Elektroautos sind lokal emissionsfrei und gelten als alternativer Antrieb, der für die Energiewende und den Klimaschutz im Verkehr von zentraler Bedeutung ist. Wenn der Verkehr die im Klimaschutzplan 2050 formulierten Sektorziele für 2030 einhalten und bis zu diesem Jahr weitestgehend klimaneutral sein soll, dann müssen Elektrofahrzeuge bereits im Jahr 2030 mehr als die Hälfte der Neuzulassungen ausmachen. Das ist auch nach den positiven Entwicklungen der letzten Jahre noch ein weiter Weg.
Bei der Energie- und Klimabilanz punkten E-Fahrzeuge durch erheblich geringere Energiekosten. Das liegt daran, dass Elektrofahrzeuge einen viel höheren Wirkungsgrad haben als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Seit 2011 verlangt die EU, dass elektrische Fahrzeuge einen Wirkungsgrad von mehr als 94 % erreichen müssen. Aktuelle Modelle übertreffen diesen Grenzwert deutlich und nutzen bis zu 98 % der gespeicherten Energie. Allerdings müssen beim "Beladen" von E-Fahrzeugen 20 bis 30 % Ladeverluste hingenommen werden, die dem Lademanagement (Ladeart, Ladestand, Temperatur der Batterie) geschuldet sind.
Demgegenüber erreicht ein Benzinmotor einen Wirkungsgrad von maximal 35 % und ein Dieselmotor von maximal 45 %. Diese geringen Wirkungsgrade resultieren daraus, dass ein Großteil der Energie in Wärme umgewandelt wird, die ungenutzt bleibt.
Es ist aber immer noch eine kontrovers diskutierte Frage, wie klimafreundlich Elektrofahrzeuge tatsächlich sind, wenn man sie – über ihren gesamten Lebensweg betrachtet – mit konventionellen Benzinern oder Dieseln vergleicht. Oft wird argumentiert, dass E-Autos, vor allem aufgrund der energieintensiven Akkuproduktion, eine schlechtere Klimabilanz als Benziner oder Diesel-Pkw besäßen. Tatsächlich verbraucht die Akkuproduktion viel Energie, jedoch fällt die Klima...