Die neue Grundsteuer wird ab 2025 erhoben – wie hoch die Hebesätze ausfallen werden, ist aber unklar. Viele Kommunen rechnen noch. Hamburg hat nun beschlossen, den alten Wert für 2024 und länger beizubehalten. Berlin senkt ihn.
Jährlich kommen bundesweit mehr als 14 Mrd. EUR: Die Grundsteuer B – sie wird auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben – ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen in Deutschland. Die Höhe der Steuer wird von den Städten und Gemeinden über Hebesätze festgelegt. Bezahlt wird sie von Grundstückseigentümern. Die können sie auf die Mieter umlegen.
Ab Anfang Januar 2025 gilt die reformierte Grundsteuer. In vielen deutschen Städten dürften die Hebesätze steigen, wird befürchtet. Schon in den vergangenen 2 Jahren sei die Grundsteuer B in den meisten deutschen Kommunen teurer geworden, heißt es z. B. in einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).
Grundsteuer B: Hamburg lässt Hebesatz bei 540 Prozent
Der Hamburger Senat hat am 7.5.2024 beschlossen, dass die Hebesätze für die Grundsteuer bei den bisherigen Werten bleiben: Die Grundsteuer A für die Land- und Forstwirtschaft bei 225 Prozent und die Grundsteuer B bei 540 Prozent. Diese Hebesätze seien zuletzt 2004 und 2005 angepasst worden, teilte die Finanzbehörde mit.
"Während nicht wenige deutsche Städte und Gemeinden vor der Grundsteuerreform noch schnell die Hebesätze erhöhen, zeigt Hamburg (...) große Verlässlichkeit und verzichtet trotz schwieriger Haushaltslage auf Erhöhungen – auch mit Blick auf die Wohnkosten in unserer Stadt, die nicht weiter steigen dürfen", sagte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Auch im Hinblick auf die neue Grundsteuer, die vom kommenden Jahr an erhoben werde, bleibe das Versprechen der Aufkommensneutralität insgesamt und im Bereich W...