Dipl.-Ing. Cornelia von Quistorp
Die Virushepatitis B ist eine durch Blut (prinzipiell auch andere Körperflüssigkeiten) übertragbare Infektion. Auch Hepatitis B verläuft in 90 % der Fälle unproblematisch und wird nicht spezifisch behandelt. Typisch sind Symptome wie Gelbfärbung der Haut, dunkler Urin, auffällig heller Stuhl, Kopf- und Leibschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, allerdings nur bei etwa einem Drittel der Patienten. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft mit unspezifischen Symptomen oder ganz ohne Krankheitszeichen. I. d. R. führt eine ausgeheilte Infektion zum lebenslangen Schutz.
Ca. 5-10 % der Hepatitis B-Infektionen gehen allerdings in einen chronischen Verlauf über. Bei Neugeborenen, die während der Geburt von der Mutter infiziert werden können, und bei Kindern sind diese Raten noch erheblich höher. Eine chronische Hepatitis B wird, wenn sie mild verläuft, oft nur überwacht und nicht behandelt. In solchen Fällen geht die Krankheit häufig von selbst zurück, kann jedoch (oft in Zusammenhang mit einer aus anderen Gründen später aufkommenden Immunschwäche) wieder aufflammen. Eine gezielte Heilung mit Medikamenten ist bis jetzt nicht möglich. Allerdings können die Folgen einer Infektion wenn nötig medikamentös unterdrückt werden. Bei einer längerfristig nicht gesteuerten und aktiven Hepatitis B kann es zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen, z. B. dauernde Leistungsschwäche oder Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose, Leberkrebs sowie eine weitere Hepatitis-Infektion anderer Form (D, siehe unten). Etwa 25 % der an chronischer Hepatitis B-Erkrankten sterben an den Folgen der Infektion.
Hepatitis B ist weltweit eine sehr weit verbreitete Virusinfektion. Man geht von ca. 5 – 7 % der Weltbevölkerung als chronisch an Hepatitis B erkrankt aus. Für etwa ein Drittel der Weltbevölkerung wird angenommen, da...