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Rechnungswesen einfach erklärt

Redakteurin Alexandra Carlesso

Alexandra Carlesso

Online-Redakteurin

Lesedauer unter

6

Minuten

Eine Frau mit offenem Haar sitzt an einem Schreibtisch vor einem Laptop. Sie trägt einen beigen Blazer über einer weißen Bluse.

In Kürze zusammengefasst

Im Rechnungswesen werden Zahlen aufbereitet, Kapitalflüsse dokumentiert und analysiert. Dabei gibt es unterschiedliche Betrachtungsweisen – und Schwerpunkte. Stichwort: Internes vs. externes Rechnungswesen. Was sich dahinter genau verbirgt und wozu Unternehmen ein Rechnungswesen benötigen, erfahren Sie hier.

Key Facts: Das Wichtigste im Überblick

Transparenz schafft Vertrauen

Das Rechnungswesen sorgt für Klarheit über Vermögen, Schulden, Liquidität sowie den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens – intern wie extern.

Erfüllung gesetzlicher Pflichten

Im externen Rechnungswesen dreht sich alles um die ordnungsmäßige Buchführung nach Handels- und Steuerrecht sowie – je nach Unternehmen – internationale Rechnungslegungsstandards (z. B. IFRS).

Entscheidungsgrundlage für das Management

Die aufbereiteten Zahlen aus dem internen Rechnungswesen sind die Basis für fundierte Entscheidungen, beispielsweise rund um Preisgestaltung, Investitionen oder auch Personalplanung.

Definition: Was ist das Rechnungswesen?

Das Rechnungswesen umfasst alle Verfahren zur systematischen Erfassung, Auswertung und Kontrolle der Geld- und Leistungsströme eines Unternehmens.
Es bildet die Grundlage für Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Prozesse sowie für die Rechenschaftspflicht gegenüber externen Stellen, z. B. dem Finanzamt oder Banken.

Aufgaben, Ziele und Funktionen des Rechnungswesens

Das betriebliche Rechnungswesen hat vier zentrale Aufgaben:

  • Dokumentation: Lückenlose Aufzeichnung bzw. Buchung aller Geschäftsvorfälle auf entsprechende Buchhaltungskonten, auf Basis von Belegen.
  • Information: Bereitstellung relevanter Daten für interne Entscheidungsträger sowie externe Interessengruppen wie Finanzamt, Banken oder Investoren.
  • Kontrolle: Überwachung der Wirtschaftlichkeit, Liquidität und Leistung.
  • Planung: Vorbereitung unternehmerischer Entscheidungen durch Analyse von Kennzahlen aus den dokumentierten Geschäftsvorfällen.

Diese vier Grundfunktionen sichern nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern ermöglichen auch ein tiefes Verständnis der eigenen wirtschaftlichen Lage.

Die vier Säulen des Rechnungswesens

Man unterscheidet vier Teilbereiche im Rechnungswesen:

Externes Rechnungswesen:

Ziel ist die objektive Darstellung der finanziellen Situation nach außen – z. B. gegenüber Behörden oder Kapitalgebern. Die Rechtsgrundlage für die Informationspflichten der Unternehmen findet sich im Handelsgesetzbuch (HGB). Zum externen Rechnungswesen gehört die ordnungsmäßige Buchführung, Erstellung von Inventar, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, ggf. Lagebericht etc.

Internes Rechnungswesen:

Dient vorrangig der Steuerung innerhalb des Unternehmens. Der Fokus liegt auf der Optimierung von Wirtschaftlichkeit und Erfolg. Dafür werden bestimmte Berechnungen durchgeführt, z. B. die Kostenarten-, Kostenstellen-, Kostenträgerrechnung, Investitionsrechnung sowie Kosten- und Leistungsrechnung.

Betriebswirtschaftliche Statistik und Vergleichsrechnung:

Ermöglicht Analysen durch Soll-Ist-Vergleich, Zeitvergleich oder Benchmarking mit anderen Unternehmen bzw. Branchen.

Planungsrechnung/Budgetierung:

Unterstützt strategische Entscheidungen mittels Vorschaurechnungen, z. B. zu Umsatzentwicklung, Produktion oder Investitionen.

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Warum ist das betriebliche Rechnungswesen so wichtig?

Das Rechnungswesen erfüllt wichtige Funktionen:

  • Es stellt sicher, dass gesetzliche Buchhaltungspflichten erfüllt werden,
  • unterstützt bei der Analyse von Unternehmenskennzahlen,
  • sichert langfristige Stabilität durch faktenbasierte Planung,
  • macht komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich und
  • ermöglicht eine zielgerichtete Unternehmenssteuerung.

Rechnungswesen verstehen: Welche Begriffe sollte man kennen?

Im Rechnungswesen gibt es viele Fachbegriffe. Zu den wichtigsten gehören unter anderem diese:

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Begriff Das steckt dahinter
Bilanzbuchhaltung Die Bilanzbuchhaltung gehört zum externen Rechnungswesen und befasst sich mit der Aufstellung des Jahresabschlusses, insbesondere der Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden in der Bilanz sowie den Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Controlling Teil des internen Rechnungswesens, der essenziell für die Unternehmensführung und -Steuerung ist. Hier laufen viele Kennzahlen aus dem Rechnungswesen zusammen.
Finanzbuchhaltung (FiBu) Ist Teil des externen Rechnungswesens. Hier werden alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens erfasst und dokumentiert.
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) Ist neben der Bilanz ein zentraler Bestandteil des Jahresabschlusses und ermittelt den Gewinn bzw. Verlust, den das Unternehmen innerhalb der Abrechnungsperiode erwirtschaftet hat.
Planungsrechnung Als Teil des internen Rechnungswesens liegt der Fokus der Planungsrechnung auf der Budgetierung.
Vergleichsrechnung Gehört zum internen Rechnungswesen. Hier werden IST-Vergleiche durchgeführt, z. B. zu anderen Zeiträumen oder anderen Unternehmen.

Häufige Fragen zum Rechnungswesen

Worin unterscheiden sich externes und internes Rechnungswesen?

Das externe Rechnungswesen richtet sich an Außenstehende wie etwa Finanzbehörden oder Kapitalgeber. Es basiert auf den gesetzlichen Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB). Das interne Rechnungswesen oder auch Controlling unterstützt das Management bei wirtschaftlichen Entscheidungen mit verschiedenen Analysen und Berechnungen.

Wie funktioniert das betriebliche Rechnungswesen?

Im Rechnungswesen kümmern sich Mitarbeitende darum, die gesetzlichen Buchhaltungspflichten zu erfüllen. Außerdem analysieren sie Unternehmenskennzahlen, bereiten komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich auf und ermöglichen so eine zielgerichtete Unternehmenssteuerung, die auf faktenbasierter Planung beruht.

Was gehört alles zum betrieblichen Rechnungswesen?

Das Rechnungswesen gliedert sich in externes und internes Rechnungswesen sowie Statistik bzw. Vergleichsrechnung und die Planungsrechnung.

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