Internes Kontrollsystem (IKS) / 4.5 Personalwesen

Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Entwicklung im Personalwesen, sind Mitarbeiter regelmäßig zu beurteilen.[1] Die Gespräche sollten anhand standardisierter Kriterien erfolgen, um vergleichbar zu sein. Mitarbeitergespräche sind zu dokumentieren.

Anwesenheitszeiten im Unternehmen sowie Krankheits- und Urlaubstage sollten erfasst werden. Bei übermäßigen Fehlzeiten sowie hoher Fluktuation sollten die Unternehmensleitung informiert und die Ursachen hierfür untersucht werden. Der Arbeitgeber ist laut § 167 Abs. 2 SGB IX zu einem betrieblichen Eingliederungsmanagement verpflichtet, wenn ein Beschäftigter im Laufe eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig war.[2]

Regelmäßige Weiterbildung ist eine wichtige Voraussetzung für ein leistungsfähiges Unternehmen. Durch einen entsprechenden Trainings- und Weiterbildungsplan ist sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter auf die ihrer Position und ihrem Kenntnisstand angemessenen Schulungen gehen können.

Die Maßnahmen und Regelungen der Entlohnung sind im Einvernehmen zwischen mehreren Mitgliedern des Führungsteams festzulegen. Hierbei ist auf eine angemessene Struktur der Entlohnung innerhalb des Unternehmens zu achten. Leistungsentwicklung und Honorierung sollten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.[3]

[1] LAG Hessen, Urteil v. 6.2.2012, 16 Sa 1134/11: Bei der Einführung von Mitarbeiterjahresgesprächen handelt es sich um eine mitbestimmungspflichtige Angelegenheit nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG.
[2] LAG Hamburg, Beschluss v. 20.2.2014, 1 TaBV 4/13: Mitbestimmung des Betriebsrats beim betrieblichen Eingliederungsmanagement fraglich.
[3] Flächendeckender Mindestlohn ab 1.1.2019: Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1.1.2017 8,84 EUR pro Stunde. Laut MiLoG wird der gesetzliche Mindestlohn alle 2 Jahre neu festgelegt. Im Juni 2018 hat die Mindestlohn-Kommission empfohlen, den gesetzlichen Mindestlohn in 2 Schritten zu erhöhen. Die Bundesregierung ist diesem Vorschlag im Oktober 2018 mittels Verordnung gefolgt. Der gesetzliche Mindestlohn ist zum 1.1.2019 auf 9,19 EUR gestiegen und wird zum 1.1.2020 auf 9,35 EUR angehoben.

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