Themenseite

E-Government

E-Government

E‐Government macht Verwaltung einfacher und effizienter. Bürgern und Unternehmen ermöglicht es, unabhängig von Öffnungs‐ und Sprechzeiten und ortsunabhängig mit Behörden zu kommunizieren. Der Gang zum Amt wird in den meisten Fällen überflüssig. E‐Government erleichtert zugleich die Zusammenarbeit zwischen den Behörden. So wird auch für Bürger und Unternehmen unnötiger Aufwand vermieden, wie z. B. das mehrfache Einreichen des gleichen Dokuments an verschiedenen Stellen.

Informationen oder Anträge können schneller übermittelt und bearbeitet werden. Ein Beispiel: Wenn ein Bürger ein Formular von Hand ausfüllt, per Post an eine Behörde verschickt, der Mitarbeiter vor Ort die Daten von Hand in ein elektronisches System eingibt, der Bescheid maschinell erstellt wird, dann ausgedruckt und per Post an den Bürger verschickt wird, verlangsamt dies den Informationsfluss, stellt eine potenzielle Fehlerquelle dar und verursacht zusätzliche Kosten.

E-Government für eine bessere Nutzbarkeit

E‐Government‐Verfahren machen Verwaltungshandeln schneller und kostengünstiger. Sie sorgen für mehr Effizienz und für mehr Transparenz.

Am 1. August 2013 ist das E-Government-Gesetz in Kraft getreten. Das Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften dient dem Ziel, die elektronische Kommunikation mit der Verwaltung zu erleichtern. Außerdem soll es Bund, Ländern und Kommunen ermöglicht werden, einfachere, nutzerfreundlichere und effizientere elektronische Verwaltungsdienste anzubieten.

Digitalisierung

Datenaustausch zwischen Behörden: Bundestag macht Weg frei für „NOOTS“

Die „Datenautobahn“ NOOTS (National-Once-Only-Technical-System) soll nun endgültig Realität werden. Mitte Oktober 2025 stimmten Bundestag und Bundesrat einem dementsprechenden Staatsvertrag zu, der den Weg für dieses System ebnet. Mit NOOTS können Verwaltungen Daten leichter elektronisch austauschen und Bürger müssen ihre persönlichen Daten lediglich einmal den Behörden mitteilen. Bis Ende 2025 soll durch den IT-Planungsrat ein Prototyp des Systems vorgestellt werden.


eGovernment Monitor 2025

E-Government in den Kommunen schon populärer als „analoge“ Verwaltung

Der „eGovernment Monitor“ der Initiative D21 zeigt seit 2010 jedes Jahr auf, ob die digitale Transformation der Verwaltung bei den Bürgern in Deutschland, Österreich und der Schweiz ankommt und die Nutzung digitaler Verwaltungsdienste an Akzeptanz und Popularität gewinnt. In der neuen Umfrage für 2025 besonders auffallend: Während die bundesweite Gesamtlage von den Befragten in Deutschland noch sehr kritisch gesehen wird, ist die Zufriedenheit mit den Online-Angeboten vor Ort in den Kreisen und Kommunen teilweise recht hoch. Dort wird das E-Government der „analogen“ Verwaltung mittlerweile sogar vorgezogen.


Digitalisierung

Testbundesländer für Verwaltungsdigitalisierung: Erst regional erproben, dann bundesweit „ausrollen“

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung wird Hessen und Rheinland-Pfalz zu „Testregionen“ für die weitere Verwaltungsdigitalisierung machen. Dort erfolgreich getestete Onlinedienste sollen in der Folge bundesweit im Rahmen eines „Rollout“-Prozesses umgesetzt werden. Kritiker sehen die Rolle der Kommunen gefährdet, deren Projekte der Bundesdigitalminister als „Insellösungen“ herabwürdige.




Digitale Verwaltung

Aktuelles BMDS-Dashboard: Bayern und Augsburg die Spitzenreiter, Thüringen aktueller „Aufsteiger“

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat im Juni 2025 sein Dashboard zum bundesweiten Überblick über den Stand der Digitalen Verwaltung aktualisiert. Nach den neuesten Zahlen ist Bayerns Vormachtstellung geradezu erdrückend, denn im kommunalen Ranking liegen ausschließlich Gemeinden aus dem Freistaat auf den ersten 34 Plätzen. Ein anderer Freistaat, nämlich Thüringen, macht den größten Sprung nach oben und liegt bereits auf Platz 3 des Rankings.


„Digital First“ anstatt „Digital Only“

Rheinland-Pfalz warnt vor digitaler Spaltung der Gesellschaft bei der Digitalisierung der Verwaltung

Auf der 3. Digitalministerkonferenz (DMK) Mitte Mai 2025 in Ingelheim am Rhein haben die Digitalminister der Bundesländer die Weichenstellungen für zentrale Themen der digitalen Transformation festgelegt. Rheinland-Pfalz bremste aber bei der Einführung der vollständig papierlosen Verwaltung („Digital Only“) und schlug stattdessen einen schrittweisen und damit behutsameren Kurs unter dem Schlagwort „Digital First“ vor.


Digitale Verwaltung

115 Verwaltungsleistungen des Bundes sind endgültig digital

Seit Ende 2024 werden 115 Verwaltungsleistungen des Bundes vollständig online bereitgestellt. Die Marke von 115 Leistungen war eine Vorgabe des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Zu den „priorisierten“ Leistungen gehören unter anderem Kindergeld, Mutterschutzmeldungen und Bildungskredite. Auch „föderale Leistungen“, wie ebenfalls vom OZG gefordert, sind in den vergangenen Jahren stark ausgebaut worden, wenn auch bislang noch nicht flächendeckend.




Digitalisierung der Verwaltung

Projekt KERN erhält Preis für „Gute Verwaltung“: Ein UX-Standard für die gesamte deutsche Verwaltung

Mit dem Projekt KERN haben Hamburg und Schleswig-Holstein ein innovatives Kooperationsprojekt zur Modernisierung der digitalen Verwaltung auf den Weg gebracht. Durch die bundesweite Vernetzung von IT-Entwicklern und -Designern im Rahmen eines Baukastensystems und mittels eines offenen UX-Standards sollen zugeschnittene digitale Leistungen für alle Verwaltungsebenen entstehen. Obwohl erst im Februar 2024 gestartet, hat das Projekt nun bereits einen Preis beim Public Service Lab Day 2024 in Leipzig erhalten und wird mittlerweile von 12 Bundesländern sowie dem Bund unterstützt.


Digitalisierung der Verwaltung

Studie: Bedarf und Wachstumspotenziale von KI in der Verwaltung noch größer als im Privatsektor

Inwieweit können die öffentlichen Verwaltungen durch den Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (KI) effektiver arbeiten und ihre Beschäftigten damit von zeitraubenden Routinearbeiten entlasten? Hierfür nennt eine Studie von IW Consult konkrete Potenzialeinschätzungen. Die Studienmacher folgern, dass KI nicht nur die Leistungsstärke der Verwaltungen erhöht, sondern auch als Demokratieverstärker wirken könnte.



Hessen

„Starke Heimat Hessen“ fördert smarte Städte und Regionen

Mit der Strategie „Digitales Hessen – Wo Zukunft zuhause ist“ hat die Landesregierung Hessen festgelegt, wie die Digitalisierung bis zum Jahr 2030 vorangebracht werden soll. Zu den sechs Handlungsfeldern dieser Digitalstrategie gehören die „Smarte Region/ Smarte Stadt“, wobei in erster Linie Projekte zur Verwaltungsdigitalisierung und Digitalisierung kommunaler Dienstleistungen gefördert werden. Kommunen können sich für die Förderung ihrer Projekte bewerben. Die Finanzierung über maximal zwei Jahre erfolgt durch das Programm „Starke Heimat Hessen“.


Bayern

Weiterbildung zum Digitalwirt: Wie man den Fachkräftemangel aus den eigenen Reihen schließen kann

Ein wichtiger Grund für das in vielen Gemeinden noch unzureichende Angebot an digitalen E-Government-Services ist der Fachkräftemangel. Bayern hat daher 6-monatige Weiterbildungsgänge zur „Digitalfachkraft“ gestartet, die diese Lücke schließen sollen. Die ersten fünf Digitalwirte erhielten im August 2024 ihre Zertifikate. Die Absolventen, so Digitalminister Fabian Mehrung anlässlich der Verleihung, werden die Verwaltung „cooler“ machen.



Digitale Verwaltung

Vermittlungsverfahren zur Reform des Onlinezugangsgesetzes abgeschlossen

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat in seiner Sitzung am 12.6.2024 einen Einigungsvorschlag für das Gesetz zur Änderung des Onlinezugangsgesetzes sowie weiterer Vorschriften zur Digitalisierung der Verwaltung vorgelegt. Danach soll das ELSTER-Softwarezertifikat weiterhin verwendet werden können. Weitere Änderungen betreffen die geplante BundID sowie die Evaluierung des Gesetzes.











Digitalisierung

Bundesrechnungshof kritisiert bisherige Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes scharf

Die Digitalisierung der deutschen Verwaltungen kommt viel zu langsam voran, bemängelt der Bundesrechnungshof in einem jetzt veröffentlichten Beratungsbericht an den Haushaltausschuss des Deutschen Bundestages. Einen gewichtigen Grund für die schleppende Umsetzung sieht der Bericht in der bislang zu passiven Haltung des Bundesinnenministeriums, das seine Steuerungsrolle zukünftig entschiedener wahrnehmen müsse.



Studie zur Digitalisierung in Deutschland

Digitalverbände bemängeln geringe Fortschritte bei der Digitalisierung der Verwaltung

Die Ampel-Koalition versprach in ihrem Koalitionsvertrag eine umfassende Digitalisierung der Verwaltung, des Gesundheitswesens und der Schulen. Nach der Halbzeit der Amtsperiode ziehen die Digitalverbände Bitkom und eco eine kritische Zwischenbilanz. Bei vielen digitalen Vorhaben bleibt die Bundesregierung hinter ihren Zielen zurück. Es gibt aber auch positive Entwicklungen.










Digitalisierung

„Gesamtsteuerung Registermodernisierung": Digitalisierung der Verwaltung macht Fortschritte

Je einfacher der Zugriff auf Daten in öffentlichen Registern ist, desto schneller, transparenter und kostensparender kann die Verwaltung arbeiten. Die Registerverwaltung von Bund, Ländern und Kommunen wies bislang aber erhebliche Mängel auf. Mit dem Registermodernisierungsgesetz und dem Bund-Länder-Projekt „Gesamtsteuerung Registermodernisierung“ sollen Register bald bundesweit wesentlich bürger- und wirtschaftsfreundlicher funktionieren.