Fachbeiträge & Kommentare zu Gefährdungsbeurteilung

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Erfolge im BGM messbar machen / 4 Kennzahlen im BGM

Auch im BGM gewinnen Kennzahlen zunehmend an Bedeutung. So ist für viele Unternehmen die Kennzahl "prozentualer Krankenstand" ein erster Ausgangspunkt für die Initiierung gesundheitsfördernder Aktivitäten. Ein langfristiges Monitoring dieser Zahl soll Rückschlüsse darauf ermöglichen, inwiefern die durchgeführten Aktivitäten eine positive Wirkung (Senkung des Krankenstandes) ... mehr

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Gefahrenquelle / Zusammenfassung

Begriff Eine Gefahrenquelle ist die mögliche Ursache einer Gefahr. Gefährdungen bestehen, wenn Personen räumlich und/oder zeitlich mit Gefahrenquellen zusammentreffen können. Ziel des Arbeitsschutzes ist, Gefährdungen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu vermeiden bzw. zu verringern. Gefährdungen bzw. Gefahrenquellen werden im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ... mehr

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Gefährdung / Zusammenfassung

Begriff Eine Gefährdung bedeutet die Möglichkeit, dass eine Person räumlich und/oder zeitlich mit einer Gefahrenquelle zusammentreffen kann. Gefährdung bezeichnet also eine praktische Schadensmöglichkeit, die erst dadurch entsteht, dass ein Beschäftigter einer Gefahr ausgesetzt ist (z. B. Einatmen von Benzol, Laufen über unebenen Boden). Gem. Definition im ISO/IEC Guide 51 i... mehr

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Gefährdung / 2 Informationsquellen

Übersicht der Handlungshilfen für die Beurteilung von Gefährdungen: www.dguv.de "Handbuch Gefährdungsbeurteilung", Teil 1 bis 3, Gefährdungsfaktoren s. Teil 2 www.baua.de. mehr

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Maler- und Lackierarbeiten / 3 Maßnahmen

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung müssen geeignete Schutzmaßnahmen festgelegt und umgesetzt werden. Hinweise liefern u. a. die Produktinformationen der BG Bau. 3.1 Technisch Natürliche Lüftung und/oder Absaugung an der Entstehungs- oder Austrittsstelle. Maßnahmen zum Brand- und Explosionsschutz sind u. a.: explosionsgefährdete Bereiche festlegen, Explosionsschutzdokumente er... mehr

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Maler- und Lackierarbeiten / 3.2 Organisatorisch

Zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten muss vor Aufnahme der Tätigkeit eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt (§ 5 ArbSchG, § 6 GefStoffV) und diese dokumentiert (§ 6 ArbSchG, § 6 GefStoffV) werden. Dabei muss auch ermittelt werden, ob weniger oder nicht gefährliche Ersatzstoffe verwendet bzw. -verfahren angewendet werden können (Substitution nach §§ 6,... mehr

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Gefahrenquelle / 2 Schutzmaßnahmen

Man unterscheidet – in der Reihenfolge ihrer Priorität – technische, organisatorische und persönliche bzw. personenbezogene Schutzmaßnahmen. Beispiele für technische Schutzmaßnahmen Vermeidung der Gefährdung durch: räumliche Trennung der Beschäftigten von der Gefahrenquelle, z. B. durch Kapselung von Anlagen oder Schutzvorrichtungen gegen Eingriff in Gefährdungsbereiche (z. B. ... mehr

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Welche Aufgaben hat der Bet... / 1.3.2 Mitwirken – Mitbestimmen

Der Betriebsrat hat Beteiligungs- bzw. Mitbestimmungsrechte. Dies betrifft u. a. Bestellung oder Abberufung eines Betriebsarztes bzw. einer Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie Erweiterung oder Einschränkung ihrer Aufgaben (§ 9 Abs. 3 ASiG), Betreuungsform (überbetrieblicher Dienst oder eigene Mitarbeiter), Bestellung von Sicherheitsbeauftragten nach § 22 Abs. 1 SGB VII, Gefähr... mehr

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Maler- und Lackierarbeiten / 3.3 Persönlich

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung muss auch die Persönliche Schutzausrüstung festgelegt werden. Die Kosten trägt der Arbeitgeber (§ 3 ArbSchG). In Abhängigkeit von verwendetem Produkt und Verfahren können dies sein: Augenschutz, z. B Gestellbrille, Korbbrille Handschutz: Welches Handschuhmaterial für welche Anwendung geeignet ist, darüber gibt z. B. die Handschuhdatenbank d... mehr

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Welche Aufgaben hat der Bet... / 2 FAQs

1) Wie muss der Betriebsrat bei Vorschlägen beteiligt werden? Betriebsarzt oder Fachkraft für Arbeitssicherheit können einen Vorschlag über eine arbeitsmedizinische oder sicherheitstechnische Maßnahme unmittelbar dem Arbeitgeber unterbreiten, wenn sie sich mit dem Leiter einer Betriebsstätte nicht verständigen können. Sie müssen dem Betriebsrat den Inhalt eines solchen Vorsch... mehr

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Gefahr / Zusammenfassung

Begriff Gefahr bezeichnet die von einer Gefahrenquelle ausgehende theoretische Schadensmöglichkeit (z. B. kann Benzol Krebs, Stolperstellen können Sturzverletzungen verursachen), d. h., Gefahr ist definiert als Zustand, Umstand oder Vorgang, aus dem ein Schaden entstehen kann. Dabei können mehrere gefahrbringende Bedingungen zusammenspielen. Das Wirksamwerden der Gefahr führ... mehr

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Einweiser / 2 Anforderungen an Einweiser

Einweiser erfüllen eine wichtige Aufgabe im Arbeits- und Gesundheitsschutz, es gelten v. a. folgende Anforderungen: nur geeignete, zuverlässige Personen auswählen; Einweiser müssen über ausreichend Erfahrung mit dem jeweiligen Fahrzeugtyp bzw. mobilen Arbeitsmittel, bei dem sie als Einweiser tätig sind, verfügen; Einweiser müssen vor Beginn der Tätigkeit und danach regelmäßig u... mehr

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Welche Aufgaben hat der Bet... / 1.3.1 Überwachen

Rechte und Pflichten des Betriebsrats bestehen v. a. darin zu überwachen, ob die Vorschriften zum Schutz für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten eingehalten werden, und zwar sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer. Dazu gehört, dass: die Arbeitsschutzorganisation den Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) und der Unfallverhütungsvorschriften entsprich... mehr

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Allergie / 4 Vorbeugung durch Aufklärung

Der Arbeitgeber muss darauf achten, dass sensibilisierende Stoffe auf jeden Fall im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt und in das Gefahrstoffverzeichnis aufgenommen werden. Dafür stehen die Informationen der Sicherheitsdatenblätter und der entsprechenden Vorschriften und Regeln (u. a. TRGS 406, TRGS 900, TRGS 907) zur Verfügung. Insbesondere die TRGS 406 "Sensi... mehr

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Allergie / 1 Allergievermeidung am Arbeitsplatz

Gefährdungen durch Hautkontakt werden in der TRGS 401 "Gefährdungen durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen" grundlegend beschrieben. Die Schutzmaßnahmen der TRGS 401 müssen neben den in der TRGS 400 "Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen" sowie TRGS 500 "Schutzmaßnahmen" grundsätzlich eingehalten werden. Die TRGS 406 "Sensibilisierende Stoff... mehr

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Toner / 2 Mögliche gesundheitliche Beschwerden

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aktualisierte die Bewertung möglicher Gesundheitsgefährdungen durch Toner: Für die Beschäftigten im Büro besteht demnach kein Anlass zur Besorgnis. Bei der Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz für Emissionen aus Laserdruckern und Kopiergeräten ist der allgemeine Staubgrenzwert von Relevanz. Und dieser wird an Bü... mehr

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Ergonomie-Analyse: Methoden... / 3 Ergonomie-Analyse

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein bedeutsamer Baustein zur Prävention von MSE, da sie – als Ausgangspunkt der Ergonomie-Analyse – wichtige Erkenntnisse zu möglichen Belastungen des Muskel-Skelett-Systems liefert. Neben der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und -umgebung beinhaltet die Ergonomie-Analyse auch die Erfassung von körperlichen Beanspruchungen sowie Körperhaltung... mehr

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Work Ability Index / Zusammenfassung

Begriff Der Work Ability Index "WAI" oder Arbeitsbewältigungsfähigkeits-Index "ABI" ist ein quantitatives Befragungsverfahren, das die subjektive momentane und zukünftige Arbeitsfähigkeit von älter werdenden Beschäftigten erfasst und bewertet. Arbeitsfähigkeit bedeutet hierbei die Summe von Faktoren, die eine Person in einer bestimmten Situation in die Lage versetzen, eine g... mehr

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Welchen Nutzen haben höhenv... / 1.4 Verantwortung von Arbeitgeber und Führungskräften

Die Verantwortung für den Arbeitsschutz trägt immer der Arbeitgeber (§ 3 Abs. 1 Arbeitsschutzgesetz). Sie wird aber im Rahmen einer Pflichtenübertragung in vielen Unternehmen zumindest teilweise an die Führungskräfte delegiert (§ 13 Abs. 2 ArbSchG). Der Arbeitgeber hat im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung die notwendigen Maßnahmen zum Arbeitsschutz festzulegen. Dazu gehört... mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
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Psychische Belastung / Zusammenfassung

Begriff Psychische Belastungen werden verstanden als Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken (s. DIN EN ISO 10075-1). Diese Belastungen können auf den Menschen einwirken und bei ihm zu einer psychischen Beanspruchung führen. Eine psychische Beanspruchung ist die unmittelbare (nicht langfristige) Auswirku... mehr

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Work Ability Index / 2.1 Anwendung des Konzeptes

Aus dem Work-Ability-Konzept haben die Finnen Ilmarinen und Tuomi 4 Handlungsfelder abgeleitet, in denen die Arbeitsfähigkeit beeinflusst und gezielt gestärkt werden kann: Handlungsfeld 1 umfasst die individuelle Gesundheit des Menschen mit seiner physischen, psychischen und sozialen Leistungsfähigkeit, kurz: seine funktionelle Kapazität. Handlungsfeld 2 bezieht sich auf den A... mehr

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Gewalt am Arbeitsplatz / 4 Prävention und Maßnahmen in der Praxis

Gewalt am Arbeitsplatz ist weder ein zufälliges Einzelereignis noch ausschließlich das Ergebnis individueller Konflikte. Vielmehr entsteht sie im Zusammenwirken unterschiedlicher Risikofaktoren. Daraus folgt, dass Prävention von Gewalt am Arbeitsplatz als systematische Aufgabe des Arbeitsschutzes verstanden werden muss, um Gewaltgefährdungen frühzeitig zu erkennen, Eskalatio... mehr

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Gewalt am Arbeitsplatz / 3 Rechtliche Rahmenbedingungen und Verantwortung

Rechtlich ist Gewalt am Arbeitsplatz in Deutschland kein isoliertes Sonderthema, sondern in die bestehenden arbeitsschutz-, gleichbehandlungs- und unfallversicherungsrechtlichen Pflichten eingebettet. Daraus resultiert eine rechtlich bindende Fürsorgepflicht des Arbeitgebers auf Grundlage von § 618 BGB. Danach hat der Arbeitgeber Arbeitsräume, Arbeitsmittel und die Arbeitsor... mehr

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Gewalt am Arbeitsplatz / 5 Fazit

Gewalt am Arbeitsplatz ist ein ernstzunehmendes Thema, das systematisch und nicht nur anlassbezogen bearbeitet werden muss. Sie entsteht nicht monokausal, sondern im Zusammenwirken individueller, situativer, organisationaler und gesellschaftlicher Einflussfaktoren. Ein wirksames betriebliches Gewaltpräventionskonzept baut auf mehreren aufeinander bezogenen Handlungsschritten... mehr

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Warum lohnt es sich, Gesund... / 2 Verantwortung des Arbeitgebers: Gesetzliche Grundlagen

Der Arbeitgeber ist aufgrund der §§ 2 ff. ArbSchG verpflichtet, neben der Verhütung von Unfällen, die menschengerechte Gestaltung der Arbeit zu gewährleisten. Darüber hinaus ist er verpflichtet, seine Ausgangslage im Unternehmen zu analysieren, z. B. über die Gefährdungsbeurteilung. Hierzu zählen sowohl die Erhebung und die Reduktion der psychischen Belastungen als auch die ... mehr

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Warum lohnt es sich, Gesund... / 1.3 Zahlen-Daten-Fakten: Umfassende Analyse der Ausgangslage im Unternehmen

Jedem Unternehmen ist zu empfehlen, sich mit seiner individuellen Ausgangssituation sowohl auf quantitativer als auch auf qualitativer Ebene in Arbeitskreisen auseinanderzusetzen. Folgende Zahlen und Daten können beispielsweise zugrunde gelegt werden: Zahlen aus der Personalabteilung zur Arbeitsunfähigkeitsquote, zur Fluktuation, zur Altersstruktur o. Ä..(ggf. auch auf Bereic... mehr

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Warum lohnt es sich, Gesund... / 1.2 Die Säulen eines modernen BGLM

Für die Etablierung eines modernen BGLM benötigt es: passende Strukturen und handlungsfähige Akteure (Säule 1), auf "Gesundheit" ausgerichtete Prozesse (Säule 2), Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention (die auch die Anforderungen aus dem Arbeitsschutz integrieren) (Säule 3). Werden alle 3 "Säulen" bei der Konzeptionsarbeit berücksichtigt und anschließend umgesetzt, n... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 4 Bewegungscoaching

Analysephase und Arbeitsplatztraining sind die Basis des Bewegungscoachings. Möglicher Ablauf der Analysephase: Gefährdungsbeurteilung mit Schwerpunkt physische Belastung Begehung der Arbeitsplätze mit Beantwortung der Fragen der Mitarbeitenden Dokumentation durch Fotos zur Visualisierung der belastenden Bewegungsabläufe. In einem Workshop werden durch Fotos der realen Arbeitssit... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 1 Grundlage: Gefährdungsbeurteilung

Etwa ein Viertel aller Beschäftigten (ca. 7,6 Mio.) muss schwere Lasten heben und tragen. Außerdem werden Lasten gezogen und geschoben. Zu bewegende Gewichte unter 3 kg gehören ebenfalls zur Lastenmanipulation. Sie werden in der Bewertung durch die Leitmerkmalmethode (LMM) in Manuelle Arbeitsprozesse eingeteilt. Jede Tätigkeit zeigt andere Belastungsschwerpunkte für den Besch... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen

Zusammenfassung Überblick Rücken-, Schulter- oder Knieschmerzen bei Beschäftigten sind häufig auf physische Belastungen durch manuelle Lastenhandhabung zurückzuführen. Der Beitrag zeigt, wie diesen Belastungen durch ein strukturiertes Vorgehen wirksam begegnet werden kann. Grundlage ist ein siebenstufiger Handlungszyklus, der von der Analyse der Arbeitsbedingungen bis zur Wir... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2 Handlungszyklus

Der Handlungszyklus unterstützt ein systematisches und vollständiges Vorgehen bei der Gefährdungsbeurteilung. Jede Phase leistet dabei einen eigenständigen Beitrag zum Gesamtergebnis. Für jede Phase sollte ein Kurzprotokoll erstellt werden, das folgende Angaben enthält: Vorgehen, Ergebnis, Datum, wann die einzelnen Phasen abgeschlossen wurden, beteiligte Personen. Auf dieser Grund... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.2 Analysephase: Ermitteln der Gefährdung

Nach der Festlegung des Bereiches, der untersucht werden soll (Teilarbeitssystem), werden die ermittelten Fakten (vgl. Beispiel oben) dem Arbeitssystem zugeordnet. Diese Elemente sind Bausteine der ablauforientierten Gefährdungsbeurteilung. Praxis-Beispiel Ermitteln der Gefährdung Gefährdungsfaktor: physische Belastung; Gefahrenquelle: 16 kg schweres Werkstück und häufige Manip... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 3 Empfehlungen für belastungsarmes Heben

"Prävention = Vorbeugen" ist auch hier das Geheimrezept. Ein einfaches Alltagsbeispiel, das jeder kennt: Wer in ein fremdes Auto steigt, stellt zuerst den Sitz ein und kontrolliert den Rückspiegel, denn es geht um die eigene Sicherheit. Genauso sollten Mitarbeiter vorgehen: erst die Last prüfen, dann die Körperhaltung einstellen - bevor gehoben wird. In den nachfolgenden Kap... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / Zusammenfassung

Überblick Rücken-, Schulter- oder Knieschmerzen bei Beschäftigten sind häufig auf physische Belastungen durch manuelle Lastenhandhabung zurückzuführen. Der Beitrag zeigt, wie diesen Belastungen durch ein strukturiertes Vorgehen wirksam begegnet werden kann. Grundlage ist ein siebenstufiger Handlungszyklus, der von der Analyse der Arbeitsbedingungen bis zur Wirkungskontrolle ... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.4 Festlegen konkreter Arbeitsschutzmaßnahmen

2.4.1 Hierarchie der Maßnahmen Gemäß § 2 Abs. 1 Lastenhandhabungsverordnung müssen Maßnahmen primär darauf abzielen, dass manuelle Lastenhandhabungen mit Gefährdungen für die Gesundheit der Beschäftigten vermieden werden. Wenn das nicht möglich ist, muss der Arbeitgeber auf der Basis der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 Arbeitsschutzgesetz geeignete Maßnahmen ergre... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.3 Beurteilen und Bewerten der Gefährdung

Die Risikobeurteilung setzt sich zusammen aus Risikoabschätzung und Risikobewertung. Bewährt hat sich zur Abschätzung die Risikomatrix nach Nohl (Abb. 3). Abb. 3: Risikomatrix mit Bewertungsfeldern nach Nohl Praxis-Beispiel Risikobeurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit: durchaus möglich = C Schadensausmaß: schwere Folgen, Dauerschäden möglich durch Bandscheibenvorfall und Arthro... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.1 Analysephase: Arbeitssystem

Das Arbeitssystem beschreibt die miteinander verbundenen Elemente, die aufeinander wirken (Abb. 2). Dabei gibt es immer eine Wechselwirkung zwischen den einzelnen Elementen und dem Menschen. Abb. 2: Was wirkt direkt aus dem Arbeitssystem und zusätzlich als beitragender Faktor auf den Menschen? Praxis-Tipp Erfassen des Arbeitssystems mit den "W"-Fragen Mithilfe von "W"-Fragen ka... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.4.1 Hierarchie der Maßnahmen

Gemäß § 2 Abs. 1 Lastenhandhabungsverordnung müssen Maßnahmen primär darauf abzielen, dass manuelle Lastenhandhabungen mit Gefährdungen für die Gesundheit der Beschäftigten vermieden werden. Wenn das nicht möglich ist, muss der Arbeitgeber auf der Basis der Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 Arbeitsschutzgesetz geeignete Maßnahmen ergreifen, um eine Gefährdung der G... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.4.3 Organisatorische Maßnahmen

Tätigkeitswechsel, um sich ständig wiederholende gleichartige Lastenhandhabungen zu vermeiden; optimale Logistik und wenig Zwischenlager, um unnötige Lastenhandhabungen zu vermeiden; Kennzeichnung höherer Lastgewichte, die nicht verringert werden können, Angabe des Gewichtes, Angabe des Schwerpunktes; keine unhandlichen oder sperrigen Lasten, sonst: ergonomische Griffgestaltung... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 3.2 Lastgestaltung

Wer Einfluss auf die Gestaltung von Lasten hat, sollte folgende Grundsätze berücksichtigen: Schwere Lasten vermeiden: Jedes eingesparte Gramm entlastet die Wirbelsäule. Gewicht sollte daher wo immer möglich reduziert werden. Schwere Lasten zu zweit tragen: Lasten, die ein bestimmtes Gewicht überschreiten, sollten von zwei Personen gemeinsam gehoben werden. Dabei gilt: Vor dem ... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.4.2 Technische Maßnahmen

Automatisierung und Mechanisierung, um sich ständig wiederholende gleichartige Lastenhandhabungen zu vermeiden, Einsatz von Hebehilfen und Transportvorrichtungen, um Lastgewichte zu vermeiden oder zu verringern, die die Belastbarkeit überfordern. Darüber hinaus trägt eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung wesentlich zur Entlastung bei. Relevante Gestaltungsmerkmale sind: Hubt... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.4.4 Personenbezogene Maßnahmen

Unterweisung, die auf die besonderen Gefährdungen durch manuelle Lastenhandhabung eingeht. Die Unterweisung muss an die Gefährdungsentwicklung angepasst sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden. Achtung Vermindert belastbare Personen Besonders unterwiesen werden müssen Berufseinsteiger, Jugendliche und junge Erwachsene, ältere Beschäftigte, sowie Beschäftigte ... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 3.1 Körpergerechte Handhabung von Lasten

Vor dem Heben: Last immer auf Gewicht, Form und Griffmöglichkeit prüfen! Untergrund prüfen: Möglichst auf einer festen, rutschfesten Unterlage arbeiten. Standfläche planen: Vor Arbeitsbeginn die geeignete Fußstellung bewusst wählen. Überlastung vermeiden: Nie durch zu schweres oder ruckartiges Heben Verzerrungen riskieren. Ruhig und kontrolliert heben: Langsam und gleichmäßig, o... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 3.3 Regeln für den sicheren Arbeitsplatz

Für die Fachkraft für Arbeitssicherheit stehen folgende Regeln im Vordergrund: Ausreichend Bewegungsfreiheit schaffen: Ungünstige Körperhaltungen erhöhen den Verlust der Haltungsstabilität. Beengte Arbeitsbereiche erschweren das Manövrieren schwerer Lasten. Ermüdungsgefahr beim Halten von Gewichten über Kopf. Entlastungsstellungen und Gegenbewegungen der gebeugten Haltung benötig... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 3.4 Besonderheiten bei weiblichen Beschäftigten

Die durchschnittliche Körperkraft von Frauen beträgt etwa zwei Drittel der männlichen Körperkraft. Da weibliche Skelettmaße generell geringer sind (der Frontaldurchmesser des Brustkorbs ist kleiner, Wirbelkörperdeckplatten und Bandscheiben weisen eine geringere Fläche auf) entstehen bei gleich hoher Arbeitsbelastung höhere spezifische Belastungen an Wirbelsäule und Gelenken ... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / Zusammenfassung

Überblick Die Leitmerkmalmethode (LMM) ist ein standardisiertes, von der BAuA empfohlenes Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung bei manueller Lastenhandhabung. Sie ermöglicht eine systematische Einschätzung körperlicher Belastungen am Arbeitsplatz – ohne ergonomische Fachkenntnisse vorauszusetzen. Der Beitrag erläutert, für welche Tätigkeiten die LMM geeignet ist und wie die ... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 1 Einfaches Werkzeug für die Praxis

§§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz und § 2 Lastenhandhabungsverordnung fordern die Beurteilung der Arbeitsbedingungen, besonders, wenn Gefährdungen bei der manuellen Handhabung von Lasten nicht sicher auszuschließen sind. § 4 ArbSchG fordert, dass eine Gefährdung der physischen Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten werden soll. ... mehr

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Manuelle Lastenhandhabung: ... / 2.3 Bewertung

Die Ergebnisse der Wichtungen der Leitmerkmale werden addiert und dieser Wert mit dem Ergebnis der Zeitwichtung multipliziert. Dieser Punktwert legt die Zuordnung zu einem Risikobereich fest. Es gibt 4 Risikobereiche: Im Risikobereich 1 (Punktwert < 20) ist eine Gesundheitsgefährdung durch körperliche Überbeanspruchung unwahrscheinlich. Im Risikobereich 2 (Punktwert 20–50) wer... mehr

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Geschlechtersensibler Arbei... / 3.2 Genderaspekte in der Gefährdungsbeurteilung: Handlungsfelder

Ein Arbeitsvertrag verpflichtet die Erbringung einer definierten Arbeitsleistung gegen ein angemessenes Gehalt. Das bedeutet nicht, dass die Arbeitsleistung gleichzeitig auf Kosten der Beschäftigtengesundheit oder der grundgesetzlich verankerten freien Entfaltung der Person gehen darf. Die Zeiten, in denen Beschäftigte nur als freie Verfügungsmaße für den Arbeitsmarkt betrac... mehr

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Geschlechtersensibler Arbei... / 3 Gendergerechte Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG

Die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern müssen sich auch im Arbeitsschutzrecht widerspiegeln. Der bislang überwiegend geschlechtsneutrale und technisch geprägte Ansatz führt häufig zu Verzerrungen bei der Bewertung von Risiken und der Ableitung geeigneter Schutzmaßnahmen. Geschlechterstereotype beeinflussen diese Prozesse weiterhin und blenden gesellschaftliche Unter... mehr