Zwei Drittel der jungen Erwachsenen sprechen mit Chatbots über psychische Probleme
Bei Stress, Liebeskummer oder anderen seelischen Belastungen wenden sich viele junge Menschen inzwischen an Künstliche Intelligenz. Wie aus einer neuen repräsentativen Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention in Leipzig hervorgeht, haben rund zwei Drittel (65 Prozent) der 16- bis 39-Jährigen schon einmal mit KI-Chatbots über psychische Probleme gesprochen. Dabei gehe es oft um Alltagsbelastungen wie Stress oder Liebeskummer - nicht unbedingt um eine diagnostizierte Depression.
Bei Menschen mit einer diagnostizierten Depression spiele KI ebenfalls eine Rolle: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Betroffenen gibt an, mit Chatbots über die eigene Erkrankung zu sprechen.
Warnung vor Ersatz für Therapie
Fachleute raten dennoch zur Vorsicht: Gespräche mit KI könnten eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen. Hinweise aus der Befragung zeigen zudem, dass manche Betroffene KI-Gespräche als Alternative zu professioneller Hilfe wahrnehmen. «Depression ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung, und Betroffene sollten sich unbedingt weiterhin an Hausärzte, Psychiater oder Psychologische Psychotherapeuten wenden», betont die Stiftung Deutsche Depressionshilfe.
Ein Problem: Viele KI-Angebote sind nicht für therapeutische Zwecke entwickelt. Zudem fehlen bislang umfassende wissenschaftliche Studien dazu, ob sie Betroffenen eher helfen oder schaden. Auch beim Umgang mit akuten Krisen stoßen die Systeme an Grenzen.
Geprüfte digitale Angebote als Ergänzung
Wer digitale Unterstützung nutzen möchte, sollte auf geprüfte Angebote zurückgreifen. Dazu zählen etwa zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen - sogenannte «Apps auf Rezept», die ärztlich verordnet und von der Krankenkasse bezahlt werden – sowie begleitete Onlineprogramme.
Für die Untersuchung wurden bundesweit 2.500 Menschen im Alter von 16 bis 39 Jahren in einer Online-Befragung im März 2026 befragt.
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.271
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
8701
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
629
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
300
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
208
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
181
-
Welttag Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 2026
153
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
146
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
130
-
Wie viele Schritte soll man am Tag gehen
1113
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
18.05.2026
-
Wie effektiv ist Betriebssport? Wissenschaftliche Studien liefern gemischte Ergebnisse
12.05.2026
-
Psychische Gesundheit im Betrieb: ifaa-Studie 2026
07.05.2026
-
TÜV Rheinland: Gefährdungsbeurteilung neu denken
06.05.2026
-
Aktualisierung DGUV Information 205-040: Brandschutz Prüffristen
29.04.2026
-
Welttag Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 2026
28.04.2026
-
Digitale Prävention: Vorausschauende Sicherheit mit KI und AR
27.04.2026
-
Was die Cannabis-Legalisierung brachte
20.04.2026
-
KI im Bauwesen und ihre Folgen für den Arbeitsschutz
16.04.2026
-
DGUV Regel 115-401: Neue Regeln für Büroarbeitsplätze
15.04.2026