Fachbeiträge & Kommentare zu Transaktion

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Forderungsverkauf: Factorin... / 3 Asset-Backed-Securities (ABS)

3.1 Entstehung der ABS Rz. 11 Das eigentliche Konzept der Verbriefung von Aktiva geht auf Pfandbriefe zurück. Die Geschichte des Pfandbriefs nahm vor über 200 Jahren in Preußen ihren Anfang und wurde 1769 durch einen Erlass Friedrichs des Großen begründet. Im Januar 1900 trat das Hypothekenbankgesetz in Kraft und schuf erstmals eine einheitliche Rechtsgrundlage für Pfandbrief...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 6 Bilanzierung von Forderungsverkäufen im Konzernabschluss nach HGB

6.1 Factoring Rz. 56 Das Factoring-Institut ist in der Regel rechtlich und wirtschaftlich selbstständig. Eine Einflussnahme auf den Factor durch den Anschlusskunden ist grundsätzlich nicht gegeben. Damit kommt auch keine Einbeziehung in einen gemeinsamen Konzernabschluss in Betracht. Somit ist die bilanzielle Behandlung in Einzel- und Konzernabschluss identisch. Wird dagegen ...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 5 Bilanzierung des Forderungsverkaufs nach HGB

5.1 Bilanzielle Behandlung des Factorings nach HGB Rz. 28 Für die bilanzielle Zuordnung von Vermögenswerten ist nach § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB, dem auch § 39 AO inhaltlich entspricht, ausschließlich das wirtschaftliche Eigentum maßgebend. In der Regel deckt sich zivilrechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer. Ist der zivilrechtliche Eigentümer eingeschränkt, über den Vermögen...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 2 Factoring

2.1 Entstehung des Factorings Rz. 3 Der Grundgedanke des Factoring-Geschäfts – der Forderungsverkauf – wurde von Historikern schon bis 3000 v. Chr. nachgewiesen, als babylonische Händler ihre Forderungen aus Warenverkäufen abgetreten haben.[1] Der Begriff des Factors wurde in den USA geprägt. Vor allem europäische Textilfabrikanten verkauften ihre Waren in den USA Ende des 19....mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 3.4.1 Absicherungsmechanismen auf Cashflow-Basis

Rz. 17 Bei der wirtschaftlichen Übersicherung (Overcollaterization) übersteigt der an die Zweckgesellschaft übertragene Wert des Forderungspools den Nominalwert der ausgegebenen Wertpapiere. Die zusätzlichen Forderungen dienen der Sicherstellung der Zins- und Tilgungszahlen an den Investor bei Zahlungsausfällen des Forderungspools. Anfallende Überschüsse werden zunächst an d...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 3.2 Ablauf einer Asset-Backed-Finanzierung

Rz. 12 Die Grundstruktur eines ABS-Programms ist auch bei der Vielzahl der Ausgestaltungen grundsätzlich identisch. Den Ausgangspunkt bildet die Kundenforderung, die in der Regel jedes Industrie- und Handelsunternehmen besitzt. Dabei ist es unerheblich, ob diese Kundenforderung in Warenlieferungen, erbrachten Dienstleistungen oder in Kreditausleihungen begründet wurde. Auch ...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 2.2 Ablauf des Factorings

Rz. 4 Das Grundprinzip der zahlreichen Ausgestaltungen des Factorings ist identisch. Durch die Lieferung von Waren bzw. durch das Erbringen von Dienstleistungen entstehen bei dem Unternehmen bis zur vereinbarten Bezahlung Forderungen. Diese Forderungen muss das Unternehmen zunächst vorfinanzieren. Durch einen Verkauf der Forderungen erhält das Unternehmen vor Fälligkeit der ...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 3.4.2 Absicherungsmechanismen durch Dritte

Rz. 22 Durch die Vereinbarung von externen Garantien wird eine Absicherung der Zweckgesellschaft bei wirtschaftlichen Problemen erreicht. Als Garantiegeber kommen vor allem Banken und spezialisierte Versicherungen in Frage. Die Garantiezusagen erfolgen in der Regel entweder als Avalkredit des Sicherungsgebers oder als bedingtes Zahlungsversprechen eines Kreditinstitutes, bei...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 3.4 Absicherungsmechanismen

Rz. 16 Wie bereits dargestellt, ist das Grundprinzip eines ABS-Programms die Übertragung von Vermögenswerten zu Finanzierungszwecken vom Originator auf die Zweckgesellschaft. Somit wird erreicht, dass für einen Investor in ABS zunächst ausschließlich die Bonität der Zweckgesellschaft für seine Anlageentscheidung ausschlaggebend ist. Das Vermögen der Zweckgesellschaft besteht...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 6.1 Factoring

Rz. 56 Das Factoring-Institut ist in der Regel rechtlich und wirtschaftlich selbstständig. Eine Einflussnahme auf den Factor durch den Anschlusskunden ist grundsätzlich nicht gegeben. Damit kommt auch keine Einbeziehung in einen gemeinsamen Konzernabschluss in Betracht. Somit ist die bilanzielle Behandlung in Einzel- und Konzernabschluss identisch. Wird dagegen das Factoring...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 2.1 Entstehung des Factorings

Rz. 3 Der Grundgedanke des Factoring-Geschäfts – der Forderungsverkauf – wurde von Historikern schon bis 3000 v. Chr. nachgewiesen, als babylonische Händler ihre Forderungen aus Warenverkäufen abgetreten haben.[1] Der Begriff des Factors wurde in den USA geprägt. Vor allem europäische Textilfabrikanten verkauften ihre Waren in den USA Ende des 19. Jahrhunderts auf Kommissions...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 2.4 Reverse Factoring

Rz. 10a In der Praxis ist im Rahmen von Einkaufsfinanzierungen auch sog. Reverse Factoring anzutreffen, hat aber eine deutlich geringere Verbreitung. Beim Reverse Factoring handelt es sich um eine Umkehrung der Finanzierungsart Factoring. Dabei geht die Initiative vom Abnehmer der Waren oder Dienstleistungen aus. Er verkauft seine Lieferantenverbindlichkeiten an einen Factor...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 3.4.3 Absicherungsmechanismen durch Originator oder dessen Muttergesellschaft

Rz. 23 Die kostengünstigste und einfachste Form der Besicherung der Zahlungsströme an den Investor erfolgt in der Regel durch Garantiezusagen des Originators. Diese Form der Sicherheitenstellung erweist sich jedoch auch am problematischsten für die bilanzielle und steuerliche Behandlung der ABS, da der für die Ausbuchung der Forderungen nötige Risikoübergang nicht (vollständ...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 5.1.2 Bilanzielle Behandlung des unechten Factorings nach HGB

Rz. 33 Die Bilanzierung des unechten Factorings leitet sich aus den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ab. Es tritt in der Praxis eher selten auf und ergibt sich teilweise aus missglückten echten Factoringtransaktionen, bei denen die Chancen und Risiken von Wertänderungen nicht auf den Factor übergegangen sind. Nach h. M. liegt daher ein Kreditgeschäft vor, bei dem die ...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 2.3 Funktionen des Factorings und Kategorisierung

Rz. 6 Beim Factoring werden in der Regel 3 Funktionen unterschieden: Finanzierungsfunktion, Dienstleistungsfunktion, Delkrederefunktion. Diese Funktionen können in verschiedener Weise kombiniert sein. Gerade die Übernahme des Delkredererisikos durch den Factor hat entscheidende Rückwirkung auf die bilanzielle und steuerliche Behandlung des Factorings. Rz. 7 Die Finanzierungsfunkt...mehr

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Forderungsverkauf: Factorin... / 5.1 Bilanzielle Behandlung des Factorings nach HGB

Rz. 28 Für die bilanzielle Zuordnung von Vermögenswerten ist nach § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB, dem auch § 39 AO inhaltlich entspricht, ausschließlich das wirtschaftliche Eigentum maßgebend. In der Regel deckt sich zivilrechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer. Ist der zivilrechtliche Eigentümer eingeschränkt, über den Vermögenswert zu verfügen, diesen zu veräußern, zu nutzen ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Entgelttransparenz: Status ... / 6.2 M&A-Transaktionen

Entgeltstrukturen werden zum Due-Diligence-Thema. Nicht dokumentierte Pay Gaps sind ein Haftungsrisiko in der Kaufpreisfindung und im Anschluss an eine Transaktion. Wer ein Unternehmen erwirbt, übernimmt dessen Entgeltrisiken – einschließlich rückwirkender Ansprüche nach § 613a BGB. Verkäufer sollten umgekehrt saubere Strukturen vorweisen können.mehr

Beitrag aus ESRS-Kommentar
§ 4 ESRS 2 – Allgemeine Ang... / 2.4 ESRS 2 GOV-2 – Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen

Rz. 56 In ESRS 2 GOV-2 wird geregelt, dass Unternehmen offenzulegen haben, wie die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane über Nachhaltigkeitsaspekte informiert werden und wie diese Aspekte während des Berichtszeitraums behandelt wurden. Berichtsadressaten sollen auf Basis dieser Informationen besser nachvollziehen können, ob die Mitglieder dieser Gremien angemessen inf...mehr

Beitrag aus ESRS-Kommentar
§ 4 ESRS 2 – Allgemeine Ang... / 2.8 ESRS 2 SBM-1 – Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Rz. 82 Gegenstand der Angabepflicht ist es, die Kernelemente der allgemeinen Strategie des Unternehmens darzustellen, sofern sie Nachhaltigkeitsaspekte betrifft. Gleichrangig sind das Geschäftsmodell und die Wertschöpfungskette des Unternehmens darzustellen, wobei der Fokus darauf liegt, in welchem Ausmaß diese mit nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen v...mehr

Beitrag aus Controlling Office
Wirksames Kostenmanagement ... / 6 Literatur

Boston Consulting Group (2025a), BCG’s Guide to Cost and Growth, Strategic Insights for Navigating Economic Uncertainty, BCG Executive Perspectives. Boston Consulting Group (2025b), Unlocking Impact of AI, Driving Sustainable Cost Advantage with AI, BCG Executive Perspectives. Boston Consulting Group (2025c), Capabilities: Cost Management, https://www.bcg.com/capabilities/cost...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Was Arcomet (C-726/23) offe... / 2. Auswirkungen auf die Bemessungsgrundlage und den Vorsteuerabzug

Folgt man dem Ansatz der Schlussanträge, so führt eine vertraglich vorgesehene nachträgliche Kaufpreisanpassung – wie im Fall Stellantis – zu einer Berichtigung der Bemessungsgrundlage der ursprünglichen Lieferung.[72] Bei einer Preisminderung nach Art. 90 der Mehrwertsteuerrichtlinie wäre die Steuerbemessungsgrundlage entsprechend zu vermindern; bei einer Preiserhöhung nach...mehr

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Was Arcomet (C-726/23) offe... / V. Fazit

Die Schlussanträge in der Rs. Stellantis Portugal (C-603/24) stellen eine systematische und dogmatisch überzeugende Aufarbeitung der mehrwertsteuerrechtlichen Konsequenzen ertragsteuerrechtlich motivierter Verrechnungspreisanpassungen dar. Die entwickelte Dreiteilung – eigenständige Dienstleistung, einseitige behördliche Anpassung, variabler Kaufpreis – bietet erstmals einen...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Finance Office Premium
Auswirkungen der Kriege in ... / 3.2.5 Währungsumrechung

Das IDW weist darauf hin, dass der Krieg gegen die Ukraine und die Einführung von Sanktionen und Beschränkungen gegen Russland und Belarus zu einer erheblichen Volatilität des Wechselkurses des ukrainischen Hrywnja, des Rubels und des belarussischen Rubels geführt hat. Im Konflikt mit dem Iran dürften die Auswirkungen deutlich geringer sein, da aufgrund der bereits vorher be...mehr

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Latente Steuern im Einzelab... / 6 Latente Steuern im Konzern

Rz. 74 Die maßgebliche Rechtsnorm zur Bilanzierung latenter Steuern im Konzern ist § 306 HGB. Durch den Verweis in § 306 Satz 5 HGB auf § 274 HGB gelten die Vorschriften des Einzelabschlusses auch für den Konzernabschluss. Die weitere Auslegung für latente Steuern im Konzern ergibt sich dabei aus DRS 18. Rz. 75 Bedingt durch die Bewertungs- und Bilanzierungsvorschriften des H...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / V. Besonderheiten in der Vertragsgestaltung

Bei der Gestaltung von Kaufverträgen im Rahmen von Carve-Out-Transaktionen haben sich einige – der Carve-Out-Situation Rechnung tragende – Standards gebildet. Auch wenn jede Transaktion das Finden von Lösungen für Einzelfälle erfordert, finden sich die folgenden Klauseln regelmäßig in entsprechenden Kaufverträgen: Wrong-Pockets-Klausel Sufficiency of Assets-Garantien Bilanzgara...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / d) Verträge

Zustimmung bei Einzelrechtsnachfolge: Erfolgt die Carve-Out-Transaktion nicht im Wege der Gesamtrechtsnachfolge, sondern per Einzelrechtsnachfolge, ist jeweils die Zustimmung des Vertragspartners für eine Übertragung des betreffenden Vertrags erforderlich. Beachten Sie: Eine Zustimmung ist auch dann erforderlich, wenn der betreffende Vertrag für den Fall eines Gesellschafter...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / 6. Transitional Service Agreements

Sofern sich i.R.d. Prüfung der Verflechtungen des herauszulösenden Unternehmensteils herausstellt, dass bestimmte für eine unbeeinträchtigte Fortführung erforderliche Rechte oder Dienstleistungen nach Vollzug bei der Zielgesellschaft nicht mehr verfügbar sind und der herauszulösende Unternehmensteil nach Vollzug der Transaktion somit nicht stand-alone operieren kann, werden ...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / 1. Rechtlich selbständige Unternehmen

Ausgangspunkt ist die Frage, ob der herauszulösende Unternehmensteil (bereits) rechtlich selbständig ist, d.h. sich in einem eigenständigen Rechtsträger (z.B. einer GmbH oder KG) befindet. Ist dies der Fall, erfolgt der Carve-Out – wie bei einer normalen M&A-Transaktion – durch Veräußerung der Anteile an eben diesem Rechtsträger. Das Herauslösen aus dem Konzern und der Verka...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / c) IT-Separation und Migration

Als besonders aufwendig stellt sich in der Praxis regelmäßig die IT-Separation und -Migration heraus. Auch hier ist zu unterscheiden, ob es sich handelt um einen strategischen Erwerber, der die IT-Infrastruktur in seine eigene zu integrieren sucht oder um einen Finanzinvestor, der ggf. bestehende Infrastruktur beibehalten möchte und nur punktuell ersetzt bzw. ergänzt. Beraterhi...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im Mittelstand (GmbHStB 2026, Heft 4, S. 107)

Typische praktische Herausforderungen Dr. Michael Watzl, RA[*] Bei aufmerksamer Verfolgung der Wirtschaftspresse fällt auf, dass sich Konzerne immer häufiger von einzelnen Unternehmensteilen trennen. Dieser – auch konjunkturell bedingte – Trend erstreckt sich indes nicht nur auf öffentlichkeitswirksame Großkonzerne, sondern wird zunehmend auch zur Handlungsalternative für den...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / b) Geistige Eigentumsrechte

Zu prüfen ist ferner, welche im Ursprungsunternehmen/Konzern vorhandenen geistigen Eigentumsrechte ("IP") erforderlich sind, um den Geschäftsbetrieb des herauszulösenden Unternehmensteil – auch nach Vollzug – wie bisher fortzuführen. Oftmals wird die IP in einem Konzern zentral verwaltet, so dass eine Übertragung auf die i.R.d. Carve-Out-Transaktion zu veräußernde Zielgesells...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / 2. Finanzielle Eingliederung

Rechtlich selbständiges herauszulösendes Unternehmen: Sofern – im Fall eines rechtlich selbständigen herauszulösenden Unternehmens – zwischen der Zielgesellschaft und dem Verkäufer/einer anderen Konzerngesellschaft Unternehmensverträge i.S.d. §§ 291 f. AktG (vor allem Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge) bestehen oder die Zielgesellschaft in einen Cash-Pool eingebunden...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / I. Einleitung

"Herauslösung" eines Unternehmensteils aus Unternehmen/-sgruppe: Unter einer Carve-Out-Transaktion versteht man die Veräußerung eines Unternehmensteils, der bislang – organisatorisch und operativ, teilweise auch rechtlich – unselbständig gewesen ist und aus dem veräußernden Unternehmen oder der Unternehmensgruppe "herausgelöst" werden muss. Erwartungen des Käufers: Der Käufer...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / 2. Rechtlich unselbständige Unternehmen

Anders stellt sich die Situation dar, wenn der herauszulösende Unternehmensteil sich in einem Rechtsträger mit dem oder den verbleibenden Unternehmensteil(en) befindet. In einem solchen Fall wird der herauszulösende Unternehmensteil auf einen anderen Rechtsträger übertragen. Dies kann erfolgen im Wege eines Asset Deals (in Form eines Kauf- oder Einbringungsvertrags), also der...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / 3. Bilanzgarantie

Wie auch bei normalen M&A-Transaktionen stellt die Bilanzgarantie eine der wesentlichen Verkäuferzusicherungen dar: sichert sie doch eine Vielzahl von Transaktionsrisiken sowie die Erkenntnisse aus der Financial Due Diligence ab[13]. Rechtlich selbständiges herauszulösendes Unternehmen: Erfolgt der Carve-Out durch Veräußerung einer rechtlich selbständigen Einheit, gelten insofer...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / 5. Auflagen/Mitgift durch den Verkäufer

In bestimmten Konstellationen, etwa aus Reputationserwägungen (bei in der Öffentlichkeit stehenden Unternehmen), aus Verantwortungsempfinden (bei in der Region tief verwurzelten Familienunternehmen), aus finanziellen Erwägungen (bei Beabsichtigung des Erhalts einer Lieferantenbeziehung) bzw. aus Gründen der Versorgungssicherheit, kommt es vor, dass der Verkäufer auch nach Vollzug...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / IV. Typische praktische Herausforderungen

Die Komplexität von Carve-Out-Transaktionen rührt vor allem daher, dass i.R.d. Planung (möglichst) alle Themen zu identifizieren sind, die Maßnahmen erfordern, um sicherzustellen, dass der herauszulösende Unternehmensteil nach Vollzug der Transaktion selbständig funktioniert. Hierfür erforderlich ist eine Betrachtung sowohl der Verflechtungen des betreffenden Unternehmensteil...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / VII. Fazit

Die erfolgreiche Umsetzung einer Carve-Out-Transaktion und Sicherstellung der stand-alone Fähigkeit nach Vollzug ist ein in operativer, rechtlicher, steuerlicher und finanzieller Hinsicht anspruchsvoller Prozess, der erhebliche Ressourcen binden kann. Carve-Out-Transaktionen erfordern daher vorausschauende und sorgfältige Planung sowie eine reibungslose Zusammenarbeit von Mana...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / III. Erscheinungsformen/Rechtliche Gestaltung

Carve-Outs bzw. Carve-Out-Transaktionen erfolgen nicht auf eine spezifische Vorgehensweise. Vielmehr werden Carve-Outs durch verschiedene Gestaltungsvarianten, häufig auch in Kombination, umgesetzt. Aufgrund der Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten soll hier eine Beschränkung auf die im Mittelstand gängigsten Varianten erfolgen. 1. Rechtlich selbständige Unternehmen Ausgangs...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / VI. Post-Merger Integration

Wie bei herkömmlichen M&A-Transaktionen endet die Arbeit nicht mit dem Vollzug. Aus – vor allem strategischer – Käufersicht sollte während des Transaktionsprozesses bereits eine Roadmap für die Integration der Zielgesellschaft in die Käufergruppe erstellt werden, die nach Vollzug umzusetzen ist. Typischen Themen sind vor allem: kulturelle Integration der gewonnenen Mitarbeite...mehr

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Carve-Out-Transaktionen im ... / [Ohne Titel]

Dr. Michael Watzl, RA[*] Bei aufmerksamer Verfolgung der Wirtschaftspresse fällt auf, dass sich Konzerne immer häufiger von einzelnen Unternehmensteilen trennen. Dieser – auch konjunkturell bedingte – Trend erstreckt sich indes nicht nur auf öffentlichkeitswirksame Großkonzerne, sondern wird zunehmend auch zur Handlungsalternative für den Mittelstand. Dieser Beitrag benennt t...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / 3. Arbeitsrechtliche Aspekte

Rechtlich selbständiges herauszulösendes Unternehmen: Vollzieht sich die Carve-Out-Transaktion durch Veräußerung eines rechtlich selbständigen Unternehmens – und mithin im Wege der Gesamtrechtsnachfolge –, erfolgt der Übergang der betroffenen Arbeitnehmer in der Regel problemlos. Rechtlich unselbständiger herauszulösender Unternehmensteil: Anders kann sich dies bei einem rech...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / e) Versicherungsschutz

Der herauszulösende Unternehmensteil wird – ob Teil eines gemeinsamen Rechtsträgers mit dem verbleibenden Unternehmensteil oder als selbständiger Rechtsträger – über bestehende Versicherungen bzw. Gruppenversicherungen des Verkäufers versichert sein. Ziel der Parteien ist es, dass der herauszulösende Unternehmensteil ab Vollzug der Carve-Out-Transaktion über bestehende Gruppe...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / II. Motive

Die Motive für Carve-Out-Transaktionen sind vielfältig. In erster Linie geht es – wie oben beschrieben – häufig um eine Konzentration auf das Kerngeschäft bzw. eine Optimierung der Portfoliostruktur. Folge einer solchen Portfoliobereinigung ist oftmals auch eine Steigerung der Bewertung des Unternehmens aufgrund des Herauslösens des weniger gut bewerteten/performenden Unternehm...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / 1. Vermögenswerte und Vertragsverhältnisse

a) Genehmigungen Zu prüfen ist zunächst, ob der herauszulösende Unternehmensteil über Genehmigungen verfügt bzw. auf solche angewiesen ist und ob es sich um jeweils objektbezogene oder unternehmens- bzw. personenbezogene Genehmigungen handelt. Erfolgt die Veräußerung im Wege eines Share Deals i.R.d. Gesamtrechtsnachfolge und handelt es sich um eine unternehmensbezogene Genehmigun...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / a) Genehmigungen

Zu prüfen ist zunächst, ob der herauszulösende Unternehmensteil über Genehmigungen verfügt bzw. auf solche angewiesen ist und ob es sich um jeweils objektbezogene oder unternehmens- bzw. personenbezogene Genehmigungen handelt. Erfolgt die Veräußerung im Wege eines Share Deals i.R.d. Gesamtrechtsnachfolge und handelt es sich um eine unternehmensbezogene Genehmigung, ist ein Überg...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / 4. Grenzüberschreitende Aspekte

Bestehen ausländische Tochtergesellschaften, die Teil des herauszulösenden Unternehmensteils sind, bedeutet dies zusätzliche Komplexität. Hier hat mithilfe lokaler Berater vor allem einer Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen (vor allem auch regulatorischer und bürokratischer Anforderungen) für eine Übertragung des betreffenden Geschäftsbereichs und dessen Vermögenswerte...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / 1. Wrong-Pockets-Klausel

Für den Fall, dass es i.R.d. Carve-Outs eines unselbständigen Rechtsträgers zu einer Falschzuordnung von Vermögensgegenständen kommt und diese nicht mitübertragen wurden oder werden, bilden (in der Regel wechselseitig ausgestaltete) Wrong-Pockets-Klauseln die Absicht der Parteien ab, die unzutreffende Verortung der betreffenden Vermögensgegenstände im Nachhinein zu heilen. E...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / b) Vor- und Nachteile der umwandlungsrechtlichen Vorgänge

Die umwandlungsrechtlichen Vorgänge mit Anteilsveräußerung im Anschluss bieten demgegenüber den Vorteil der partiellen Gesamtrechtsnachfolge – also den Übergang der Vermögensgegenstände als Gesamtheit. Nachteile sind hier eine gesamtschuldnerische Haftung für Altverbindlichkeiten des übertragenden Rechtsträgers nach § 133 UmwG von übernehmendem Rechtsträger und übertragendem R...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Carve-Out-Transaktionen im ... / a) Vor- und Nachteile eines Asset Deals

Eine Übertragung im Wege des Asset Deals bietet den Vorteil, dass der zu übertragende Unternehmensteil nach Belieben "zurechtgeschnitten" werden kann. Wesentlicher Nachteil ist indes, dass die so übertragenen Vermögensgegenstände im Wege der Einzelrechtsnachfolge übergehen und somit alle übergehenden Vermögensgegenstände (regelmäßig bewegliche Gegenstände des Anlage- und Umlau...mehr