Fachbeiträge & Kommentare zu Gewerblicher Grundstückshandel

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Unbedingte Veräußerungsabsicht ist Voraussetzung für gewerblichen Grundstückshandel bei Veräußerung von weniger als vier Objekten

Leitsatz 1. Bei Nichtüberschreiten der Drei-Objekt-Grenze wird in Fällen der Grundstücksbebauung der Bereich der privaten Vermögensverwaltung nur überschritten, wenn der (unbedingte) Entschluss zur Grundstücksveräußerung spätestens im Zeitpunkt des Abschlusses der auf die Bebauung gerichteten Verträge gefasst worden ist. 2. Zur Frage der Nachhaltigkeit bei Errichtung mehrerer...mehr

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Keine Zusammenrechnung mit Aktivitäten einer gewerblich tätigen Schwesterpersonengesellschaft

Leitsatz Bei der Beantwortung der Frage, ob eine Personengesellschaft wegen Überschreitung der sog. Drei-Objekt-Grenze den Bereich der privaten Vermögensverwaltung verlassen hat, sind solche Grundstücksaktivitäten nicht mitzuzählen, die die Gesellschafter allein oder im Rahmen einer anderen gewerblich tätigen Personengesellschaft entwickelt haben. Normenkette § 15 Abs. 2 EStG...mehr

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Keine Berücksichtigung der Zählobjekte aus gewerblicher Schwesterpersonengesellschaft

Leitsatz 1. Bei der Beantwortung der Frage, ob eine Personengesellschaft wegen Überschreitung der Drei-Objekt-Grenze den Bereich der privaten Vermögensverwaltung verlassen hat, sind solche Grundstücksaktivitäten nicht mitzuzählen, die die Gesellschafter allein oder im Rahmen einer anderen gewerblich tätigen Personengesellschaft entwickelt haben. 2. Ein zeitlicher Zusammenhang...mehr

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Veräußerung von weniger als drei Objekten reicht nur aus, wenn unbedingte Veräußerungsabsicht bei Erwerb oder Errichtung des Gebäudes bestand

Leitsatz Ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen Erwerb oder Bebauung und (nachfolgender) Veräußerung eines Grundstücks gestattet für sich genommen nicht den Schluss, dass der Grundbesitz mit der unbedingten Absicht erworben oder bebaut worden ist, ihn alsbald zu verkaufen. Nur wenn schon andere Umstände dafür sprechen, dass bereits beim Erwerb oder bei der Bebauung des G...mehr

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Bilanzänderung bei einem "nicht erkannten Gewerbebetrieb"

Leitsatz Im Fall eines "nicht erkannten Gewerbebetriebs", für den erst in einem späteren Wirtschaftsjahr nach der Betriebseröffnung mit der Bilanzierung begonnen wird, sind bei erstmaliger Bilanzaufstellung die Grundsätze des formellen Bilanzenzusammenhangs unbeachtlich. Der erste Bilanzansatz eines zuvor nicht bilanzierten Wirtschaftsguts des notwendigen Betriebsvermögens b...mehr

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Gewinnermittlungswahlrecht muss nicht jährlich neu ausgeübt werden

Leitsatz Der Steuerpflichtige muss die dem FA gegenüber wirksam getroffene Entscheidung, den Gewinn durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu ermitteln, nicht jährlich wiederholen. Normenkette § 4 Abs. 3 EStG Sachverhalt Die Klägerin erwarb 1994 ein unbebautes Grundstück, parzellierte es und verkaufte die einzelnen Parzellen – bis auf ein Grundstück – noch im gleichen Jahr. Den d...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel durch Veräußerung von Anteilen an mehreren grundstückverwaltenden Gesellschaften

Leitsatz Die Veräußerung von Mitunternehmeranteilen an mehr als drei am Grundstücksmarkt tätigen Gesellschaften bürgerlichen Rechts ist auch dann der Veräußerung der zu den jeweiligen Gesamthandsvermögen gehörenden Grundstücke gleichzustellen, wenn es sich bei den Gesellschaften um gewerblich geprägte Personengesellschaften i. S. des § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG handelt. Die Gewin...mehr

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Veräußerungen von Anteilen an mehr als drei gewerblich geprägten Grundstücksgesellschaften sind gewerblicher Grundstückshandel

Leitsatz Die Veräußerung von Mitunternehmeranteilen an mehr als drei am Grundstücksmarkt tätigen Gesellschaften bürgerlichen Rechts ist auch dann der Veräußerung der zu den jeweiligen Gesamthandsvermögen gehörenden Grundstücke gleichzustellen, wenn es sich bei den Gesellschaften um gewerblich geprägte Personengesellschaften i.S.d. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG handelt. Die Gewinne ...mehr

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Errichtung und Veräußerung eines Einkaufsmarkts als Teil einer gewerblichen Maklertätigkeit

Leitsatz Die Errichtung und Veräußerung eines Einkaufsmarkts kann einem Maklerbetrieb zugeordnet werden, wenn der Erwerb des Grundstücks und die Errichtung des Einkaufsmarkts nicht zuletzt mit Hilfe der Kenntnisse aus der Maklertätigkeit abgewickelt werden und wenn die Errichtung und Veräußerung von Objekten in den folgenden Jahren im Rahmen einer Bauträger-GmbH fortgesetzt ...mehr

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Zuordnung der Errichtung und Veräußerung eines Einkaufsmarkts zum Maklerbetrieb

Leitsatz Die Errichtung und Veräußerung eines Einkaufsmarktes kann einem Maklerbetrieb zugeordnet werden, wenn der Erwerb des Grundstücks und die Errichtung des Einkaufsmarktes nicht zuletzt mit Hilfe der Kenntnisse aus der Maklertätigkeit abgewickelt werden und wenn die Errichtung und Veräußerung von Immobilienobjekten in den folgenden Jahren im Rahmen einer Bauträger-GmbH ...mehr

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Kein Wahlrecht zur Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG bei Umqualifizierung von Einkünften

Leitsatz Die Wahl der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschussrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) setzt voraus, dass das Wahlrecht zu Beginn des jeweiligen Gewinnermittlungszeitraums ausgeübt wird. Ist dem Steuerpflichtigen nicht bewusst, dass er Gewinneinkünfte erzielt, kann er kein Wahlrecht ausüben. Sachverhalt Der Kläger (K) bezog im Streitjahr Einkünfte aus Vermietung und Verp...mehr

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Unentgeltliche Abtretung von Darlehensforderungen eines beherrschenden GmbH-Gesellschafters an seine minderjährigen Kinder

Leitsatz Auf die unentgeltliche Abtretung der einem beherrschenden Gesellschafter gegen die GmbH zustehenden Darlehensforderungen an seine minderjährigen, ebenfalls an der GmbH beteiligten Kinder, ist die zur darlehensweisen Rückgewähr zuvor vom beherrschenden Gesellschafter einer Personengesellschaft seinen Kindern geschenkter Geldbeträge ergangene Rechtsprechung nicht über...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel eines Landwirts durch Veräußerung von drei Grundstücken nach teilweisem Tausch und eingeholter Bauvoranfrage

Leitsatz Grundstücksveräußerungen sind erst dann Gegenstand eines selbständigen gewerblichen Grundstückshandels und keine landwirtschaftlichen Hilfsgeschäfte (mehr), wenn der Landwirt über die Parzellierung und Veräußerung hinausgehende Aktivitäten entfaltet, die darauf gerichtet sind, den zu veräußernden Grundbesitz zu einem Objekt anderer Marktgängigkeit zu machen (Anschlu...mehr

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Kein gewerblicher Grundstückshandel durch Veräußerung von Flächen eines landwirtschaftlichen Betriebs zur Bebauung durch Dritte, die auf eigene Kosten und eigenes Risiko die Baureife der Flächen hergestellt haben

Leitsatz Grundstücksveräußerungen sind erst dann Gegenstand eines selbstständigen gewerblichen Grundstückshandels und nicht mehr landwirtschaftliche Hilfsgeschäfte, wenn der Landwirt über die Parzellierung und Veräußerung hinausgehende Aktivitäten entfaltet, die darauf gerichtet sind, den zu veräußernden Grundbesitz zu einem Objekt anderer Marktgängigkeit zu machen (Anschlus...mehr

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Kein gewerblicher Grundstückshandel, wenn Landwirt lediglich Vermarktungsaktivitäten Dritter ermöglicht

Leitsatz 1. Grundstücksveräußerungen sind erst dann Gegenstand eines selbstständigen gewerblichen Grundstückshandels und nicht mehr landwirtschaftliche Hilfsgeschäfte, wenn der Landwirt über die Parzellierung und Veräußerung hinausgehende Aktivitäten entfaltet, die da­rauf gerichtet sind, den zu veräußernden Grundbesitz zu einem Objekt anderer Marktgängigkeit zu machen (Ansc...mehr

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Gewerblicher Grundstücksverkauf durch Landwirt bei vorheriger Arondierung der Baulandfläche und Antrag auf Bauvorbescheid

Leitsatz 1. Grundstücksveräußerungen sind erst dann Gegenstand eines selbstständigen gewerblichen Grundstückshandels und keine landwirtschaftlichen Hilfsgeschäfte (mehr), wenn der Landwirt über die Parzellierung und Veräußerung hinausgehende Aktivitäten entfaltet, die darauf gerichtet sind, den zu veräußernden Grundbesitz zu einem Objekt anderer Marktgängigkeit zu machen (An...mehr

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Zählobjekte beim gewerblichen Grundstückshandel

Leitsatz Die Grenze von der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb wird regelmäßig überschritten, wenn mehr als drei Objekte innerhalb von 5 Jahren angeschafft und veräußert werden. Sachverhalt Indizielle Bedeutung für die Beurteilung, ob noch eine private Vermögensverwaltung oder bereits eine gewerbliche Betätigung vorliegt, ist der Zahl der Objekte und dem zeitlich...mehr

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Voraussetzungen eines gewerblichen Grundstückshandels

Leitsatz 1. Die Bestellung eines Erbbaurechts ist kein Objekt i.S.d. Drei-Objekt-Grenze. 2. Die Grundstücksverkäufe einer Personengesellschaft können einem Gesellschafter, dessen Beteiligung nicht mindestens 10 % beträgt und der auch eigene Grundstücke veräußert, jedenfalls dann als Objekte i.S.d. Drei-Objekt-Grenze zugerechnet werden, wenn dieser Gesellschafter über eine Gen...mehr

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Abgrenzung der privaten Vermögensverwaltung vom gewerblichen Grundstückshandel

Leitsatz Die Bestellung eines Erbbaurechts ist kein Objekt i.S. der Drei-Objekt-Grenze beim gewerblichen Grundstückshandel. Die Grundstücksverkäufe einer Personengesellschaft können einem Gesellschafter, dessen Beteiligung nicht mindestens 10 % beträgt, und der auch eigene Grundstücke veräußert, jedenfalls dann als Objekte zugerechnet werden, wenn dieser Gesellschafter über e...mehr

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Erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags bei vermögensverwaltenden Grundstücksunternehmen

Leitsatz Mit der erweiterten Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG sollen vermögensverwaltende Grundstücksunternehmen, deren Einkünfte nur kraft Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegen, den vermögensverwaltenden Einzel- und Personenunternehmen gleichgestellt werden. Begünstigt ist gem. § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nur die Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes, mithin die V...mehr

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Erwerb und Veräußerung langfristig vermieteter beweglicher Wirtschaftsgüter durch den Vermieter regelmäßig nicht gewerblich

Leitsatz Allein aus dem Umstand, dass vermietete bewegliche Wirtschaftsgüter vor Ablauf der gewöhnlichen oder tatsächlichen Nutzungsdauer gegen neuere, funktionstüchtigere Wirtschaftsgüter ausgetauscht werden, kann nicht auf eine gewerbliche Tätigkeit des Vermietungsunternehmens geschlossen werden. Der Bereich der privaten Vermögensverwaltung wird nur dann verlassen, wenn we...mehr

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Auf Umlaufvermögen entfallender Gewinn aus Veräußerung eines Anteils an Grundstückshandels-Personengesellschaft unterliegt GewSt

Leitsatz Das Entgelt für die Veräußerung von Anteilen an einer Personengesellschaft, die den gewerblichen Grundstückshandel betreibt, ist auf die Wirtschaftsgüter der Gesellschaft aufzuteilen mit der Folge, dass der auf die Grundstücke im Umlaufvermögen entfallende Gewinn als laufender Gewinn der GewSt unterliegt; Entsprechendes gilt bei Aufgabe eines Mitunternehmeranteils (...mehr

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Gewerbesteuerpflicht des Gewinns aus der Veräußerung von Anteilen an einer gewerblich mit Grundstücken handelnden Personengesellschaft

Leitsatz Das Entgelt für die Veräußerung von Anteilen an einer Personengesellschaft, die den gewerblichen Grundstückshandel betreibt, ist auf die Wirtschaftsgüter der Gesellschaft aufzuteilen mit der Folge, dass der auf die Grundstücke im Umlaufvermögen entfallende Gewinn als laufender Gewinn der Gewerbesteuer unterliegt; Entsprechendes gilt bei Aufgabe eines Mitunternehmera...mehr

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Gewerbesteuerpflicht für Veräußerung von Anteilen an (gewerblicher Grundstückshandels-) Gesellschaft mit Grundstücken im Umlaufvermögen

Leitsatz Ein Gewinn aus der Veräußerung des Anteils an einer Personengesellschaft, zu deren Betriebsvermögen im Zeitpunkt der Veräußerung dem Umlaufvermögen zuzurechnende Grundstücke gehören, ist als laufender Gewinn dem Gewerbeertrag zuzurechnen und unterliegt somit auch der Gewerbesteuer. Das gilt jedenfalls dann, wenn das Betriebsvermögen der Gesellschaft ausschließlich o...mehr

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Veräußerung von Anteilen an gewerblichen Grundstückshandel betreibender Personengesellschaft unterliegt GewSt

Leitsatz Ein Gewinn aus der Veräußerung des Anteils an einer Personengesellschaft, zu deren Betriebsvermögen im Zeitpunkt der Veräußerung Grundstücke gehören, die dem Umlaufvermögen des von der Gesellschaft betriebenen Unternehmens zuzurechnen sind, ist als laufender Gewinn dem Gewerbeertrag zuzurechnen und unterliegt somit auch der GewSt. Das gilt jedenfalls dann, wenn das ...mehr

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Schadensersatzpflicht eines Steuerberaters

Leitsatz Der Steuerberater haftet auch für einen durch fehlerhafte Beratung schuldhaft verursachten Verzögerungsschaden des Mandanten, sofern die Vermeidung eines entsprechenden Nachteils zum Inhalt der übernommenen Vertragspflichten gehörte. Sachverhalt Der beklagte Steuerberater sollte die Klägerin im Zusammenhang mit der Errichtung eines Gebäudekomplexes über die Anwendung...mehr

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Private Vermögensverwaltung bei Zwangsverkäufen jenseits der Drei-Objekte-Grenze

Leitsatz Verkauft der Eigentümer einer in Wohnungseigentum aufgeteilten Mehrfamilienhauses innerhalb von 5 Jahren mehr als 3 Wohnungen, handelt es sich nicht um einen gewerblichen Immobilienhandel, wenn die Verkäufe auf erheblichen Druck der finanzierenden Bank veranlasst wurden. Die Steuerpflicht von privaten Veräußerungsgeschäften bleibt davon unberührt, wenn deren Vorauss...mehr

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Das Merkmal der Gewerblichkeit beim Grundstückshandel ist allein anhand der Tätigkeit der Personengesellschaft zu beurteilen.

Leitsatz Für die Frage, ob eine Personengesellschaft im Rahmen der privaten Vermögensverwaltung tätig ist oder einen gewerblichen Grundstückhandel betreibt, ist allein auf die Tätigkeitsmerkmale der Personengesellschaft abzustellen. Es spielt keine Rolle, ob die Gesellschafter in einer Schwesterpersonengesellschaft gewerblich tätig sind oder die beteiligten Gesellschafter an...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel: Drei-Objekt-Grenze - Addierung von durchgehandelten und erschlossenen Objekten

Leitsatz Durchgehandelte und erschlossene Objekte sind gleichermaßen Zählobjekte für die Bestimmung des gewerblichen Grundstückshandels; hinsichtlich der sog. Drei-Objekt-Grenze sind sie zu addieren. Gewerblicher Grundstückshandel kann auch vorliegen, wenn auf die Veräußerung des ersten Objekts eine mehr als zweijährige inaktive Phase folgt, in der die späteren Grundstücksges...mehr

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Für die Drei-Objekt-Grenze sind durchgehandelte und erschlossene Objekte zu addieren

Leitsatz 1. Durchgehandelte und erschlossene Objekte sind gleichermaßen Zählobjekte für die Bestimmung des gewerblichen Grundstückshandels; hinsichtlich der sog. Drei-Objekt-Grenze sind sie zu addieren. 2. Gewerblicher Grundstückshandel kann auch vorliegen, wenn auf die Veräußerung des ersten Objekts eine mehr als zweijährige inaktive Phase folgt, in der die späteren Grundstü...mehr

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Veräußerung von Mitunternehmeranteilen an Grundstücksgesellschaften als laufender Gewinn.

Leitsatz Anke Schönherr Gewinne aus der Veräußerung von Mitunternehmeranteilen an mehreren am Grundstücksmarkt tätigen Gesellschaften bürgerlichen Rechts gehören zum laufenden Gewinn nach den §§ 15 EStG, 7 GewStG. Sachverhalt Die Klägerin betreibt in der Rechtsform der GmbH & Co. KG den Erwerb und die Verwaltung von Immobilien. Komplementärin ist die A GmbH, deren alleiniger G...mehr

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GewSt: Bestellung von Sicherheiten schließt erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nicht aus

Leitsatz Die auf Grundstücke bezogene unentgeltliche Bestellung von Sicherheiten wahrt die Grenzen der grundstücksbezogenen Vermögensverwaltung i. S. von § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG. Die Grundschuldbestellung zur Kreditsicherung erfüllt nicht die Voraussetzung eines "Dienens" i. S. von § 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG. Sachverhalt Die G-KG (G) betrieb in den Streitjahren 1986 bis 1992 die ...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel durch Erwerb, Bebauung und Veräußerung eines Grundstücks

Leitsatz Eine GbR, die ein zuvor erworbenes Grundstück mit einer noch von ihr zu errichtenden Einkaufspassage veräußert, verlässt den Bereich der privaten Vermögensverwaltung und ist jedenfalls dann i. S. des § 15 Abs. 2 EStG nachhaltig tätig, wenn sie (kumulativ) in unbedingter Veräußerungsabsicht eine Bauplanung für das Grundstück hat erstellen lassen, im Interesse der pot...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel ausnahmsweise auch bei Veräußerung nur eines Objekts

Leitsatz 1. Eine GbR, die ein zuvor erworbenes Grundstück mit einer noch von ihr zu errichtenden Einkaufspassage veräußert, verlässt nicht nur den Bereich der privaten Vermögensverwaltung, sondern kann unter weiteren Umständen auch das in § 15 Abs. 2 EStG geforderte Merkmal der Nachhaltigkeit erfüllen. 2. Sie ist jedenfalls dann nachhaltig tätig, wenn sie (kumulativ) in unbed...mehr

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Liebhaberei bei gewerblichem Grundstückshandel

Leitsatz Erwirbt ein Steuerpflichtiger im Rahmen von Bauherrenmodellen mehrere Wohnungen, die er in voller Höhe mit Kredit finanziert, und sind die laufenden Verluste höher als die zu erwartenden Wertsteigerungen, liegt mangels Gewinnerzielungsabsicht kein gewerblicher Grundstückshandel vor. Tatsächlich eingetretene Veräußerungsverluste bleiben steuerlich außer Ansatz. Sachv...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel im "Ein-Objekt-Fall"

Leitsatz Eine auf Initiative des Erwerbers erfolgte Grundstücksveräußerung kann sich aufgrund einer Gesamtwürdigung als gewerblicher Grundstückshandel darstellen, auch wenn die Drei-Objekt-Grenze nicht erfüllt ist. Sachverhalt Die C/O GbR (Bauherrengemeinschaft bestehend aus zwei Klägern) erwarb am 20.12.1996 ein Grundstück und errichtete hierauf innerhalb von zwei Jahren ein...mehr

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Parzellierung und Veräußerung landwirtschaftlicher Grundstücke nicht wegen Einflussnahme auf Bebauungsplanverfahren gewerblich

Leitsatz Die Parzellierung und Veräußerung land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke ist grundsätzlich Hilfsgeschäft eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs und nicht Gegenstand eines selbständigen gewerblichen Grundstückshandels. Dies gilt unabhängig von der Größe des Areals, der Anzahl der Parzellen und der Höhe des Gewinns. Ein selbständiger gewerblichen ...mehr

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Bloße Parzellierung und Veräußerung ehemals landwirtschaftlich genutzter Flächen ist unabhängig von der Größe des Areals landwirtschaftliches Hilfsgeschäft

Leitsatz 1. Die Parzellierung und Veräußerung land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke ist grundsätzlich Hilfsgeschäft eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs und nicht Gegenstand eines selbstständigen gewerblichen Grundstückshandels. Dies gilt unabhängig von der Größe des Areals, der Anzahl der Parzellen und der Höhe des Gewinns. 2. Die Grundstücksveräußeru...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel nach der geänderten BFH-Rechtsprechung zur Bildung von gewillkürtem Betriebsvermögen bei Einnahme-Überschuss-Rechnung

Leitsatz Ein ab dem Zeitpunkt seines Erwerbs zum gewillkürten Betriebsvermögen eines Besitzunternehmens im Rahmen einer unechten Betriebsaufspaltung gehörendes Grundstück ist bei der Prüfung, ob durch Überschreiten der Drei-Objekt-Grenze ein gewerblicher Grundstückshandel begründet worden ist, nicht als Zählobjekt zu berücksichtigen. Ein derartiges Grundstück bleibt bei eine...mehr

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Gewerblicher Grundstückshändler: Veräußerung von Grundstücken des Umlaufvermögen auch bei Zusammentreffen mit Betriebsaufgabe nicht tarifbegünstigt

Leitsatz Die Veräußerung des zum Umlaufvermögen eines gewerblichen Grundstückshändlers gehörenden Grundstücks ist auch dann nicht nach den §§ 16, 34 EStG tarifbegünstigt, wenn sie mit der Betriebsaufgabe zusammentrifft und hiermit zugleich eine zunächst bestehende Bebauungsabsicht aufgegeben wird. Soweit der Senat im Urteil vom 21.11.1989 - VIII R 19/85 (BFH/NV 1990 S. 625) ...mehr

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Veräußerung von Grundstücken eines gewerblichen Grundstückshändlers auch bei Zusammentreffen mit der Betriebsaufgabe nicht tarifbegünstigt

Leitsatz 1. Die Veräußerung des zum Umlaufvermögen eines gewerblichen Grundstückshändlers gehörenden Grundstücks ist auch dann nicht nach den §§ 16, 34 EStG tarifbegünstigt, wenn sie mit der Betriebsaufgabe zusammentrifft und hiermit zugleich eine zunächst bestehende Bebauungsabsicht aufgegeben wird. Soweit der Senat im Urteil vom 21.11.1989, VIII R 19/85 (BFH/NV 1990, 625) ...mehr

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Bebauung eines zuvor verkauften Grundstücks hat nur im Ausnahmefall keine Indizwirkung für gewerblichen Grundstückshandel

Leitsatz 1. Die Bebauung eines zuvor verkauften Grundstücks ist regelmäßig nicht mehr dem Bereich der privaten Vermögensverwaltung zuzurechnen. Tritt jedoch zwischen der Beauftragung der Bauhandwerker und dem Beginn der Bauarbeiten ein Ereignis ein, das die ursprünglich vorhandene Vermietungsabsicht vereitelt und den Verkauf des Grundbesitzes notwendig macht, so spricht das ...mehr

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Aus betrieblicher Beteiligung an vermögensverwaltenden Personengesellschaften erzielte Einkünfte sind bei der Einkommensteuerveranlagung der Gesellschafter umzuqualifizieren

Leitsatz Die verbindliche Entscheidung über die Einkünfte eines betrieblich an einer vermögensverwaltenden Gesellschaft beteiligten Gesellschafters ist sowohl ihrer Art als auch ihrer Höhe nach durch das für die persönliche Besteuerung dieses Gesellschafters zuständige (Wohnsitz-)Finanzamt zu treffen. Normenkette § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO , § 182 Abs. 1 AO Sachverhalt Na...mehr

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Umqualifizierung in gewerbliche Einkünfte des Gesellschafters einer Zebragesellschaft im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung

Leitsatz Eine verbindliche Entscheidung über die Einkünfte eines betrieblich an einer vermögensverwaltenden Gesellschaft beteiligten Gesellschafters ist sowohl ihrer Art als auch ihrer Höhe nah durch das für die persönliche Besteuerung diese Gesellschafters zuständige (Wohnsitz-) Finanzamt zu treffen. Sachverhalt Die Eheleute A waren an verschiedenen Grundstücksgesellschaften...mehr

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Zwischenschaltung naher Angehöriger in den gewerblichen Grundstückshandel

Leitsatz 1. Unternehmer i.S. eines Zurechnungssubjekts gewerblicher Tätigkeit (§ 15 EStG) ist der Urheber des Handels, der Produktion oder der Dienstleistungen, mithin des Inbegriffs derjenigen Tätigkeiten, die Gegenstand des als rechtliche und/oder organisatorische Wirkungseinheit verfassten Betriebs sind. 2. Überlässt der Unternehmer eine in seinem Betrieb erwirtschaftete E...mehr

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Gewerblicher Grundstückshandel; Zurechnung von Grundstücksgeschäften bei Zwischenschaltung naher Angehöriger

Leitsatz Überlässt der Unternehmer eine in seinem Betrieb erwirtschaftete Erwerbschance aus privaten Gründen einem anderen zur Nutzung, verfügt er damit über bezogenes Einkommen. Sachverhalt Der Steuerpflichtige, ein Steuerberater, hat drei Söhne, die sich im Streitjahr (1990) noch in Ausbildung befanden. Im Juni 1990 erwarb er mehrere benachbarte unbebaute Grundstücke (zusam...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Ausübung eines Gewinnermittlungswahlrechts nach § 4 Abs. 3 EStG

Leitsatz Für die Ausübung des Gewinnermittlungswahlrechts nach § 4 Abs. 3 EStG reicht es nicht aus, wenn der Steuerpflichtige auf Grund eines Irrtums davon ausgeht, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen und die Einnahmen und Werbungskosten aufzeichnet Sachverhalt Im Jahre 1994 erwarb die Klägerin ein unbebautes Grundstück von 11.800 m² und parzellierte es. Die ...mehr

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Eine Maschinen vermietende GbR erzielt gewerbliche Einkünfte

Leitsatz Die Vermietung eines einzelnen beweglichen Wirtschaftsguts führt prinzipiell zu sonstigen Einkünften i.S. von § 22 Nr. 3 EStG. Bei der Vermietung beweglicher Gegenstände kann eine gewerbliche Tätigkeit erst angenommen werden, wenn im Einzelfall besondere Umstände hinzutreten, die der Vermieterleistung als Ganzes das Gepräge einer selbständigen, nachhaltigen, vom Gew...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel trotz langjähriger Eigennutzung und Rückverkauf an Veräußerer

Leitsatz Zur Beurteilung der Frage, ob ein gewerblicher Grundstückhandel bei Überschreiten der Drei-Objekt-Grenze vorliegt, sind sowohl Objekte heranzuziehen, die ohne Veräußerungsgewinn an den Veräußerer zurück verkauft wurden als auch Objekte, die zwar langjährig als Mieter eigen genutzt wurden, bei denen aber trotz weiterer Eigennutzung die bedingte Veräußerungsabsicht be...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Gewerblicher Grundstückshandel trotz Veräußerung nur eines Objekts an teilweise personenidentische Gesellschaft

Leitsatz Eine Projekt-GbR, die in der Art eines Bauträgers ein Grundstück zum Zwecke der Bebauung in unbedingter Veräußerungsabsicht anschafft, um darauf eine Gebäude nach den Wünschen der Käuferin (Einkaufspassage) zu errichten, unterliegt ungeachtet der Unterschreitung der Drei-Objekt-Grenze mit den aus der Veräußerung des bebauten Grundstücks erzielten Einkünften der Gewe...mehr