Das duale Studium, auch kooperatives Studium oder Verbundstudium genannt, ist eine Ausbildungsform, in der Theorie und Praxis miteinander verknüpft sind. Es verbindet eine akademische Laufbahn mit einer Ausbildung oder regelmäßigen Praktika in einem Betrieb. So kann neben dem regulären Hochschulstudium durch periodische Praxisblöcke im Partnerunternehmen ein hoher Bezug zum späteren Berufsfeld hergestellt werden.
Studenten gehen beim dualen Studium mit einem Unternehmen eine Art Ausbildungsvertrag ein. Dabei verpflichten sie sich, in der studienfreien Zeit in der Firma zu arbeiten. Als Gegenleistung erhält der Student eine Art Stipendium über die gesamte Studiendauer. So wird neben der Übernahme der Studiengebühren (falls vorhanden) durch das Unternehmen außerdem ein Gehalt gezahlt. Dies ist vom Umfang her mit einem Auszubildendengehalt vergleichbar. Das Unternehmen auf der anderen Seite beschäftigt einen Studenten/Praktikanten, der sich im jeweiligen Unternehmen bereits gut auskennt, wenn das Studium endet. Meist werden Übernahmeregelungen mit den Studenten vereinbart, sodass diese nach dem Studium verpflichtet sind, eine gewisse Zeit im Unternehmen zu arbeiten. Auf diesem Weg ist es möglich, junge Nachwuchskräfte längerfristig an den Betrieb zu binden. Außerdem entfällt so die kostspielige Einarbeitungszeit vor jeder Praxisphase und bei einer späteren Übernahme.
Die Entwicklung dieser Studienform ist seit Jahren äußerst positiv. Im Frühjahr 2024 belegten deutschlandweit insgesamt 141.733 junge Menschen einen dualen Studiengang, wovon 113.526 in Erstausbildung studieren. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der dualen Studenten in Deutschland damit fast verdreifacht. Dabei wurden sie von einem der 52.702 Kooperationsunternehmen unterstützt. Dies geht aus Studien des...