Krankengeld (Anspruch) / 3 Wahltarife/-erklärung

Hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige und versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer, die nicht mindestens 6 Wochen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, können eine Wahlerklärung abgeben, nach der die Mitgliedschaft den gesetzlichen Anspruch auf Krankengeld umfassen soll. Dieser Anspruch kann durch einen Wahltarif ergänzt werden.

Während einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit wird eine Wahlerklärung nicht wirksam. Die Wirksamkeit tritt erst nach dem Ende der Arbeitsunfähigkeit ein.

 

Hinweis

Wahlerklärung

Der Anspruch auf Krankengeld aufgrund einer Wahlerklärung ruht bei versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern, die nicht mindestens 6 Wochen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, während der ersten 6 Wochen der Arbeitsunfähigkeit.

Die Satzung der Krankenkasse kann für hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige und für versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer, die bei Arbeitsunfähigkeit nicht für mindestens 6 Wochen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts haben, Wahltarife anbieten. Diese können den Anspruch auf Krankengeld nach § 46 Satz 1 SGB V oder zu einem späteren Zeitpunkt entstehen lassen. Dafür ist eine der Leistungserweiterung entsprechende Prämienzahlung des Mitglieds vorzusehen.

 

Hinweis

Versicherungsverhältnis nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V

Hauptberuflich selbstständige Arbeitnehmer, deren Versicherungsverhältnis auf § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V beruht, können ebenfalls die Wahlerklärung zum Krankengeld abgeben.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt SGB Office Professional . Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich SGB Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge