Zwischen 1971 und 2019 ist der globale Gesamt-Endenergieverbrauch um mehr als das Fünffache gestiegen. Gründe hierfür sind unter anderem die gestiegene Bevölkerungszahl, steigende Ressourcennachfragen sowie die gestiegene Anzahl an technologischen Geräten. Aufgeteilt nach Sektoren (Abb. 8), wird die meiste Endenergie im Industriesektor konsumiert. Allein in diesem Sektor hat sich der Verbrauch innerhalb der letzten 50 Jahre um das Vierfache erhöht. Um den Bedarf der steigenden Energieverbräuche zu decken, ist der Ausbau von Strom- und Heizanlagen notwendig. Um die Klimaneutralität bis 2045 (Deutschland) bzw. bis 2050 (Europäische Union) sicherstellen zu können, sollte hierfür der Ausbau von erneuerbaren Energien forciert werden. Auch wenn der Ausbau derzeit in Rekordzeit voranschreitet, wird noch immer ein Großteil des globalen Energieverbrauchs – weltweit rund 83 % – aus fossilen Energieträgern gewonnen. Mit rund 40 % ist Öl der am meisten genutzte Energieträger.
Abb. 8: Entwicklung des globalen Endenergieverbrauchs nach Sektor zwischen 1971 und 2019. In Anlehnung an: IEA, 2022
Anteil des Gebäudesektors
Der Gebäudesektor ist für rund 37 % der globalen Energieverbräuche zuständig (Abb. 9), wodurch er ein besonderes Augenmerk verdient. Das Statistische Bundesamt prognostiziert, dass sich der weltweite Energieverbrauch im Gebäudesektor bis zum Jahr 2050 um 37 % gegenüber dem Jahr 2020 erhöhen wird. Der Energieverbrauch in Wohn- und Nichtwohngebäuden steigt dabei gleichermaßen. Vor dem Hintergrund des noch geringen Anteils der erneuerbaren Energien und des noch auszubauenden Netzes stellt dies Versorger und Immobilieneigentümer vor Herausforderungen. Ziel sollte es daher sein, den Ausbau der erneuerbaren Energien im und am Gebäude zu fördern und Verbräuche partn...