Fachbeiträge & Kommentare zu EuGH

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Leistungsaustausch und wirt... / (1) "Asymmetrie" allein spricht nicht gegen wirtschaftliche Tätigkeit

Grad der Kostendeckung nicht allein maßgeblich: Vorab merkte der BFH dabei an, dass sich aus dem EuGH-Urt. v. 12.5.2016 ergebe, dass allein die "Asymmetrie" zwischen den Betriebskosten und den Entgelten (Kostendeckungsgrad von 3 %) nicht ausreiche, um eine wirtschaftliche Tätigkeit zu verneinen.[42] Indizielle Wirkung: Insofern werde auch nicht vom vorgenannten Urteil des V. ... mehr

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Leistungsaustausch und wirt... / IV. Zwischenfazit

EuGH-Urteil als unklarer Ausgangspunkt: Das Urteil des EuGH vom 12.5.2016, in dem dieser festgestellt hat, dass Personen keine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, wenn sie mit den Einnahmen aus dieser Tätigkeit nur einen geringen Teil ihrer Kosten decken, hat in nachfolgenden Entscheidungen des BFH seinen Niederschlag gefunden. Der BFH konnte an den Vorgaben des EuGH natürlic... mehr

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Leistungsaustausch und wirt... / (2) Leistung gegen Entgelt allein spricht nicht für wirtschaftliche Tätigkeit

Entgeltliche Leistungen nicht allein maßgeblich: Umgekehrt reiche allerdings, so der BFH weiter, auch die Erbringung entgeltlicher Leistungen für sich allein nicht für die Feststellung einer wirtschaftlichen Tätigkeit aus. Es seien vielmehr die Gesamtumstände zu prüfen, unter denen die Tätigkeiten ausgeführt werden (s. oben I.1.b.). Doch keine entgeltliche Leistung: Dann alle... mehr

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Leistungsaustausch und wirt... / 3. BFH vom 28.6.2017 – XI R 12/15 (Sporthalle)

Ein weiteres Mal ging der BFH in einem Urteil vom 28.6.2017 auf das unter II.1. dargestellte Urteil des EuGH ein. a) Sachverhalt Errichtung und Vermietung: Eine Stadt X errichtete von 2010 bis 2014 eine Sporthalle mit Gaststätte. Die Sporthalle wurde zum einen für Zwecke des Schulsports genutzt, zum anderen sollte sie auch für Zwecke des Erwachsenensports an Vereine überlassen... mehr

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Leistungsaustausch und wirt... / cc) Wirtschaftliche Tätigkeit

Asymmetrie schließt wirtschaftliche Tätigkeit aus: Schließlich ging der BFH noch auf die Frage ein, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit vorliege. Er bestätigte die Ausführungen des FG, das davon ausgegangen war, dass keine wirtschaftliche Tätigkeit vorliege, weil ein Pachtentgelt i.H.v. 1 EUR in einem asymmetrischen Missverhältnis zu den erheblichen Aufwendungen der Klägerin s... mehr

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Leistungsaustausch und wirt... / 3. Systematik des Mehrwertsteuerrechts

Die Kostendeckungsquote ist daher wohl kein geeignetes Kriterium, um im Mehrwertsteuerrecht das Vorliegen einer Leistung gegen Entgelt oder einer wirtschaftlichen Tätigkeit zu beurteilen.[72] Fragen der "Angemessenheit" von Entgelten haben im Verbrauchsteuerrecht nichts verloren.[73] Die Prüfung, ob bei besonders niedrigen Entgelten bzw. Entgelten, die auch prognostisch nicht... mehr

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Leistungsaustausch und wirt... / aa) Keine Unternehmerin

Kein Entgelt, keine wirtschaftliche Tätigkeit: Er führte relativ knapp aus, die Gemeinde A sei keine Unternehmerin. Es liege (lt. EuGH vom 12.5.2016) keine wirtschaftliche Tätigkeit vor, wenn eine Gemeinde über die von ihr vereinnahmten Beiträge nur einen kleinen Teil ihrer Kosten decke. Würden die Kosten nur zu 3 % aus Einnahmen und im Übrigen mit öffentlichen Mitteln finan... mehr

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Entgelttransparenz: Verglei... / 2.3 Was sagt der EuGH?

Eine ausdrückliche Entscheidung, in der der EuGH das summarische Verfahren als unzulässig verworfen hätte, gibt es nicht. Wer das Thema rein formal angeht, kann sich darauf zurückziehen, dass der Gerichtshof die Methodenwahl den Mitgliedstaaten und den Arbeitgebern überlässt. Die Realität ist allerdings komplexer. Die Linie, die sich aus den Entscheidungen des EuGH ergibt, lä... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / d) EuGH-Entscheidung

In einem nun vom EuGH entschiedenen Fall (EuGH, Urt. v. 8.5.2025 – C-581/23) ging es darum, wie der Nachweis eines solchen wirksamen Verbots aktiven Vertriebs in ein geschütztes Vertragsgebiet erbracht werden muss, insb. dann, wenn es dazu keine vertragliche Vereinbarung gibt und lediglich die Feststellung getroffen werden konnte, dass faktisch Franchise-Nehmer in die geschü... mehr

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ZAP 5/2026, Anwaltsmagazin / 6 Tätigkeitsbericht des EuGH für 2025

Der Europäische Gerichtshof hat Ende März eine Bilanz seiner Rechtsprechungstätigkeit für das vergangene Jahr gezogen. In seinem Jahresbericht 2025 gab er einen Überblick über Entwicklungen bei seinen Spruchkörpern und über wichtige Entscheidungen, die er im Verlauf des Jahres gefällt hat. Sein Fazit: Trotz „intensiver Tätigkeit” bei beiden Gerichten des EuGH konnte eine Ver... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / e) Konsequenz der EuGH-Entscheidung

Als Konsequenz der EuGH-Entscheidung ist festzuhalten, dass das Gebot, Vertragsware nicht aktiv in das Vertragsgebiet eines anderen Franchise-Nehmers zu liefern, innerhalb des Franchise-Vertrags geregelt sein muss. Ist dort der Verzicht auf Aktivlieferungen durch andere Franchise-Nehmer in ein geschütztes Vertragsgebiet nicht geregelt, so ist der Nachweis eines entsprechende... mehr

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ZAP 5/2026, Internetreport / 11 Vorlage an den EuGH wegen Schadenersatzes bei massenhaft provozierten Verstößen

Ein Webseitenbetreiber setzte Google Fonts so ein, dass beim Aufruf seiner Seite die dynamische IP-Adresse der Besucher automatisch an Google in die USA übermittelt wurde. Ein Dritter installierte bewusst Software, um entsprechende Seiten systematisch zu identifizieren und gezielt – auch automatisiert – aufzurufen. Auf dieser Basis ließ er über 100.000 Seitenbesuche mit der ... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / a) Grundsätze der Entscheidung

Wie kartellrechtlich problematisch der Informationsaustausch sein kann, zeigt bereits der Leitsatz der Entscheidung des EuGH v. 29.7.2024: Zitat „ Art. 101 Abs. 1 AEUV ist dahin auszulegen, dass ein vertiefter monatlicher Informationsaustausch auf Gegenseitigkeitsbasis zwischen konkurrierenden Kreditinstituten, der auf Märkten mit starker Konzentration sowie mit Zutrittsschrank... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / aa) Erforderliche Informationen

Es kommt demgemäß auf die „ Erforderlichkeit ” des Informationsaustausches zwischen Franchise-Geber und Franchise-Nehmer oder von Franchise-Nehmern untereinander an. Wie diese Erforderlichkeit zu bestimmen ist, ergibt sich aber nicht aus der Vertikal-GVO. Anhaltspunkte für diese „ Erforderlichkeitsprüfung ” gibt aber die EuGH-Entscheidung v. 28.1.1986 (GRUR-Int 1986, 521 [Pro... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / d) Zulässigkeit von No-Poach-Agreements

Allerdings können „No-Poach-Agreements” auch kartellrechtlich zulässig sein, wenn es sich bei diesen um eine kartellrechtlich erforderliche „Nebenabrede” zu dem abgeschlossenen Vertrag, einem Unternehmenskaufvertrag, einer Kooperation oder einem Auftragsverhältnis oder eben einem Franchise-Vertrag bei einem Franchise-System mit einem dualen Vertrieb handelt. Bei solchen Neben... mehr

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Entgelttransparenz: Vertrag... / 4.4 Vergleichsgruppenbildung

Für jede Entgeltvergleichsdebatte ist zentral, wer überhaupt mit wem verglichen werden darf. Der EuGH hat dazu in einer Reihe von Entscheidungen – Lawrence[1], Allonby[2] und zuletzt Tesco Stores[3] – den sogenannten Single-Source-Grundsatz entwickelt: Beschäftigte verschiedener Arbeitgeber können dann als Vergleichspersonen im Sinne des Entgeltgleichheitsgrundsatzes herange... mehr

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Entgelttransparenz: Schnitt... / 4.5 Konzernstrukturen: Wer ist datenschutzrechtlich Verantwortlicher?

Für konzernzugehörige Unternehmen spitzt sich die Schnittstelle zu. Art. 7 ETRL knüpft den Auskunftsanspruch an den einzelnen Arbeitgeber. Die Vergleichsgruppe muss aber oft konzernweit gebildet werden – das ergibt sich aus der Single-Source-Doktrin des EuGH.[1] Die Vergleichsperson sitzt gelegentlich in der Schwestergesellschaft; die Entgeltinformationen müssen über die Ges... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / b) Konsequenz der Entscheidung

Die Entscheidung des EuGH überrascht nicht. Nicht nur die Vorschriften der EU-Gruppenfreistellungsverordnung für vertikale Vertriebsbindungen (EU-VO 720/2022) ziehen enge Grenzen für den Informationsaustausch innerhalb von Vertriebssystemen. Auch die kartellrechtliche Rspr. zieht enge Grenzen, um einen zwar möglichst effizienten, aber kartellrechtlich zulässigen Informationsa... mehr

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Entgelttransparenz: Verglei... / 1 Einleitung

Im Folgenden wird beschrieben, was Art. 4 ETRL konkret verlangt, warum die Pflicht auch für kleine und tarifgebundene Unternehmen gilt und wo die Grenze zwischen summarischem und analytischem Bewertungsverfahren verläuft. Die EuGH-Rechtsprechung dazu wird eingeordnet und es wird erklärt, warum selbst das neue EIGE-Toolkit, das zur Hilfestellung hierfür entwickelt wurde, kein... mehr

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ZAP 5/2026, Katholische Schwangerschaftsberatung: Kirchenaustritt als Kündigungsgrund

(EuGH, Urt. v. 17.3.2026 – C-258/24) • Eine katholische Einrichtung kann einer Mitarbeiterin nicht ohne Weiteres aus dem alleinigen Grund kündigen, dass sie aus der katholischen Kirche ausgetreten ist. Eine solche Kündigung setzt u.a. voraus, dass die Anforderung, nicht aus dieser Kirche auszutreten, unter Berücksichtigung der Art der Tätigkeit und in Anbetracht des Ethos di... mehr

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Entgelttransparenz: Transpa... / 1.1 Einordnung: Warum die Arbeitsplatzbewertung unter der ETRL eine Schlüsselrolle spielt

Während das deutsche Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) bislang vor allem den individuellen Auskunftsanspruch in den Vordergrund stellte, zielt die ETRL stärker auf einen strukturellen Ansatz: Entgeltgleichheit soll systematisch abgesichert werden. Der unionsrechtliche Fokus liegt dabei auf "gleicher oder gleichwertiger Arbeit" – also der Vergleichbarkeit auch sehr unter... mehr

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Entgelttransparenz: Verglei... / 2.5 Das EIGE-Toolkit: Nützlich, aber mit Vorbehalt

Im April 2026 haben die Europäische Kommission und das European Institute for Gender Equality (EIGE) ein aktualisiertes Toolkit zur geschlechtsneutralen Tätigkeitsbewertung veröffentlicht.[1] Es ist die bislang umfangreichste praktische Handreichung zur Umsetzung von Art. 4 ETRL. Für den Mittelstand ist besonders interessant, wie das Toolkit zwischen Unternehmensgrößen diffe... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / 4. Andauernder Informationsaustausch und bezweckte Wettbewerbsbeschränkung

Die Entscheidung des EuGH v. 29.7.2024 (C-298/22) ist für den Informationsaustausch innerhalb von Franchise-Systemen von grundsätzlicher Bedeutung. a) Grundsätze der Entscheidung Wie kartellrechtlich problematisch der Informationsaustausch sein kann, zeigt bereits der Leitsatz der Entscheidung des EuGH v. 29.7.2024: Zitat „ Art. 101 Abs. 1 AEUV ist dahin auszulegen, dass ein vert... mehr

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ZAP 5/2026, Pflichtverteidiger: Bestellung bei Jugendlichen

(LG Cottbus, Beschl. v. 11.2.2026 – 23 Qs 2/26 jug.) • Aus der Entscheidung des EuGH v. 5.9.2024 – C-603/22 – folgt kein unmittelbarer Anspruch auf Bestellung eines Pflichtverteidigers für einen Jugendlichen. § 140 Abs. 2 StPO ist aber jugendgem. zu interpretieren. Geboten ist eine beschuldigtenfreundliche Handhabung des § 140 Abs. 2 StPO. ZAP F., S. 315–315 mehr

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Entgelttransparenz: Vertrag... / 4.2 Welches Recht gilt?

Die kollisionsrechtliche Grundlage liefert Art. 8 der Rom I-Verordnung. Danach unterliegt jeder Arbeitsvertrag dem Recht, das die Parteien ausdrücklich wählen. Die Rechtswahl ist jedoch nicht unbegrenzt: Sie darf den Arbeitnehmer nicht schlechter stellen als das Recht, das ohne Rechtswahl anwendbar wäre. Das ist in der Regel das Recht des gewöhnlichen Arbeitsorts. Ein in Mün... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / bb) Widerrufsbelehrung mit Telefonnummer

Nachdem der EuGH in seiner Entscheidung v. 14.5.2020 (C-266/19) feststellte, dass eine Telefonnummer bei der Widerrufsbelehrung anzugeben ist, soweit die Telefonnummer verfügbar ist, ist es aufgrund der Entscheidung des BGH v. 24.9.2020 (I ZR 169/17) notwendig, in der Widerrufsbelehrung eine Telefonnummer anzugeben, um einem Franchise-Nehmer einen telefonischen Widerruf des ... mehr

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Unentgeltliche Wertabgaben:... / 2.3 Lösung

R ist Unternehmer nach § 2 Abs. 1 UStG. Zum Rahmen seines Unternehmens gehört sowohl die Tätigkeit als Rechtsanwalt als auch die Tätigkeit als bestellter Betreuer nach § 1814 Abs. 1 BGB für Volljährige, die aufgrund Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise rechtlich nicht selbst besorgen können. Das erworbene Fahrzeug konnte R im Juli 2025 seinem Un... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / f) Fazit

Stellt man auf die EuGH-Entscheidung v. 28.1.1986 ab, so verlieren No-Poach-Agreements ihren „kartellrechtlichen Schrecken” für Franchise-Systeme, auch wenn es sich bei dem Franchise-System um ein solches mit einem dualen Vertrieb handelt. In der Regel kann nämlich dann immer dargestellt werden, dass das Abwerbeverbot unerlässlich ist und dem Schutz des Know-hows des Franchis... mehr

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Entgelttransparenz: Verglei... / 4 Fazit

Die Vergleichsgruppenbildung ist kein technisches Nebenthema der Entgelttransparenzrichtlinie. Sie ist das Fundament, auf dem alle weiteren Pflichten stehen. Art. 4 ETRL verlangt objektive, geschlechtsneutrale Vergütungsstrukturen – größenunabhängig und unabhängig von der Tarifbindung. Der EuGH hat in seiner seit 40 Jahren bestehenden, in ihrer Richtung konstanten Linie klarg... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / dd) Notwendigkeit einer Einzelfallbetrachtung

Ob letztlich ein Informationsaustausch im Rahmen dualer Vertriebssysteme erforderlich ist, um den Vertrieb der Vertragswaren oder -dienstleistungen durch die Parteien eines Franchise-Vertrages zu verbessern, wird von dem jeweiligen Vertriebsmodell abhängen. Insofern ist immer eine Einzelfallbetrachtung geboten. Die Kommission merkt im Hinblick auf Franchise-Systeme ausdrückl... mehr

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Variable Vergütung: Arbeits... / 4.4.3 Variable Vergütung in Mutterschutz und Elternzeit

Nach der Rechtsprechung des EuGH ist es untersagt, Arbeitnehmerinnen, die wegen Mutterschutzzeiten zeitweise keine Arbeitsleistung erbracht haben, von der Gewährung von Gratifikationen auszuschließen, wenn diese in diesem Jahr geleistete Arbeit vergüten soll. Insofern besteht weitgehend Gleichbehandlung mit der Entgeltfortzahlung infolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkei... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / f) Zu beachtende Grundsätze

Bei der Zuweisung eines exklusiven Vertragsgebietes an einen Franchise-Nehmer ist daher vor dem Hintergrund der EuGH-Entscheidung v. 8.5.2025 von folgenden Grundsätzen auszugehen: Allein die Zuweisung eines exklusiven Vertragsgebietes an einen Franchise-Nehmer bedeutet nicht automatisch ein Verkaufsverbot für andere Franchise-Nehmer, d.h., dass diese nicht an Kunden, die im V... mehr

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ZAP 5/2026, Aktuelle Entwic... / cc) Nicht erforderlicher Informationsaustausch

Als nicht erforderlich wird demgegenüber der Austausch folgender Informationen angesehen: Informationen über die tatsächlichen künftigen Preise des Franchise-Nehmers; ausgenommen der Austausch von Informationen im Rahmen zulässiger Werbe-/Marketingkonzepte oder im Zusammenhang mit Produkteinführungen; kundenspezifische Verkaufsdaten, einschließlich Informationen über den Wert ... mehr

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Entgelttransparenz: Verglei... / 2.4 Die Position der IHK und DIHK: Keine Sonderrolle für den Mittelstand

Was man im Zweifel nicht erwartet, wenn man an arbeitgebernahe Positionen denkt: Die Industrie- und Handelskammern äußern sich in der Methodenfrage bemerkenswert klar – und zwar in Richtung analytisches Verfahren. Der Hinweis, man könne sich als Mittelständler auf ein summarisches System zurückziehen, findet in den IHK-Leitfäden zur Entgelttransparenz keine Stütze. Mehrere La... mehr

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Unentgeltliche Wertabgaben:... / 1 Problematik

Bezieht ein Unternehmer eine Lieferung oder eine sonstige Leistung, muss er entscheiden, ob er diese Leistung für sein Unternehmen oder für seinen nichtunternehmerischen Bereich bezieht. Der nichtunternehmerische Bereich umfasst sowohl den unternehmensfremden (privaten) Bereich des Unternehmens als auch den nichtwirtschaftlichen Bereich i. e. S. (Bereich, der nicht in den An... mehr

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ZAP 5/2026, Entwicklung der... / 6. Unzulässige Laufzeitverlängerung bestehender Telekommunikationsverträge auf 24 Monate

Der BGH (Urt. v. 10.7.2025 – III ZR 61/24; dazu Hoeren, ZIP 2025, 2741; Kibarski, CR 2025, 618; Trost, ITRB 2025, 289; Unseld/Hager, BB 2026, 658) hat festgestellt, dass die in § 43b S. 1 TKG a.F. (§ 56 Abs. 1 S. 1 TKG n.F.) normierte Begrenzung der anfänglichen Vertragslaufzeit eines Telekommunikationsvertrags auf 24 Monate auch für ausdrücklich vereinbarte Verlängerungen b... mehr

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Entgelttransparenz: Auswirk... / 2.3 Auswirkungen der ETRL

Eine Änderung an den dargestellten Leitlinien, was den Inhalt des Grundsatzes der Gleichbehandlung angeht, ist der ETRL in dieser Form nicht zu entnehmen. Die Richtlinie und ihre Erwägungsgründe selbst geben zu der Frage, wie mit unterschiedlichen Vergütungsregimen als gesetzliche Rechtsfolge im Zuge einer Umstrukturierung umzugehen ist, keine direkte Auskunft. Auch der Absch... mehr

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Mitarbeitergespräche zur En... / 1 Transparente Kommunikation zahlt sich bereits jetzt aus

Auch wenn in Deutschland derzeit noch kein Umsetzungsgesetz zu der Entgelttransparenzrichtlinie (ETRL) in Sicht ist, bedeutet dies nicht, dass sich Unternehmen zurücklehnen können. Die Entgelttransparenzrichtlinie entfaltet ab dem 8.6.2026 auch so durch die Auslegung der deutschen Gerichte der bestehenden Entgelttransparenzrechte im Sinne der Richtlinie ihre Wirkung.[1] Diese... mehr

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Leistungsaustausch bei konzerninternen Verrechnungspreisen

Bei dem portugiesischen Vorabentscheidungsersuchen ging es um den Begriff der Dienstleistung gegen Entgelt gem. Art. 2 der 6. EG-Richtlinie bzw. um einen etwaigen Leistungsaustausch bei konzerninternen Anpassungen von Verkaufspreisen für Pkw. Das Vorlagegericht fragte den EuGH: Ist Art. 2 der 6. EG-Richtlinie in ihrer zum Zeitpunkt des Sachverhalts geltenden Fassung dahin... mehr

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Umwandlungen: Rechnungslegung / 2.2.2 Ausländische Rechtsträger

Rz. 6 Bis zur Reform des UmwG am 19.4.2007 waren ausländische Rechtsträger vom Anwendungsbereich des UmwG vollständig ausgeschlossen. Seit der Umsetzung der 10. EG-Richtlinie und dem UmRUG[1] fallen zumindest Kapitalgesellschaften mit Sitz in der Europäischen Gemeinschaft unter das UmwG. Die Regelung des § 1 Abs. 1 UmwG, dass sich das UmwG auf Rechtsträger mit Sitz im Inland... mehr

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Entgelttransparenz: Auskunf... / 3.2 Einordnung: Auskunftsverlangen im rechtlichen Sinn

Nach Eingang der Anfrage ist zunächst zu klären, ob es sich um ein Auskunftsverlangen im Sinne der Entgelttransparenz handelt: Nicht jede Nachfrage eines Beschäftigten zur eigenen Vergütung stellt automatisch ein Auskunftsverlangen im Sinne des Entgelttransparenzrechts dar. In der Praxis äußern Mitarbeitende häufig informelle Fragen, Bitten um Einschätzung oder äußern allgem... mehr

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Entgelttransparenz: Auskunf... / 2.3 Typische Auskunftsverlangen in der HR-Praxis

In der betrieblichen Praxis treten Auskunftsverlangen in sehr unterschiedlichen Formen auf. Teilweise handelt es sich um allgemein gehaltene Anfragen, mit denen Beschäftigte eine Einordnung ihrer Vergütung wünschen. In anderen Fällen werden gezielte Vergleichsfragen gestellt, etwa zu bestimmten Tätigkeitsgruppen, Entgeltbestandteilen oder Entwicklungsstufen. Künftig ist zude... mehr

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Umwandlungen: Rechnungslegung / Zusammenfassung

Überblick Unternehmen können ihre Rechtsform im Rahmen des Umwandlungsgesetzes (UmwG) durch Verschmelzung, Spaltung, Vermögensübertragung oder Formwechsel anpassen. Das UmwG ermöglicht dabei die Übertragung von Vermögen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge und erleichtert so Umstrukturierungen erheblich, da eine Einzelübertragung von Verbindlichkeiten mit Zustimmung jedes Gläub... mehr

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Umsatzsteuer und Beteiligungen / 1 Problematik

Das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen kann in vielschichtiger Weise er­folgen. Von dem einfachen Kauf von Anteilen an einer Personen- oder Kapitalgesellschaft bis hin zu einem umfangreichen Beteiligungserwerb, verbunden mit einem aktiven Eingreifen in die Tätigkeiten der Gesellschaften, sind alle Zwischenformen denkbar. Dabei muss immer unterschieden werden, ob... mehr

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Umsatzsteuer und Beteiligungen / 3.3 Lösung

S ist als Schönheitschirurg unternehmerisch tätig, da er selbstständig, nachhaltig und mit Einnahmeerzielungsabsicht tätig ist.[1] Zu seinem Unternehmen gehört die Tätigkeit als Schönheitschirurg. Die Umsätze des S sind regelmäßig an seinem Unternehmenssitz ausgeführt[2] und damit im Inland steuerbar.[3] Soweit er Leistungen ausführt, die der Behandlung, Heilung oder Vorsorge... mehr

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Arbeitskleidung / 7.2 Religiöse und politische Symbole

Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst gilt das Neutralitätsgebot aus dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Der Staat ist verpflichtet, religiös, politisch und weltanschaulich neutral aufzutreten. Daraus folgt jedoch kein pauschales Verbot religiöser oder politischer Symbole für alle Beschäftigten. Eingriffe in die Religionsfreiheit bedürfen einer gesetzlichen... mehr

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Befristete Arbeitsverträge / 5.2.12 Befristete Weiterbeschäftigung nach Erreichen der Regelaltersgrenze

Abschluss eines neuen befristeten Vertrags nach Erreichen der Regelaltersgrenze Nach § 33 Abs. 1 Buchst. a TVöD endet das Arbeitsverhältnis automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf, mit Ablauf des Monats, in dem die/der Beschäftigte das gesetzlich festgelegte Alter zum Erreichen der Regelaltersrente vollendet hat. Soll die/der Beschäftigte weiterbeschäftigt werden, "i... mehr

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Befristete Arbeitsverträge / 5.2.11.1 Befristung auf die Regelaltersgrenze

Mit Erreichen der Regelaltersgrenze endet das Arbeitsverhältnis, soweit dies in Arbeitsverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen vereinbart ist. Die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes enthalten entsprechende Regelungen. Nach § 33 Abs. 1 Buchst. a TVöD endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des Monats, in dem die/der Beschäftigte das gesetzlich festgelegte Al... mehr

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Befristete Arbeitsverträge / 4.4 Befristung ohne Sachgrund mit Arbeitnehmern nach Vollendung des 52. Lebensjahres

Nach § 14 Abs. 3 TzBfG in der seit 1.5.2007 gültigen Fassung ist die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrags für Mitarbeiter ab dem 52. Lebensjahr ohne Vorliegen eines sachlichen Grunds bis zu einer Dauer von 5 Jahren zulässig. Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitnehmer zuvor mindestens 4 Monate beschäftigungslos im sozialversicherungsrechtlichen Sinne gewesen ist,... mehr

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Befristete Arbeitsverträge / 5.4.5 Missbrauchskontrolle bei Mehrfachbefristung ("Kettenbefristung") – Änderung der Rechtsprechung, insbesondere Mehrfachvertretungen

Praxis-Tipp Nach der neuen Rechtsprechung des BAG kann die Befristung eines Arbeitsvertrags trotz Vorliegens eines Sachgrunds aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls ausnahmsweise rechtsmissbräuchlich und daher unwirksam sein.[1] Für das Vorliegen eines Rechtsmissbrauchs können insbesondere eine sehr lange Gesamtdauer oder eine außergewöhnlich hohe Anzahl von aufein... mehr