In der Arbeitspraxis wird inzwischen häufig der Wunsch nach einem Coaching geäußert. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass HR im ersten Schritt in einem Gespräch mit dem Betroffenen herausarbeitet, ob Coaching die passende Maßnahme ist und welchen Rahmen der Mitarbeiter benötig. Der Betroffene sollte freiwillig zum Vorgespräch kommen und nicht auf Anweisung einer Führungskraft anwesend sein!

Der HR-Manager oder Experte in der Personalentwicklung sollte dem Mitarbeiter oder der Führungskraft deutlich machen, dass Coaching keine Patentrezepte bietet, sondern lediglich eine Möglichkeit der Hilfe zur Selbsthilfe darstellt. Ziel des Klärungsgesprächs ist, alle relevanten Informationen zu sammeln, die benötigt werden, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Nicht immer wird ein nach Coaching geäußerter Wunsch auch tatsächlich in einem Coaching münden, weil dies ggf. nicht die geeignete Maßnahme für die Veränderung der Situation ist. Wenn HR also eine Führungskraft oder einen Mitarbeiter im Unternehmen berät, sollte geklärt werden ob für die Aufgabenstellung besser ein Coaching oder eine Beratung (oder evtl. ein Training) geeignet sind.

Ist ein Coaching die geeignete Maßnahme, werden die weiteren inhaltlichen Schritte und der Verlauf danach direkt zwischen dem Coachee und dem Coach definiert. Dieser unterstützt dann im Rahmen der Coaching-Ziele durch Hilfe zur Selbsthilfe. Das Coaching selbst ist ein kontinuierlicher Prozess, bei welchem der Coach den Coachee einen bestimmten Zeitraum begleitet. Dieser Zeitraum und die Häufigkeit der Sitzungsintervalle werden zwischen beiden Parteien festgelegt bzw. sind Im Vorfeld durch das genehmigte und beauftragte Budget definiert.

 
Praxis-Tipp

Thema remote Coaching

Oft sind beim Coaching persönliche Treffen nicht möglich, sei es aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Coach und Coachee oder weil pandemiebedingt Distanzregelungen vorgeschrieben sind. Doch wie gut klappt die virtuelle Unterstützung durch einen Coach wirklich?Oft sind beim Coaching persönliche Treffen nicht möglich, sei es aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Coach und Coachee oder weil pandemiebedingt Distanzregelungen vorgeschrieben sind. Doch wie gut klappt die virtuelle Unterstützung durch einen Coach wirklich?

Führungs- bzw. Schlüsselkräfte – also jene Personen, die aufgrund ihrer Rolle, Funktion und Persönlichkeit eine große Multiplikatoren-Wirkung innerhalb ihrer Organisation haben und daher große Verantwortung tragen – brauchen gerade jetzt eine reflektierte Haltung und hohe Kompetenz bei der Bewältigung ständig neuer Herausforderungen. Sie bei alldem zu stärken, ist daher wichtiger denn je – und funktioniert auch remote bzw. per Video. Trotzdem gibt es immer wieder Vorbehalte gegenüber remote Coaching. Die Angst, ein Gespräch über Video könnte zu Verlusten auf der persönlichen Kommunikationsebene führen, ist aber unbegründet. Denn Coaching ist eine Branche, die bereits lange erfolgreich auf virtuellen Dialog setzt und viel Erfahrung in diesem Bereich hat. Und durch modernste technologische Errungenschaften ist es heutzutage möglich, remote Business Coaching abzuhalten, das genauso persönlich ist wie Coaching vor Ort – und dazu ohne gesundheitliche Risiken für alle Beteiligten. Darüber hinaus erleben Coachees, wie gelungene remote Kommunikation im Business erfolgreich gestaltet werden kann – und haben somit ein weiteres Learning für ihren Arbeitsalltag!

Tipp: Erfahren Sie in einem Video von Tina Deutsch (Co-Founder & Managing Partner von Haufe Advisory) wie virtuelles Coaching abläuft und welche Vorteile die digitale Variante bietet.

Hier zum Video

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