Schwerbehinderte Menschen a... / 4.1 Höhe

Gleichzeitig mit der Meldung, ebenfalls spätestens bis zum 31.3., müssen Arbeitgeber die ggf. zu zahlende Ausgleichsabgabe an das für den Arbeitgeber-Hauptsitz zuständige Integrationsamt überweisen.[1] Grundlage für die Berechnung der Ausgleichsabgabe ist die Meldung der Arbeitsplätze an die Arbeitsagentur. Ob ein Unternehmen zur Zahlung der Ausgleichsabgabe verpflichtet ist, richtet sich nach dem Verhältnis der zu berücksichtigenden Arbeitsplätze auf der einen Seite und der im Unternehmen beschäftigten schwerbehinderten Personen auf der anderen Seite.

  • Beschäftigt ein Arbeitgeber bis zu 39 Mitarbeiter, muss er keine Ausgleichsabgabe zahlen, wenn er mindestens einen Schwerbehinderten beschäftigt (s.  o.). Tut er dies nicht, muss er zum 31.3. des Folgejahres eine Abgabe von 125 EUR je monatlich unbesetztem Pflichtarbeitsplatz abführen. Ab dem Beschäftigungsjahr 2021 (Meldung zum 31.3.2022) beträgt die Abgabe 140 EUR.
  • Beschäftigt ein Unternehmen mehr als 39, aber nicht mehr als 59 Mitarbeiter, ist es verpflichtet, 2 schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Beschäftigt es keinen schwerbehinderten Menschen, muss es 220 EUR (245 EUR ab 2021) als Ausgleichsabgabe pro Monat und Pflichtarbeitsplatz abführen. Hat im Vorjahr nur eine schwerbehinderte Person im Unternehmen gearbeitet, muss der Arbeitgeber eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 125 EUR (140 EUR ab 2021) pro monatlich unbesetztem Pflichtarbeitsplatz abführen.

Ausgleichsabgaben für Unternehmen mit mehr als 59 Beschäftigten

 
Quote der schwerbehinderten Mitarbeiter Ausgleichsabgabe pro monatlich unbesetztem Pflichtarbeitsplatz
ab 5 % der durchschnittlich monatlich Beschäftigten
zwischen 3 % und unter 5 % der durchschnittlich monatlich Beschäftigten 125 EUR, ab 2021 140 EUR
zwischen 2 % und unter 3 % der durchschnittlich monatlich Beschäftigten 220 EUR, ab 2021 245 EUR
unter 2 % der durchschnittlich monatlich Beschäftigten 320 EUR, ab 2021 360 EUR
 
Praxis-Tipp

Angaben bei der Überweisung

Bei Überweisung der Abgabe sollten Arbeitgeber den Verwendungszweck "Ausgleichsabgabe Jahreszahl", die Betriebsnummer, das Akten- bzw. Buchungszeichen und die Firmenbezeichnung mit Anschrift angeben.

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