Lesedauer unter
6
Minuten

In Kürze zusammengefasst
Im Rechnungswesen werden Zahlen aufbereitet, Kapitalflüsse dokumentiert und analysiert. Dabei gibt es unterschiedliche Betrachtungsweisen – und Schwerpunkte. Stichwort: Internes vs. externes Rechnungswesen. Was sich dahinter genau verbirgt und wozu Unternehmen ein Rechnungswesen benötigen, erfahren Sie hier.
Das Rechnungswesen sorgt für Klarheit über Vermögen, Schulden, Liquidität sowie den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens – intern wie extern.
Im externen Rechnungswesen dreht sich alles um die ordnungsmäßige Buchführung nach Handels- und Steuerrecht sowie – je nach Unternehmen – internationale Rechnungslegungsstandards (z. B. IFRS).
Die aufbereiteten Zahlen aus dem internen Rechnungswesen sind die Basis für fundierte Entscheidungen, beispielsweise rund um Preisgestaltung, Investitionen oder auch Personalplanung.
Das Rechnungswesen umfasst alle Verfahren zur systematischen Erfassung, Auswertung und Kontrolle der Geld- und Leistungsströme eines Unternehmens.
Es bildet die Grundlage für Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Prozesse sowie für die Rechenschaftspflicht gegenüber externen Stellen, z. B. dem Finanzamt oder Banken.
Das betriebliche Rechnungswesen hat vier zentrale Aufgaben:
Diese vier Grundfunktionen sichern nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern ermöglichen auch ein tiefes Verständnis der eigenen wirtschaftlichen Lage.
Man unterscheidet vier Teilbereiche im Rechnungswesen:
Externes Rechnungswesen:
Ziel ist die objektive Darstellung der finanziellen Situation nach außen – z. B. gegenüber Behörden oder Kapitalgebern. Die Rechtsgrundlage für die Informationspflichten der Unternehmen findet sich im Handelsgesetzbuch (HGB). Zum externen Rechnungswesen gehört die ordnungsmäßige Buchführung, Erstellung von Inventar, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, ggf. Lagebericht etc.
Internes Rechnungswesen:
Dient vorrangig der Steuerung innerhalb des Unternehmens. Der Fokus liegt auf der Optimierung von Wirtschaftlichkeit und Erfolg. Dafür werden bestimmte Berechnungen durchgeführt, z. B. die Kostenarten-, Kostenstellen-, Kostenträgerrechnung, Investitionsrechnung sowie Kosten- und Leistungsrechnung.
Betriebswirtschaftliche Statistik und Vergleichsrechnung:
Ermöglicht Analysen durch Soll-Ist-Vergleich, Zeitvergleich oder Benchmarking mit anderen Unternehmen bzw. Branchen.
Planungsrechnung/Budgetierung:
Unterstützt strategische Entscheidungen mittels Vorschaurechnungen, z. B. zu Umsatzentwicklung, Produktion oder Investitionen.
Das Rechnungswesen erfüllt wichtige Funktionen:
Im Rechnungswesen gibt es viele Fachbegriffe. Zu den wichtigsten gehören unter anderem diese:
Das externe Rechnungswesen richtet sich an Außenstehende wie etwa Finanzbehörden oder Kapitalgeber. Es basiert auf den gesetzlichen Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB). Das interne Rechnungswesen oder auch Controlling unterstützt das Management bei wirtschaftlichen Entscheidungen mit verschiedenen Analysen und Berechnungen.
Im Rechnungswesen kümmern sich Mitarbeitende darum, die gesetzlichen Buchhaltungspflichten zu erfüllen. Außerdem analysieren sie Unternehmenskennzahlen, bereiten komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich auf und ermöglichen so eine zielgerichtete Unternehmenssteuerung, die auf faktenbasierter Planung beruht.
Das Rechnungswesen gliedert sich in externes und internes Rechnungswesen sowie Statistik bzw. Vergleichsrechnung und die Planungsrechnung.