Dr. Carsten Bange
, Larissa Baier
Planung bedeutet technisch gesehen die Erzeugung von Daten mit einem zukünftigen Zeitbezug. Während im Berichtswesen die Daten von der Software aus Datenbanken abgefragt werden, müssen Planungswerkzeuge daher auch ein Zurückschreiben von Daten ermöglichen (Abb. 8). Planungs- und Budgetierungsprozesse benötigen darüber hinaus umfangreiche Funktionen für Plandateneingabe, Datenverteilung, Berechnungen, Forecasting und Simulation.
Abb. 9: Szenarioplanung in Planful
In kleinen und mittleren Einsatzszenarien kann eine i. d. R. kostengünstige Planungsunterstützung durch standardisierte Werkzeuge für die Planung erreicht werden. Diese bilden häufig einen großen Teil der betriebswirtschaftlichen Planungslogik durch eine vordefinierte Verknüpfung der Erfolgs-, Finanz- und Bilanzplanung bereits ab.
Für größere Einsatzszenarien mit vielen Beteiligten bringen Planungsplattformen zusätzlich zu den Planungsfunktionen auch eine integrierte Prozessunterstützung mit. Sowohl der Workflow mit seinen Beteiligten als auch Freigabeprozesse und ein Kalender mit der Öffnung und dem Schließen von Eingabemöglichkeiten werden hier unterstützt. Planungsplattformen bieten auch eine höhere Flexibilität zur Anpassung an unternehmensspezifische Anforderungen als standardisierte Werkzeuge. Besondere Herausforderungen liegen in der Unterstützung von gleichzeitig dezentralen Dateneingabe- als auch zentralen Abstimmungs- und Planungsprozessen sowie der Verknüpfung verschiedener operativer Teilpläne mit der Finanzplanung.
Neu integriert werden momentan Machine Learning (ML)-basierte Verfahren z. B. zur datenbasierenden Identifikation von Treibern oder einer Automatisierung des Forecasting durch statistische Methoden.
Der Markt für Planungssoftware ist selbst breit gefächert. Neben standardisierten Finanzplan...