Werbungskosten Vermietung u... / Erhaltungsaufwand

Erhaltungsaufwand liegt im Regelfall vor, wenn durch die Baumaßnahme die Wesensart des Gebäudes nicht verändert wird, das Grundstück lediglich in einem ordnungsgemäßen Zustand erhalten wird und die Aufwendungen regelmäßig in ungefähr gleicher Höhe wiederkehren.

Grundsätzlich sind sämtliche Aufwendungen zur Instandhaltung und Instandsetzung des Gebäudes oder Gebäudeteils, aber auch des Grundstücks einschließlich der Umzäunung oder Einfriedung sofort als Werbungskosten abziehbar. Größerer Erhaltungsaufwand kann, wenn er ab 1.1.2004 "entstanden" ist, auf 2 bis 5 Jahre verteilt werden.[1]

Ob es sich stattdessen um Herstellungsaufwand handelt, prüft die Finanzverwaltung grundsätzlich nicht nach, wenn je einzelne Maßnahme der Betrag von 4.000 EUR netto nicht überschritten wurde.[2] Aufwendungen, die der Verkäufer eines Mietwohngrundstücks vertraglich im Rahmen der Veräußerung für die Instandsetzung des Gebäudes übernimmt, sind auch dann keine Werbungskosten, wenn die betreffenden Arbeiten noch während der Vermietungszeit beauftragt und durchgeführt werden.[3] Nachträgliche, d. h. nach Beendigung der Vermietung angefallene Renovierungsaufwendungen werden steuerlich nicht berücksichtigt; auch nicht bei Übergang zur Selbstnutzung.[4] Das Gleiche gilt für vom Verkäufer übernommene[5] Instandhaltungsaufwendungen.[6]

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