Rn. 100
Stand: EL 190 – ET: 07/2026
Die Steuerermäßigung setzt voraus, dass dem StPfl Aufwendungen entstanden sind. Aufwendungen sind bewusste und gewollte Vermögensverwendungen, die in Geld oder Sachwerten bestehen, dazu ausführlich s § 33 Rn 69 ff (Nacke). Erfolgen Sachaufwendungen, sind diese in entsprechender Anwendung des § 15 Abs 2 BewG mit den üblichen Mittelpreisen des Verbrauchsorts anzusetzen, BFH v 05.06.2003, III R 10/02, BStBl II 2003, 714; BFH v 12.04.2000, XI R 127/96, BStBl II 2002, 130; BFH v 09.11.1993, IX R 74/90, BFH/NV 1994, 474; vgl auch BFH v 05.05.2010, VI R 29/09, BStBl II 2011, 116.
Nimmt der StPfl eine unterhaltsberechtigte Person in seinen Haushalt auf, geht die FinVerw regelmäßig von Leistungen in Höhe des Höchstbetrags aus, R 33a.1 Abs 1 S 5 EStR 2012. Aufwendungen, die kreditfinanziert sind, sind im Jahr der Verausgabung abzuziehen, BFH v 27.07.1990, III R 176/86, BFH/NV 1991, 367. Entgangene Einnahmen stellen keine Aufwendungen dar, FG Münster v 24.11.1994, 7 K 5637/93 E, DStZ 1996, 498 (Leitsatz).
Aufwendungen liegen auch dann vor, wenn der StPfl Vermögen übertragen erhalten hat und daraus Zahlungen an den Übertragenden leistet, BFH v 12.11.1996, III R 38/95, BStBl II 1997, 387; der BFH verneint jedoch in diesem Fall die Zwangsläufigkeit iSd § 33a Abs 1 EStG.
Keine Aufwendungen sind anzunehmen, wenn der StPfl für seine Geldleistung eine ggf verdeckte Gegenleistung erhält, FG München v 02.12.1997, 16 K 393/97, EFG 1998, 569.
Rn. 101
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Werden Aufwendungen, die als ag Belastungen berücksichtigt worden sind, später zurückgezahlt, ist der bestandskräftige ESt-Bescheid nach § 175 Abs 1 Nr 2 AO zu ändern, Loschelder in Schmidt, § 33a EStG Rz 8 (45. Aufl 2026).
Rn. 102
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Einheitliche Unterhaltsleistung...