Fachbeiträge & Kommentare zu Personengesellschaft

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlung einer Kapitalges... / Zusammenfassung

Überblick Oftmals ist es notwendig, eine Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft oder ein Einzelunternehmen umzuwandeln. Hierfür stellen das Umwandlungsgesetz sowie flankierend dazu das Umwandlungssteuergesetz entsprechende Regelungen zur Verfügung. Das Umwandlungssteuergesetz ermöglicht zwar unter bestimmten Voraussetzungen eine Fortführung der Buchwerte, so dass es...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlungsrecht in der Praxis / 8.4.5 Beschlüsse über den Verschmelzungsvertrag

Der Verschmelzungsvertrag wird nur wirksam, wenn die Anteilsinhaber aller an der Verschmelzung beteiligten Rechtsträger diesem durch einen notariell beurkundeten Verschmelzungsbeschluss zustimmen.[1] Der Verschmelzungsbeschluss kann nur in einer Gesellschafterversammlung gefasst werden und bedarf grundsätzlich einer Mehrheit von mindestens 75 % der abgegebenen Stimmen. Bei Pe...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlungsrecht in der Praxis / 8.4.2 Verschmelzungsvertrag

Zur Durchführung einer Verschmelzung muss zwischen den beteiligten Gesellschaften ein Verschmelzungsvertrag geschlossen werden.[1] Zu diesem Zweck müssen in der Vorbereitungsphase der Verschmelzung die Vertretungsorgane der an der Verschmelzung beteiligten Rechtsträger einen schriftlichen Entwurf des Vertrags erstellen.[2] Der Mindestinhalt des Verschmelzungsvertrags ergibt s...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlungsrecht in der Praxis / 9.3.4 Spaltungsprüfung

Der Spaltungs- und Übertragungsvertrag oder sein Entwurf ist durch einen oder mehrere sachverständige Prüfer (Spaltungsprüfer) zu prüfen.[1] Die in der Regelung des § 9 Abs. 2 UmwG für die Verschmelzung vorgesehene Ausnahme von der Prüfung gilt ausdrücklich nicht für die Spaltung.[2] Dies resultiert aus der Tatsache, dass es bei der Auf- und Abspaltung stets zu einem Anteils...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlungsrecht in der Praxis / 4 Umwandlungen nach dem Umwandlungsgesetz

Neben der Einzelrechtsnachfolge und der Anwachsung sind im Umwandlungsgesetz abschließend die Verschmelzung, die Spaltung, die Vermögensübertragung und der Formwechsel geregelt. Seit der Umsetzung der sog. Verschmelzungsrichtlinie der EU[1] regeln die §§ 122 a – 122l UmwG auch die grenzüberschreitende Verschmelzung von Kapitalgesellschaften, bei der mindestens eine der beteil...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlungsrecht in der Praxis / 11.4.5 Umwandlungsbeschluss

Für den Formwechsel ist ein Beschluss der Gesellschafter des formwechselnden Rechtsträgers erforderlich, der in einer Gesellschafterversammlung gefasst werden und notariell beurkundet werden muss.[1] Bei der Einberufung der erforderlichen Gesellschafterversammlungen muss nach § 216 bzw. § 230 UmwG auf den zu beschließenden Formwechsel hingewiesen werden. Der Inhalt des Umwan...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlungsrecht in der Praxis / 8.3 Verschmelzungsmöglichkeiten

Verschmelzungen können auch rechtsformübergreifend zwischen Personenhandelsgesellschaften bzw. Partnerschaftsgesellschaften und Kapitalgesellschaften vorgenommen werden. Insgesamt stellen sich die Verschmelzungsmöglichkeiten bei Beteiligung von Personenhandels- und Kapitalgesellschaften nach dem Umwandlungsgesetz wie folgt dar:mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlung einer Kapitalges... / 3.5 Verlustverrechnungssperre

In § 2 Abs. 4 Satz 3 UmwStG ist eine Verlustverrechnungssperre geregelt, wonach der Ausgleich oder die Verrechnung von positiven Einkünften des übertragenden Rechtsträgers im Rückwirkungszeitraum mit verrechenbaren Verlusten, verbleibenden Verlustvorträgen, nicht ausgeglichenen negativen Einkünften und einem Zinsvortrag nach § 4h Abs. 1 Satz 5 EStG des übernehmenden Rechtstr...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlung einer Kapitalges... / 4.3 Beteiligungskorrekturgewinn

Für Anteile, die bereits am steuerlichen Übertragungsstichtag zum Betriebsvermögen des übernehmenden Rechtsträgers gehören, ist gem. § 4 Abs. 1 Satz 2 UmwStG eine Wertaufholung vorgesehen. Der Buchwert wird – maximal bis zum gemeinen Wert – erhöht um in der Vergangenheit vorgenommene steuerwirksame Abschreibungen sowie um Abzüge nach § 6b EStG oder ähnliche Abzüge. Der sich ...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Finance Office Premium
Bestätigungsvermerk / 1 Handelsrechtliche Grundlagen

Jahresabschluss und der Lagebericht von Kapitalgesellschaften (große und mittelgroße) und Personenhandelsgesellschaften gem. § 264a Abs. 1 HGB (z. B. GmbH Co. KG) müssen durch einen Abschlussprüfer geprüft werden.[1] Für kleine Kapitalgesellschaften besteht keine Prüfungspflicht; dies gilt natürlich auch für die Kleinstkapitalgesellschaft. [2] Abschlussprüfer können Wirtschaft...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Finance Office Premium
Bestätigungsvermerk / Zusammenfassung

Begriff Für bestimmte Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften besteht die gesetzliche Verpflichtung, den von ihnen aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht durch einen Abschlussprüfer prüfen zu lassen. Der Bestätigungsvermerk (Testat) ist die Zusammenfassung des im Prüfungsbericht detailliert erläuterten und dargestellten Prüfungsergebnisses. Gesetze, Vo...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Umwandlungsrecht in der Praxis / 7.2 Vorbereitungsphase

Vorbereitung notwendiger Beschlüsse In der Vorbereitungsphase werden die Beschlüsse der Anteilsinhaber der an einer Umwandlung beteiligten Rechtsträger vorbereitet, d. h. es wird die rechtsgeschäftliche Grundlage der Umwandlung erstellt. Bei den mit Vermögensübertragungen verbundenen Umwandlungen (Verschmelzung, Spaltung, Vermögensübertragung) ist von den Vertretungsorganen de...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Neustarthilfe: Antragsberec... / 3 Antragstellung: Ablauf und Fristen

Die Antragstellung erfolgt im ersten Antragsschritt direkt durch den Soloselbstständigen, seit Mitte März ist auch eine Antragstellung über prüfende Dritte möglich. Eine Antragstellung ist seit dem 16. Februar 2021 und bis zum 31. Oktober 2021 möglich (Fristverlängerung durch BMWi vom 21. Juni 2021, vorheriges Fristende 31. August 2021). Der Direktantrag ist elektronisch übe...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Neustarthilfe: Antragsberec... / 2 Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind in einem ersten Antragsschritt selbstständig Erwerbstätige (im Folgenden: "Soloselbstständige") aller Branchen, die ihre selbstständige Tätigkeit im Haupterwerb ausüben, d. h. dass der überwiegende Teil der Summe ihrer Einkünfte (mindestens 51 %) aus einer gewerblichen (§ 15 EStG) und/oder freiberuflichen (§ 18 EStG) Tätigkeit stammt, und die weniger a...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Außerordentliche Wirtschaft... / 2.3 Sonderfall: Verbundene Unternehmen

Verbundene Unternehmen (Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten) sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 % des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 % des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Liegt eine Antragsberechtigung vor, darf nur ein Antrag für alle ...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Finance Office Premium
Verbraucherdarlehen / 1 Voraussetzungen

§§ 491 ff. bis 505e BGB regeln. Verbraucherdarlehensverträge. Verbraucherdarlehensverträge sind Allgemein-Verbraucherdarlehensverträge und Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge.[1] Ein Allgemein-Verbraucherdarlehen (§ 491 Abs. 2 Satz 1 BGB; im folgenden "Verbraucherdarlehen") ist ein "normaler" Darlehensvertrag zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbrau...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
Außerordentliche Wirtschaft... / 2 Kreis der Antragsberechtigten für Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Antragsberechtigt sind einerseits direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen und andererseits auch indirekt betroffene Unternehmen. Dazu zählen neben den indirekt betroffenen auch über Dritte und somit mittelbar Betroffene. Antragsberechtigt sind dem Grunde nach Unternehmen aller Größen (auch öffentliche ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / a) BFH: Ungleichbehandlung der Personengesellschaft gegenüber dem Einzelunternehmer

Der BFH sieht darin jedoch eine Ungleichbehandlung (Schlechterstellung) der Personengesellschaft gegenüber dem Einzelunternehmer, der gleichzeitig mehrere verschiedene Einkunftsarten verwirklichen kann mit der Folge, dass bei ihm nur die originär gewerbliche Tätigkeit der GewSt unterfällt. aa) § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 1 EStG Sachlich gerechtfertigte Ungleichbehandlung: Bez...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitgliedschaft in einer Personengesellschaft (GmbHStB 2021, Heft 6, S. 192)

Was passiert beim „Zusammenfallen” nießbrauchsbelasteter und treuhänderisch gehaltener Anteile? Hendrik Grosse, StB[*] Bei Anteilsübertragungen unter Vorbehaltsnießbrauch sind seit jeher diverse steuerliche Aspekte zu beachten, um unerwünschte Steuerfolgen im Zusammenhang mit der Unternehmensübertragung zu vermeiden. Weitere Unsicherheiten resultieren nunmehr aus einer jünger...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / 2. Gespaltene Stimmrechtsausübung bei Personengesellschaften

Der Grundsatz der Einheitlichkeit der Mitgliedschaft steht im Beispielsfall der Aufspaltung des Stimmrechts nach der hier vertretenen Ansicht jedoch nicht entgegen. Dazu im Folgenden: Zulässigkeit einer gespaltenen Stimmrechtsausübung bei praktischem Bedürfnis: Ungeachtet der Frage der Einheitlichkeit des Anteils an der Personengesellschaft wird eine gespaltene Stimmrechtsaus...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / [Ohne Titel]

Dipl.-Finw. Karl-Heinz Günther[*] Die Infektionswirkung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1 EStG betraf bis 2006 ausschließlich im Bereich der Vermögensverwaltung tätige Personenhandelsgesellschaften, die auch gewerblich tätig waren. Als Reaktion auf die Rechtsprechung des BFH hat sie der Gesetzgeber dann jedoch mit § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG auf vermögensverwaltende Personen...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / 3. Greift die Bagatellgrenze bei § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG?

Bagatellgrenze des § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 1 EStG: Die Infektionswirkung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 1 EStG unterbleibt, wenn die Nettoumsatzerlöse aus der gewerblichen Tätigkeit 3 % der Gesamtnettoumsatzerlöse der Gesellschaft und den Betrag von 24.500 EUR im Veranlagungszeitraum nicht übersteigen[7]. Fraglich war, ob diese Bagatellgrenze auch im Bereich des § 15 A...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / bb) § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG

Verfassungsrechtliche Argumentation nicht ohne weiteres zu übernehmen: Der BFH hat nun jedoch entschieden, dass diese verfassungsrechtliche Argumentation für die Regelung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG nicht ohne weiteres übernommen werden kann. Nach seiner Auffassung gibt es für die durch die Abfärberegelung in § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG ausgelösten gewerb...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / 1. Problemstellung und Beispielsfall

Einheitlichkeit der Mitgliedschaft in der Personengesellschaft: Grundsätzlich wird von der Einheitlichkeit der Mitgliedschaft in der Personengesellschaft ausgegangen. Danach ist eine mehrfache Mitgliedschaft einer Person in einer Personengesellschaft mit der vertraglichen Grundlage der Personengesellschaft und ihrer Gesamthandsstruktur unvereinbar.[28] Beachten Sie: Anders al...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / b) § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG

Diese Rechtsfolge (Infektionswirkung) tritt ferner ein, wenn eine Personengesellschaft gewerbliche Beteiligungseinkünfte (§ 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG) bezieht (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG). Nach dieser Vorschrift führt einkommensteuerrechtlich jede Beteiligung, aus der die Gesellschaft gewerbliche Einkünfte bezieht, zu einer Umqualifizierung aller weiteren Einkünfte ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / b) Steuerliche Auswirkungen

Dass der BFH die Frage nach der Teilbarkeit der Mitgliedschaft in einer Personengesellschaft in einigen Urteilen zwar angesprochen, jedoch stets unbeantwortet gelassen hat, ist nach der hier vertretenen Ansicht nicht dahingehend zu werten, dass auch steuerlich zweifelsfrei an diesem Grundsatz festzuhalten ist. So führt der BFH in einem Urteil zum Quotennießbrauch aus dem Jahr...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / 5. Entscheidung des FG Düsseldorf v. 26.11.2020 – 9 K 2236/18 F

Im aktuell entschiedenen Streitfall [13] des FG Düsseldorf ging es um eine steuerberatend tätige KG, an der beteiligt waren: eine Steuerberatungs-GmbH als Komplementärin ohne Beteiligung am Gewinn und am Gesellschaftsvermögen, Steuerberater W als Komplementär, beteiligt mit 99,9 % am Gewinn und am Vermögen der KG, und Steuerberaterin C als Kommanditistin mit einer Beteiligung i....mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / b) Zurechnung der Mitunternehmerstellung nach § 15 EStG

Bei einem Treuhandverhältnis, dessen Gegenstand die Mitgliedschaft in einer Personengesellschaft ist, müssen die die Mitunternehmerstellung kennzeichnenden Merkmale somit in der Person des Treugebers vorliegen, damit dieser einkommensteuerrechtlich als Zurechnungssubjekt für die Anteile am Gewinn oder Verlust der Personengesellschaft angesehen werden kann.[22] Mitunternehmer ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / aa) § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 1 EStG

Sachlich gerechtfertigte Ungleichbehandlung: Bezogen auf die Regelung des § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 1 EStG hält der BFH diese Ungleichbehandlung der Personengesellschaft gegenüber einem Einzelunternehmer für sachlich gerechtfertigt und verweist hierzu auf das BVerfG, das mit Beschluss v. 15.1.2008[9] diese Ungleichbehandlung als verfassungskonform angesehen hat. Verfassung...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / V. Fazit

Die vorstehenden Ausführungen zeigen, dass eine gespaltene Stimmabgabe bei einer Personengesellschaft zivilrechtlich immer dann zulässig ist, wenn ein praktisches Bedürfnis hierfür besteht; dies ist bei einer wirtschaftlichen Spaltung des Anteils regelmäßig gegeben. Nichts anderes kann daher gelten, wenn bei einem Anteil an einer Personengesellschaft zwei dingliche Belastung...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / a) § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 1 EStG

Nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1 EStG gilt als Gewerbebetrieb die mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit einer OHG, einer KG oder einer anderen Personengesellschaft, wenn (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 1 EStG) die Gesellschaft auch eine Tätigkeit i.S.d. § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG ausübt. D.h. die gewerbliche Betätigung einer im Übrigen freiberuflich, land- und fors...mehr

Kommentar aus Haufe Steuer Office Excellence
Fischer/Pahlke/Wachter, Erb... / 2.1 Stundungsvoraussetzungen

Rz. 11 Eine Stundung nach § 28 Abs. 1 ErbStG a. F. setzte in sachlicher Hinsicht den Erwerb von Betriebsvermögen oder land- und forstwirtschaftlichem Vermögen voraus, wobei der zusätzliche Erwerb "nichtbegünstigten" Vermögens (z. B. Bargeld etc.) unschädlich war und lediglich eine entsprechende Aufteilung des Erwerbs für Zwecke der Stundung vorgenommen werden musste. Art und...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / I. Einführung

Die konkrete Ausgestaltung eines Nießbrauchsrechts an einem Personengesellschaftsanteil ist vor dem Hintergrund der "Mitunternehmer-Anforderungen" seit jeher komplex und damit auch häufig Diskussionspunkt mit der Finanzverwaltung. Mitunternehmerischer Nießbrauch: Insbesondere zur Erlangung der erbschaft- und schenkungsteuerlichen Betriebsvermögens(BV)-Begünstigungen (§§ 13a, ...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / b) Drei Typen der fiduziarischen Treuhand

Je nach Entstehungskonstellation werden drei Typen der fiduziarischen Treuhand unterschieden: die Übertragungstreuhand, die Erwerbstreuhand und die Vereinbarungstreuhand. Bei der Übertragungstreuhand wird das Treugut unmittelbar aus dem Vermögen des Treugebers dinglich auf den Treuhänder übertragen. Bei der Erwerbstreuhand kommt das Treuhandverhältnis durch Erwerb der Beteiligung...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / c) Zwischenfazit

Sofern der Treuhänder nach dem Treuhandvertrag die ihm als Gesellschafter zustehenden Rechte – insbesondere das Stimmrecht – nur nach den Weisungen des Treugebers auszuüben hat, zudem allen übrigen Weisungen des Treugebers im Hinblick auf das Treugut Folge zu leisten hat und der Treuhänder darüber hinaus verpflichtet ist, dem Treugeber auf Aufforderung jede Auskunft zu erteilen...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Einheitlichkeit der Mitglie... / [Ohne Titel]

Hendrik Grosse, StB[*] Bei Anteilsübertragungen unter Vorbehaltsnießbrauch sind seit jeher diverse steuerliche Aspekte zu beachten, um unerwünschte Steuerfolgen im Zusammenhang mit der Unternehmensübertragung zu vermeiden. Weitere Unsicherheiten resultieren nunmehr aus einer jüngeren Entscheidung des BFH v. 19.7.2018, wonach an einem Gesellschaftsanteil grundsätzlich nur eine...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / 4. Besonderheiten bei der Gewerbesteuer

GewSt-Belastung wegen Einkünfteumqualifizierung: Besonderheiten ergeben sich hinsichtlich der GewSt. Beide Alternativen des § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1 EStG führen – orientiert am reinen Wortlaut – dazu, dass infolge der Umqualifizierung sämtlicher Einkünfte der Gesellschaft in solche aus Gewerbebetrieb der von der Personengesellschaft insgesamt erzielte Gewinn nach Maßgabe der B...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Infektionswirkung des §... / cc) Fazit des BFH = verfassungskonforme Auslegung von § 2 Abs. 1 S. 2 GewStG

Der BFH hält es daher für folgerichtig, auch in den Fällen, in denen es nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 S. 1, Alt. 2 EStG einkommensteuerrechtlich zu einer Abfärbung gewerblicher Beteiligungseinkünfte auf nicht gewerbliche Einkünfte kommt, durch entsprechende Auslegung gewerbesteuerrechtlicher Normen zu verhindern, dass an sich nicht gewerbliche und damit auch nicht gewerbesteuerbare...mehr

Kommentar aus Haufe Steuer Office Excellence
Fischer/Pahlke/Wachter, Erb... / 4 Regelungsverknüpfung (§ 1 Abs. 2 ErbStG)

Rz. 150 Soweit nichts anderes bestimmt ist, gelten nach dem Gleichstellungsgebot des § 1 Abs. 2 ErbStG die Vorschriften über die Erwerbe von Todes wegen auch für Schenkungen und Zweckzuwendungen, die Vorschriften über Schenkungen auch für Zweckzuwendungen unter Lebenden.[1] Das Gleichstellungsgebot gilt jedoch nur für Vorschriften des ErbStG, nicht für ausländische Rechtsvor...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
CSR-Richtlinie 2.0: Neue Be... / 2 CSR-Richtlinie 2.0-Vorschlag: Betroffene Unternehmen

Die neue CSR-Richtlinie erweitert die Zielgruppe auf alle großen Kapital- und denen über § 264a HGB gleichgestellte Personenhandelsgesellschaften und mittelfristig auch auf fast alle Unternehmen des öffentlichen Interesses unabhängig von der Größe. Ausweitung der betroffenen Unternehmen Neben der angestrebten qualitativen Verbesserung der Berichterstattung ist mit dem Vorschla...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
CSR-Richtlinie 2.0: Neue Be... / 1 Unternehmensberichterstattung im Wandel

Die Unternehmensberichterstattung befindet sich in einem Umbruch. Die Tendenz geht dabei weg von der reinen finanziellen Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hin zu Darstellung von nichtfinanziellen Faktoren. Schon bisher haben große Kapitalgesellschaften im Lagebericht über die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, wie Informationen über Umwelt-...mehr

Beitrag aus Haufe Finance Office Premium
CSR-Richtlinie 2.0: Neue Be... / 7 Kein Ausweiswahlrecht mehr für die CSR-Erklärung

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung soll Teil des Lageberichts werden, ausgelagerte Berichte wirken ab 2023 nicht mehr befreiend. Damit soll die Vergleichbarkeit erhöht und die Integration in die Darstellung der wirtschaftlichen Lage verbessert werden. Die Integration der Nachhaltigkeits-Performance in den Lagebericht ist der geeignete Ort der Berichterstattung. Dennoch sind...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
Gewerblicher Grundstückshandel / 2.1.5 3-Objekt-Grenze bei Beteiligung an einer Grundstückspersonengesellschaft

Bei der Beteiligung an Grundstücksgesellschaften zur Verwertung von Grundstücken (z. B. durch Verkauf oder Bebauung und Verkauf), kann sowohl bei der Gesellschaft als auch beim Gesellschafter selbst jeweils ein gewerblicher Grundstückshandel begründet sein. 3-Objekt-Grenze bei der Gesellschaft Zunächst ist zu prüfen, ob die Gesellschaft selbst durch Überschreiten der "3-Objekt...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Der Brexit und die Nachfolg... / c) Behaltensfrist

Der in der Regelverschonung 85%ige bzw. in der Optionsverschonung 100%ige Verschonungsabschlag und der Abzugsbetrag entfallen mit Wirkung für die Vergangenheit, wenn ein Behaltensfristverstoß i.S.d. § 13a Abs. 6 ErbStG vorliegt. Als solcher Verstoß kommt insb. die Veräußerung des unentgeltlich übertragenen Vermögens in Betracht. Der Brexit bzw. das Ende des Übergangszeitraum...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Der Brexit und die Nachfolg... / 3. Nachlass- bzw. Schenkungsgegenstand

Fälle, in denen sich Nachlassgegenstände oder Schenkungsgegenstände durch die EU-/EWR-Zugehörigkeit eines Landes verändern, scheinen auf den ersten Blick undenkbar. So bleibt ein Haus bspw. ein Haus, unabhängig davon, ob es in Deutschland, im EU-/EWR-Ausland oder in einem Drittstaat steht. Dennoch können sich auch hinsichtlich des Erwerbsgegenstands durch den Brexit Konsequen...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Die Behandlung von Erbbaure... / 6. Übertragung des Erbbaurechtes kraft Gesetzes

Die Übertragung eines Erbbaurechtes kraft Gesetzes und die Übertragung eines Erbbaurechtes durch behördlichen Anspruch unterliegt der Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG. Zwingende Folge eines Rechtsgeschäftes: Der Übergang eines Erbbaurechtes kraft Gesetzes ist immer dann gegeben, wenn entweder den Eigentümerwechsel vorbereitende Rechtsgeschäfte bereits begrifflic...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Der Brexit und die Nachfolg... / b) Lohnsummentest

Voraussetzung für eine vollumfängliche Nutzung der Betriebsvermögensbegünstigungen ist u.a. das Bestehen des Lohnsummentests. Auf Basis der gezahlten Löhne der letzten fünf vor dem Steuerentstehungszeitpunkt endenden Wirtschaftsjahre des Betriebs wird eine Ausgangslohnsumme ermittelt. Das Vielfache dieser Ausgangslohnsumme (Regelverschonung: 400 %, Optionsverschonung: 700 %)...mehr

Beitrag aus Haufe Steuer Office Excellence
Der Brexit und die Nachfolg... / a) Begünstigtes Betriebsvermögen

Inwieweit für die Übertragung von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen die erbschaft- und schenkungsteuerlichen Betriebsvermögensbegünstigungen in Betracht kommen, hängt zunächst von der Art des übertragenen Vermögens ab. Grundsätzlich kommt die bis zu 100%ige Steuerbefreiung der §§ 13a, 13b ErbStG für land- und fortwirtschaftliches Vermögen, gewerbliches oder freiberufliches B...mehr

Kommentar aus Haufe Steuer Office Excellence
Schwarz/Pahlke, AO § 42 Mis... / 6.2.10 Weitere Fälle

Rz. 140 Werden alte Aktien mit Dividendenanspruch veräußert und von dem Erwerber kurz darauf junge Aktien derselben Gesellschaft ohne Dividendenanspruch an den Veräußerer der alten Aktien verkauft, ist auch nach Aufhebung des § 50c Abs. 8 S. 2 EStG kein Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Der Erwerber erlangt nämlich anders als beim Wertpapierpensionsgeschäft be...mehr

Kommentar aus Haufe Steuer Office Excellence
Schwarz/Pahlke, AO § 42 Mis... / 6.6 Grunderwerbsteuer

Rz. 151 Die Übertragung eines Anteils an einer grundbesitzenden GbR erfüllt als solche nicht den Tatbestand des § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG. Nach der st. Rspr. des BFH konnte die Übertragung sämtlicher Anteile an einer nur grundbesitzhaltenden Personengesellschaft aber nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG i. V. m. § 42 AO der GrESt unterliegen.[1] Seit der Einfügung des § 1 Abs. 2a GrES...mehr