Kurzbeschreibung
Dieses Musterschreiben bietet Unterstützung bei der Einlegung eines Einspruchs beim Finanzamt.
Vorbemerkung
Der Inhalt des folgenden Musterschreibens dient als Orientierungshilfe für die Einlegung eines Einspruchs beim Finanzamt. Die Formulierung ist für den Einzelfall anzupassen.
Vorinstanz: FG Köln, Urteil v. 21.2.2025, 11 K 1676/22
Verfahren beim BFH: VIII R 4/26
Einspruchsmuster
Vor- und Nachname des/der Steuerzahler/s sowie Adresse des/der Steuerzahler/s |
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An das Finanzamt ... Straße, Nr. ggf. Postfach Postleitzahl, Ort |
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Ort, Datum |
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| Steuernummer: |
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Bescheid für … über Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer Grobes Verschulden bei § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO |
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| Einspruch |
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Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit lege ich Einspruch gegen den o. g. Bescheid vom …………… ein.
Begründung:
Namens und im Auftrag unseres Mandanten richtet sich der Einspruch gegen die Versagung der Änderung nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO, obwohl die Verlustbescheinigung der Bank nachträglich vorgelegt wurde und die darin ausgewiesenen nicht ausgeglichenen Verluste materiell zu berücksichtigen sind.
Soweit das Finanzgericht Köln in seiner Entscheidung vom 21.2.2025 (Az: 11 K 1676/22) aus der fristgebunden beantragten Verlustbescheinigung, ihrer späteren Fehlablage und der unbeantworteten Frage in Zeile 12 der Anlage KAP bereits auf grobe Fahrlässigkeit schließt, überzeugt dies nicht.
§ 173 Abs. 1 Nr. 2 AO verlangt eine Würdigung der konkreten Umstände des Einzelfalls. Der BFH hat in seiner Entscheidung vom 26.5.2020 (Az: IX R 30/19) hervorgehoben, dass auch bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt vorkommende mechanische Fehler nicht ohne Weiteres als grobes Verschulden zu qualifizieren sind. Das spätere Verlegen, Vergessen oder irrtümliche Zuordnen einer Verlustbescheinigung rechtfertigt ...