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Umgang mit Low Performance – Kündigung als letztes Mittel / 2 Begriff des schwierigen Arbeitsverhältnisses – "Low Performance"

Dr. Susanne Giesecke
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Auf den ersten Blick scheint es einfach zu sein. Man weiß vermeintlich genau, was mit" Low Performance" gemeint ist. Einmal Low Performer – immer Low Performer. Erst auf den zweiten Blick erschließt sich, wie vielfältig, individuell und komplex der Begriff ist. Die Schlechtleistung kann zahlreiche Ursachen und Gründe haben, die jeweils ein unterschiedliches Vorgehen – persönlich und arbeitsrechtlich – erfordern.

Im allgemeinen Sprachgebrauch finden sich diverse Begriffe und Umschreibungen. So ist die Rede von Schlechtleistern, Minderleistern, Kollegen, die nur das Nötigste tun, Drückebergern, Faulenzern, Motzbrüdern, Bremsern, Nichtstuern, Dienst-nach-Vorschrift-Machern oder Freizeitoptimierern.

Betrachtet man diese Formulierungen, lassen sich daraus verschiedene Aspekte eines Arbeitsverhältnisses ableiten. Die Begriffe legen die Vielfalt der Einzelfälle nahe. Es geht um

  • geringe oder schlechte Leistung,
  • viele Fehler,
  • wenig Motivation,
  • schlechte Laune,
  • schlechtes Sozialverhalten,
  • hohe Krankheitszeiten
  • und vieles mehr.

Heftige Kombinationen in vielfältigen Varianten. Vor diesem Hintergrund wurde der zweiteilige Begriff des schwierigen Arbeitsverhältnisses entwickelt, der es der Führungskraft klar ermöglicht zu erkennen, wann Handlungsbedarf besteht. Der zweiteilige Begriff verbindet im ersten Teil subjektive mit objektiven Kriterien im zweiten Teil.

Abb. 1: Zwei-Stufen-Modell des schwierigen Arbeitsverhältnisses

Auf der subjektiven Ebene wird in Teil 1 zunächst die Frage gestellt und beantwortet, ob es eine immer wiederkehrende Unzufriedenheit des Vorgesetzten mit der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers gibt.

Führungskräfte wissen in der Regel sehr genau, welche Arbeitnehmer ihnen Schwierigkeiten und schlaflose Nächte bereiten. Teil 1 ist daher in der Regel sehr einfach mit Ja o...

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