Erste Hilfe / 3.5.5.6 Löschen von Personenbränden

Brennende Menschen reagieren panisch und laufen in den meisten Fällen davon. Insbesondere dort, wo die Gefahr eines Brandes sehr hoch ist, sind neben Feuerlöschern und Löschdecken auch Notduschen für den Notfall zu finden (Tab. 5). Jedes dieser "Löschmittel" hat Vor- und Nachteile. Im Ernstfall wird jedoch immer das nächste greifbare Löschgerät verwendet.

 
Löschgeräte
Kleinlöschgeräte Feuerlöscher Selbstlöscher
  • Löschdecke (160 cm x 200 cm)
  • Wasserlöscher
  • Schaumlöscher
  • Pulverlöscher
  • Kohlendioxidlöscher
  • Löschdusche
  • Halbkabine

Tab. 5: Löschgeräte

Die Bekämpfung eines Personenbrandes ist mit einem Feuerlöscher – unabhängig vom Typ – effektiver als mit einer Löschdecke. Die brennende Person wird dazu aufgefordert, Augen und Mund zu schließen. Um Hals und Kopf des Betroffenen zu schützen, wird der Löschstrahl zuerst auf dessen Brust und Schulter gerichtet. Anschließend wird der Löschstrahl auf die untere Körperhälfte und die Seiten gerichtet. Bei allen Löschern ist ein Abstand von 2–3 Metern einzuhalten. Insbesondere bei Kohlendioxidlöschern darf der Strahl nicht in das Gesicht oder länger auf einen Körperbereich gehalten werden, da das Risiko von Erfrierungen besteht.

Durch Überwerfen der Löschdecke können bei kleineren Bränden Flammen erstickt werden. Besonders bei Kleiderbränden sind Löschdecken zu verwenden. Dabei ist die Person in die Löschdecke einzuhüllen, auf den Boden zu legen und so luftdicht in die Decke zu wickeln, dass keinerlei Sauerstoff mehr an die brennende Kleidung gelangen kann.

 
Achtung

Löschdecken

Die Verwendung von Löschdecken ist kritisiert worden, da sie durch unsachgemäße Anwendung einen Körperbrand weiter entfachen können und/oder Glutteilchen in die Haut eingedrückt werden. Daneben besteht für den Retter selbst Verbrennungsgefahr. Trotz aller Bedenken wird prinzipiell im Notfall zum nächsten Löschgerät und damit auch zur Löschdecke gegriffen.

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