Ewald Dötsch, Alexandra Pung
Tz. 212
Stand: EL 121 – ET: 01/2026
Derzeit besteht keine endgültige Klarheit darüber, nach welchen Regeln sowohl nach innerstaatlichem dt Recht als auch nach DBA-Recht Beteiligungen an Kap-Ges einer inl BetrSt des OT zuzurechnen sind (s Häck, ISR 2015, 113; dazu auch s Rödder/Liekenbrock, in R/H/N, § 14 KStG Rn 284 ff). Die Fin-Verw (s Schr des BMF v 26.09.2014, BStBl I 2014, 1258 Rn 2.2.4.1) tendiert offenbar – ausgehend von § 1 Abs 5 AStG iVm § 7 BsGaV – dazu, in DBA-Fällen (s Tz 186 Buchst b und e) die Zuordnung zu einer BetrSt von einem tats funktionalen Zusammenhang nach dem BetrSt-Vorbehalt zwischen dem jeweiligen WG und der BetrSt abhängig zu machen.
Eine Beteiligung ist einer inl BetrSt nur dann tats zuzuordnen, wenn sie in einem funktionalen Zusammenhang mit der in der BetrSt ausgeübten Tätigkeit steht und die Beteiligungserträge Nebenerträge der aktiven Tätigkeit der BetrSt darstellen (s Urt des BFH v 19.12.2007, BStBl II 2008, 510 Rn 17, zum DBA-NL, weiter s OFD Karlsruhe, Vfg v 16.09.2014, FR 2014, 934, 435; auch s Kaeser, ISR 2012, 63; s Neumann, in Gosch, 4. Aufl, § 14 KStG Rn 123 und s Walter, in B/W, § 14 KStG Rn 128). Nach Auff von Rödder/Liekenbrock (in R/H/N, § 14 KStG Rn 297) greift diese Einschränkung in Organschaftsfällen nicht, weil es sich bei dem der OT zugerechneten Organeinkommen nicht um klassische Beteiligungserträge, sondern um (fremde) Unternehmensgewinne iSd Art 7 OECD-MA handelt. Dem ist uE nicht zuzustimmen.
Nach der funktionalen Betrachtungsweise sind einer BetrSt WG (und damit auch Beteiligungen) dann zuzurechnen, wenn sie für die Tätigkeit der BetrSt funktional notwendig sind (s Urt des BFH v 07.08.2002, BStBl II 2002, 848 und v 17.12.2003, BFH/NV 2004, 771).
Wegen der Frage, ob für den sog Inbound- (inl PersGes, ausl MU) und den Outbou...