Umsatzsteuer, Vorauszahlungen / 7 Berechnung der 1/11-Sondervorauszahlung

Die Sondervorauszahlung beträgt 1/11 der Umsatzsteuer-Zahllast des Vorjahres. Soll die Dauerfristverlängerung gleich zu Beginn des Jahres genutzt werden, muss der Antrag mit der Sondervorauszahlung spätestens am 10.2. beim Finanzamt vorliegen.

Wurde die unternehmerische Tätigkeit erst im Laufe des Jahres aufgenommen, müssen die tatsächlichen Umsätze des Vorjahres auf einen Jahresumsatz hochgerechnet werden. Bei Aufnahme der Tätigkeit im laufenden Jahr 01 wird die 1/11 Sondervorauszahlung nach den Umsätzen ermittelt, die voraussichtlich im Jahr 01 erzielt werden. Dies geschieht durch sachgerechte Schätzung. Die 1/11-Sondervorauszahlung ist zwar im Voraus fällig. Diese kann aber bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung für den Monat Dezember wieder abgezogen werden. Anschließend wird die 1/11-Sondervorauszahlung für 02 berechnet.

 

Praxis-Beispiel: Verrechnung der Sondervorauszahlung

In 01 betrug die Summe der Umsatzsteuer-Zahllast des Unternehmers Hans Groß 8.250 EUR. 1/11 dieser Summe ist 750 EUR. Dieser Betrag ist somit als Sondervorauszahlung zu entrichten und wird in der Dezember-Meldung verrechnet. Hat also Hans Groß im Dezember 2.000 EUR Umsatzsteuer zu zahlen, werden die 750 EUR hiervon abgezogen, so dass er im Dezember nur 1.250 EUR bezahlen muss.

 

Praxis-Tipp: Vierteljahreszahler müssen nur einmal den Antrag stellen

Auch Vierteljahreszahler können einen Antrag auf Dauerfristverlängerung stellen. Sie brauchen allerdings keine Vorauszahlung zu leisten. Haben Vierteljahreszahler einen Antrag auf Dauerfristverlängerung gestellt, ist ein neuer Antrag nicht mehr erforderlich. Mit anderen Worten: Der z. B. in 01 gestellte Antrag gilt automatisch weiter für 02.

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