Fachbeiträge & Kommentare zu Körperverletzung

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Russland / I. Auswirkungen auf das Eigentum

Rz. 17 Dem gesetzlichen Güterstand liegt der Gedanke der Errungenschaftsgemeinschaft zugrunde (Art. 33 FGB). Es wird zwischen dem ehelichen Gemeinschaftsvermögen und dem persönlichen Vermögen der Ehegatten differenziert. An dem während der Ehe erworbenen Vermögen besteht nach Art. 34 Abs. 1 FGB, Art. 256 Abs. 1 ZGB Gemeinschaftseigentum zur gesamten Hand (sovmestnaja sobstve...mehr

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Belgien / aa) Scheidungsausspruch

Rz. 114 Gelingt es dem Antragsteller, die unheilbare Zerrüttung schon bei der einleitenden Gerichtssitzung zu beweisen, so verkündet der Richter die Ehescheidung in dieser Sitzung. Dies ist der Fallmehr

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Bosnien und Herzegowina / d) Erlöschen des Unterhaltsanspruchs

Rz. 40 Wird eine neue Ehe geschlossen oder eine außereheliche Lebensgemeinschaft eingegangen, so erlischt der Unterhaltsanspruch. Gleiches gilt in Fällen, in denen sich der Berechtigte als "unwürdig" gezeigt hat, oder wenn die Bedingungen für die Zuerkennung von Unterhalt entfallen (Art. 229). Zur Unwürdigkeit führen hierbei grundsätzlich nur Handlungen, die eine gewisse Kon...mehr

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Polen / b) Die erweiterte Gütergemeinschaft

Rz. 37 Die Ehegatten können die gesetzliche Gütergemeinschaft erweitern, indem sie ihr auch solche Vermögenswerte unterstellen, die Sondervermögen eines Ehegatten sind. Dazu gehört insbesondere das voreheliche Vermögen. Auf folgende Vermögenswerte kann die Gütergemeinschaft nicht erweitert werden (Art. 49 § 1 FVGB):mehr

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Polen / b) Sondervermögen

Rz. 25 Sondervermögen gehört jedem Ehegatten und verbleibt ihm nach der Scheidung; es ist in Art. 33 FVGB abschließend aufgezählt:mehr

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Frankreich / bb) Eigengut

Rz. 64 Beim Eigengut ist zwischen Eigengut kraft Eigenart (propres par leur nature) und Eigengut kraft Ursprungs (propres à raison de leur origine) zu unterscheiden. Rz. 65 Unter das Eigengut kraft Eigenart fallen nach Art. 1404 CC mit der Person besonders eng verbundene Vermögensgegenstände. Hierzu zählen gem. Art. 1404 Abs. 1 CC die persönlichen Gebrauchsgegenstände der Ehe...mehr

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Sicheres Arbeiten an Alumin... / 1.5.1 Schmelzofen entleeren/Schmelze ablassen

Auffangbehälter für das flüssige Aluminium und die Trennwände mit Schlichte[1] beschichten und vorwärmen. Beim manuellen Abfüllen der Auffangbehälter ist darauf zu achten, dass diese nicht überfüllt werden und ein sicherer Abtransport durch den Gabelstapler gewährleistet ist. Zudem herrscht zu jedem Zeitpunkt Verbrennungsgefahr durch heiße Oberflächen oder Kontakt mit der Sc...mehr

Beitrag aus Hilbert, ABC-Führer Lohnsteuer (Schäffer-Poeschel)
Hilbert/Wolf, ABC-Führer LS... / e) Beiträge für bestimmte kapitalgedeckte Altersvorsorgeprodukte (Basisrente-Erwerbsminderung; § 10 Abs 1 Nr 2 Buchst b Doppelbuchst bb EStG)

Rz. 35/1 Stand: EL 123 – ET: 08/2020 Seit dem VZ 2014 werden auch Beiträge zur ausschließlichen Absicherung gegen den Eintritt der Berufsunfähigkeit (Berufsunfähigkeitsrente) oder der verminderten Erwerbsfähigkeit (Erwerbsminderungsrente) als SA berücksichtigt (§ 10 Abs 1 Nr 2 Buchst b Doppelbuchst bb EStG; BMF vom 24.05.2017, Rz 45–55, BStBl 2017 I, 820). Voraussetzung für d...mehr

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FF 0708/2020, Abtrennung vo... / Leitsatz

1. Die Voraussetzungen der Abtrennung nach § 140 FamFG sind für jede abzutrennende Folgesache gesondert zu prüfen. 2. Zur Annahme einer außergewöhnlichen Verzögerung (Abtrennung nach § 140 Abs. 2 Nr. 5 FamFG) angesichts der Corona-Krise. 3. Zur unzumutbarer Härte (Abtrennung nach § 140 Abs. 2 Nr. 5 FamFG) im Falle einer gefährlichen Körperverletzung in verminderter Schuldfähig...mehr

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zfs 07/2020, Bindungswirkun... / Sachverhalt

Die Ehefrau des Kl. hat mit der Bekl. einen Haftpflichtversicherungs-Vertrag abgeschlossen. Haftpflicht des Kl. ist mitversichert. Die Bekl. hat nach dem Vertrag Deckung zu gewähren bei Schadensersatzansprüchen, die ein Dritter aufgrund einer unerlaubten Handlung der versicherten Personen geltend macht. Am 4.10.2014 befuhr der Kl. mit seinem Pkw in G. gegen 16:30 Uhr die B-St...mehr

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zfs 07/2020, Bindungswirkun... / 2 Aus den Gründen:

"… 1. Der Anspruch des Kl. ergibt sich aus dem Versicherungsvertrag zwischen seiner Ehefrau und der Bekl. Die Bekl. hat Deckungsschutz zu gewähren für Schadensersatzansprüche Dritter, insb. gem. §§ 823 Abs. 2 BGB, 229 StGB, also bei einer fahrlässigen Körperverletzung. Der Kl. ist als Versicherter berechtigt, die Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag gegen die Bekl. geltend...mehr

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zfs 07/2020, Bindungswirkun... / Leitsatz

1. Eine Verurteilung des Versicherungsnehmers im strafprozessualen Adhäsionsverfahren ist für den Versicherer im Deckungsprozess in gleicher Weise bindend wie ein Urteil im Zivilprozess. 2. Der Versicherer kann sich im Deckungsprozess nicht auf einen Haftungsausschluss wegen Vorsatz berufen, wenn der Versicherungsnehmer im Adhäsionsprozess (nur) wegen fahrlässiger Körperverle...mehr

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FF 0708/2020, Abtrennung vo... / Aus den Gründen

Gründe: I. [1] Die gemäß §§ 58 ff. FamFG statthafte Beschwerde des Antragsgegners, die mit Senatsbeschluss vom 16.3.2020 dem Einzelrichter zur Entscheidung übertragen wurde, ist unbegründet und daher zurückzuweisen. [2] Soweit mit der Beschwerde ausschließlich gerügt wird, die Abtrennung der Folgesache Zugewinnausgleich (abgetrennt wurde zudem die Folgesache Versorgungsausgle...mehr

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AGS 06/2020, Gesonderte Ter... / 1 Sachverhalt

Gegen den Beschwerdeführer liefen mehrere Strafverfahren, jeweils im Zusammenhang mit Körperverletzungs- und Beleidigungsvorwürfen zulasten seiner von ihm getrenntlebenden Ehefrau sowie seiner Stiefkinder. Unter dem 27.8.2018 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Beschwerdeführer wegen des Vorwurfs von zwei in den Jahren 2014/2015 begangenen Körperverletzungen zum Na...mehr

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AGS 06/2020, Gesonderte Ter... / 2 Aus den Gründen

Die zulässige sofortige Beschwerde hat in der Sache im tenorierten Umfang Erfolg. 1. Die sofortige Beschwerde ist statthaft gem. § 464b S. 3 StPO, § 104 Abs. 3 S. 1 ZPO, § 11 Abs. 1 RPflG und auch i.Ü. zulässig, insbesondere binnen der Zwei-Wochenfrist des § 464b S. 4 StPO erhoben worden. Entgegen der in der Abhilfeentscheidung geäußerten Ansicht des AG ist der Beschwerdewert...mehr

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Steuerbarkeit einer als "Verdienstausfall" bezeichneten Versicherungsleistung bei einem 12-jährigen Verkehrsunfallopfer

Leitsatz Erhält ein im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses 12-jähriges Verkehrsunfallopfer von der Versicherung des Schädigers nach Schweizer Recht Ersatz für den verletzungsbedingt erlittenen, rein hypothetisch berechneten Erwerbs‐ und Fortkommensschaden, kommt eine Anwendung von § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG nicht in Betracht, wenn die Vereinbarung der an der Schadensreguli...mehr

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AGS 04/2020, Erstattungsfäh... / 1 Sachverhalt

Die Staatsanwaltschaft warf dem Beschwerdeführer mit einer 156 Seiten umfassenden Anklageschrift die Begehung von 11 Straftaten des versuchten Totschlags gem. §§ 212, 22, 23 StGB sowie von 3 Straftaten der Körperverletzung mit Todesfolge gem. § 227 StGB (Behandlung ohne medizinische Indikation) vor. Bereits im Ermittlungsverfahren bestellten sich Rechtsanwalt Dr. H. (am 7.6....mehr

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Sommer, SGB V § 66 Unterstü... / 1.4 Strafrechtliche Folgen

Rz. 10 Strafrechtlich kann es sich beim Behandlungsfehler insbesondere um fahrlässige Tötung (§ 222 StGB) oder fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB) handeln. Beweiserhebung und Beweiswürdigung liegen beim Strafgericht.mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / I. Fahrlässige Körperverletzung

1. Bewusstes Eingehen eines Risikos Rz. 31 Die jüngere Rechtsprechung verneint eine Körperverletzung in den Fällen, in denen sich das Opfer wissentlich in Gefahr begeben hat. Hat sich im Falle der Beteiligung an einer solchen eigenverantwortlichen Selbstverletzung oder Selbstgefährdung das mit der Gefährdung vom Opfer bewusst eingegangene Risiko realisiert, verneint der BGH d...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / I. Fahrlässige Körperverletzung – kein Offizialdelikt

Rz. 16 Die fahrlässige Körperverletzung wird gem. § 230 StGB nur auf Strafantrag hin verfolgt. Das Antragserfordernis entfällt, wenn die Staatsanwaltschaft das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bejaht. Rz. 17 Achtung Im Gegensatz zur früheren Regelung zwingen jetzt (Nr. 243 Abs. 3) die Richtlinien für das Straf- und Bußgeldverfahren in Fällen einer fahrlä...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / I. Körperverletzung

Rz. 1 Hinweis Zu Mord oder vorsätzlicher Tötung siehe § 55 Rdn 39 ff., zur Tötung durch Unterlassen siehe § 45 Rdn 1. Tipp: Besonderes öffentliches Interesse Ohne Strafantrag oder ohne Erklärung des besonderen öffentlichen Interesses durch die Staatsanwaltschaft ist das Verfahren unzulässig. Die Staatsanwaltschaft kann übrigens ihre Erklärung jederzeit zurücknehmen (BGHSt 19,...mehr

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§ 41 Gefährlicher Eingriff ... / XIII. Gefährliche Körperverletzung

Rz. 17 Da das Kraftfahrzeug ein gefährliches Werkzeug ist, ist derjenige, der mit dem Fahrzeug einen anderen absichtlich verletzt, wegen gefährlicher Körperverletzung gem. § 224 StGB zu bestrafen (BGH NZV 2007, 481), allerdings darf die Verletzung nicht bloß mittelbare Folge eines verkehrswidrigen Eingriffs sein, wie dies z.B. bei einem verkehrsbedingten Sturz der Fall sein ...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / G. Gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB)

Rz. 51 Voraussetzung für eine Verurteilung nach § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB ist der Eintritt der Körperverletzung durch ein unmittelbar auf den Körper einwirkendes gefährliches Tatmittel (BGH, Beschl. v. 21.11.2017 – 4 StR 488/17). Beim Einsatz eines Kraftfahrzeuges als Werkzeug muss die körperliche Misshandlung also bereits durch den Anstoß selbst und nicht erst durch den aufgru...mehr

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§ 55 Freiheitsstrafe / A. Fahrlässige Körperverletzung, § 229 StGB

Rz. 1 Im Falle einer bloß fahrlässigen Körperverletzung kommt eine Freiheitsstrafe regelmäßig nicht in Betracht. Ausnahmen sind nur für extreme Sonderfälle denkbar, so z.B. bei außergewöhnlich hohem Verschulden (z.B. bewusster Fahrlässigkeit) und schwersten Verletzungen mit Dauerfolgen wie einer Querschnittslähmung. Bei durchschnittlicher Fahrlässigkeit und mittleren Verletz...mehr

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§ 51 Nebenklage / IV. Fahrlässige Körperverletzung

Rz. 5 Bei einer fahrlässigen Körperverletzung ist die Nebenklage nur bei Vorliegen besonderer Gründe zulässig, § 395 Abs. 3 StPO. Schwere Verletzungen werden regelmäßig als besonderer Zulassungsgrund angesehen, wohingegen das AG Bayreuth selbst bei schweren Verletzungen die Nebenklage dann nicht zulassen will, wenn der Täter kein Mitverschulden des Verletzten einwendet (DAR ...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / 2. Bei erkennbar fahruntüchtigem Fahrer

Rz. 35 Hat sich der Beifahrer einem erkennbar fahruntüchtigen Fahrer anvertraut, ist eine Einwilligung zumindest für den Bereich der leichteren bis mittleren Körperverletzung anzunehmen mit der Folge, dass dann, wenn sich das eingegangene Risiko realisiert, eine Körperverletzung nicht vorliegt. Rz. 36 Achtung: § 315c StGB Die Einwilligung schließt lediglich die fahrlässige Kö...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / 1. Bewusstes Eingehen eines Risikos

Rz. 31 Die jüngere Rechtsprechung verneint eine Körperverletzung in den Fällen, in denen sich das Opfer wissentlich in Gefahr begeben hat. Hat sich im Falle der Beteiligung an einer solchen eigenverantwortlichen Selbstverletzung oder Selbstgefährdung das mit der Gefährdung vom Opfer bewusst eingegangene Risiko realisiert, verneint der BGH deren Ursachenzusammenhang (BGHSt 32...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / F. Bestrafung

Rz. 50 Sowohl bei einer nicht qualifizierten fahrlässigen Tötung, als auch bei fahrlässiger Körperverletzung wird in der Regel eine Geldstrafe verhängt, bei fahrlässiger Körperverletzung 10 bis 30 Tagessätze, bei besonders schwerem Verschulden auch mehr, eine nicht qualifizierte fahrlässige Tötung mit 60 bis 180 Tagessätzen, während die qualifizierte (Trunkenheitsfahrt) Tötu...mehr

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§ 15 Rechtsschutzversicherung / II. Nur vorsätzlich begehbare Vergehen

Rz. 28 Ist ein Strafdelikt nur vorsätzlich begehbar, besteht in keinem Fall - auch nicht, wenn das Verfahren später eingestellt wird - Versicherungsschutz. Rz. 29 Tipp Nach Auffassung des Landgerichts Saarbrücken (zfs 2002, 497) ist, wenn ein Vergehen der gefährlichen Körperverletzung gem. §§ 223, 223a StGB vorgeworfen wird, Deckungsschutz deshalb zu gewähren, weil es sich be...mehr

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§ 50 Prozessrecht für den U... / A. Verlesbarkeit von Attesten

Rz. 1 Hinweis Beachten Sie hierzu auch die Ausführungen in Kapitel 33 – Beweisaufnahme (siehe § 33 Rdn 1 ff.) und insbesondere Kapitel 48 – Sachverständigengutachten zur Vermeidbarkeit von Unfällen am Beispiel von Fußgängerunfällen (siehe § 48 Rdn 1 ff.). Rz. 2 Ärztliche Atteste dürfen gem. § 256 Abs. 1 S. 1 StPO dann verlesen werden, wenn es sich nicht um schwere Verletzunge...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / III. Schädigungsfolgen

Rz. 42 Voraussehbar muss nicht nur das Ereignis selbst, sondern auch der eingetretene Erfolg sein. So ist z.B. der Tod eines bei einem Verkehrsunfall verletzten Beifahrers auch dann voraussehbar, wenn er aufgrund eines nicht schweren ärztlichen Kunstfehlers stirbt (OLG Stuttgart NJW 1982, 295). Rz. 43 Nicht voraussehbar ist dagegen der nach einem leichten Auffahrunfall infolg...mehr

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§ 38 Subjektiver Tatbestand... / II. Auf Verkehrsdelikte nicht anwendbar

Rz. 50 Die Rechtsfigur der "alic" war früher bereits sehr umstritten und wurde vor allem von der Literatur abgelehnt. Als erstes Gericht hat das LG Münster (zfs 1996, 237) diese Bedenken mit der Begründung geteilt, dass eine Vorverlagerung der Schuld verfassungsrechtliche Grundsätze verletze. Dieser Auffassung hat sich dann auch der BGH (NZV 1996, 500) unter Aufgabe seiner f...mehr

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§ 25 Konkurrenzen sowie Str... / 3. Rechtskräftiger Strafbefehl

Rz. 35 Der Strafbefehl steht insoweit einem Urteil gleich (BGH DAR 2013, 390). Deshalb hat z.B. der gegen den Täter ergangene rechtskräftige Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung auch dann strafklageverbrauchende Wirkung, wenn das Opfer später an seinen Verletzungen verstirbt (BVerfG NJW 1984, 604).mehr

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§ 54 Geldstrafe / II. Täter-Opfer-Ausgleich gem. § 46a StGB

Rz. 15 Vor allem in Fällen fahrlässiger Körperverletzung bzw. fahrlässiger Tötung kann dem Täter-Opfer-Ausgleich besondere Bedeutung zukommen. Dann kann das Gericht nämlich die Strafe mildern oder u.U. sogar ganz davon absehen.mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / II. Prozessvoraussetzung

Rz. 19 Der Strafantrag ist Prozessvoraussetzung, also weder Tatbestandsmerkmal noch Bedingung der Strafbarkeit einer fahrlässigen Körperverletzung. Ob der Antrag gestellt ist, wird vom Revisionsgericht ohne Bindung an die Feststellungen des Instanzrichters nachgeprüft (RGSt 65, 150). 1. Ausdrückliche Erklärung Rz. 20 Ein Strafantrag kann sich – ohne dass er als solcher bezeich...mehr

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§ 47 Ursachenzusammenhang z... / III. Keine rückschauende Betrachtung

Rz. 10 Die Frage der Vermeidbarkeit ist nicht rückschauend, sondern von der Sachlage aus zu entscheiden, wie sie sich dem Kraftfahrer vor dem Unfall geboten hat. Rz. 11 Auch wenn sich später herausstellt, dass bei anderem Verhalten der Unfall verhindert worden wäre, ist dies dem Kraftfahrer dann nicht vorwerfbar, wenn sein Verhalten im Augenblick der Reaktionsaufforderung ver...mehr

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§ 11 Registereintragungen / bb) Zusammenhangstaten

Rz. 31 Rechtskräftige Entscheidungen wegen der nachfolgenden Straftaten werden nur eingetragen, wenn gleichzeitig die Fahrerlaubnis gem. § 69 StGB entzogen oder ein Fahrverbot gem. § 44 StGB angeordnet worden ist:mehr

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§ 25 Konkurrenzen sowie Str... / 1. Tatidentität von Verkehrsstraftaten

Rz. 31 In Strafsachen wird die eine erneute Verurteilung hindernde Tatidentität oft deshalb nicht gesehen, weil Tatmehrheit zwischen den einzelnen Taten besteht, es für die Frage der Sperrwirkung aber alleine auf den Tatbegriff des § 264 StPO ankommt. Dabei reicht der Umfang der Sperrwirkung für eine erneute Verurteilung so weit, wie Tatidentität gegeben ist (OLG Frankfurt V...mehr

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§ 61 Rechtsbehelf bzw. Rech... / II. Rechtskraftwirkung

Rz. 2 Die Rechtskraft des Strafbefehls verhindert grundsätzlich eine erneute Verurteilung wegen der zugrundeliegenden Tat. Das gilt nicht nur z.B. für den Fall, dass das verletzte Opfer nach rechtskräftigem Strafbefehl stirbt, sondern auch für alle anderen im Sinne einer natürlichen Handlungseinheit (§ 264 StPO) mit der fahrlässigen Körperverletzung zusammenhängenden weitere...mehr

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§ 42 Konkurrenz von §§ 316 ... / II. § 315c StGB und weitere damit zusammenhängende Verkehrsstraftaten

Rz. 9 Hinter einer fahrlässigen Körperverletzung oder fahrlässigen Tötung tritt die Straßenverkehrsgefährdung nicht zurück, es handelt sich vielmehr um zwei tateinheitlich begangene Taten (BGH NZV 1996, 457). Rz. 10 Tateinheit ist auch dann anzunehmen, wenn die vorsätzlich begangene Straßenverkehrsgefährdung mit einer fahrlässigen Tötung und einem unerlaubten Entfernen vom Un...mehr

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§ 41 Gefährlicher Eingriff ... / IX. Nötigung von Fahrzeugführern zum Anhalten

Rz. 12 Ein Kraftfahrer, der nach einer angeblichen Behinderung seinen Kontrahenten durch Rammen zum Anhalten zwingt, ist – auch wenn es im Verlaufe des anschließenden Disputs zu einer Körperverletzung kommt – dann nicht wegen § 315b Abs. 1 Nr. 3 StGB (Absicht, eine andere Straftat zu ermöglichen) zu bestrafen, wenn er den Gegner zunächst nur anhalten wollte, um ihn zur Rede ...mehr

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§ 28 Verfolgungsverjährung / I. Neubeginn der Frist

Rz. 13 § 33 OWiG enthält einen Katalog von Unterbrechungshandlungen. Mit jeder Unterbrechungshandlung beginnt die Verjährungsfrist von neuem zu laufen (§ 33 Abs. 3 OWiG). Dabei ist der Tag der Unterbrechung bereits der erste Tag der Frist (OLG Bremen NZV 1998, 170), die mit Ablauf des im Kalender vorhergehenden Tages endet (OLG Koblenz zfs 2009, 112). Rz. 14 Achtung: Nach Ei...mehr

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§ 39 Objektiver Tatbestand ... / 1. Achtung: Wissen um Trunkenheit

Rz. 26 Auch wenn der Mitfahrer um die Trunkenheit des Fahrers weiß und damit in die Eigengefährdung einwilligt, ist – anders als im Falle der fahrlässigen Körperverletzung – die Tatbestandsmäßigkeit bzw. Rechtswidrigkeit nicht ausgeschlossen (BGHSt 23, 261; BGH NZV 1995, 80). Von dem Schutzbereich des § 315c StGB wird der Beifahrer jedoch nicht erfasst, wenn er an der Straft...mehr

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§ 25 Konkurrenzen sowie Str... / 2. Einstellung nach § 153 Abs. 2 oder § 153a StPO

Rz. 34 Auch die Verfahrenseinstellung durch das Gericht gem. § 153 Abs. 2 oder § 153a StPO hat strafklageverbrauchende Wirkung, soweit sich die Tat nicht nachträglich als Verbrechen herausstellt (BGH NJW 2004, 375; BGHSt 48, 331; LG Berlin VRS 2007, 116). Wird z.B. die Unfallflucht gem. § 153a StPO eingestellt, entsteht für die gleichzeitig begangene Trunkenheitsfahrt ebenso...mehr

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§ 46 Allgemeines zu §§ 229 ... / 4. Allgemeine Sorgfaltspflichten

Rz. 10 Zu den Sorgfaltspflichten eines Kraftfahrers gehört, dass er sich vor Fahrtantritt von dem ordnungsgemäßen Zustand seines Fahrzeuges überzeugen muss (im Einzelnen siehe § 24 Rdn 7 ff.). Außerdem darf er selbstverständlich nur unter Berücksichtigung seiner evtl. allgemein oder aktuell bestehenden Einschränkungen am Verkehr teilnehmen. Das gilt für Übermüdung oder sonsti...mehr

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§ 37 Objektiver Tatbestand ... / A. Täterschaft und Teilnahme

Rz. 1 Eine Trunkenheitsfahrt (§ 316 StGB) ist ebenso wie eine Straßenverkehrsgefährdung (§ 315c Abs. 1b StGB) ein eigenhändiges Delikt, so dass Täter nur sein kann, wer das Fahrzeug selbst führt, mag dies auch nur durch Bedienen der Lenkung vom Beifahrersitz aus geschehen. Rz. 2 Achtung Zur Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme bei Straßenverkehrsdelikten vgl. BGH (StraFo ...mehr

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§ 30 Einspruch sowie Überle... / 6. Taktik: Vorsicht bei bestimmten OWi-Vorwürfen

Rz. 51 Im Hinblick auf eine mögliche Überleitung ist bei bestimmten OWi-Vorwürfen besondere Vorsicht geboten. So vor allem, wenn die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung trotz eines Strafantrages des Geschädigten eingestellt und die Sache zur Weiterverfolgung der OWi an die Bußgeldbehörde abgegeben hat. Rz. 52 Besondere Vorsicht ist ...mehr

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§ 58 Sperre für die Erteilu... / IX. Tabellen

Rz. 19 Die Sperre darf nicht nach generalisierenden Erwägungen, sondern nur nach der individuellen Gefährlichkeit des Täters bemessen werden (OLG Düsseldorf VM 64, 67). Tabellen sind deshalb, als mit dem Charakter der Sperre unvereinbar, unzulässig (OLG Celle DAR 1972, 334).[1] Rz. 20 Achtung: Tabellen Dennoch existieren fast überall (meist inoffizielle) Tabellen, an die sich...mehr

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Aufwendungen für Strafverteidigung eines Kindes keine außergewöhnlichen Belastungen

Leitsatz Aufwendungen für die Strafverteidigung eines Kindes sind nicht als außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG berücksichtigungsfähig, da § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG eine abschließende Regelung für alle Prozesskosten darstellt - auch für die Kosten der Strafverteidigung eines Kindes. Sachverhalt Im Streitfall ging es um die Frage, ob die Steuerpflichtigen Aufwendungen f...mehr

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zfs 03/2020, Änderungsmitte... / Sachverhalt

Der Kl. begehrt Leistungen aus Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen. Die GmbH, deren Geschäftsführer der Kl. zeitweilig war, hielt bei der Bekl. drei Kapitallebensversicherungen mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, die den Kl. als versicherte Person nannten. Zwei dieser Verträge wurden 1995 und 1996 abgeschlossen; ihnen liegen AVB zugrunde, die u.a. folgende Regelung...mehr