Fachbeiträge & Kommentare zu WEG

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Ungültige Verwaltervertragsregelung über Sanierungsauftragsermächtigungen; Teilungültigkeit des vertragsgenehmigenden Eigentümerbeschlusses auf Anfechtung hin

Leitsatz (hier: Beiratszustimmung bei Aufträgen ab Wert von DM 5.000,- und Eigentümerzustimmung erst bei Auftragswerten über DM 20.000,-) Normenkette § 10 Abs. 1 WEG, § 20 WEG, § 21 WEG, § 27 WEG, § 29 WEG Kommentar 1. In einer Eigentümerversammlung wurde ein vorgelegter Verwaltervertrag beschlussgenehmigt; in III. Instanz wurde der Beschluss - bezogen auf drei ungültige Vertr...mehr

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Verwalteranfechtung des Abberufungsbeschlusses

Leitsatz 1. Nur soweit die von den Wohnungseigentümern bei der Bestellung des Verwalters vorgesehene Amtszeit noch nicht abgelaufen ist oder der Verwalter zur Wahrung etwaiger Vergütungsansprüche die Ungültigerklärung des Abberufungsbeschlusses erstrebt, hat der abberufene Verwalter ein Rechtsschutzinteresse an der Anfechtung des Abberufungsbeschlusses. 2. Ein Eigentümerbesch...mehr

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Rechtsschutzinteresse des abberufenen Verwalters und nichtiger Wiederbestellungsbeschluss

Leitsatz Eingeschränktes Rechtsschutzinteresse des Verwalters bei Anfechtung "seines" Abberufungsbeschlusses Nichtiger Wiederbestellungsbeschluss bei Verstoß gegen § 26 Abs. 2, 2. Halbsatz WEG Normenkette § 26 WEG, §§ 677ff. BGB, § 812 Abs. 1 S. 1 BGB Kommentar 1. Ein für 5 Jahre bestellter Verwalter wurde von den Eigentümern aus wichtigem Grund abberufen, sein Vertragsverhältn...mehr

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Wohnungseigentümer sind "Herren" der Verwaltung

Leitsatz Die Entscheidung über Art und Umfang von Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten ist grundsätzlich der Eigentümerversammlung vorbehalten. Diese Entscheidung kann daher im Beschlußwege grundsätzlich nicht auf den Verwalter übertragen werden. Eine solche Kompetenzverlagerung ist ausschließlich in engen Grenzen zulässig. Sachverhalt In einer Wohnungseigentümerversa...mehr

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Sieht die Gemeinschaftsordnung für die Bestellung der Mitglieder des Verwaltungsbeirates keine besondere Regelung hinsichtlich der Wahlmodalitäten vor, ist eine Blockwahl zulässig.

Normenkette § 29 WEG Kommentar In der Gemeinschaftsordnung waren, wie häufig üblich, Modalitäten der Wahl der Mitglieder des Verwaltungsbeirates nicht eigens geregelt. Die Beirats-Bestellung wurde im Rahmen einer sogenannten Blockwahl, bei der in einem Wahlgang alle Kandidaten gewählt werden, vorgenommen. Das Landgericht vertrat die Auffassung, dass diese Verfahrensweise zulä...mehr

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Liegen Gründe für die Abberufung eines Verwalters vor und wird dennoch dessen Neubestellung vorgenommen, kann ein einzelner Wohnungseigentümer nicht die Abberufung gerichtlich durchsetzen.

Normenkette § 26 WEG Kommentar Ein Wohnungseigentümer verlangte im gerichtlichen Verfahren die Abberufung des Verwalters, weil diesem verschiedene Versäumnisse vorgeworfen wurden. Die Wohnungseigentümerversammlung war zuvor jedoch mit einer dahingehenden Entscheidung nicht befasst worden; vielmehr hatte sie den Verwalter während des Verfahrens erneut bestellt. Der geltend gem...mehr

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Mitwirkung bei der Eintragung von Nutzungsänderungen, Ausschluss der Mitwirkung von Sondernachfolgern und Vereinbarungen für und gegen Sondernachfolger

Leitsatz Umwandlung (Nutzungsänderung) von Teileigentum in Wohnungseigentum (oder umgekehrt) bedarf grds. der Mitwirkung aller Eigentümer und der Eintragung in das Grundbuch Zulässiger Ausschluss der Mitwirkung von Sondernachfolgern im Falle entsprechender Vereinbarung (oder vereinbarungsersetzender Regelung) Demgegenüber: Für Umwandlung von Sondereigentum in Gemeinschaftseige...mehr

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Kein Schadens- oder Aufwendungsersatzanspruch der Gemeinschaft gegen einen Miteigentümer wegen Sonderwunsch-Baumängeln (hier: Veränderte Terrassenoberflächengestaltung), verursacht durch den Bauträger bereits vor Entstehung der werdenden Gemeinschaft

Normenkette § 21 Abs. 2 Nr. 5 WEG Kommentar 1.Eine Wohnungseigentümergemeinschaft hat gegen einen Miteigentümer wegen der Beseitigung von Baumängeln, die auf dessen Sonderwunsch gegenüber dem Bauträger vor Entstehung der werdenden Wohnungseigentümergemeinschaft zurückzuführen sind, unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt einen Schadens- oder Aufwendungsersatzanspruch. 2.Im vorl...mehr

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Keine faktische Gemeinschaft nach begründeter Eigentümergemeinschaft und bauliche Veränderung

Leitsatz Bei Begründung von Wohnungseigentum durch eine Bauherrengemeinschaft kann keine faktische Gemeinschaft entstehen Ein Bauherr kann jedoch in Prozessstandschaft für den Voreigentümer zur Geltendmachung von Beseitigungs- und Unterlassungsansprüchen berechtigt sein, wenn zu seinen Gunsten bereits eine Auflassungsvormerkung eingetragen und ihm die Wohnung übergeben worden...mehr

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Mitgebrauch gemeinschaftlichen Eigentums in Mehrhausanlage

Leitsatz Einschränkung des Mitgebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums in Mehrhausanlage Kein Anspruch des einzelnen Eigentümers auf Schlüsselaushändigung für alle gemeinschaftlichen Räume in einer Mehrhausanlage Normenkette § 13 Abs. 2 WEG, § 15 WEG, § 242 BGB Kommentar 1. In einer Mehrhausanlage kann der Mitgebrauch des gemeinschaftlichen Eigentums ( § 13 Abs. 2 WEG) einges...mehr

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Individualanspruch auf Einschaltung eines Sachverständigen und Alleinnutzung eines Garagendachs

Leitsatz Individualanspruch auf Einschaltung eines Sachverständigen grundsätzlich zulässig (hier: Zur Feststellung, ob ein Dachgeschossausbau Gemeinschaftseigentum gefährdet), allerdings - eingeschränkt - nur bei konkreten Anhaltspunkten für eine solche Gefährdung Alleinnutzung eines Garagendachs als Terrasse nach Treu und Glauben Normenkette § 21 Abs. 4 WEG Kommentar 1. In ein...mehr

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Erneut: Verwirkung des Beschlussanfechtungsrechts bei Nicht-Zahlung des gerichtlichen Kostenvorschusses

Normenkette § 43 Abs. 1 WEG, § 23 Abs. 4 WEG, § 242 BGB Kommentar Ficht ein Wohnungseigentümer einen Beschluss der Gemeinschaft zwar fristgerecht bei Gericht an, zahlt dann jedoch auf Anforderung des Gerichts den Kostenvorschuss für die Zustellung des Antrags an die Miteigentümer nicht, und lässt daraufhin die Angelegenheit zunächst ein Jahr lang auf sich beruhen, so dass die...mehr

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Unterlassung des Betriebs einer Gas-Etagenheizung mit Abgasabführung ins Freie (störende Wasserdampfentwicklung)

Normenkette § 14 WEG, § 21 WEG, § 22 Abs. 1 WEG, § 1004 BGB Kommentar 1. Die teilenden Eigentümer hatten noch vor Entstehung einer Gemeinschaft einer Ersterwerberin im Rahmen eines abgesprochenen Sonderwunsches gestattet, u.a. auch eine Etagenheizung zusätzlich zur zentralen Gasheizung einbauen zu lassen, unter der Voraussetzung, dass alle bautechnischen und baurechtlichen Au...mehr

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Wirksame Bestimmung in Teilungserklärung

Kommentar Nach dem Wohnungseigentumsgesetz ist über die in einer Wohnungseigentümerversammlung gefaßten Beschlüsse eine Niederschrift aufzunehmen, die vom Vorsitzenden und einem Wohnungseigentümer zu unterzeichnen ist (§ 24 Abs. 6 WEG). Ein Verstoß gegen diese Bestimmung macht nach allgemeiner Ansicht die Beschlüsse nicht fehlerhaft, sondern beeinträchtigt nur den Beweiswer...mehr

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Vereinbarte Protokollierung als Beschlussgültigkeitsvoraussetzung

Normenkette § 23 WEG, § 24 Abs. 6 WEG, § 416 ZPO Kommentar 1. In einer Teilungserklärung war vereinbart: "In Ergänzung des § 23 WEG wird bestimmt, dass zur Gültigkeit eines Beschlusses der Wohnungseigentümerversammlung außer den dort genannten Bestimmungen die Protokollierung des Beschlusses erforderlich ist. Das Protokoll ist vom Verwalter und von zwei von der Eigentümerversa...mehr

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Protokollierung eines Beschlusses der Wohnungseigentümerversammlung

Leitsatz Soweit die Teilungserklärung eine Bestimmung enthält, wonach zur Gültigkeit eines Beschlusses der Wohnungseigentümerversammlung die Protokollierung des Beschlusses erforderlich ist und das Protokoll von zwei von der Eigentümerversammlung bestimmten Wohnungseigentümern zu unterzeichnen ist, ist diese wirksam. Der Beschluß ist anfechtbar, wenn hiergegen verstoßen wird...mehr

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Zustellungsvertretung des Verwalters

Leitsatz Zustellungsvertretung des Verwalters auch im Beschlussanfechtungsverfahren über seine Entlastung Unterrichtungsverpflichtung des Verwalters Vertretungsmacht bedarf gesonderter Ermächtigung, damit auch Rechtsanwalts-Beauftragung Eigentümerliste muss nicht ständig aktuell sein Rechtsschutzbedürfnis des einzelnen Eigentümers auf Verwalter-Abberufung eingeschränkt Normenket...mehr

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Streit über die Gültigkeit einer Jahresabrechnung

Leitsatz Individueller Ergänzungsanspruch bei unvollständiger Jahresabrechnung Zur gesetzlichen Zustellungsvertretung des Verwalters "Teilabrechnung" möglich Alle Geldbewegungen sind abzurechnen und aufzuschlüsseln Normenkette § 16 Abs. 5 WEG, § 21 Abs. 4 WEG, § 23 Abs. 4 WEG, § 28 WEG Kommentar 1. Nach bereits landgerichtlich für ungültig erklärten Verwalterentlastungsbeschlüsse...mehr

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Im Verfahren auf Zustimmungsverpflichtung zur Veräußerung gegen den Verwalter sind die übrigen Wohnungseigentümer zu beteiligen

Normenkette § 12 Abs. 1 WEG, § 43 Abs. 1, 4 WEG, § 12 FGG Kommentar 1. Soll der Verwalter verpflichtet werden, der Veräußerung eines Wohnungseigentums nach § 12 Abs. 1 WEG zuzustimmen, so sind die übrigen Wohnungseigentümer am Verfahren zu beteiligen. ( § 43 Abs. 1, 4 WEG). Wer materiell am Verfahren beteiligt ist, muss auch formell beteiligt, also zum Verfahren zugezogen wer...mehr

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Nutzungsgestattung eines Speicher-Teileigentums zu Wohnzwecken und Verfahrensführungsbefugnis eines italienischen Ehegatten

Leitsatz Gültiger bestandskräftiger Eigentümerbeschluss auf Nutzungsgestattung eines Speicher-Teileigentums zu Wohnzwecken Italienischer Ehegatte (als Wohnungs-Miteigentümer) in "Errungenschaftsgemeinschaft" nach ital. Codice civile verfahrensführungsbefugt Normenkette § 10 Abs. 1 WEG, § 15 Abs. 1, 3 WEG, § 873 BGB, § 877 BGB, § 1004 BGB Kommentar 1. Haben Wohnungseigentümer di...mehr

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Bei Veräußerungszustimmung des Verwalters sind alle Wohnungseigentümer zu beteiligen

Leitsatz Soll der Verwalter verpflichtet werden, der Veräußerung eines Wohnungseigentums zuzustimmen, so sind die übrigen Wohnungseigentümer am Verfahren zu beteiligen. Sachverhalt Häufige Regelung in Teilungserklärungen von Wohnanlagen ist, daß die Veräußerung oder übertragung von Wohnungs- und Teileigentum der schriftlichen Zustimmung des Verwalters bedarf. So auch in dem d...mehr

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Individualanspruch auf Sanierung von Gemeinschaftseigentum und Beschlussersetzung durch gerichtliche Entscheidung

Leitsatz Individualanspruch eines Eigentümers auf Sanierung des Gemeinschaftseigentums einer verfallenen Tiefgarage Sanierungsbeschluss durch gerichtliche Entscheidung ersetzt Normenkette § 22 Abs. 4, 5 Nr. 2 WEG, § 22 Abs. 2 WEG Kommentar 1. In der Gemeinschaftsordnung war vorliegend vereinbart: "In Ergänzung des § 22 WEG wird für den Fall des Wiederaufbaus folgendes bestimmt: ...mehr

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Verfallene Tiefgarage muß saniert werden

Leitsatz 1. Soweit in Ergänzung des § 22 Abs. 2 WEG in der Teilungserklärung eine Regelung enthalten ist, daß bei teilweiser Zerstörung eine Wiederherstellung des Gebäudes nur mit qualifizierter Mehrheit beschlossen werden kann, ist dies nicht auf die eintretende Baufälligkeit durch unterlassene Instandsetzung zu beziehen, sondern allenfalls auf Fälle plötzlicher Zerstörung....mehr

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Gültige Vereinbarung in der Teilungserklärung, dass sich Eigentümer der sofortigen Vollstreckung von Wohngeld-Beitragsschulden zu unterwerfen haben

Normenkette § 10 Abs. 2 WEG, § 16 Abs. 2 WEG Kommentar 1. In der Teilungserklärung kann wirksam vereinbart werden, dass sich ein Erwerber, der die Verpflichtungen aus der Gemeinschaftsordnung übernimmt, in notarieller Urkunde der sofortigen Vollstreckung wegen der monatlichen Wohngeld-Beitragsvorschüsse zu unterwerfen hat. Vorliegend hatte das Antragsverfahren der Gemeinschaft...mehr

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Veräußerungszustimmung: Erwerberhaftung für Sonderhonorar und Höhe des Honorars

Leitsatz Ein Erwerber haftet grundsätzlich nicht für das Sonderhonorar eines Verwalters für dessen Veräußerungszustimmung Die verwaltervertragliche Regelung einer Honorarhöhe von 0,5% des Kaufpreises ist rechtlich äußerst bedenklich Normenkette § 12 WEG, § 328 BGB, § 415 BGB, § 675 BGB Kommentar 1. Im vorliegenden Fall entstand ein Anspruch des Verwalters auf Sondervergütung mi...mehr

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Anwendbares Recht bei faktischer Gemeinschaft, Abberufung des Verwalters durch einzelnen Eigentümer und Doppelverwaltung

Leitsatz Auf die faktische Gemeinschaft sind alle Bestimmungen des WEG (auch die verfahrensrechtlichen) analog anzuwenden Abberufungsbegehren gegen einen Verwalter aus wichtigem Grunde nur ausnahmsweise durch den einzelnen Eigentümer durchsetzbar Bestätigung eines wichtigen Abberufungsgrundes bei Vereinbarung einer Verwalter-GmbH mit einer anderen Verwaltungs-GmbH über "gemein...mehr

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Anforderungen an den Aufteilungsplan (die Bauzeichnung)

Leitsatz (hier: auch Grundriss für Spitzboden!) Normenkette § 7 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 WEG Kommentar 1.Nach § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 WEG ist bei der Begründung von Wohnungseigentum dem Grundbuchamt "eine von der Baubehörde mit Unterschrift und Siegel oder Stempel versehene Bauzeichnung vorzulegen, aus der die Aufteilung des Gebäudes sowie die Lage und Größe der im Sondereigentum und...mehr

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Verwalterabberufung in werdender Eigentümergemeinschaft

Leitsatz 1. Die Vorschriften des WEG über das Verfahren, das Gemeinschaftsverhältnis und die Verwaltung sind auch auf eine "faktische" oder "werdende Wohnungseigentümergemeinschaft" entsprechend anzuwenden. 2. Die Eigentümerversammlung entscheidet grundsätzlich zunächst über die Abberufung des Verwalters aus wichtigem Grund. In der Regel kann jeder Wohnungseigentümer das Geri...mehr

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Zwangsvollstreckung aus wohnungseigentumsgerichtlichen Titeln

Normenkette § 45 Abs. 3 WEG, § 568 Abs. 2 ZPO, § 890 ZPO Kommentar 1. Die Zwangsvollstreckung aus einem Beschluss des Wohnungseigentumsgerichts richtet sich ausschließlich nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung (vgl. § 45 Abs. 3 und hier §§ 568 Abs. 2 und 890 ZPO). 2. Ein neuer selbständiger Beschwerdegrund kann auch bei inhaltlich übereinstimmenden Entscheidungen der V...mehr

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Gaststätte darf nicht in "Laden" betrieben werden

Leitsatz 1. Mit der Zweckbestimmung "Laden" ist der Betrieb einer Gaststätte nicht vereinbar. 2. Die unterlassene formelle Beteiligung aller Wohnungseigentümer in den Tatsacheninstanzen (§ 43 Abs. 4 WEG) kann zur Aufhebung der Entscheidung und zur Zurückverweisung des Verfahrens führen. Sachverhalt Die Teilungserklärung einer Wohnungseigentumsanlage sieht in den Räumen des Erd...mehr

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Nach Aufteilungsplan als Hausmeisterwohnung zweckbestimmte UG-Räume können nicht durch Mehrheitsbeschluss zu einem Fahrradkeller umgewidmet werden

Normenkette § 5 Abs. 4 WEG, § 10 Abs. 1 WEG, § 15 WEG Kommentar 1. Im Aufteilungsplan (auf den die Teilungserklärung von 1980 verweist) wurden vorliegend UG-Räume als "Hausmeisterwohnung" bezeichnet, von Anfang an allerdings nicht zu entsprechenden Wohnzwecken genutzt; eine solche Nutzung wurde auch etwa 11 Jahre später (1991) behördlich untersagt, die Nutzung als Büro jedoch...mehr

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Geschäftswert und Beschwer bei Beschlussanfechtung (hier: Beschluss auf Verpflichtung, dem Verwalter Ermächtigung zum Einzug des Wohngelds im Lastschriftverfahren zu erteilen)

Leitsatz Unzulässige Rechtsbeschwerde Normenkette § 45 Abs. 1 WEG, § 48 Abs. 3 WEG Kommentar 1. Vorliegend hatten Eigentümer beschlossen, dass das Hausgeld in Zukunft "mittels Bankeinzugsverfahren" eingezogen werde. Die Beschlussanfechtung eines Eigentümers wurde vom AG abgewiesen, die sofortige Beschwerde hiergegen vom LG zurückgewiesen. Die dagegen eingelegte sofortige weite...mehr

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Rechtsmittel gegen Kostenentscheidung nach Beschwerderücknahme

Normenkette § 47 WEG, § 20a FGG Kommentar 1. Die sofortige (weitere) Beschwerde gegen eine isolierte Kostenentscheidung (hier: nach Rücknahme der Erstbeschwerde zum LG) ist zulässig, wenn der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Beschwer nachvollziehbar darlegt, ihm seien außergerichtliche Kosten von mehr als DM 200,- erwachsen (z.B. aufgrund anwaltlicher Beratung, etwa nac...mehr

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Beschlussanfechtungsrecht des ausgeschiedenen Eigentümers (bei Auswirkungen aus seine Rechtsposition)

Leitsatz Keine nachteilige Beschlussfassung gegen den ausgeschiedenen Eigentümer (unzulässiger Gesamtakt zulasten Dritter) Normenkette § 43 Abs. 1 Nr. 4 WEG Kommentar 1. Ein ausgeschiedener Wohnungseigentümer kann einen Beschluss nach § 43 Abs. 1 Nr. 4 WEG auch dann anfechten, wenn dieser zwar nach seinem Ausscheiden gefasst worden ist, der Beschluss jedoch Auswirkungen auf se...mehr

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Auch "ehemaliger" Wohnungseigentümer kann anfechten

Leitsatz 1. Im Verfahren nach § 43 WEG kann auch ein ausgeschiedener Wohnungseigentümer einen Beschluß anfechten, soweit dieser zwar nach seinem Ausscheiden gefaßt worden ist, auf seine Rechtsposition jedoch noch Auswirkungen hat. 2. Bei einem Beschluß über die Jahresabrechnung werden Verbindlichkeiten nur zu Lasten der bei der Beschlußfassung der Wohnungseigentümergemeinscha...mehr

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Eigenmächtig im Sondernutzungs-Garten gefällte Birke muss durch entsprechende Neupflanzung ersetzt werden

Normenkette § 13 Abs. 1 WEG, § 14 Nr. 1 WEG, § 94 BGB, § 242 BGB, § 249 BGB, § 251 Abs. 2 BGB, § 1004 BGB Kommentar 1. Der Eigentümer einer EG-Wohnung mit kleinem vorgelagertem Garten (Sondernutzungsrecht) hatte an einem Wochenende trotz vorheriger warnender Hinweise einer Miteigentümerin im 1. Stock mit Balkon zu diesem Garten hin eigenmächtig eine in seinem Garten stehende,...mehr

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Abrechnungsunterlagen in der Eigentümerversammlung

Leitsatz Verwalter muss nach Auffassung des OLG Köln alle Abrechnungsunterlagen (auch Einzelabrechnungen) in der Eigentümerversammlung bereithalten und vor Beschlussfassung auf deren Vorhandensein und Einsichtsmöglichkeit hinweisen! Normenkette § 28 Abs. 3 und Abs. 1 WEG, § 259 BGB, § 269 BGB Kommentar 1. Ein Abrechnungsgenehmigungsbeschluss bezieht sich nicht nur auf die Jahr...mehr

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Verwaltervertragskündigung und Abberufung aus wichtigem Grund sowie Verfahrensförderungspflicht der Beteiligten

Leitsatz Fristlose Verwaltervertragskündigung und sofortige Abberufung aus wichtigem Grund bei eigenmächtiger Honorarentnahme von einem zweckgebundenen Bausanierungssonderkonto der Gemeinschaft Mitwirkungspflicht der Beteiligten an der Aufklärung des Sachverhalts (Verfahrensförderungspflicht) Normenkette § 26 WEG, § 12 FGG Kommentar 1. Entnimmt der Verwalter eigenmächtig Gelder...mehr

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Verwalterkündigung wegen eigenmächtiger Geldentnahme

Leitsatz 1. Der Verwalter hat die von den Wohnungseigentümern beschlossene Zweckbindung bei der Verwaltung bestimmter Gelder zu respektieren und er muß sich im Verhältnis zu den Wohnungseigentümern in den Schranken seiner treuhänderischen Stellung halten. 2. Der Verwaltervertrag kann ohne vorherige Abmahnung fristlos gekündigt und der Verwalter sofort aus wichtigem Grund abbe...mehr

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Grundsätzlich keine Verpflichtung des Verwalters, Sanierungsfirmen auf Bonität hin zu überprüfen und Bauleiter-Überwachungsarbeiten wahrzunehmen

Normenkette § 27 Abs. 1 Nr. 2 WEG Kommentar 1. Ein Verwalter ist grundsätzlich nicht verpflichtet, die für Sanierungsarbeiten in Betracht gezogenen Firmen auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin zu überprüfen. Ausnahmsweise kommt eine solche Prüfung dann in Betracht, wenn die wirtschaftliche Bonität ein besonders herausragendes Kriterium für die Auftragsvergabe darste...mehr

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Ingenieur-Planungsbüro in Wohnung mangels eines wichtigen Verweigerungsgrundes zulässig

Normenkette § 15 Abs. 1, 3 WEG, § 13 Abs. 1 WEG, § 1004 BGB Kommentar 1.In der Teilungserklärung war zur Nutzung von Sondereigentum vereinbart: "Die Wohnungen dürfen nur zu Wohnzwecken genutzt werden. Die Ausübung eines Gewerbes in der Wohnung bedarf der Zustimmung der Eigentümerversammlung. Die Zustimmung darf jedoch nur aus wichtigem Grunde verweigert werden." 2. Unter Berück...mehr

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Widerrechtliche Nutzung eines Ladengeschäfts als Kneipe; Individualanspruch auf Unterlassung

Normenkette § 10 Abs. 1 S. 2 WEG, § 14 Nr. 1, 2 WEG, § 15 Abs. 3 WEG, § 226 BGB, § 242 BGB, § 276 BGB, § 1004 Abs. 1 S. 2 BGB Kommentar 1. Der Anspruch, die Nutzung eines in der Teilungserklärung als Laden ausgewiesenen Teileigentums als Gaststätte ("Kneipe") zu unterlassen, kann auch dann gegen den betreffenden Teileigentümer geltend gemacht werden, wenn das Teileigentum ver...mehr

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Zweckwidrige Nutzung bei Vermietung kann auch gegen Eigentümer geltend gemacht werden

Leitsatz 1. Ist das Teileigentum vermietet, kann der Anspruch, die Nutzung eines in der Teilungserklärung als Laden ausgewiesenen Teileigentums als Gaststätte auch gegen den Teileigentümer geltend gemacht werden. 2. Dieser Unterlassungsanspruch kann ohne Ermächtigung der übrigen Teileigentümer von jeden Wohnungseigentümer geltend gemacht werden. 3. Die Nutzung des Mieters, die...mehr

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Stimmrecht bei Interessenkollision, Kellernutzung und Grundpfandrechtsgläubiger-Zustimmung bei Änderung der Teilungserklärung durch Beschluss

Leitsatz Kein Stimmrechtsausschluss schon beim Vorliegen einer Interessenkollision Kellerraum grundsätzlich nicht als Musikzimmer (mit dort aufgestellter Orgel) nutzbar Vereinbarte Grundpfandrechtsgläubiger-Zustimmung bei beschlussweiser Änderung der Teilungserklärung Normenkette § 10 WEG, § 15 WEG, § 25 Abs. 5 WEG Kommentar 1. Kann nach Gemeinschaftsordnung die Nutzungsänderung...mehr

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Angebotseinholung vor Sanierungsmaßnahmen durch Verwalter und beschlossene Zaunziehung

Leitsatz Verwalter muss bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen nicht stets drei Angebote von ausführungsbereiten Fachfirmen einholen Zaunziehung um Kinderspielplatz duldungspflichtig Normenkette § 21 Abs. 5 WEG, § 22 Abs. 1 WEG Kommentar 1.Bei der Durchführung von Maßnahmen der Instandsetzung und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums hat der Verwalter auf eine baulich...mehr

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Geschäftswert und Beschwerdewert

Leitsatz Erneut: Geschäftswert und Beschwerdewert sind zu unterscheiden Zum Geschäftswert eines Antrags auf Auskunftserteilung Rechtsbeschwerde gegen isolierte Kostenentscheidung des LG erheblich eingeschränkt Normenkette § 45 WEG, § 48 Abs. 3 WEG Kommentar 1. Der Beschwerdewert bemisst sich nicht nach dem Geschäftswert des Verfahrens, sondern allein nach dem vermögenswerten Int...mehr

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Verwalter hat bei Instandsetzungsmaßnahmen Gestaltungsspielraum

Leitsatz Der Verwalter hat bei der Durchführung von Maßnahmen der Instandsetzung und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums auf eine baulich und fachlich einwandfreie Lösung zu achten, gleiches gilt für die Wirtschaftlichkeit. Hierbei ist er jedoch nicht gezwungen, vor Durchführung einer jeden Maßnahme drei Angebote von Fachfirmen einzuholen. Ihm steht insoweit vielmehr e...mehr

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Schuldrechtliche Änderungsvereinbarung (hier: Wohnnutzung von Speicherräumen durch Familienangehörige) kann auch für und gegen Sondernachfolger im Eigentum wirken (bei Einverständnis des Voreigentümers)

Normenkette § 10 WEG Kommentar 1. Sind in einer Teilungserklärung Räumlichkeiten als Dach- oder Speicherräume bezeichnet, dürfen diese nicht ohne weiteres als Wohnräume genutzt werden (h.M.). Vorliegend war es jedoch zum Ausbau der Speicherräumlichkeiten aufgrund schuldrechtlicher Vereinbarung nach § 10 Abs. 2 WEG in Änderung der Teilungserklärung zwischen dem Speichereigentüm...mehr

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Kontenführung durch den Verwalter

Leitsatz Aufwendungsersatz- und Zinsanspruch des ausgeschiedenen Verwalters nach Kontenüberziehung des von ihm geführten Treuhandkontos Verwalter darf u.U. Gemeinschaftskonto überziehen! Normenkette § 256 BGB, § 257 BGB, § 286 BGB, § 288 BGB, § 669 BGB, § 670 BGB, § 675 BGB Kommentar 1. Weist das Treuhandkonto des ausscheidenden Verwalters wegen unzureichender Wirtschaftsplanan...mehr

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Verhältnis zwischen Wirtschaftsplan und Jahresabrechnug und Vollstreckungsgegenklagen

Leitsatz Stimmen Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan inhaltlich überein, bilden sie einen einheitlichen Zahlungsschuldgrund Trotz nachträglicher Ungültigerklärung einer Abrechnung bleibt Vollstreckung aus Abrechnungstitel in Höhe des Wirtschaftsplanes zulässig Vollstreckungsgegenklagen sind im WE-Verfahren geltend zu machen Normenkette § 16 Abs. 2 WEG, § 28 WEG, § 45 Abs. 3 WE...mehr