Biologisch-nachhaltig ist kaum teurer
Das Öko-Institut wollte es genauer wissen: In einem Projekt wurden die direkten und indirekten Kosten und die Treibhausemissionen unterschiedlicher Ernährungsweisen analysiert und gegenübergestellt. Vor allem die versteckten Kosten und der Fleischkonsum spielen eine Rolle.
Gesund und biologisch-nachhaltig kaum teurer
Das Öko-Institut belegt in seinem Bericht, dass gesunde und zugleich biologisch-nachhaltige Ernährung im Jahr pro Person nur etwa 80 EUR mehr kostet. Dabei legen sie die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zugrunde, bei der 70 % weniger Fleisch und 30 % mehr Milchprodukte als bei der Durchschnittsernährung empfohlen wird.
Intensive Tierhaltung belastet die Umwelt
Beim durchschnittlichen deutschen Ernährungsstil, wie ihn das Statistische Bundesamt belegt, werden pro Jahr und Kopf mehr als 85 Kilo Fleisch und Wurst verzehrt. Die Folgen des hohen Konsums sind eine intensive Tierhaltung, hohe Stickstoffbelastungen z. B. der Gewässer sowie ein großer Einsatz von Antibiotika.
Konventionelle Landwirtschaft erzeugt viele versteckte Kosten
Belastungen der Umwelt und der Gesundheit durch Einsatz von Dünger, Spritzmitteln oder Medikamenten bei der Mast treiben die Kosten in der Landwirtschaft und im Gesundheitssystem nach oben. Aber auch komplizierte Bewässerungssysteme, gigantische Flächen von Treibhäusern oder Entsalzungsanlagen in Spanien erzeugen bei der Lebensmittelproduktion zusätzliche Kosten. Diese Mehrausgaben müssen von der Gesellschaft getragen werden.
Kostenvergleich und Treibhaus-Bilanz sprechen für Bio und weniger Fleisch
Dabei kam heraus, dass eine vegetarische Ernährung z. B. 26 % weniger CO2-Emissionen erzeugt als eine konventionelle mit viel Fleisch. Für die Studie wurden verglichen:
- die durchschnittliche deutsche Ernährung laut Statistischem Bundesamt und
- eine Ernährung nach Empfehlungen der DGE,
und zwar jeweils sowohl in der
- herkömmlichen Variante mit konventionellen Lebensmitteln
als auch in der
- Bio- und Fairtrade-Variante.
Außerdem wurde eine Klima- und Treibhausgas-Bilanz für die Ernährungsstile sowie für eine vegetarische und eine vegane Ernährung aufgestellt. Den Bericht können Sie sich hier herunterladen.
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