Fachbeiträge & Kommentare zu Gewerblicher Grundstückshandel

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Errichtung und Veräußerung eines Einkaufsmarkts als Teil einer gewerblichen Maklertätigkeit

Leitsatz Die Errichtung und Veräußerung eines Einkaufsmarkts kann einem Maklerbetrieb zugeordnet werden, wenn der Erwerb des Grundstücks und die Errichtung des Einkaufsmarkts nicht zuletzt mit Hilfe der Kenntnisse aus der Maklertätigkeit abgewickelt werden und wenn die Errichtung und Veräußerung von Objekten in den folgenden Jahren im Rahmen einer Bauträger-GmbH fortgesetzt ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Kein Wahlrecht zur Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG bei Umqualifizierung von Einkünften

Leitsatz Die Wahl der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschussrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) setzt voraus, dass das Wahlrecht zu Beginn des jeweiligen Gewinnermittlungszeitraums ausgeübt wird. Ist dem Steuerpflichtigen nicht bewusst, dass er Gewinneinkünfte erzielt, kann er kein Wahlrecht ausüben. Sachverhalt Der Kläger (K) bezog im Streitjahr Einkünfte aus Vermietung und Verp...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Kein gewerblicher Grundstückshandel, wenn Landwirt lediglich Vermarktungsaktivitäten Dritter ermöglicht

Leitsatz 1. Grundstücksveräußerungen sind erst dann Gegenstand eines selbstständigen gewerblichen Grundstückshandels und nicht mehr landwirtschaftliche Hilfsgeschäfte, wenn der Landwirt über die Parzellierung und Veräußerung hinausgehende Aktivitäten entfaltet, die da­rauf gerichtet sind, den zu veräußernden Grundbesitz zu einem Objekt anderer Marktgängigkeit zu machen (Ansc...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstücksverkauf durch Landwirt bei vorheriger Arondierung der Baulandfläche und Antrag auf Bauvorbescheid

Leitsatz 1. Grundstücksveräußerungen sind erst dann Gegenstand eines selbstständigen gewerblichen Grundstückshandels und keine landwirtschaftlichen Hilfsgeschäfte (mehr), wenn der Landwirt über die Parzellierung und Veräußerung hinausgehende Aktivitäten entfaltet, die darauf gerichtet sind, den zu veräußernden Grundbesitz zu einem Objekt anderer Marktgängigkeit zu machen (An...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel: Gewinn aus Anteilsverkauf ist laufender Gewinn

Das steht im Urteil Das Entgelt für die Veräußerung von Anteilen an einer Personengesellschaft, die den gewerblichen Grundstückshandel betreibt, ist auf die Wirtschaftsgüter der Gesellschaft aufzuteilen mit der Folge, dass der auf die Grundstücke im Umlaufvermögen entfallende Gewinn als laufender Gewinn der Gewerbesteuer unterliegt; Entsprechendes gilt bei Aufgabe eines Mitu...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Verkauf eines Mitunternehmeranteils führt zu laufendem Gewinn

Leitsatz Der Gewinn aus der Veräußerung oder Aufgabe eines Einzelunternehmens oder eines Mitunternehmeranteils unterliegt im Regelfall nicht der Gewerbesteuer. Bei einem gewerblichen Grundstückshandel führen dagegen die Gewinne aus dem Verkauf der Grundstücke des Umlaufvermögens auch bei einer Betriebsveräußerung oder -aufgabe zu einem laufenden Gewinn. Dasselbe gilt aus Grü...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Private Vermögensverwaltung bei Zwangsverkäufen jenseits der Drei-Objekte-Grenze

Leitsatz Verkauft der Eigentümer einer in Wohnungseigentum aufgeteilten Mehrfamilienhauses innerhalb von 5 Jahren mehr als 3 Wohnungen, handelt es sich nicht um einen gewerblichen Immobilienhandel, wenn die Verkäufe auf erheblichen Druck der finanzierenden Bank veranlasst wurden. Die Steuerpflicht von privaten Veräußerungsgeschäften bleibt davon unberührt, wenn deren Vorauss...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel: Addition von durchgehandelten und erschlossenen Objekten

Leitsatz Durchgehandelte und erschlossene Objekte sind gleichermaßen Zählobjekte für die Bestimmung des gewerblichen Grundstückshandels; hinsichtlich der sog. Drei-Objekt-Grenze sind sie zu addieren. Ein gewerblicher Grundstückshandel kann auch vorliegen, wenn auf die Veräußerung des ersten Objekts eine mehr als zweijährige inaktive Phase folgt, in der die späteren Grundstück...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Für die Drei-Objekt-Grenze sind durchgehandelte und erschlossene Objekte zu addieren

Leitsatz 1. Durchgehandelte und erschlossene Objekte sind gleichermaßen Zählobjekte für die Bestimmung des gewerblichen Grundstückshandels; hinsichtlich der sog. Drei-Objekt-Grenze sind sie zu addieren. 2. Gewerblicher Grundstückshandel kann auch vorliegen, wenn auf die Veräußerung des ersten Objekts eine mehr als zweijährige inaktive Phase folgt, in der die späteren Grundstü...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel

Leitsatz Von einem Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten kann nicht ausgegangen werden, wenn sich nicht feststellen lässt, dass der Verkauf von Eigentumswohnungen lediglich formal auf die vom Verkäufer beherrschte GmbH als Zwischenerwerberin ausgelagert wurde. Ein Gestaltungsmissbrauch ist danach zu verneinen, wenn die GmbH Eigentümerin der Grundstücke wird, den Erw...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel durch Erwerb, Bebauung und Veräußerung eines Grundstücks

Leitsatz Eine GbR, die ein zuvor erworbenes Grundstück mit einer noch von ihr zu errichtenden Einkaufspassage veräußert, verlässt den Bereich der privaten Vermögensverwaltung und ist jedenfalls dann i.S. des § 15 Abs. 2 EStG nachhaltig tätig, wenn sie (kumulativ) in unbedingter Veräußerungsabsicht eine Bauplanung für das Grundstück hat erstellen lassen, im Interesse der pote...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel ausnahmsweise auch bei Veräußerung nur eines Objekts

Leitsatz 1. Eine GbR, die ein zuvor erworbenes Grundstück mit einer noch von ihr zu errichtenden Einkaufspassage veräußert, verlässt nicht nur den Bereich der privaten Vermögensverwaltung, sondern kann unter weiteren Umständen auch das in § 15 Abs. 2 EStG geforderte Merkmal der Nachhaltigkeit erfüllen. 2. Sie ist jedenfalls dann nachhaltig tätig, wenn sie (kumulativ) in unbed...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Vermögensverwaltung oder Gewerbebetrieb?

Leitsatz Einkünfte aus Gewerbebetrieb liegen vor, wenn eine selbständige und nachhaltige Betätigung mit Gewinnerzielungsabsicht unternommen wird und sich dies als Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Der BFH hatte zu beurteilen, ob dies bei einer GbR gegeben war, die nur ein Grundstück mit geplanter und zu bebauender Einkaufspassage veräußerte. Sachve...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Liebhaberei bei gewerblichem Grundstückshandel

Leitsatz Erwirbt ein Steuerpflichtiger im Rahmen von Bauherrenmodellen mehrere Wohnungen, die er in voller Höhe mit Kredit finanziert, und sind die laufenden Verluste höher als die zu erwartenden Wertsteigerungen, liegt mangels Gewinnerzielungsabsicht kein gewerblicher Grundstückshandel vor. Tatsächlich eingetretene Veräußerungsverluste bleiben steuerlich außer Ansatz. Sachv...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel im "Ein-Objekt-Fall"

Leitsatz Eine auf Initiative des Erwerbers erfolgte Grundstücksveräußerung kann sich aufgrund einer Gesamtwürdigung als gewerblicher Grundstückshandel darstellen, auch wenn die Drei-Objekt-Grenze nicht erfüllt ist. Sachverhalt Die C/O GbR (Bauherrengemeinschaft bestehend aus zwei Klägern) erwarb am 20.12.1996 ein Grundstück und errichtete hierauf innerhalb von zwei Jahren ein...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Parzellierung und Verkauf landwirtschaftlicher Grundstücke unter Einflussnahme auf Bebauungsplanverfahren nicht gewerblich

Leitsatz Die Parzellierung und Veräußerung land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke ist grundsätzlich Hilfsgeschäft eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs und nicht Gegenstand eines selbständigen gewerblichen Grundstückshandels. Dies gilt unabhängig von der Größe des Areals, der Anzahl der Parzellen und der Höhe des Gewinns. Ein selbständiger gewerblicher ...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Veräußerung vieler Baugrundstücke durch Landwirt

Leitsatz Die Parzellierung und Veräußerung land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke ist Hilfsgeschäft eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs und nicht Gegenstand eines selbständigen gewerblichen Grundstückshandels. Dies gilt unabhängig von der Größe des Areals, der Anzahl der Parzellen und der Höhe des Gewinns. Die Grundstücksveräußerungen werden erst Gege...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel nach der geänderten BFH-Rechtsprechung zur Bildung von gewillkürtem Betriebsvermögen bei Einnahme-Überschuss-Rechnung

Leitsatz Ein ab dem Zeitpunkt seines Erwerbs zum gewillkürten Betriebsvermögen eines Besitzunternehmens im Rahmen einer unechten Betriebsaufspaltung gehörendes Grundstück ist bei der Prüfung, ob durch Überschreiten der Drei-Objekt-Grenze ein gewerblicher Grundstückshandel begründet worden ist, nicht als Zählobjekt zu berücksichtigen. Ein derartiges Grundstück bleibt bei eine...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel: Veräußerung von Grundstücken des Umlaufvermögens auch bei Zusammentreffen mit Betriebsaufgabe nicht tarifbegünstigt

Leitsatz Die Veräußerung des zum Umlaufvermögen eines gewerblichen Grundstückshändlers gehörenden Grundstücks ist auch dann nicht nach den §§ 16, 34 EStG tarifbegünstigt, wenn sie mit der Betriebsaufgabe zusammentrifft und hiermit zugleich eine zunächst bestehende Bebauungsabsicht aufgegeben wird. Soweit der Senat im Urteil vom 21.11.1989 (VIII R 19/85, BFH/NV 1990, S. 625) ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Bebauung eines zuvor verkauften Grundstücks hat nur im Ausnahmefall keine Indizwirkung für gewerblichen Grundstückshandel

Leitsatz 1. Die Bebauung eines zuvor verkauften Grundstücks ist regelmäßig nicht mehr dem Bereich der privaten Vermögensverwaltung zuzurechnen. Tritt jedoch zwischen der Beauftragung der Bauhandwerker und dem Beginn der Bauarbeiten ein Ereignis ein, das die ursprünglich vorhandene Vermietungsabsicht vereitelt und den Verkauf des Grundbesitzes notwendig macht, so spricht das ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Aus betrieblicher Beteiligung an vermögensverwaltenden Personengesellschaften erzielte Einkünfte sind bei der Einkommensteuerveranlagung der Gesellschafter umzuqualifizieren

Leitsatz Die verbindliche Entscheidung über die Einkünfte eines betrieblich an einer vermögensverwaltenden Gesellschaft beteiligten Gesellschafters ist sowohl ihrer Art als auch ihrer Höhe nach durch das für die persönliche Besteuerung dieses Gesellschafters zuständige (Wohnsitz-)Finanzamt zu treffen. Normenkette § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO , § 182 Abs. 1 AO Sachverhalt Na...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel bei Zwischenschaltung einer GmbH

Leitsatz Grundstücksaktivitäten einer GmbH sind dem Steuerpflichtigen bei der Überprüfung der Voraussetzungen eines gewerblichen Grundstückshandels nicht zuzurechnen. Die Zwischenschaltung einer GmbH in Grundstücksaktivitäten ist aufgrund beachtlicher wirtschaftlicher Gründe nicht rechtsmissbräuchlich i.S.v. §42 AO, wenn die Wahl dieser Rechtsform der Minimierung des persönli...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel: Zurechnung von Geschäften bei Zwischenschaltung naher Angehöriger

Leitsatz Überlässt der Unternehmer eine in seinem Betrieb erwirtschaftete Erwerbschance aus privaten Gründen einem anderen zur Nutzung, verfügt er damit über bezogenes Einkommen. Sachverhalt Der Steuerpflichtige, ein Steuerberater, hat drei Söhne, die sich im Streitjahr 1990 noch in Ausbildung befanden. Im Juni 1990 erwarb er mehrere benachbarte unbebaute Grundstücke mit eine...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Zwischenschaltung naher Angehöriger in den gewerblichen Grundstückshandel

Leitsatz 1. Unternehmer i.S. eines Zurechnungssubjekts gewerblicher Tätigkeit (§ 15 EStG) ist der Urheber des Handels, der Produktion oder der Dienstleistungen, mithin des Inbegriffs derjenigen Tätigkeiten, die Gegenstand des als rechtliche und/oder organisatorische Wirkungseinheit verfassten Betriebs sind. 2. Überlässt der Unternehmer eine in seinem Betrieb erwirtschaftete E...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Ausübung eines Gewinnermittlungswahlrechts nach § 4 Abs. 3 EStG

Leitsatz Für die Ausübung des Gewinnermittlungswahlrechts nach § 4 Abs. 3 EStG reicht es nicht aus, wenn der Steuerpflichtige auf Grund eines Irrtums davon ausgeht, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen und die Einnahmen und Werbungskosten aufzeichnet Sachverhalt Im Jahre 1994 erwarb die Klägerin ein unbebautes Grundstück von 11.800 m² und parzellierte es. Die ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel trotz langjähriger Eigennutzung und Rückverkauf an Veräußerer

Leitsatz Zur Beurteilung der Frage, ob ein gewerblicher Grundstückhandel bei Überschreiten der Drei-Objekt-Grenze vorliegt, sind sowohl Objekte heranzuziehen, die ohne Veräußerungsgewinn an den Veräußerer zurück verkauft wurden als auch Objekte, die zwar langjährig als Mieter eigen genutzt wurden, bei denen aber trotz weiterer Eigennutzung die bedingte Veräußerungsabsicht be...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel trotz Veräußerung nur eines Objekts an teilweise personenidentische Gesellschaft

Leitsatz Eine Projekt-GbR, die in der Art eines Bauträgers ein Grundstück zum Zwecke der Bebauung in unbedingter Veräußerungsabsicht anschafft, um darauf eine Gebäude nach den Wünschen der Käuferin (Einkaufspassage) zu errichten, unterliegt ungeachtet der Unterschreitung der Drei-Objekt-Grenze mit den aus der Veräußerung des bebauten Grundstücks erzielten Einkünften der Gewe...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel unterhalb der Drei-Objekt-Grenze

Leitsatz Selbst wenn eindeutig eine Wiederholungsabsicht auszuschließen ist, liegt ein gewerblicher Grundstückshandel auch unterhalb der Drei-Objekt-Grenze vor, wenn die unbedingte Veräußerungsabsicht von Anfang an besteht. Sachverhalt Ein Lagerarbeiter erwarb 1993 ein unbebautes Grundstück und errichtete unter erheblichen Eigenleistungen ein Mehrfamilienhaus mit drei Einheit...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Veräußerung von mehr als drei Objekten in einem Vertrag erfüllt nicht immer die Voraussetzun- gen des gewerblichen Grundstückshandels

Leitsatz Das Überschreiten der Drei-Objekt-Grenze indiziert nicht die Nachhaltigkeit. Auch wenn mehr als drei Objekte mit einem einzigen Verkaufsgeschäft veräußert werden, ist das Kriterium der Nachhaltigkeit i.d.R. nur dann erfüllt, wenn sich aus den Umständen ergibt, dass noch andere derartige Grundstücksgeschäfte geplant waren. Normenkette § 15 Abs. 2 EStG Sachverhalt Die K...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel: Erwerb des Miterbenanteils an Grundstück in Zwangsversteigerung

Leitsatz Erwirbt der Miterbe in der Zwangsversteigerung das von ihm zu ½ geerbte Grundstück, so stellt sich für die Beurteilung eines gewerblichen Grundstückshandels nur der Erwerb des hälftigen Anteils des anderen Miterben als Anschaffungsgeschäft dar. Sachverhalt Ärztin A erbte im Jahr 1979 gemeinsam mit ihrer Schwester ein Grundstück von ihrer Mutter, das mit einem 1893 er...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Erwerb eines bereits zur Hälfte geerbten Grundstücks

Leitsatz Erwirbt der Miterbe in der Zwangsversteigerung das von ihm zu ? geerbte Grundstück, so stellt sich für die Beurteilung eines gewerblichen Grundstückshandels nur der Erwerb des hälftigen Anteils des anderen Miterben als Anschaffungsgeschäft dar. Normenkette § 15 Abs. 2 EStG , § 90 ZVG Sachverhalt Die Klägerin, eine Ärztin, erbte im Jahr 1979 gemeinsam mit ihrer Schwest...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel: aneinander grenzende Mehrfamilienhäuser selbstständige Objekte

Leitsatz Bei der Anwendung der Grundsätze über die sog. Drei-Objekt-Grenze sind aneinander grenzende, rechtlich selbstständige Mehrfamilienhausgrundstücke grundsätzlich jeweils gesonderte wirtschaftliche Einheiten (vgl. § 2 Abs. 1 BewG), die auch durch eine Vereinigung bzw. Zuschreibung nach § 890 BGB, §§ 3ff. der Grundbuchordnung nicht zu einem einzigen Objekt ("Häuserzeile...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel durch Veräußerung mehrerer Eigentumswohnungen an zwei Erwerber

Leitsatz 1. Werden zwei – in Eigentumswohnungen aufgeteilte – Mehrfamilienhäuser in zwei Kaufverträgen an zwei verschiedene Erwerber mit Gewinnerzielungsabsicht veräußert, liegt eine nachhaltige Tätigkeit vor. 2. Gleichheitsrechtlich unbedenklich ist es, die Veräußerung von zwei ungeteilten Mehrfamilienhäusern an zwei Erwerber im Rahmen der Drei-Objekt-Grenze nur als zwei Obj...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Verkauf zweier in Eigentumswohnungen aufgeteilter Wohnhäuser als gewerblicher Grundstückshandel

Leitsatz Werden zwei – in Eigentumswohnungen aufgeteilte – Mehrfamilienhäuser in zwei Kaufverträgen an zwei verschiedene Erwerber mit Gewinnerzielungsabsicht veräußert, liegt eine nachhaltige Tätigkeit vor. Gleichheitsrechtlich unbedenklich ist es, die Veräußerung von zwei ungeteilten Mehrfamilienhäusern an zwei Erwerber im Rahmen der Drei-Objekt-Grenze nur als zwei Objekte z...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewinnfeststellungsbescheid i.S.v. § 174 Abs. 4 AO gegen die am Klageverfahren nicht beteiligten Gesellschafter – Gewerblicher Grundstückshandel einer Personengesellschaft

Leitsatz 1. Im Klageverfahren einer Personengesellschaft gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid sind die Gesellschafter nicht Dritte i.S.d. § 174 Abs. 5 AO. 2. Wird ein Gewinnfeststellungsbescheid durch ein finanzgerichtliches Urteil geändert, beginnt die Jahresfrist des § 174 Abs. 4 Satz 3 AO für die steuerlichen Folgerungen erst mit Eintritt der Rechtskraft des Urteils. 3. ...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gesellschafter im Klageverfahren gegen Gewinnfeststellungsbescheid keine Dritten nach § 174 Abs. 5 AO; gewerblicher Grundstückshandel

Leitsatz Im Klageverfahren einer Personengesellschaft gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid sind die Gesellschafter nicht Dritte i.S. des § 174 Abs. 5 AO. Wird ein Gewinnfeststellungsbescheid durch ein finanzgerichtliches Urteil geändert, beginnt die Jahresfrist des § 174 Abs. 4 Satz 3 AO für die steuerlichen Folgerungen erst mit Eintritt der Rechtskraft des Urteils. Zum gew...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Kein gewerblicher Grundstückshandel durch Erwerb, Sanierung und Verkauf eines Grundstücks

Leitsatz Erwirbt ein Steuerpflichtiger ein einziges schadstoffbelastetes Grundstück (wirtschaftliche Einheit), das er nach der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen veräußert, so ist die Grenze von der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb nicht überschritten, wenn nicht feststellbar ist, dass die Sanierungsmaßnahmen in unbedingter Veräußerungsabsicht vorgenommen wo...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Veräußerung eines schadstoffbelasteten Grundstücks nach Durchführung von Sanierungsarbeiten ist nicht notwendig gewerblicher Grundstückshandel

Leitsatz 1. Erwirbt ein Steuerpflichtiger ein einziges schadstoffbelastetes Grundstück (wirtschaftliche Einheit), das er nach der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen veräußert, so ist die Grenze von der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb nicht überschritten, wenn nicht feststellbar ist, dass die Sanierungsmaßnahmen in unbedingter Veräußerungsabsicht vorgenommen...mehr

Kommentar aus Finance Office Professional
Private Vermögensverwaltung und gewerblicher Grundstückshandel

Kommentar Das BMF hat in einem umfangreichen Schreiben, das an die Stelle der bisherigen Verwaltungsanweisungen[1] tritt, zum gewerblichen Grundstückhandel mit folgenden Schwerpunkten Stellung genommen: allgemeine Grundsätze (bebaute Grundstücke, unbebaute Grundstücke, Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr); gewerblicher Grundstückshandel wegen Überschreitung der...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel bei Zwischenschaltung einer GmbH

Leitsatz Veräußert der Alleingesellschafter-Geschäftsführer ein von ihm erworbenes unaufgeteiltes Mehrfamilienhaus an "seine GmbH", die er zur Aufteilung bevollmächtigt und die die entstandenen vier Eigentumswohnungen noch im selben Jahr an verschiedene Erwerber veräußert, so können die Aktivitäten der GmbH nur dann dem Anteilseigner zugerechnet werden, wenn die Voraussetzun...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Veräußerungsverlust als Werbungskosten bei Vermietungseinkünften abziehbar?

Leitsatz Es ist ernstlich zweifelhaft, ob einem Steuerpflichtigen, der ohne Gewinnerzielungsabsicht Wohnungen erwirbt und veräußert, um ein anderes Objekt weiterhin ohne Zahlung einer Zweckentfremdungsabgabe als Büroraum vermieten zu können, der Abzug eines Verlusts aus der Veräußerung der Wohnungen als Werbungskosten bei den Einkünften aus der Vermietung des zweckentfremdet...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Dauerschuldcharakter bei Umschuldung im Zusammenhang mit ursprünglich zum Anlagevermögen, später zum Umlaufvermögen gehörenden Grundstücken

Leitsatz Gehören im Zusammenhang mit der Gründung einer vermögensverwaltenden, gewerblich geprägten Personengesellschaft erworbene Grundstücke anfangs zum Anlagevermögen, so verlieren die zur Finanzierung aufgenommenen Darlehen ihren Dauerschuldcharakter nicht dadurch, dass später ein gewerblicher Grundstückshandel eröffnet wird und die Grundstücke nunmehr zum Umlaufvermögen...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Bürgerlich-rechtliches Grundstück als ein Objekt des Grundstückshandels

Leitsatz Zwei Doppelhaushälften auf ungeteiltem Grundstück bilden ein Objekt im Sinne der Rechtsprechung zum gewerblichen Grundstückshandel. Sachverhalt A streitet mit dem Finanzamt darüber, ob er ein gewerblicher Grundstückshändler ist. Es geht um folgende Transaktionen: A erwarb 1987 ein mit einem Doppelhaus mit je sechs Wohnungen bebautes Grundstück für 720000 DM. Das Doppe...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Doppelhaus auf ungeteiltem Grundstück ein Objekt gewerblichen Grundstückshandels

Leitsatz Zwei Doppelhaushälften auf ungeteiltem Grundstück bilden ein Objekt i.S.d. Rechtsprechung zum gewerblichen Grundstückshandel. Normenkette § 15 , 21 EStG , § 2 GwStG Sachverhalt Die Grundstückseigentümer, zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Eheleute, besaßen in A ein selbst errichtetes Einfamilienhaus (Erwerb: 1980), das sie zunächst (von 1980 bis 1983) selbst bewo...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel - Veräußerung teilweise erst nach Ablauf der Haltefrist

Leitsatz Die Fünf-Jahres-Haltefrist zwischen Anschaffung/Errichtung und Veräußerung ist keine starre - absolute - Grenze. Folglich bleiben Objekte, die nach mehr als fünf Jahren, aber nicht später als zehn Jahre nach Erwerb oder Errichtung veräußert werden, nicht generell außer Betracht, wenn sich auch die Indizwirkung der Veräußerungen mit zunehmendem Zeitraum stetig verrin...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Abgrenzung des gewerblichen Wertpapierhandels von der privaten Vermögensverwaltung

Leitsatz Der An- und Verkauf von Wertpapieren überschreitet grundsätzlich noch nicht den Rahmen einer privaten Vermögensverwaltung, wenn die entfaltete Tätigkeit dem Bild eines "Wertpapierhandelsunternehmens" i.S.d. § 1 Abs. 3d Satz 2 KredWG bzw. eines "Finanzunternehmens" i.S.d. § 1 Abs. 3 KredWG nicht vergleichbar ist. Normenkette § 15 Abs. 2 EStG Sachverhalt Der Kläger betr...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel bei Errichtung eines Gebäudes auf fremden Grund und Boden

Leitsatz Verkauft eine GbR ein Grundstück an einen Dritten und verpflichtet sich gegenüber diesem darauf ein - bereits vorher geplantes - Gebäude zu erstellen, liegt gewerblicher Grundstückshandel und keine private Vermögensverwaltung mehr vor mit der Folge, dass der Veräußerungsgewinn zu versteuern ist. Es spielt keine Rolle, dass das Grundstück ursprünglich in der Absicht ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel mit 3 Objekten bei kurzen Besitz- und Darlehenszeiten sowie Verkauf vor Fertigstellung

Leitsatz Ein gewerblicher Grundstückshandel kann auch angenommen werden, wenn innerhalb des maßgeblichen Zeitraumes von 5 Jahren nur 3 Objekte errichtet und veräußert wurden. Ein wesentliches Indiz ist dabei, wenn ein Gebäude bereits vor Fertigstellung des letzten Bauabschnitts veräußert wurde. Das gilt auch dann, wenn zu diesem Zeitpunkt lediglich ein bindendes Vertragsange...mehr

Urteilskommentierung aus WohnungsWirtschafts Office Professional
Einkünftequalifikation bei sog. Zebra-Gesellschaften

Leitsatz Liegen bei den Gesellschaftern einer grundstückverwaltenden GbR die Voraussetzungen für die Annahme eines gewerblichen Grundstückshandels vor (sog. Zebragesellschaft), so kann der für die abschließende verbindliche Einkünftequalifikation auf der Ebene der Gesellschaft erforderliche Einkünftezuordnungsbescheid des Gesellschafterfinanzamts nicht durch die Erfassung ge...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel bei Veräußerung einzelner Wohnungen nach Ablauf der Fünfjahresfrist

Leitsatz Werden Grundstücke mehr als 5 Jahre nach dem Erwerb veräußert, kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an, ob diese Grundstücke für die Frage des gewerblichen Grundstückshandels mitzuzählen sind. Das FG Münster hat in einem Einzelfall die Auffassung vertreten, der Verkauf von 3 Wohnungen einer Wohnanlage 6 ½ Jahre nach dem Erwerb lasse nicht auf eine von Anfang an...mehr