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Bundesverwaltungsgericht: Zur Prostitution genutzte Term ... / 4 Die Entscheidung

Dr. Helmut Bröll
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Zulässige Bauvorhaben in einem Mischgebiet können nach § 6 BauNVO sowohl die Wohnnutzung als auch die Unterbringung von Gewerbebetrieben sein. Die Gewerbebetriebe dürfen aber das Wohnen nicht wesentlich stören. Das Bundesverwaltungsgericht weist einleitend darauf hin, dass das Mischgebiet durch ein gleichwertiges und gleichgewichtiges Nebeneinander von Wohnnutzung und Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören, gekennzeichnet ist. Das Nebeneinander zweier Nutzungsarten setzt wechselseitige Rücksicht der einen Nutzung auf die andere und deren Bedürfnisse voraus. Die von gebietstypischen Gewerbebetrieben ausgehenden Störungen sind in der Regel hinzunehmen. Eine Wohnruhe wie im allgemeinen oder gar im reinen Wohngebiet kann nicht erwartet werden.

Das im Mischgebiet zumutbare Maß an Störungen wird durch eine eingeschränkt typisierende Betrachtungsweise festgelegt. Bei prostitutiven Einrichtungen knüpft die Typisierung an die beeinträchtigenden Auswirkungen der Betriebe an, die dem städtebaulich zu verstehenden Begriff der milieubedingten Unruhe zuzuordnen sind. Solche Störungen setzten voraus, dass der Betrieb nach außen – in welcher Form auch immer – in Erscheinung tritt. Es kommt dabei auf die äußeren Einwirkungen auf die Wohnnutzung an. Die besondere Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit der Wohnung folgt daraus, dass sie die persönliche Lebenssphäre der Bewohner in ihrem räumlich gegenständlichen Bereich mit der auf Dauer angelegten Häuslichkeit, sowie der Eigengestaltung der Haushaltsführung und des häuslichen Wirkungskreises schützt. Subjektive Lebenseinstellungen in dem Sinne, dass etwa moralische Wertungen als solche zum Maßstab der baurechtlichen Beurteilung werden, können dagegen nicht berücksichtigt werden.

Die Nutzung einer sog. ...

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