an umlaufenden Betriebsmitteln

Rz. 17 Eingeschlagenes Holz gehört nur insoweit zu den umlaufenden Betriebsmitteln, als es dem normalen Bestand eines forstwirtschaftlichen Betriebes entspricht. Dabei ist nur das als normaler Bestand zu werten, was dem jährlichen Nutzungssatz entspricht. Nur in diesem Umfang wird das geschlagene Holz im Normalwert der forstwirtschaftlichen Nutzung erfasst (vgl. dazu § 55 A...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Wirtschaftjahr

Rz. 10 Der im Rahmen der Einheitsbewertung maßgebende Stichtag ist allgemein in § 35 Abs. 1 BewG geregelt. Dabei handelt es sich regelmäßig um eine Bestandsaufnahme der Verhältnisse im Feststellungszeitpunkt. Feststellungszeitpunkt ist stets der Beginn eines Kalenderjahres. Die Feststellung der Einheitswerte erfolgt somit jeweils zum 1. Januar eines Jahres. Rz. 11 Bei der F...mehr