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Medikamente am Arbeitsplatz – Die unterschätzte Gefahr / 5.2 Psychopharmaka

Dr. Fritzi Wiessmann
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Psychopharmaka gehören mittlerweile zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Die 4 wichtigsten Gruppen sind:

  • Antidepressiva: Sie werden vor allem zur Behandlung von Depressionen verordnet, aber auch bei Angsterkrankungen und Zwangsstörungen verschrieben.
  • Phasenprophylaktika (Stimmungsstabilisierer): Diese kommen bei bipolaren Störungen, auch als manisch-depressive Erkrankung bekannt, zur Anwendung.
  • Antipsychotika (Neuroleptika): Antipsychotika erhalten v. a. Patienten mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen (z. B. Schizophrenien), Manien und schizoaffektiven Störungen.
  • Anxiolytika/Hypnotika: Anxiolytika und Hypnotika sind Beruhigungs- und Schlafmittel, die angst- und spannungslösend sowie schlaffördernd wirken.

Darüber hinaus gibt es noch:

  • Psychostimulanzien, die eine anregende Wirkung auf den Organismus haben und kurzfristig die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Sie werden auch von Gesunden eingenommen (vgl. Abschn. 8). Zu den Mitteln mit antriebsteigernder Wirkung zählen auch Koffein, Nikotin und Rauschmittel, wie Ecstasy oder Kokain. Diese Mittel enthalten Amphetamine, umgangssprachlich auch "Weckamine" genannt.
  • Antidementiva: Medikamente gegen Demenz (Alzheimer).
  • Sonstige Psychopharmaka, die als Entzugs- und Entwöhnungsmittel, vor allem bei Alkoholmissbrauch, eingesetzt werden.
 
Wichtig

Abhängigkeitsgefahr bei Psychopharmaka

Die Gefahr einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit ist nur bei den Beruhigungs- und Schlafmitteln (Anxiolytika/Hypnotika) gegeben. Sie sollten nicht länger als 4 Wochen eingenommen werden. Phasenprophylaktika und Antipsychotika machen auch nach längerer Einnahme nicht abhängig. Bei Antidepressiva können sich Absetzsymptome zeigen.

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