Fachbeiträge & Kommentare zu Verrechnung

Kommentar aus Steuer Office Gold
Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/... / 5.2 Beschränkungen und Erweiterungen des Rückbezugs

Tz. 32 Stand: EL 122 – ET: 03/2026 Durch das SEStEG ist dem § 9 S 3 UmwStG ein neuer Hs 2 angefügt worden, wonach § 2 Abs 3 UmwStG beim Formwechsel entspr gilt. Durch das WachstumsBG bzw das AbzStEntModG wurde § 9 S 3 UmwStG um einen Verweis auf § 2 Abs 4 bzw 5 UmwStG erweitert. Tz. 33 Stand: EL 122 – ET: 03/2026 § 2 Abs 3 UmwStG regelt die Nichtanwendung der Abs 1 und 2 des § ...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/... / 9.4.3.1.1 Rechtsgrundlagen

Tz. 204 Stand: EL 122 – ET: 03/2026 Wird ein (Teil-)Betrieb mit Verlustvorträgen in eine Pers-Ges eingebracht und wird der Einbringende als Gegenleistung MU der aufnehmenden Pers-Ges (s § 24 Abs 1 UmwStG), stellt sich die Frage nach der Berücksichtigung eines dem eingebrachten (Teil-)Betrieb zuzurechnenden gewstlichen Fehlbetrags in der aufnehmenden Pers-Ges. Gleiches gilt im...mehr

Lexikonbeitrag aus VerwalterPraxis Professional
Allgemeine Geschäftsbedingu... / 3 Beispiele unwirksamer Klauseln nach § 307 BGB

Die Unwirksamkeit der überwiegenden Zahl der mietvertraglichen Formularklauseln wurde von der Rechtsprechung[1] auf einen Verstoß gegen die Generalklausel des § 307 BGB gestützt, sodass dieser Bestimmung die größte praktische Bedeutung zukommt. Dies auch deshalb, weil eine Bestimmung nach § 307 BGB selbst dann unwirksam sein kann, wenn sie keinen Verstoß gegen die Verbotskat...mehr

Lexikonbeitrag aus VerwalterPraxis Professional
Allgemeine Geschäftsbedingu... / 5 Beispiele unwirksamer Klauseln nach § 309 BGB

Nach § 309 BGB ist u. a. unwirksam: Eine Bestimmung, durch die das Leistungsverweigerungsrecht des Mieters nach § 320 BGB ausgeschlossen oder eingeschränkt wird oder das Zurückbehaltungsrecht des Mieters, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht, ausgeschlossen oder eingeschränkt, insbesondere von der Anerkennung von Mängeln durch den Vermieter abhängig gemacht wird ...mehr

Beitrag aus Finance Office Professional
Umsatzsteuer in der Rechnun... / 1.3 Überblick zu den umsatzsteuerlich bedeutsamen Geschäftsvorfällen

Rz. 5 Die technische Ausgestaltung der Besteuerung des Umsatzes bedingt, dass ein ganz erheblicher Teil der buchungsrelevanten betrieblichen Vorgänge umsatzsteuerlich bedeutsam ist, sodass dies regelmäßig eine gesonderte buchmäßige Erfassung und/oder steuerliche Ausgestaltung oder Ergänzung des betreffenden Belegs erforderlich macht. Betroffen ist dabei sowohl die Beschaffun...mehr

Buchungssatz aus Finance Office Professional
Warenverbuchung, getrennte ... / 8 Ausweis der Warenkonten in der GuV und in der Bilanz

Die Konten "Wareneingang" und "Umsatzerlöse" gehen beide in die GuV ein. Unter der Berücksichtigung, dass die Bestandsveränderungen an Waren auf dem Konto "Bestandsveränderungen Waren" gesondert gebucht wurden, kommen für den Ausweis in der GuV 2 Methoden in Betracht: Nettomethode: Das Konto "Wareneingang" und das Konto "Bestandsveränderung Waren" werden auf das Konto "Umsatz...mehr

Buchungssatz aus Finance Office Professional
Warenverbuchung, getrennte ... / 5.3 Erhaltene Boni

Ein Bonus ist ein besonderer Preisnachlass, der dem Leistungsempfänger vom Lieferanten gewährt wird. Seit der (klarstellenden) Anpassung des § 255 Abs. 1 HGB durch das BilRUG, wonach Anschaffungspreisminderungen einzeln zuordenbar sein müssen, wird die Buchung von Boni als Anschaffungspreisminderungen z. T. grundsätzlich abgelehnt.[1] Boni werden i. d. R. halbjährlich oder a...mehr

Beitrag aus Personal Office Premium
Organisation von HR / 7.2 Cost-Center

In einem Cost-Center werden alle Aufgaben, die für Instanzen erledigt werden, intern abgerechnet. Die Kosten der Personalabteilung bzw. das zur Verfügung gestellte Budget werden auf die einzelnen erbrachten Leistungen für die Abteilungen umgelegt. Im Cost-Center müssen die Abteilungen keine Rechnungen begleichen, wie dies beim Profit-Center der Fall ist, die Verrechnung erfo...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Haftung des Vertretenen... / 4. Erlöschen des Haftungsanspruchs

Der Haftungsanspruch erlischt gem. § 47 AO durch Zahlung, Aufrechnung oder Verjährung. In Einzelfällen kommt ein Erlass aus Billigkeitsgründen in Betracht. Z.B. wenn nach Erlass des Haftungsbescheids ein freisprechendes Urteil des Strafgerichtes ergeht und der Haftungsbescheid nach den Vorschriften der §§ 129 bis 131 AO nicht mehr zu ändern ist. Rechtsstreitigkeiten vor den ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Haftung des Vertretenen... / 1. Entstehung des Haftungsanspruchs

Der Haftungsanspruch des Finanzamtes entsteht, sobald die gesetzlichen Voraussetzungen des Haftungstatbestandes erfüllt sind. Der Erlass eines Haftungsbescheids ist für die Entstehung des Anspruchs unerheblich. Dieser Frage kommt eine besondere Bedeutung zu, wenn die Finanzbehörde gegen Forderungen des Haftungsschuldners aufrechnen will (BFH v. 15.10.1996 – VII R 46/96, BStB...mehr

Kommentar aus Personal Office Premium
Jansen, SGB VI § 76g Zuschl... / 2.6 Grundrentenzuschlag im Versorgungsausgleich

Rz. 93 Der Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährige Versicherung ist bei Durchführung eines Versorgungsausgleichs (und des Rentensplittings) – wie sonstige Anwartschaften innerhalb der Ehezeit – zwischen den Ehegatten zu teilen, unabhängig davon, ob die ausgleichsberechtigte Person die Voraussetzungen für eine Grundrente selbst erfüllt (BT-Drs. 19/18473 S. 39, BR-Drs. 85/2...mehr

Kommentar aus Personal Office Premium
Jansen, SGB VI § 76g Zuschl... / 2.15 Praxishinweise

Rz. 113 Insbesondere hinsichtlich des Datenaustauschs zwischen Rentenversicherung und Finanzbehörden zur Ermittlung des anrechenbaren Einkommens und auch hinsichtlich des benötigten Fachpersonals wird sich die verwaltungstechnische Umsetzung hinziehen und dürfte wegen § 307g auch erst Ende 2022 abgeschlossen sein (auf den mit dem Zuschlag verbundenen großen Verwaltungsaufwan...mehr

Kommentar aus Personal Office Premium
Sommer, SGB V § 33 Hilfsmittel / 2.14 Zuzahlung (Abs. 8) und Eigenanteil

Rz. 35 Das GKV-WSG hat nunmehr in einem neuen Abs. 8 die Zuzahlung der Versicherten geregelt. Die Regelung entspricht weitgehend dem bisherigen Abs. 2 Satz 5. Danach zahlen Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, zu jedem zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegebenen Hilfsmittel als Zuzahlung den sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrag zu dem von der...mehr

Kommentar aus Personal Office Premium
Jansen, SGB IV § 28g Beitra... / 2.2 Nachholung unterbliebener Abzüge von Arbeitnehmeranteilen (Satz 3)

Rz. 13 Gemäß der in Satz 3 geregelten Frist der nächsten 3 Lohn- und Gehaltszahlungen muss der Arbeitnehmer nicht damit rechnen, dass nach deren Ablauf noch selbst aufzubringende Anteile des Gesamtsozialversicherungsbeitrags von seinem Lohn oder Gehalt einbehalten werden, es sei denn, der Abzug ist ohne Verschulden des Arbeitgebers unterblieben. Dies gilt auch, wenn der Arb...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / III. Entscheidung des EuGH ("Arcomet", C-726/23)

1. Entgeltlicher Leistungsaustausch im Konzern a) Tatsächliche Leistungserbringung Der EuGH stellte klar, dass für die Frage, ob ein umsatzsteuerbarer Leistungsaustausch vorliegt, nicht nur die Bezeichnung der erbrachten Leistung, sondern vor allem die tatsächliche Leistungserbringung entscheidend ist.[30] Im Fall von konzerninternen Dienstleistungen muss nachgewiesen werden, ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 1. Entgeltlicher Leistungsaustausch im Konzern

a) Tatsächliche Leistungserbringung Der EuGH stellte klar, dass für die Frage, ob ein umsatzsteuerbarer Leistungsaustausch vorliegt, nicht nur die Bezeichnung der erbrachten Leistung, sondern vor allem die tatsächliche Leistungserbringung entscheidend ist.[30] Im Fall von konzerninternen Dienstleistungen muss nachgewiesen werden, dass eine tatsächliche, greifbare Leistung vom...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 2. Verrechnungspreise als umsatzsteuerliches Entgelt

a) Zulässigkeit der TNMM Eine der zentralen Fragen im Urteil war, ob Verrechnungspreismethoden wie die TNMM als Basis für die Bestimmung eines umsatzsteuerlichen Entgelts taugen.[38] Der EuGH entschied, dass Verrechnungspreise, die unter Anwendung der TNMM ermittelt werden, grundsätzlich als umsatzsteuerliches Entgelt anerkannt werden können.[39] Die TNMM zielt darauf ab, die...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / IV. Einordnung und praktische Konsequenzen

1. Auswirkungen auf den Vorsteuerabzug Das Urteil stärkt den Vorsteuerabzug für Unternehmen, die konzerninterne Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Es verhindert, dass die Finanzverwaltung den Vorsteuerabzug mit der Begründung versagt, dass eine Vergütung als unangemessen oder nicht fremdüblich angesehen wird. Die Entscheidung des EuGH bestätigt, dass die Mehrwertsteuerneutr...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 3. Prüfungsbefugnisse der Finanzverwaltung

a) Zulässige Nachweisanforderungen Das Urteil bestätigt, dass die Finanzverwaltung berechtigt ist, Nachweise über die tatsächliche Leistungserbringung zu verlangen. Hierzu können insbesondere Verträge, Leistungsbeschreibungen oder Kostenunterlagen gehören, sofern sie geeignet und verhältnismäßig sind.[48] Dies verdeutlicht, dass Unternehmen gehalten sind, konzerninterne Leist...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / II. Sachverhalt und Streitgegenstand

1. Konzernstruktur und funktionale Ausgangslage Der Rechtssache "Arcomet" lag ein international tätiger Konzern zugrunde, dessen Muttergesellschaft ihren Sitz in Belgien hatte.[12] Diese Gesellschaft nahm innerhalb des Konzerns eine zentrale Steuerungs- und Koordinationsfunktion wahr.[13] Sie war verantwortlich für strategische Planung, technische Unterstützung, Verhandlungsf...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 3. Offene Fragen und Weiterentwicklungen

Obwohl das Urteil eine Reihe von grundsätzlichen Fragen zur umsatzsteuerlichen Behandlung konzerninterner Dienstleistungen geklärt hat, bleiben einige Aspekte unklar. So äußerte sich der EuGH beispielsweise nicht abschließend zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Margin Adjustments oder Ausgleichszahlungen, die häufig innerhalb der Bandbreiten des fremdüblichen Verrechnungsp...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / a) Tatsächliche Leistungserbringung

Der EuGH stellte klar, dass für die Frage, ob ein umsatzsteuerbarer Leistungsaustausch vorliegt, nicht nur die Bezeichnung der erbrachten Leistung, sondern vor allem die tatsächliche Leistungserbringung entscheidend ist.[30] Im Fall von konzerninternen Dienstleistungen muss nachgewiesen werden, dass eine tatsächliche, greifbare Leistung vom Leistenden erbracht wurde.[31] Der...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / a) Zulässigkeit der TNMM

Eine der zentralen Fragen im Urteil war, ob Verrechnungspreismethoden wie die TNMM als Basis für die Bestimmung eines umsatzsteuerlichen Entgelts taugen.[38] Der EuGH entschied, dass Verrechnungspreise, die unter Anwendung der TNMM ermittelt werden, grundsätzlich als umsatzsteuerliches Entgelt anerkannt werden können.[39] Die TNMM zielt darauf ab, die Marge des Konzernuntern...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / b) Unzulässige Zweckmäßigkeits- und Nutzenprüfung

Der EuGH stellte jedoch auch klar, dass es den Finanzverwaltungen untersagt ist, den wirtschaftlichen Nutzen oder die Zweckmäßigkeit der erbrachten Leistungen zu überprüfen.[53] Eine solche Prüfung würde in den Bereich des Ertragsteuerrechts fallen, wo die Frage der Fremdüblichkeit im Vordergrund steht.[54] Im umsatzsteuerlichen Kontext bleibt es unberücksichtigt, ob die Lei...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 2. Anforderungen an die Dokumentation

Trotz der Rechtssicherheit, die das Urteil des EuGH bietet, bleibt die Dokumentationspflicht für konzerninterne Dienstleistungen von wesentlicher Bedeutung. Unternehmen müssen weiterhin sicherstellen, dass sie sämtliche Leistungsbeziehungen klar dokumentieren, um den Anforderungen der Finanzverwaltung gerecht zu werden. Dazu gehört nicht nur die ordnungsgemäße Vertragserstell...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 2. Art und Struktur der konzerninternen Dienstleistungen

Die von der Muttergesellschaft erbrachten Leistungen zeichneten sich dadurch aus, dass sie nicht isoliert einzelnen Geschäftsvorfällen zugeordnet werden konnten.[17] Es handelte sich vielmehr um kontinuierlich erbrachte Unterstützungs- und Managementleistungen, deren Nutzen sich über einen längeren Zeitraum erstreckte.[18] Typisch hierfür sind strategische Steuerungsleistung...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / [Ohne Titel]

Prof. Dr. Stefan Eymann[*] Die umsatzsteuerliche Behandlung konzerninterner Dienstleistungen steht seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Umsatzsteuer- und Verrechnungspreisrecht. In der Praxis versagen nationale Finanzverwaltungen den Vorsteuerabzug zunehmend unter Rückgriff auf Kriterien wie Angemessenheit der Vergütung, wirtschaftlicher Nutzen oder betriebliche Zweckmäßigke...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / b) Konzernzugehörigkeit unbeachtlich

Der EuGH erging sich auch zur Frage, ob die Konzernzugehörigkeit des Leistungserbringers und -empfängers den umsatzsteuerlichen Leistungsaustausch beeinflusst.[35] Das Gericht bestätigte, dass die Zugehörigkeit zu einem Konzern keinen Einfluss auf die Frage hat, ob ein umsatzsteuerbarer Leistungsaustausch vorliegt.[36] Konzerninterne Leistungen können daher ebenso wie Transa...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / b) Keine Angemessenheitsprüfung im Umsatzsteuerrecht

Der EuGH ging auch auf die Frage ein, ob die Angemessenheit der Vergütung im Rahmen der umsatzsteuerlichen Beurteilung geprüft werden darf.[42] Das Gericht stellte eindeutig klar, dass wirtschaftliche Erwägungen zur Angemessenheit einer Vergütung nicht relevant sind, wenn es um die umsatzsteuerliche Qualifikation eines Leistungsaustauschs geht.[43] Solange ein Entgelt verein...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 1. Auswirkungen auf den Vorsteuerabzug

Das Urteil stärkt den Vorsteuerabzug für Unternehmen, die konzerninterne Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Es verhindert, dass die Finanzverwaltung den Vorsteuerabzug mit der Begründung versagt, dass eine Vergütung als unangemessen oder nicht fremdüblich angesehen wird. Die Entscheidung des EuGH bestätigt, dass die Mehrwertsteuerneutralität gewahrt bleibt, solange die for...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 1. Konzernstruktur und funktionale Ausgangslage

Der Rechtssache "Arcomet" lag ein international tätiger Konzern zugrunde, dessen Muttergesellschaft ihren Sitz in Belgien hatte.[12] Diese Gesellschaft nahm innerhalb des Konzerns eine zentrale Steuerungs- und Koordinationsfunktion wahr.[13] Sie war verantwortlich für strategische Planung, technische Unterstützung, Verhandlungsführung mit Geschäftspartnern, Vertragsmanagemen...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 4. Umsatzsteuerliche Behandlung und Position der Finanzverwaltung

Die rumänische Tochtergesellschaft behandelte die in Rechnung gestellten Leistungen als steuerpflichtig und machte die darauf entfallende Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend.[26] Die rumänische Finanzverwaltung versagte den Vorsteuerabzug jedoch mit mehreren Begründungen: Die tatsächliche Leistungserbringung sei nicht ausreichend nachgewiesen. Die Leistungen seien zu allgemein ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 3. Verrechnungspreismodell und Abrechnungssystematik

Die Vergütung der konzerninternen Dienstleistungen erfolgte auf Basis der Transactional Net Margin Method (TNMM).[22] Ausgangspunkt waren die der Muttergesellschaft entstandenen Kosten für die Erbringung der Dienstleistungen.[23] Diese Kosten wurden nach einem festgelegten Schlüssel den begünstigten Konzerngesellschaften zugeordnet und mit einem Gewinnaufschlag versehen, der...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / 5. Vorlagefragen und rechtlicher Kern des Streits

Das vorlegende rumänische Gericht legte dem EuGH mehrere Fragen zur Vorabentscheidung vor. Im Kern ging es um die Klärung, ob: konzerninterne Dienstleistungen, die nach der TNMM vergütet werden, einen umsatzsteuerbaren Leistungsaustausch darstellen können, die Finanzverwaltung berechtigt ist, die Angemessenheit der Vergütung oder den wirtschaftlichen Nutzen der Leistungen zu p...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / a) Zulässige Nachweisanforderungen

Das Urteil bestätigt, dass die Finanzverwaltung berechtigt ist, Nachweise über die tatsächliche Leistungserbringung zu verlangen. Hierzu können insbesondere Verträge, Leistungsbeschreibungen oder Kostenunterlagen gehören, sofern sie geeignet und verhältnismäßig sind.[48] Dies verdeutlicht, dass Unternehmen gehalten sind, konzerninterne Leistungen nachvollziehbar zu dokumenti...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / V. Fazit

Das EuGH-Urteil "Arcomet" liefert klare und zugleich praxisrelevante Leitlinien für die umsatzsteuerliche Behandlung konzerninterner Dienstleistungen. Der Gerichtshof stellt unmissverständlich klar, dass Verrechnungspreise auch im umsatzsteuerlichen Kontext als Entgelt anerkannt werden können, sofern tatsächlich Leistungen erbracht werden und ein unmittelbarer, objektiv nach...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Keine verdeckte Verrechnung... / I. Einleitung

Die umsatzsteuerliche Behandlung konzerninterner Dienstleistungen zählt seit Jahren zu den konfliktträchtigsten Bereichen des Mehrwertsteuerrechts.[1] In multinationalen Unternehmensgruppen ist es gängige Praxis, zentrale Funktionen – etwa Unternehmenssteuerung, Finanzierung, IT-Services, Personalwesen, Marketing oder Rechtsberatung – auf Ebene der Muttergesellschaft oder sp...mehr

Beitrag aus Personal Office Premium
Mindestlohn: Fälligkeit und... / 2.2 Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Arbeitgeber hat im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht ausgeglichene Stunden spätestens in dem auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses folgenden Kalendermonat auszugleichen. Die eingestellten Stunden dürfen monatlich jeweils 50 % der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nicht übersteigen.[1] Liegt nach Vertragsende ein Negativsaldo vor und kann der Arb...mehr

Kommentar aus VerwalterPraxis Professional
Kinne/Schach/Bieber, BGB § ... / 15 Abdingbarkeit der Vorschrift – § 536 Abs. 4

Rz. 77 Wie schon bisher in § 537 Abs. 3 a. F. bleibt es über § 536 Abs. 4 bei der Regelung, dass bei einem Mietverhältnis über Wohnraum eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung unwirksam ist. Im Übrigen wird auf die Kommentierung zu § 536d Bezug genommen. Soweit es Geschäftsraummietverträge angeht, wird allgemein die Auffassung vertreten, dass von Abs. 4 abweic...mehr

Kommentar aus VerwalterPraxis Professional
Kinne/Schach/Bieber, BGB § ... / 8.3.1.3 Teilzahlungen – Verrechnungsbestimmungen

Rz. 107 § 266, wonach der Schuldner/Mieter zu Teilleistungen nicht berechtigt ist, spielt in der mietrechtlichen Praxis keine Rolle, da die Vorschrift durch § 242 insofern eingeschränkt ist, als der Gläubiger/Vermieter Teilleistungen nicht ablehnen darf, wenn ihm die Annahme unter Würdigung aller Belange und eigener schutzwürdiger Interessen zuzumuten ist (Palandt/Grüneberg,...mehr

Kommentar aus VerwalterPraxis Professional
Kinne/Schach/Bieber, BGB § ... / 8.3.2.4 Formularklauseln in Geschäftsraummietverträgen

Rz. 115 Während die Bestimmungen der §§ 307–309 auf formularmäßig vereinbarte Wohnraummietverhältnisse vollständig anzuwenden sind, gilt dies im Geschäftsraummietverhältnis nur eingeschränkt, weil § 310 Abs. 1 Satz 1 die Klauselverbote der §§ 308, 309 nur mittelbar im Rahmen der Generalklausel der §§ 307 Abs. 1 und 2 für anwendbar erklärt. Die Voraussetzungen für die Annahme...mehr

Kommentar aus VerwalterPraxis Professional
Kinne/Schach/Bieber, BGB § ... / 8.3.1.1 Vorauszahlungsklausel

Rz. 105 Wie bereits dargestellt, sind die bisher schon üblichen Vorauszahlungsklauseln jetzt quasi gesetzlich gebilligt; der Gesetzgeber hat insofern die übliche vertragliche Regelung gesetzlich festgeschrieben. Damit entfällt auch das bisherige Problem des Zusammentreffens aller Vorfälligkeitsklauseln mit einer unwirksamen Aufrechnungsklausel (vgl. zur bisherigen Rechtslage...mehr

Kommentar aus VerwalterPraxis Professional
Kinne/Schach/Bieber, BGB § ... / 10.3 Ausschluss des Leistungsverweigerungsrechtes

Rz. 66 Die Minderungsbefugnis des Mieters – und damit sein Leistungsverweigerungsrecht – ist für die Zeit, in der er die Mangelbeseitigung schuldhaft verhindert oder mutwillig erschwert, ausgeschlossen. Hierzu zählt auch, wenn er notwendige Vorarbeiten unterlässt oder dem Vermieter den Zugang zu dem seiner Instandhaltungspflicht obliegenden Bereich nicht gewährt (OLG Frankfu...mehr

Beitrag aus TVöD Office Professional
Tarifvertrag für den öffent... / 3.4 Sparkassensonderzahlung (§ 44 BT-S)

Die Sparkassensonderzahlung nach § 44 BT-S trat am 1.1.2006 an die Stelle der früheren Einmalzahlung, Zuwendung, Überstundenpauschvergütung und des Urlaubsgeldes. Nachdem der BAT keine leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung kannte, stellte die Einführung der leistungsbezogenen Bezahlung im Rahmen des Besonderen Teil Sparkassen einen Reformschritt bei der Neuordnung des ...mehr

Beitrag aus Personal Office Premium
Lohnsteuerbescheinigung: Er... / 6.10 Nummer 15: Kurzarbeitergeld u. Ä.

In Nummer 15 der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung ist die Summe der folgenden Beträge aufzunehmen: Kurzarbeitergeld (einschließlich Saison-Kurzarbeitergeld), Qualifizierungsgeld, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, Zuschuss bei Beschäftigungsverbot für die Zeit vor oder nach einer Entbindung sowie für den Entbindungstag während der Elternzeit nach beamtenrechtlichen Vorschrift...mehr

Beitrag aus Personal Office Premium
Lohnsteuerbescheinigung: Er... / 6.4 Nummer 3: Steuerpflichtiger Bruttoarbeitslohn

In Nummer 3 der Lohnsteuerbescheinigung ist der Gesamtbetrag des dem Arbeitnehmer im jeweiligen Kalenderjahr zugeflossenen steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohns zu erfassen. Folgende Besonderheiten sind zu beachten:mehr

Beitrag aus Personal Office Premium
Lohnsteuerbescheinigung: Er... / 2.3 Erhöhung der Lohnsteuer

Wurde versehentlich ein zu geringer Lohnsteuerabzug vorgenommen, ist der Arbeitgeber verpflichtet, das zuständige Betriebsstättenfinanzamt elektronisch über diesen Vorgang zu informieren (sog. haftungsbefreiende Anzeige).[1]Durch diese Anzeige wird der Arbeitgeber von der Haftung für die zu gering einbehaltene Lohnsteuer befreit. Das Betriebsstättenfinanzamt wird ggf. zusamm...mehr

Beitrag aus Personal Office Premium
Lohnsteuerbescheinigung: Er... / 6.5 Nummern 4–7: Einbehaltene Steuerabzugsbeträge

Die vom steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohn einbehaltenen Steuerabzugsbeträge (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) sind in den Nummern 4–7 der Lohnsteuerbescheinigung auszuweisen. Irrtümlich abgeführte Lohnsteuer Hat der Arbeitgeber den Lohnsteuerabzug irrtümlich auch von steuerfreien Einnahmen vorgenommen und an das Finanzamt abgeführt, sind auch diese Steuera...mehr

Lexikonbeitrag aus Personal Office Premium
Arbeitgeberdarlehen / 2.3.1 Aufrechnung mit laufendem Gehaltsanspruch

Regelmäßig wird das Darlehen zurückgezahlt, indem der Arbeitgeber die Tilgungsraten in der vereinbarten Höhe vom laufenden Netto-Entgelt einbehält. Rechtlich handelt es sich um eine Aufrechnung. Beim echten Darlehen darf der Arbeitgeber jedoch auch ohne entsprechende vertragliche Vereinbarung im Wege der Aufrechnung mit der Entgeltforderung des Arbeitnehmers die Tilgungsbetr...mehr

Kommentar aus Steuer Office Gold
Frotscher/Geurts, EStG § 50... / 2.3 Sachlicher Geltungsbereich: Zinsen und Lizenzgebühren

Rz. 21 Hinsichtlich des sachlichen Anwendungsbereichs bestimmt § 50g Abs. 1 S. 1 EStG, dass die Regelung auf Zinsen und Lizenzgebühren anwendbar ist. Diese Begriffe werden in Abs. 3 Nr. 4 Buchst. a für Zinsen (Rz. 46) und in Buchst. b für Lizenzgebühren (Rz. 48) definiert. Andere Leistungen, die nicht unter diese Definitionen fallen, werden von der Vorschrift nicht erfasst. D...mehr