Fachbeiträge & Kommentare zu Handelsbilanz

Kommentar aus Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen
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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / I. Regelungsgegenstand

Rz. 1 [Autor/Zitation] § 241a Satz 1 gewährt buchführungspflichtigen Einzelkaufleuten, deren Umsatzerlöse und Jahresüberschüsse in zwei aufeinander folgenden GJ bestimmte Schwellenwerte jeweils nicht überschreiten, ein Wahlrecht, sich von der handelsrechtlichen Buchführungspflicht sowie insbes. von der Erstellung eines Inventars (§§ 238–241) befreien zu lassen. Bei einer Neug... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / (2) Steuerbilanz

Rz. 116 [Autor/Zitation] Unabhängig vom Ausweis einer Schuld in der Gesellschaftsbilanz einer Personengesellschaft gelten die Abgrenzungskriterien für Einzelunternehmer (s. hierzu Rz. 112 ff.) zur Zuordnung einer Schuld zum Betriebsvermögen bei Mitunternehmerschaften entsprechend. Eine zum Gesamthandsvermögen einer Mitunternehmerschaft gehörige Schuld ist demnach nicht schon ... mehr

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§ 1 Einkommensermittlung / (1) Voraussetzungen des § 7g EStG.

Rz. 336 § 7g EStG Investitionsabzugsbetrag (IAB) und Sonderabschreibung zur Förderung kleiner und mittlerer Betriebe (vgl. Rdn 367 ) Die Regelung des Investitionsabzugsbetrags wurde durch die Unternehmenssteuerreform 2008 eingeführt und ist ab Verkündung des Gesetzes am 18.8.2007 anwendbar. Steuerpflichtige können für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren ... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / ff) Wertverhältnisse am Bilanzstichtag gem. § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. f EStG

Rz. 324 [Autor/Zitation] Bei der Bewertung sind stets die Wertverhältnisse am Bilanzstichtag maßgebend; künftige Preis- und Kostensteigerungen dürfen nicht berücksichtigt werden (§ 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. f EStG). Ist die Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen handelsbilanziell zulässig, so folgt aus § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. f EStG eine Abweichung der Steuerbilanz... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / I. Regelungsgegenstand

Rz. 1 [Autor/Zitation] § 248 Abs. 1 schließt bestimmte Aufwendungen des Unternehmens von einem Ansatz in der Handelsbilanz aus (Aktivierungsverbote), und zwar Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens (Nr. 1), für die Beschaffung des Eigenkapitals (Nr. 2) und für den Abschluss von Versicherungsverträgen (Nr. 3). Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände de... mehr

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§ 1 Einkommensermittlung / b) Nicht abnutzbares Anlagevermögen

Rz. 377 Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die nicht der AfA unterliegen, wie z.B. sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten anzusetzen (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Wenn aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung der Teilwert niedriger ist, müssen buchführende Gewerbetreibende den niedrigeren Teilwert ansetzen (§... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / VI. Blick nach Österreich

Rz. 32 [Autor/Zitation] § 201 öUGB leitet den dritten Titel des ersten Abschnitts des dritten Buchs des öUGB ein. Die Regelung bezieht sich auf Ansatz und Bewertung und umfasst dem Wortlaut nach einen weiteren Anwendungsbereich als die deutsche Parallelbestimmung des § 252 HGB , welche auf "Allgemeine Bewertungsgrundsätze" Bezug nimmt (s. Rz. 311). Der Wortlaut des § 252 Abs. ... mehr

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§ 1 Einkommensermittlung / aa) Abgrenzung zum Anlagevermögen und Grundsatz der Bewertung

Rz. 380 Während das Anlagevermögen dem Unternehmen dauerhaft zur betrieblichen Leistungserstellung dient, können die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens (auf Englisch treffender: working capital) nur einmal ihrem Zweck entsprechend eingesetzt werden. Diese Vermögensgegenstände werden verbraucht, bzw. veräußert oder, z.B. bei Forderungen, in liquide Mittel überführt. Vier... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / Schrifttum:

Hübner/Leyh, Die Währungsumrechnung nach § 256a HGB n. F.: Wider die einseitige Maßgeblichkeit!, DStR 2010, 768; Hübner/Leyh, Währungsumrechnung und Folgebewertung nach BilMoG in Handelsbilanz und Steuerbilanz – Zugleich Erwiderung auf Schüttler/Stolz/Jahr, DStR 2010, 768, DStR 2010, 1951; Kirsch, Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung im handelsrechtlichen Jah... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 1. Allgemeines

Rz. 95 [Autor/Zitation] Gemäß § 5 Abs. 5 Satz 3 EStG "sind" in der Steuerbilanz auf der Aktivseite anzusetzen (1.) als Aufwand berücksichtigte Zölle und Verbrauchsteuern, soweit sie auf am Abschlussstichtag auszuweisende Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögens entfallen, (2.) als Aufwand berücksichtigte USt. auf am Abschlussstichtag auszuweisende Anzahlungen. Es besteht somit B... mehr

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Vorbemerkungen Vor §§ 238 f... / III. Steuerrecht

Rz. 37 [Autor/Zitation] Durch das BilMoG sind die (faktischen) Einflüsse des Steuerrechts auf das Handelsbilanzrecht zurückgedrängt worden. Eine umgekehrte Maßgeblichkeit hat zwar nie bestanden, die frühere Voraussetzung, für steuerliche Begünstigungen besondere Ansätze in der Handelsbilanz vornehmen zu müssen, hatte aber faktisch den Einfluss einer umgekehrten Maßgeblichkeit... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / III. Bilanzierung der Rückstellungen für Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtung

Rz. 345 [Autor/Zitation] Liegen die Voraussetzungen für die Passivierung einer Kulanzrückstellung vor, besteht auch Passivierungspflicht. Rz. 346 [Autor/Zitation] Die Passivierung von Gewährleistungsrückstellungen kommt als Einzel- und als Pauschalrückstellung in Betracht (Meyering/Gröne in HKMS3, § 249 HGB Rz. 206). Eine Einzelrückstellung ist zu passivieren, wenn der betreffe... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 3. Bedeutung der DRS

Rz. 13 [Autor/Zitation] Im Bundesanzeiger vom 3.5.2018 wurde der Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 25 (DRS 25) – Währungsumrechnung im Konzernabschluss gem. § 342 Abs. 2 HGB – bekannt gemacht, so dass dieser die Vermutung erlangt hat, GoB für die Konzernrechnungslegung zu sein. Dieser Standard gilt grds. nur für die Konzernrechnungslegung. Nach DRS 25.4 wird allerdings... mehr

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Anhang zu §§ 238–263 HGB: D... / I. Rückstellungen für Verluste der Organgesellschaft

Rz. 121 [Autor/Zitation] Insbesondere wenn das Wirtschaftsjahr des Organträgers vor dem der Organgesellschaft endet, kann sich aus Sicht des Organträgers die Frage stellen, ob drohende Verluste der Organgesellschaft bereits im Wege einer Rückstellung antizipiert werden können (Brink in Schnitger/Fehrenbacher2, § 14 KStG Rz. 826). Dieser Überlegung hat der BFH jedoch bereits f... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / aa) Allgemeines

Rz. 201 [Autor/Zitation] § 198 Abs. 7 öUGB zum Disagio entsprach bis zum RÄG 2014 weitgehend § 250 Abs. 3 HGB und Art. 41 Abs. 1 der RL 78/660/EWG. Mit dem RÄG 2014 wurde das bisherige Aktivierungswahlrecht auf Grundlage des Art. 12 Abs. 10 Bilanz-RL 2013/34/EU durch eine Aktivierungspflicht ersetzt. Die Aktivierungspflicht gilt nur für ein Disagio, das zeitlich nach Anwendba... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 4. Zinssatz nach § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG

Rz. 441 [Autor/Zitation] Rückstellungen für Verpflichtungen, die unverzinslich sind oder eine Laufzeit von zwölf Monaten oder mehr aufweisen, sind gem. § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG mit einem Zinssatz von 5,5 % abzuzinsen. Der für die Handelsbilanz geltende durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben bzw. zehn Jahre gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB (s. Rz. 400) gilt... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 3. Berichtigungen und Änderungen der Bilanz

Rz. 46 [Autor/Zitation] Das HGB enthält – anders als das Steuerrecht – keine besonderen gesetzlichen Regelungen für nachträgliche Modifikationen der Bilanz. Begriffsprägend ist auch für die Handelsbilanz die steuerrechtliche Unterscheidung von Bilanzberichtigung und Bilanzänderung (Merkt in Hopt41, § 245 HGB Rz. 4 f.; Hoffmann/Lüdenbach, NWB Komm. Bilanzierung14, § 252 HGB Rz... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / aa) Planmäßige Abschreibungen

Rz. 132 [Autor/Zitation] Gemäß § 250 Abs. 3 Satz 2 ist in der Handelsbilanz ein aktivierter Unterschiedsbetrag durch planmäßige Abschreibungen zu tilgen. Diese "können" auf die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt werden. Der Unterschiedsbetrag muss also spätestens mit der Rückzahlung des Kredits getilgt sein. Allerdings ist auch eine kürzere Abschreibung zulässig, z... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / bb) Gebäude

Rz. 130 [Autor/Zitation] Für die Abgrenzung der Bewertungsobjekte bei Gebäuden existiert eine umfangeiche Anzahl an steuerlichen Verlautbarungen, welche auch für die Erstellung der Handelsbilanz zugrunde gelegt werden (Hoffmann, StuB 2015, 689; näher aus handelsbilanzieller Sicht Mujkanovic, DB 2008, 649, 650 ff.). Als maßgebliche Leitlinie wird auf den einheitlichen Nutzen- ... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 1. Inhalt und Zweck der gesetzlichen Regelung

Rz. 269 [Autor/Zitation] Der in Abs. 1 Nr. 6 kodifizierte Grundsatz der Bewertungsstetigkeit stellt auf die Beibehaltung der im vorhergehenden JA angewandten Bewertungsmethoden ab (zur Entwicklungsgeschichte und bilanztheoretischen Fundierung des Grundsatzes: Bense, DStR 2020, 1658, 1660 ff.; Velte, StuW 2014, 240, 241 ff.; Wengerofsky, Die materielle Stetigkeit im Handels- u... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / bb) Grundsätzlicher Wertansatz

Rz. 185 [Autor/Zitation] Aufgrund der sinngemäßen Anwendung des § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG sind Verbindlichkeiten – sowohl nach der neuen als auch nach der alten Gesetzesfassung – im Ausgangspunkt mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten oder mit dem höheren Teilwert anzusetzen. Der Begriff der Anschaffungs- und Herstellungskosten des § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG ist nicht ohne Weiter... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / (2) Steuerbilanz

Rz. 81 [Autor/Zitation] Steuerrechtlich werden zur Gewinnermittlung bei der Personengesellschaft neben deren Gesamthandsvermögen auch die Wirtschaftsgüter der Gesellschafter herangezogen, die geeignet und bestimmt sind, dem Betrieb der Personengesellschaft zu dienen (Sonderbetriebsvermögen I) oder die zur Begründung oder Stärkung der Beteiligung des Gesellschafters an der Per... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 4. Steuerliche Aspekte

Rz. 547 [Autor/Zitation] Wie die Anschaffungskosten sind auch die Herstellungskosten im öEStG nicht (ausdrücklich) definiert; § 6 Z 2 lit. a öEStG normiert jedoch die Einbeziehung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten in die Herstellungskosten. Diese Einbeziehungspflicht bezieht sich nach dem Gesetzeswortlaut zwar nur für das Umlaufvermögen und das nicht... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / Schrifttum:

Goldschmit, Das neue Aktienrecht, 1932; Neufeld, Die Aktienrechtsnovelle vom 19.9.1931, 1932; Klausing, Reform des Aktienrechts, 1933; Streit, Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung für Rückstellungen, 1934; Schlegelberger/Quassowski/Herbig/Geßler/Hefermehl, AktG, 3. Aufl. 1939; Adler/Forster, Die Verneinung der Passivierungspflicht für Pensionsrückstellungen durch den Bund... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 4. Wesentlichkeit

Rz. 176 [Autor/Zitation] Aus dem auch den Bilanzansatz umfassenden GoB der Wesentlichkeit folgt, dass handelsrechtlich von der Bilanzierung geringfügiger RAP abgesehen werden darf. Das Vollständigkeitsgebot gem. § 246 Abs. 1 Satz 1 tritt insoweit zurück (WP Handbuch18, Kap. F Rz. 442, 714; Schubert/Waubke in Beck BilKomm.13, § 250 HGB Rz. 28; Kahle/Kopp, DStR 2022, 2627, 2631... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / c) Bestimmte Zeit

Rz. 60 [Autor/Zitation] Aus Gründen der Objektivierung kommt die Abgrenzung von Ausgaben nur in Betracht, wenn sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Hierdurch soll der Gefahr begegnet werden, dass Ausgaben für nicht hinreichend greifbare Gegenwerte auf dem Umweg über die Rechnungsabgrenzung aktiviert werden (BT-Drucks. IV/171, 174; Moxter,... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 2. Sachlicher Geltungsbereich

Rz. 318 [Autor/Zitation] Das Gesetz erfasst nur einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Der selbst geschaffene (originäre) Geschäfts- oder Firmenwert ist demgegenüber nicht aktivierungsfähig (vgl. auch Kahle/Kopp/Baltromejus in HKMS3, § 246 HGB Rz. 191; Kleindiek in Großkomm. HGB6, § 246 Rz. 80; Hennrichs in BeckOGK HGB, § 246 Rz. 132 [3/2023]; Justenhoven/Me... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / II. Bedeutung und Zweck

Rz. 3 [Autor/Zitation] Die in § 248 Abs. 1 geregelten Aktivierungsverbote, die für alle Kaufleute gelten, sollen verhindern, dass die von Unternehmen getragenen Aufwendungen der Gründung des Unternehmens (Nr. 1) und der Eigenkapitalbeschaffung (Nr. 2) auf mehrere Rechnungsperioden verteilt werden. § 248 Abs. 1 Nr. 3 enthält eine Spezialbestimmung für Versicherungsverträge und... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 2. Verhältnis zum Steuerrecht

Rz. 15 [Autor/Zitation] Über das Maßgeblichkeitsprinzip (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EStG) gilt der Grundsatz der Vollständigkeit (§ 246 Abs. 1 Satz 1) auch in der Steuerbilanz. Folglich besteht auch steuerbilanziell grds. eine Ansatzpflicht für alle aktiven Wirtschaftsgüter. Dies folgt auch aus der Rspr. des BFH, nach der handelsrechtliche Aktivierungswahlrechte zu steuerlichen Aktivi... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / II. Einschränkung des Maßgeblichkeitsgrundsatzes

Rz. 196 [Autor/Zitation] In der Steuerbilanz ist das Betriebsvermögen gem. § 5 Abs. 1 Satz 1 Halbs. 1 EStG prinzipiell nach den handelsrechtlichen GoB anzusetzen (materielle Maßgeblichkeit). Daher sind die Bestimmungen des § 248 grds. auch für die Steuerbilanz relevant. Gemäß § 5 Abs. 2 EStG sind jedoch immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens nur dann anzusetzen, we... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / Schrifttum:

Naumann, Bewertungseinheiten im Gewinnermittlungsrecht der Banken, Diss. 1995 (zitiert: Bewertungseinheiten); Herzig/Mauritz, Micro-Hedges, Macro-Hedges und Portfolio-Hedges für derivative Finanzinstrumente: Kompatibel mit dem deutschen Bilanzrecht?, WPg. 1997, 141; Herzig/Mauritz, Ökonomische Analyse von Konzepten zur Bildung von Bewertungseinheiten: Micro-Hedges, Macro-Hed... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / III. Geltungsbereich

Rz. 14 [Autor/Zitation] § 252 ist dem ersten Abschnitt des 3. Buches des HGB zugeordnet, welches für alle Kaufleute maßgeblich ist (Baetge/Ziesemer/Schmidt in BKT, Bilanzrecht, § 252 HGB Rz. 8 [10/2011]; BKT, Bilanzen16, 103; Benne, WPg. 1992, 245, 247; Lang in HuRB, 223; Meyering/Gröne, StuW 2018, 28, 29). Demnach handelt es sich um zwingendes Recht, welches für sämtliche Ist... mehr

Kommentar aus Baetge, Rechnungslegung nach IFRS (Schäffer-Poeschel)
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Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 1. Allgemeines

Tz. 300 Stand: EL 51 – ET: 10/2023 Latente Steuern und Steuern vom Einkommen und Ertrag sind in IFRS-Abschlüssen grundsätzlich nach IAS 12 zu bilanzieren. Gemäß IAS 1.16 sind die allgemeinen Vorschriften des IAS 12 auch auf Konzernabschlüsse anzuwenden. Tz. 301 Stand: EL 51 – ET: 10/2023 IAS 12 basiert auf dem sog. temporary -Konzept (temporary differences; IAS 12.5). Das tempor... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / c) Wertung

Rz. 47 [Autor/Zitation] Entgegen der bisherigen steuerlichen Judikatur bedarf es uE für das Vorliegen eines Vermögensgegenstands einer Einzelverwertbarkeit des jeweiligen Guts. Die Übertragbarkeit zusammen mit dem Unternehmen als Ganzes genügt mithin nicht, um ein Gut als Vermögensgegenstand zu qualifizieren. Einzelverwertbarkeit geht dabei über Einzelveräußerbarkeit hinaus. ... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / a) Allgemeine Maßgaben

Rz. 101 [Autor/Zitation] Sofern nicht mehr von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen werden kann, ist die Fortführungsprämisse nicht mehr angebracht. Die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für die Bilanzierung sind gesetzlich allerdings nicht geregelt und somit im Wege der Auslegung zu ermitteln (Kahle/Cortez in HKMS3, § 252 HGB Rz. 75; Armbruster/Müller i... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 1. Absetzungen für Abnutzung

Rz. 735 [Autor/Zitation] §§ 6 ff. EStG enthalten für Abschreibungen in der Steuerbilanz eigene Regelungen, die nicht nur terminologisch, sondern auch betragsmäßig zu Abweichungen von den Ansätzen der Handelsbilanz führen. Rz. 736 [Autor/Zitation] Gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG sind Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, mit den Anschaffungs- od... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / I. Regelungsgegenstand

Rz. 1 [Autor/Zitation] Die Vorschrift des § 250 begründet – vorbehaltlich des Abs. 3 – eine Ansatzpflicht für transitorische Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) ieS. Gemäß Abs. 1 sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag als aktive RAP auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Abweichend davon besteht handelsrechtlich gem. Abs. 3 ein Aktiv... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / f) Planmäßige Abschreibungen im Zugangsjahr

Rz. 532 [Autor/Zitation] Im Zugangsjahr ist grds. nur ein entsprechender Teil der planmäßigen Jahresabschreibung zu verrechnen ("pro rata temporis"). Dieser Grundsatz kann aus Vereinfachungsgründen eingeschränkt werden. So ist es zulässig, die Abschreibungen zur Vereinfachung nach Monaten (statt nach Tagen) zu berechnen, wobei der Monat der Lieferung oder Fertigstellung als v... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 2. Formelles versus materielles Maßgeblichkeitsverständnis

Rz. 99 [Autor/Zitation] Das Ausmaß der Einflusswirkung unternehmensrechtlicher GoB auf die steuerliche Gewinnermittlung hängt in weiterer Folge davon ab, ob der Maßgeblichkeit ein "formelles" oder ein "materielles" Verständnis zu Grunde gelegt wird (vgl. dazu ausführlich Titz, Bilanzsteuerrecht 26). Die formelle oder materielle Wirkung der Maßgeblichkeit wird als "Rechtsfolge... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / b) Mögliche Beseitigung weiterer unsystematischer Abweichungen

Rz. 110 [Autor/Zitation] Das Regierungsprogramm nennt als Maßnahme zur Modernisierung und Zusammenführung der Bilanzrechte des öEStG und öUGB beispielhaft die Anpassung der Abschreibungsdauer beim Firmenwert (vgl. Regierungsprogramm 2020-2024, Aus Verantwortung für Österreich 67). Hinsichtlich der Aktivierungspflicht eines Firmenwerts besteht bereits Gleichklang zwischen öUGB... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / III. Geltungsbereich und Verhältnis zu anderen Vorschriften

Rz. 4 [Autor/Zitation] Obwohl § 241a innerhalb des Ersten Abschnitts des Dritten Buchs des HGB – den Regelungen für alle Kaufleute – verortet ist, adressiert diese Vorschrift explizit und ausschließlich Einzelkaufleute, falls bestimmte Schwellenwerte (kumulativ) nicht überschritten werden. Insoweit ist § 241a als rechtsform- und größenspezifische Vorschrift aufzufassen. Ebens... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / cc) Bilanzierungspraxis

Rz. 289 [Autor/Zitation] Ausgehend von der Grundsatzentscheidung des BFH zur Zuordnung eines Leasingguts nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise (BFH v. 26.1.1970 – IV R 144/66, BStBl. II 1970, 264) hat das BMF diverse Schreiben veröffentlicht, in denen Lösungen zum Zuordnungsproblem zum wirtschaftlichen Eigentümer entwickelt wurden (BMF v. 19.4.1971 – IV B 2 - S 2170 - 3... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / 1. Inhalt und Zweck der gesetzlichen Regelung

Rz. 72 [Autor/Zitation] Nach Nr. 2 ist bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Dieser Grundsatz wird auch als Prinzip, Postulat oder Prämisse des Going Concern bezeichnet (dazu näher Mader/Seitz, DStR 2018, 1933). Regelmäßig wir... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / d) Blick in die Zukunft: Maßgeblichkeit im Lichte von Pillar 2

Rz. 118 [Autor/Zitation] Während die steuerpolitische Ausrichtung des österreichischen Bilanzsteuerrechts in den letzten Jahren deutlich in Richtung Beibehaltung und Stärkung des Maßgeblichkeitsprinzips vorgegeben war, könnten die internationalen Entwicklungen diese Diskussion beeinflussen. Die auf zwei Säulen (Pillar 1 und Pillar 2) beruhende globale Reform der Konzernbesteu... mehr

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§ 1 Einkommensermittlung / a) Sonderbetriebsvermögen (SBV)/Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben

Rz. 194 Die Einkünfte eines Mitunternehmers können als Unterhaltseinkünfte nur dann vollständig beurteilt werden, wenn auch das Ergebnis aus dem Sonderbetriebsvermögen (entsprechende Vorgehensweise bei der EÜR mit Anlagen SE 2015 und Anlage AVSE 2015; siehe auch Rdn 136, 445) herangezogen wird (vgl. Rdn 493 ff.). Sonderbetriebsvermögen (SBV) ist ein steuerrechtlicher Begriff ... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / XI. Steuerlatenzen

Rz. 128 [Autor/Zitation] Kommen in Handels- und Steuerbilanz unterschiedliche Umrechnungskurse zur Anwendung, so kann dies Steuerlatenzen hervorrufen. Relevanter für das Auftreten von unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz sind aber abweichende Bewertungsregeln (vgl. nur Deubert/Meyer in HdJ, Abt. I/16 Rz. 65 [2/2019]; Dutzi in Beck HdR, B 780 Rz. 88 f.; ... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / Schrifttum:

zu Abs. 1 (Anschaffungskosten): Döllerer, Anschaffungskosten und Herstellungskosten nach neuem Aktienrecht unter Berücksichtigung des Steuerrechts, BB 1966, 1405; Zwehl, Zuschüsse im Jahresabschluß, WPg. 1970, 4; Döllerer, Zur Problematik der Anschaffungs- und Herstellungskosten, JbFStR 1976/77, 196; Langel, Bilanzierungs- und Bewertungsfragen bei Wechselkursänderungen, StbJb... mehr

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Vorbemerkungen Vor §§ 238 f... / e) Teleologische Auslegung und wirtschaftliche Betrachtungsweise

Rz. 19 [Autor/Zitation] Mit dem Element der zweckorientierten (telelogischen) Auslegung ist zum einen der konkrete Regelungs- oder Schutzzweck einer Bestimmung zu ermitteln und in den Grenzen des Wortsinns die Auslegungsalternative zu wählen, die diesem Zweck am stärksten zur Verwirklichung verhilft. Dabei kann es bei widerstreitenden Zwecken notwendig werden, eine Abwägung v... mehr

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§ 1 Einkommensermittlung / cc) Steuerrückstellungen

Rz. 469 Unterhaltsrelevanz Gewinnreduzierende Steuerrückstellungen finden sich praktisch in jeder Bilanz und müssen unterhaltsrechtlich auf ihre Angemessenheit überprüft werden. Rz. 470 In den Steuerrückstellungen sind als der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten diejenigen Steuern und Abgaben einzustellen, die bis zum Ende des Geschäftsjahres wirtschaftlich oder rechtlich en... mehr

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Anzinger/Oser/Schlotter, Re... / E. § 241a und elektronische Deklaration

Rz. 29 [Autor/Zitation] Bei einer Nichtüberschreitung sowohl der HGB-Schwellenwerte als auch der AO-Schwellenwerte (Rz. 14) sowie einer Inanspruchnahme des Wahlrechts gem. § 241a Satz 1 wird simultan die nach § 5b Abs. 1 EStG verpflichtende elektronische Übermittlung der Inhalte von Handelsbilanz, handelsrechtlicher GuV und Überleitungsrechnung bzw. alternativ von Steuerbilan... mehr