„Pakt für den Rechtsstaat“: Bundesregierung investiert halbe Milliarde in Justiz
Die Bundesregierung will mit zusätzlichem Geld die Funktionsfähigkeit der Justiz stärken. "Der Bund wird rund eine halbe Milliarde Euro in den nächsten 4 Jahren für die Schaffung zusätzlicher Stellen in der Justiz und für die Digitalisierung der Justiz bereitstellen", teilte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) mit. Das Kabinett stimmte nach ihren Angaben einer Einigung zur Finanzierung des neuen "Pakts für den Rechtsstaat" mit den Bundesländern zu.
"Ein starker Rechtsstaat muss für jede und jeden spürbar und sichtbar funktionieren – jeden Tag", betonte Hubig. Der erste, 2019 geschlossene Pakt umfasste deutlich weniger Bundesmittel in Höhe von insgesamt 220 Millionen Euro. Der neue Pakt soll Hubig zufolge 2026 starten. Die Grundzüge der Finanzierung des neuen Pakts sind im Kabinettsbeschluss zum Bundeshaushalt 2026 enthalten, wie das Ministerium ergänzte. Das Haus von Ministerin Hubig will nun "zeitnah" in Abstimmungen mit den Ländern treten.
Länder sprechen von 2.000 Zusatzstellen
Die Vorsitzende der Justizministerkonferenz der Länder, Sachsens Ressortchefin Constanze Geiert, begrüßte, dass die Bundesregierung grundsätzlich den Weg für eine Neuauflage des Pakts für den Rechtsstaat frei gemacht habe. "Es braucht einen engen Schulterschluss zwischen Bund und Ländern, um die Justiz zu stärken", erklärte die CDU-Politikerin.
Ein neuer Pakt sollte daher die Schaffung von rund 2.000 zusätzlichen Stellen für Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Personal in den Geschäftsstellen ermöglichen, betonte sie.
Auch der Deutsche Richterbund (DRB) zeigte sich erleichtert. "Die Bundesregierung setzt mit der Anschubfinanzierung von knapp einer halben Milliarde Euro bis 2029 ein Ausrufezeichen hinter ihr Versprechen, die Justiz als Rückgrat des Rechtsstaats zu stärken", hob DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn in der "Süddeutschen Zeitung" hervor.
Er verwies darauf, dass allein in der Strafjustiz derzeit rund 2.000 Staatsanwälte und Richter fehlten. Fast eine Million unerledigte Fälle stapelten sich bei den Ermittlungsbehörden, weshalb Strafverfahren immer länger dauern und Ermittler immer öfter Fälle einstellen müssen.
-
Personalakten im öffentlichen Dienst
561
-
Staatsmodernisierung: Digitalminister Wildberger verspricht Fortschritte für 2026
37
-
Teilzeitkrankschreibung – ein Gewinn für Arbeitnehmer und Arbeitgeber?
29
-
Schafft das Mitarbeitergespräch ab!
25
-
Faxgeräte in Behörden - Bann oder Beibehaltung?
21
-
165.000 Vollzeitkräfte könnten in der Verwaltung durch generative KI ersetzt werden
17
-
Finanzverwaltung darf KI für Texte und Bilder nutzen
15
-
Fünf Tipps für erfolgreiche Behördenkommunikation
15
-
Wie Behörden erfolgreich kommunizieren
122
-
Umfrage in Behörden: Digitalisierung geht eher langsamer als schneller voran
11
-
Hybrides Arbeiten: Wie Verwaltungen damit gleich zwei Herausforderungen meistern wollen
13.01.2026
-
Staatsmodernisierung: Digitalminister Wildberger verspricht Fortschritte für 2026
05.01.2026
-
Stadt Halle für Pilotprojekt auf dem Weg zu mehr KI in der Verwaltung ausgewählt
15.12.2025
-
Umfrage in Behörden: Digitalisierung geht eher langsamer als schneller voran
01.12.2025
-
Chatbot 115-Einführung in Berlin: Bürgerservice rund um die Uhr
24.11.2025
-
Online-Dienste, die keiner nutzt
03.11.2025
-
CoPilot HR öD: KI-Assistent für die Personalarbeit im öffentlichen Dienst
28.10.2025
-
KI im Personalwesen
28.10.2025
-
Der perfekte Stellentitel in der Stellenausschreibung
23.10.2025
-
Datenaustausch zwischen Behörden: Bundestag macht Weg frei für „NOOTS“
22.10.2025