Fachbeiträge & Kommentare zu IAS

Kommentar aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 2. Ausweis in der GuV

Tz. 112 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Gemäß IAS 12.77 sind Steueraufwendungen und -erträge, die dem ordentlichen Geschäftsergebnis zuzurechnen sind, in der GuV (als Teil der Gesamtergebnisrechnung) auszuweisen. Tz. 113 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Nachdem auch IAS 21 keine speziellen Ausweisvorschriften für Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung postuliert, enthält auc...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / a. Hintergrund

Tz. 133 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Ob eine steuerliche Behandlung von der zuständigen Steuerbehörde anerkannt wird, ist im Vorfeld oft unbekannt (IFRIC 23.2). Die Schätzung des Ergebnisses einer unsicheren ertragsteuerlichen Behandlung stellt einen der komplexesten und subjektivsten Bereiche bei der Bilanzierung von Ertragsteuern dar (vgl. EY, 2025, S. 2468). IAS 12 befasst s...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 2. Temporary differences als Bemessungsgrundlage

Tz. 55 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Latente Steuern sind ausschließlich für temporary differences zu ermitteln (IAS 12.15ff.). IAS 12 definiert temporary differences als Unterschiede zwischen dem IFRS-Buchwert eines Vermögenswertes bzw. einer Verbindlichkeit und seinem/ihrem Steuerwert (vgl. Tz. 11). Nach dieser rein bilanziellen Betrachtungsweise werden zunächst sämtliche Diff...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / a. Erfolgswirksame Erfassung latenter Steuern

Tz. 89 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die häufigsten Fälle latenter Steuerverrechnung dürften auch unter dem Temporary-Konzept von IAS 12 aus Fällen resultieren, in denen Erträge bzw. Aufwendungen im handelsrechtlichen und im steuerrechtlichen Abschluss zeitverzögert verrechnet werden. Da es sich hierbei um automatisch umkehrbare ergebniswirksame Transaktionen handelt, gilt gem. ...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Aktivische latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge

Tz. 85 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Während ein steuerlich rücktragbarer Verlust einen unmittelbaren Anspruch auf Steuerrückzahlung beinhaltet und deshalb als Forderung auszuweisen ist, entsteht aus einem vortragsfähigen steuerlichen Verlust insoweit ein ökonomischer Vorteil, wie künftige steuerliche Ergebnisse verfügbar sind, gegen die der Verlustvortrag verrechnet werden kann...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 2. Abzinsung latenter Steuerpositionen

Tz. 106 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 IAS 12.53 postuliert den Grundsatz, dass latente Steuerverbindlichkeiten und -guthaben nicht abzuzinsen sind. Dieser Grundsatz resultiert gem. IAS 12.54 aus der Überlegung, dass eine Abzinsung grundsätzlich eine Vielzahl von Annahmen (zB Zeitpunkt der Auflösung, Zinssatz) für jede einzelne temporary difference erfordert, weshalb eine Abzinsu...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 2. Latente Steuern in der Organschaft

Tz. 126 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Bezüglich Ansatz und Bewertung latenter Steuern in einem Organkreis gelten die allgemeinen Regelungen des IAS 12. Hinsichtlich der Frage, ob bei bestehender Organschaft die latenten Steuern der Organgesellschaft bei dieser oder beim Organträger auszuweisen sind, enthält IAS 12 keine explizite Regelung. Grundsätzlich sind daher sowohl die for...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / b. Anwendungsbereich

Tz. 134 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die Interpretation stellt klar, wie IAS 12 anzuwenden ist, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung besteht (IFRIC 23.4). Hierfür werden folgende Fragestellungen adressiert (IFRIC 23.5):mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 1. Die Wahl des Steuersatzes

Tz. 38 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die Frage, ob aktuelle oder zukünftige Steuersätze für die Ermittlung latenter Steuern herangezogen werden sollen, wird konzeptionell durch die Wahl der Methode entschieden (vgl. Wollmert, 1995, S. 92; Coenenberg/Hille, DB 1997, 537): Die Liability-Methode erfordert prinzipiell zukünftige, die Deferred-Methode aktuelle Steuersätze. Tz. 39 Stan...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Abgrenzung latenter Steuern nach dem temporary-Konzept

Tz. 25 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Das Temporary-Konzept zur Abgrenzung latenter Steuern ist (anders als das GuV-orientierte Timing-Konzept) bilanzorientiert (vgl. Coenenberg/Hille, DB 1997, S. 537, Rabeneck/Reichert, DStR 2002, S. 1367). Es ist, wie oben erwähnt (vgl. Tz. 16), nach IAS 12 für den IFRS-Abschluss anzuwenden. Demnach wird grundsätzlich jede Bilanzierungs- oder B...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / ee. Geänderte Fakten und Umstände

Tz. 144 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Ändern sich die Fakten und Umstände, die den Ermessensentscheidungen und Schätzungen zugrunde liegen, hat ein Unternehmen diese zu überprüfen (IFRIC 23.13). Kommt es daraufhin zu Änderungen aufgrund der neuen Umstände und Informationen, hat ein Unternehmen die Auswirkungen als Berichtigung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung zu erfasse...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / D. Künftige Entwicklungen

Tz. 150 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Änderungen des IAS 12 sind derzeit nicht geplant (Stand: 30.09.2025). Hinsichtlich der nur temporären Befreiungsvorschriften in IAS 12.4A, 12.88A–D bleibt abzuwarten, wann und wie sich das IASB in Bezug auf die Auswirkungen der Richtlinie zur Globalen Mindestbesteuerung äußern wird.mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 1. Latente Steuern bei Personengesellschaften

Tz. 117–120 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 (einstweilen frei) Tz. 121 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Auf Ebene der Personengesellschaft sind alle temporary differences zwischen den Wertansätzen in der steuerlichen Gesamthandsbilanz und in den Ergänzungsbilanzen auf der einen und der IFRS-Bilanz auf der anderen Seite in die Ermittlung der latenten Steuern einzubeziehen. Existieren Sonde...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / dd. Bei Steuerbehörden hinterlegte Beträge

Tz. 143 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 In manchen Jurisdiktionen sind Unternehmen verpflichtet, vor Auflösung der Unsicherheit einer steuerlichen Behandlung Vorauszahlungen zu leisten (vgl. EY, 2025, S. 2474). Dies ist auch in Deutschland der Fall, da der Einspruch gegen einen erlassenen Steuerbescheid dessen Vollziehung idR gemäß § 361 AO nicht hemmt und der Steuerpflichtige die...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / c. Terminologische Grundlagen

Tz. 137 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die Interpretation verwendet zusätzlich zu den in IAS 12 definierten Begriffen die folgenden (IFRIC 23.3):mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / cc. Bestimmung der Auswirkungen von unsicheren ertragsteuerlichen Behandlungen

Tz. 140 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Ein Unternehmen hat im ersten Schritt zu beurteilen, ob die Steuerbehörde die unsichere steuerliche Behandlung anerkennen wird (IFRIC 23.9). Unter den Begriff Steuerbehörde fallen auch die Finanzgerichte (vgl. IFRIC 23.3). Daher sollte bei der Beurteilung der Anerkennung ein Unternehmen berücksichtigen, ob es im Zweifel auch gerichtlich vorg...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 2. Einzel- und Gruppenbewertung

Tz. 42 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Der Wertansatz der latenten Steuerpositionen hängt auch davon ab, ob von einer Einzelbetrachtung der timing/temporary differences oder von einer zusammenfassenden Betrachtung aller in einer Periode sich ergebenden und verändernden Differenzen ausgegangen wird. Bei Einzelbewertung wird jede einzelne Differenz getrennt über ihre "Lebensdauer" f...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / f. Übergangsvorschriften

Tz. 146 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Ein Unternehmen kann den IFRIC 23 vollständig retrospektiv unter Anwendung von IAS 8 anwenden, wenn dies ohne Verwendung nachträglicher Erkenntnisse möglich ist. Bei der Beurteilung, inwieweit die Schätzung nachträgliche Erkenntnisse beinhaltet, haben Unternehmen einen Ermessensspielraum. Alternativ ist die Interpretation rückwirkend mit Erf...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 4. Erfolgswirksame und erfolgsneutrale Erfassung latenter Steuern

Tz. 88 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Latente Steuern sind ebenso wie die aktuellen, tatsächlichen Steuern konsistent zu den Transaktionen bzw. Ereignissen zu erfassen, aus denen sie resultieren (IAS 12.57). Im Grundsatz bedeutet dies, dass erfolgswirksame Transaktionen bzw. Ereignisse zur erfolgswirksamen Erfassung und erfolgsneutrale Transaktionen bzw. Ereignisse zur erfolgsneu...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Bewertungsanpassungen

Tz. 108 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Aktivische latente Steuerpositionen sind nicht nur dem Grunde nach zu jedem Bilanzstichtag auf ihre Existenzberechtigung und auf die Notwendigkeit einer Nachaktivierung hin zu überprüfen, sondern auch hinsichtlich der Bewertung regelmäßig einer Revision zu unterziehen (IAS 12.56). Dies gilt sowohl hinsichtlich möglicherweise geänderter Steue...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / cc.1 Wahrscheinlichster Betrag

Tz. 141 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Der wahrscheinlichste Betrag ist derjenige, der innerhalb der möglichen Ergebnisse am wahrscheinlichsten ist (IFRIC 23.11). Diese Methode eignet sich insbesondere für Fälle, in denen das Ergebnis binär oder auf einen Wert konzentriert ist. Das folgende Beispiel soll der Veranschaulichung dienen: Praxis-Beispiel Beispiel (vgl. IFRIC 23.IE 7–10...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / I. Konzeption der Verrechnung latenter Steuern

1. Der "Steuerwert" (tax base) als Ausgangsgröße Tz. 44 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Anders als die Vorgängerrichtlinie IAS 12 (reformatted 1994) und die früheren handelsrechtlichen Regelungen (§§ 274, 306 HGB (aF)) bezieht sich IAS 12 auf das bilanzorientierte Abgrenzungskonzept latenter Steuern. Damit kommt nach der gültigen Fassung von IAS 12 auch grundsätzlich nur die (bilan...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / III. Bewertung latenter Steuern

1. Relevanter Steuersatz Tz. 96 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 IAS 12 (2000) liegt als Abgrenzungskonzept die (bilanzorientierte) Liability-Methode zugrunde. Entsprechend diesem Konzept sind zur Berechnung der Steuerlatenzen grundsätzlich künftige Steuersätze anzuwenden. Im Einzelnen gilt dabei Folgendes: Tz. 97 Stand: EL 60 – ET: 06/2026mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 2. Taxable profit (tax loss)

Tz. 6 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Der taxable profit (tax loss) ist das zu versteuernde Ergebnis (der steuerliche Verlust). Bezogen auf die Gewerbesteuer ist es der aus dem zu versteuernden Einkommen abgeleitete Gewerbeertrag (IAS 12.5).mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 4. Current tax

Tz. 8 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die current taxes sind die tatsächlichen Steuerverpflichtungen (Steueransprüche) für eine Abrechnungsperiode (IAS 12.5).mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / IV. Ausweis der latenten Steuern

1. Ausweis in der Bilanz Tz. 110 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die IFRS fordern grundsätzlich einen getrennten Ausweis latenter Steuerpositionen von anderen Vermögenswerten und Schulden. Latente Steuerpositionen müssen dabei getrennt von tatsächlichen Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Dies ergibt sich aus der Mindestgliederung für die Bilanz in IAS 1.5...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / V. Einzelfragen

1. Latente Steuern bei Personengesellschaften Tz. 117–120 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 (einstweilen frei) Tz. 121 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Auf Ebene der Personengesellschaft sind alle temporary differences zwischen den Wertansätzen in der steuerlichen Gesamthandsbilanz und in den Ergänzungsbilanzen auf der einen und der IFRS-Bilanz auf der anderen Seite in die Ermittlung der lat...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 6. Deferred tax assets

Tz. 10 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die deferred tax assets umfassen den Betrag der aktivischen latenten Steuern, der sich aus folgenden Größen zusammensetzt (IAS 12.5): abzugsfähige temporäre Differenzen (deductible temporary differences), dh. aktivische Unterschiedsbeträge aus Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen, noch nicht in Anspruch genommene steuerliche Verlustvorträge...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 8. Tax base

Tz. 13 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die tax base (der Steuerwert) ist der steuerliche Wertansatz bzw. die steuerliche Bemessungsgrundlage (IAS 12.5).mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 1. Hintergrund der Steuerabgrenzung

Tz. 15 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Das Problem der Abgrenzung latenter Ertragsteuern stellt sich, wenn IFRS-Bilanzgewinn und Steuerbilanzgewinn voneinander abweichen und somit die aus der steuerlichen Bemessungsgrundlage resultierenden Ertragsteuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz in keinem sinnvollen und erklärbaren Zusammenhang zum veröffentlichten hande...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / II. Erfassung (Ansatz) latenter Steuern

1. Taxable temporary differences (passivische Unterschiedsbeträge) Tz. 56 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Grundsätzlich erfordert IAS 12 eine passivische latente Steuerabgrenzung in allen Fällen, in denen temporary differences bei ihrer Auflösung in späteren Perioden zu einer höheren Steuerbelastung führen, als aus Sicht der IFRS-Bilanz gerechtfertigt wäre (IAS 12.15). Von diesem G...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Tax expense (tax income)

Tz. 7 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Der tax expense (tax income) ist der bei der Ermittlung des Jahresüberschusses berücksichtigte Steueraufwand (Steuerertrag), der sowohl die tatsächlichen als auch die latenten Steuern umfasst (IAS 12.5).mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / a. Grundsätze für die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach IFRS SDS

Tz. 61 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 IFRS S1 enthält übergeordnete Grundsätze für die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach den IFRS SDS sowie allgemeine Angaben zur Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in Governance, Strategie, Risikomanagement und Zielen des berichtenden Unternehmens. Er ist insofern grundsätzlich vergleichbar mit ESRS 1 und ESRS 2. IFRS S1 orientiert sich ...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 1. Accounting profit

Tz. 5 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Der accounting profit ist das "handelsrechtliche" Ergebnis (hier im Sinne von IFRS-Ergebnis) vor Abzug der Ertragsteuern (IAS 12.5).mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 5. Deferred tax liabilities

Tz. 9 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Die deferred tax liabilities umfassen den Betrag der passivischen latenten Steuern, der sich aus zu versteuernden temporären Differenzen (taxable temporary differences) ableitet (IAS 12.5).mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Unsichere Steuerpositionen

a. Hintergrund Tz. 133 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Ob eine steuerliche Behandlung von der zuständigen Steuerbehörde anerkannt wird, ist im Vorfeld oft unbekannt (IFRIC 23.2). Die Schätzung des Ergebnisses einer unsicheren ertragsteuerlichen Behandlung stellt einen der komplexesten und subjektivsten Bereiche bei der Bilanzierung von Ertragsteuern dar (vgl. EY, 2025, S. 2468). IA...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / d. Fragestellungen

aa. Betrachtungsobjekt Tz. 138 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Einer der wichtigsten Faktoren im Schätzverfahren ist das Betrachtungsobjekt (unit of account). In der Praxis kann diese eine vollständige Steuerberechnung, individuelle unsichere Behandlungen oder eine Gruppe von unsicheren Behandlungen sein (vgl. EY, 2025, S. 2469). Ein Unternehmen wählt diejenige Methode, die sich be...mehr

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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Abzinsung latenter Steuern

Tz. 43 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Ohne Diskontierung kommt es im Zeitablauf zu einer Überbewertung latenter Steuern, was unter dem Gesichtspunkt der Informationsfunktion von Jahres- und Konzernabschlüssen zu kritisieren ist (vgl. Klein, DStR 2001, S. 1453f.). Dennoch wird eine Abzinsung der Steuerabgrenzungen sowohl für das HGB als auch für die IFRS mit Hinweis auf die nicht ...mehr

Kommentar aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / aa. Betrachtungsobjekt

Tz. 138 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Einer der wichtigsten Faktoren im Schätzverfahren ist das Betrachtungsobjekt (unit of account). In der Praxis kann diese eine vollständige Steuerberechnung, individuelle unsichere Behandlungen oder eine Gruppe von unsicheren Behandlungen sein (vgl. EY, 2025, S. 2469). Ein Unternehmen wählt diejenige Methode, die sich besser für die Vorhersag...mehr

Kommentar aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / cc.2 Erwartungswert

Tz. 142 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Der Erwartungswert ist die Summe der wahrscheinlichkeitsgewichteten Beträge innerhalb der Vielzahl möglicher Ergebnisse (IFRIC 23.11). Diese Methode eignet sich für Fälle, in denen das Ergebnis weder binär noch auf einen Wert konzentriert ist. Das folgende Beispiel soll das Vorgehen bei dieser Methode verdeutlichen: Praxis-Beispiel Beispiel (...mehr

Kommentar aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 7. Temporary differences

Tz. 11 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Temporary differences sind Abweichungen zwischen dem Buchwert in der IFRS-Bilanz und der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlage. Bei diesen temporären Differenzen handelt es sich entweder um zu versteuernde temporäre Differenzen (taxable temporary differences), bei denen der Buchwert in der IFRS-Bilanz zunächst den steuerlichen Wertan...mehr

Beitrag aus Weimann, Umsatzsteuer - national und international (Schäffer-Poeschel)
Weimann/Lang, Umsatzsteuer ... / 14.3 Leasing

Rz. 110 Stand: 6. A. – ET: 06/2026 In der Praxis haben sich, wie auch in anderen Ländern, zwei Arten von Leasing entwickelt, nämlich das sog. Operative Leasing und das Finanzierungsleasing. Diese zwei Grundarten wurden auch in das Leasinggesetz übernommen. Rz. 111 Stand: 6. A. – ET: 06/2026 Ein Finanzierungsleasingvertrag liegt in Anlehnung an die im Bereich der IFRS/IAS entwic...mehr

Kommentar aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / bb. Prüfung durch die Steuerbehörde

Tz. 139 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Bezüglich des Entdeckungsrisikos durch die Steuerbehörde fordert die Interpretation, davon auszugehen, dass eine Steuerbehörde sämtliche Beträge prüfen wird, zu deren Prüfung sie befugt ist und dass sie für deren Prüfung über sämtliche einschlägige Informationen verfügt (IFRIC 23.8). In der Praxis bedeutet dies, dass die Unsicherheit auch da...mehr

Beitrag aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 4. ISSB: Überblick und Zielsetzung

Tz. 57 Stand: EL 60 – ET: 06/2026 Im November 2021 wurde der International Sustainability Standards Board (ISSB) durch die Treuhänder der IFRS-Stiftung gegründet. Das ISSB erarbeitet investorenorientierte Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, die als sog. global baseline Mindeststandards für die weltweite Nachhaltigkeitsberichterstattung darstellen sollen. Das Inter...mehr

Beitrag aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
Jörg Baetge/Peter Wollmert/Hans-Jürgen Kirsch/Peter Oser/Stefan Bischof (Hrsg.), Rechnungslegung nach IFRS, Autorenverzeichnis

Achleitner, Ann-Kristin, Prof. Dr. Dr. Technische Universität München, München Alvarez, Manuel, Dr. Manuel Alvarez Consulting, Tazacorte, Spanien Baetge, Jörg, em. Prof. Dr. Dr. h.c. Universität Münster, Münster Ballwieser, Wolfgang, Prof. Dr. Dr. h.c. Universität München, München Barckow, Andreas, Prof. Dr. International Accounting Standards Board, London Bartle, Gregor A., Dipl...mehr

Kommentar aus Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel)
Küting/Weber, Handbuch der ... / I. Allgemeines

Rn. 200 Stand: EL 49 – ET: 06/2026 Eine dem deutschen Recht entsprechende detaillierte Bilanzgliederung besteht im Normengefüge der IFRS nicht; vielmehr kommt es hier entscheidend auf eine Orientierung an den Grundprinzipien der JA- bzw. EA-Erstellung an. I.W. sind dies das Fortführungsprinzip, die periodengerechte Aufwands- und Ertragszuordnung, die Ausweisstetigkeit, das We...mehr

Kommentar aus Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel)
Küting/Weber, Handbuch der ... / I. Wesentliche Abweichungen nach IFRS

Rn. 116 Stand: EL 49 – ET: 06/2026 Im Normengefüge der IFRS (vgl. des Weiteren auch HdR-E, HGB, § 275, Rn. 159ff.) ist insbesondere die Ertragsrealisierung (d. h. Zeitpunkt sowie Höhe der "UE") und weniger die inhaltliche Abgrenzung Gegenstand der Ausführungen. In diesem Zusammenhang wurde unter der Ägide des im September 2010 teilweise überarbeiteten Rahmenkonzepts (RK) hins...mehr

Kommentar aus Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel)
Küting/Weber, Handbuch der ... / 9. Rückstellungen ("provisions")

Rn. 225 Stand: EL 49 – ET: 06/2026 Eine Rückstellung ist gemäß IAS 37.14 eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung, deren Erfüllung wahrscheinlich zum Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen führen wird (vgl. hierzu und nachfolgend HdR-E, HGB § 253, Rn. 474, m.w.N). Für die Passivierung einer Rückstellung ist es erfor...mehr

Kommentar aus Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel)
Küting/Weber, Handbuch der ... / 3. Immaterielle Vermögenswerte ("intangible assets")

Rn. 211 Stand: EL 49 – ET: 06/2026 IAS 38.8 definiert immaterielle Anlagegüter als identifizierbare, nicht-monetäre Vermögenswerte ohne physische Substanz, die für die Herstellung von Erzeugnissen oder Erbringung von Dienstleistungen, die Vermietung an Dritte oder Zwecke der eigenen Verwaltung genutzt werden (vgl. auch HdR-E, HGB § 253, Rn. 444ff.). Eine Aktivierung solcher Ve...mehr

Kommentar aus Küting, Handbuch der Rechnungslegung - Einzelabschluss (Schäffer-Poeschel)
Küting/Weber, Handbuch der ... / 4. Finanzielle Vermögenswerte ("financial assets")

Rn. 214 Stand: EL 49 – ET: 06/2026 Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten hat sich an IAS 32.11 i. V. m. IFRS 9.3.1.1ff. zu orientieren (vgl. hierzu und nachfolgend HdR-E, HGB § 253, Rn. 455ff.). Finanzielle Vermögenswerte umfassen flüssige Mittel, EK-Instrumente anderer UN sowie vertraglich eingeräumte Rechte, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswe...mehr