Zusammenfassung
Die Umstellung auf nachhaltiges Wirtschaften geht einher mit einer Veränderung der Unternehmenskultur, die kommunikativ zu begleiten ist. Dieser Beitrag legt den Schwerpunkt auf diejenigen Aspekte der internen Kommunikation, in denen es zu persönlichen Begegnungen kommt. Er geht ein, auf welche Weise ein Zukunftsbild entwickelt werden kann, welche Schlüsselrolle den Führungskräften zukommt und wie die Mitarbeitenden in die Nachhaltigkeits-Transformation so eingebunden werden können, dass sie diese unterstützen.
1 Nachhaltigkeit und interne Kommunikation
1.1 Die Bedeutung der internen Kommunikation für den Wandel zu einer Unternehmenskultur
Wer nachhaltiges Handeln in sein Unternehmen integriert, wird die Art seines Wirtschaftens langfristig umgestalten. Der Wandel beginnt in der Regel bei einzelnen Prozessen, wie dem Einsparen von Ressourcen bei der Produktion. Mittel- bis langfristig kommt es jedoch zu einer grundlegenden Umstellung des Geschäftsmodells. Die reine Gewinnorientierung wird kombiniert mit einer positiven gesellschaftlichen Wirkung, die soziale und ökologische Belange berücksichtigt. Es geht darum, wirtschaftlich erfolgreich etwas Sinnvolles zu tun und dabei Themen wie faire Arbeitsbedingungen und Lebensqualität, Ressourcenschonung und Schadensminimierung zu berücksichtigen. Mit der Zeit entsteht eine neue Unternehmenskultur mit neuer Vision, Strategie und Struktur, in die nachhaltiges Wirtschaften integriert ist. Das macht neue Einstellungen und Verhaltensweisen notwendig. Für diejenigen, die im Unternehmen arbeiten, beginnt eine Lern- und Entwicklungsreise.
Dieser fundamentale Veränderungsprozess muss intern kommunikativ intensiv begleitet werden, weil er alle Mitarbeitenden betrifft, vom Vorstand über die Führungskräfte bis zu den Menschen, die ein Produkt an Endkunden verkaufen oder im Rahmen einer Dienstleistung Gespräche mit interessierten Personen führen. Dabei gilt es...