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Nitrosamine

Dipl.-Biol. Bettina Huck, Dr. Josef Sauer
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Zusammenfassung

 
Begriff

Nitrosamine (N-Nitrosamine) ist eine Sammelbezeichnung für N-Nitroso-Verbindungen von Aminen (RR’N-NO). Die meisten geprüften Nitrosamine haben sich im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen. Die einzelnen Nitrosamine bewirken eine spezifische Krebsbildung an einzelnen Organen, wobei je nach Versuchstierart verschiedene Organe betroffen sein können. Die Stärke der Kanzerogenität der einzelnen Nitrosamine ist sehr unterschiedlich. Einige Nitrosamine gehören zu den stärksten krebserzeugenden Stoffen überhaupt. Diese als besonders krebserzeugend eingestuften N-Nitrosamine dürfen daher auch nur in geschlossenen Systemen hergestellt und verwendet werden.

Neben der krebserzeugenden Wirkung sind einige Nitrosamine akut toxisch, können Gewebe zerstören oder Störungen des Kohlehydrat- und Fettstoffwechsels verursachen.

 
Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung
  • TRGS 552 "Krebserzeugende N-Nitrosamine der Kat 1A und B"
  • TRGS 611 "Verwendungsbeschränkungen für wassermischbare bzw. wassergemischte Kühlschmierstoffe, bei deren Einsatz N-Nitrosamine auftreten können"
  • TRGS 615 "Verwendungsbeschränkungen für Korrosionsschutzmittel, bei deren Einsatz N-Nitrosamine auftreten können"
  • DGUV-R 109-003 "Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen"
  • DGUV-R 113-010 "Sicheres Arbeiten in der Gummiindustrie"

1 Bildung von Aminen

Nitrosamine entstehen bevorzugt aus sekundären Aminen (RNHR) unter Einwirkung von Salpetriger Säure (HNO2). Begünstigend für die Bildung der Nitrosamine sind ein niedriger pH-Wert und hohe Temperaturen. Nitrosamine können aber auch aus primären Aminen (RNH2) und aus tertiären Aminen (NR3) gebildet werden. Nitrosamine können im menschlichen Körper entstehen, wenn nitrosierende Stoffe (Nitrat, Nitrit) und nitrosierbare Aminoverbindungen aufgenommen werden. Im Magen herrscht durch die Magensäure ein n...

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