GRESB ist der führende Nachhaltigkeitsbenchmark in der Immobilienbranche und wurde 2009 von verschiedenen Immobilienakteuren initiiert. Er bewertet die Umsetzung der Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Im Gegensatz zu den Gebäudezertifikaten DGNB, BREEAM und LEED werden bei dieser Bewertungsmethode nicht einzelne Gebäude gemessen, sondern Fonds und Unternehmen anhand von 3 verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen (Management, Performance und Development) miteinander verglichen. Der dabei angewandte holistische Ansatz lässt nicht nur eine Bewertung auf Gebäudeebene zu, sondern auch auf Fonds- bzw. Unternehmensebene. Die Fonds und Gebäudeportfolios werden nach Einreichung aller Unterlagen mit 1 bis 5 Sternen ausgezeichnet. Die Einstufung orientiert sich hierbei an einer Vergleichsgruppe auf Fonds-, Portfolio- bzw. Unternehmensebene. Hat die Vergleichsgruppe innerhalb eines Jahres ihre ESG-Ziele deutlich steigern können, verändert sich auch das Rating des Fonds- oder Gebäudeportfolios.
Der Abschluss und der Inhalt von Green Leases werden im Rahmen des GRESB-Systems bewertet (Tab. 5). Unter dem Punkt TC4 ESG-specific requirements in lease contracts (green leases) wird erfragt, wie hoch der Anteil der abgeschlossenen Green Leases im Gebäude bzw. Portfolio ist und welche Bestandteile diese beinhalten. Je mehr Abschlüsse und Bestandteile nachgewiesen werden können, desto höher fällt die Punktevergabe aus.
Unter der Oberkategorie "Mieter und Gemeinschaft" (Tenants and community) fragt GRESB zunächst ab, ob Green Leases in Mietverträgen inkludiert wurden und wie viele diese im Verhältnis zur vermietbaren Fläche ausmachen. Es folgen die Unterpunkte Kooperation und Arbeit (Cooperation and works), Management und Verbrauch (Management and consumption) sowie Berichterstat...