Rechnungswesen als Ausgangsbasis
Um die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens qualitativ beurteilen zu können, muss der Controller die Basiselemente der betriebswirtschaftlichen Analyse beherrschen. Ausgangspunkt ist das betriebliche Rechnungswesen. Es spiegelt die physischen Vorgänge im Unternehmen wider und rechnet sie in monetäre Größen um.
Aus der Kombination von internem und externem Rechnungswesen können Informationen für das Unternehmen abgeleitet werden, die für die unternehmerische Ausrichtung sowohl in operativer als auch in strategischer Hinsicht bedeutend sind. Ziel von Kennzahlensystemen ist es, diese Informationen zu bündeln, sie strukturell zu gliedern und Transparenz im Unternehmen zu schaffen.
Kontinuierliche Beobachtung
Wer Kennzahlen kontinuierlich beobachtet, erkennt Trends in der Geschäftsentwicklung, erhält Aufschluss über Veränderungen in den Geschäftsabläufen, über Fehlerquellen und befähigt das Management, Entscheidungsalternativen zu entwickeln. Darüber hinaus eignen sich Kennzahlen bestens dazu, Risiken für das Unternehmen frühzeitig zu entdecken und Krisen abzuwenden, bevor sie bestandsgefährdende Ausmaße für die Firma einnehmen.
Kennzahlen abhängig vom Geschäftsmodell
Häufiges Problem bei vielen Unternehmen: Kennzahlen werden zwar aufwendig erhoben und gemessen, ihre Bedeutung oder der Zweck aber nicht wirklich erkannt. Nicht jede Kennzahl ist für jedes Unternehmen geeignet, sodass vor der Aufbereitung einer Kennzahlenerhebung Klarheit über Ziele und Zweck des Kennzahlen-Scorings bestehen sollte. Das Kennzahlen-Reporting muss sich am Geschäftsmodell orientieren, ansonsten produziert das Controlling "Zahlenwüsten", die vom Management überhaupt nicht gebraucht werden und keinerlei Relevanz für Entscheidungskriterien haben.
Qualität der Kennz...