Fachbeiträge & Kommentare zu Auswärtstätigkeit

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Regelmäßige Arbeitsstätte in der Probezeit und bei befristeter Beschäftigung

Leitsatz Der in einer dauerhaften, ortsfesten betrieblichen Einrichtung seines Arbeitgebers beschäftigte Arbeitnehmer ist nicht allein deshalb auswärts tätig, weil er eine Probezeit vereinbart hat, unbedingt versetzungsbereit oder befristet beschäftigt ist. Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, Abs. 5 i.V.m. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG Sachverhalt Arbeitnehmer K war 2011 am Be...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Mehraufwendungen für die Verpflegung bei Einsatz an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten

Leitsatz Die Höhe der Mehraufwendungen für die Verpflegung richtet sich bei einer Auswärtstätigkeit i.S.d. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 Satz 3 EStG (ständig wechselnde Tätigkeitsstätten) nach der Abwesenheitsdauer des Arbeitnehmers von seiner Wohnung am Ort des Lebensmittelpunkts. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer stets in derselben auswärtigen Unterkunft nächtigt (Anschl...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Überlassung von Geschäftsführerwohnungen mit Einrichtung

Leitsatz Überlässt der Unternehmer einem Geschäftsführer unentgeltlich einen Wohn-Pavillon einschließlich Einrichtung, liegt dies auch dann nicht im überwiegend unternehmerischen Interesse, wenn einkommensteuerrechtlich die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsführung gegeben wären. Normenkette § 3 Abs. 9a Nr. 2, § 15 UStG Sachverhalt Die Klägerin, eine GmbH, betrieb einen...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Auswärtstätigkeit im Ausland

Leitsatz 1. Ein Arbeitnehmer, der zunächst für drei Jahre und anschließend wiederholt befristet von seinem Arbeitgeber ins Ausland entsandt worden ist, begründet dort keine regelmäßige Arbeitsstätte i.S.d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG, auch wenn er mit dem ausländischen Unternehmen für die Dauer des Entsendungszeitraums einen unbefristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen hat. 2....mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Regelmäßige Arbeitsstätte bei längerfristiger Tätigkeit auf einer Baustelle

Leitsatz Eine auswärtige (Groß-)Baustelle ist keine regelmäßige Arbeitsstätte i.S.d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG, auch wenn sie der Arbeitnehmer fortdauernd und immer wieder aufsucht. Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG, § 12 Satz 2 AO Sachverhalt K war auf einer Tunnelbaustelle beschäftigt. Arbeitgeber war eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) mit Sitz (Baubüro) in C. Der Arb...mehr

Kommentar aus Finance Office Professional
Werbungskosten: Aufwandsentschädigungen von Landräten und Bürgermeistern

Kommentar Landräte, hauptamtliche Bürgermeister und Beigeordnete müssen ihre Werbungskosten um erhaltene Dienstaufwandsentschädigungen mindern. Das Finanzministerium Baden-Württemberg weist mit Erlass vom 11.3.2014 darauf hin, dass diese Verrechnung nicht für die Kosten eines Wahlkampfes gilt. Höhe der Aufwandsentschädigung Landräte und hauptamtliche Bürgermeister erhalten für...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 4 Dienstreise/Auswärts­tätigkeit

Das Reisekostenrecht für Arbeitnehmer differenziert seit den LStR 2008 nicht mehr zwischen den bisherigen Reisekostenarten Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit und Berufskraftfahrerregelung. Die Rede ist jetzt für alle Tätigkeiten nur noch von der Auswärtstätigkeit. Deren Anknüpfungspunkt bildet neben dem zeitlichen ­Moment der Auswärtstätigkeit, die Wohnung des Arbeitnehmer...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 4.2 Wegfall der 3-Monatsregelung

Die in den früheren LStR verankerte 3-Monatsregelung wurde ganz fallen gelassen. Durch eine sich länger als 3 Monate erstreckende Tätigkeit am selben Auswärtsort entsteht also keine regelmäßige Arbeitsstätte. Einen Wechsel von Reisekosten zur doppelten Haushaltsführung gibt es nicht mehr. Praxis-Beispiel Abordnung und Versetzung Wird ein Arbeitnehmer an eine Dienststelle zeitl...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 3.3 Verpflegungskosten der Arbeitnehmer

Der Unternehmer erhält den Vorsteuerabzug aus Verpflegungsleistungen anlässlich einer unternehmerisch bedingten Auswärtstätigkeit des Arbeitnehmers nur, wenn diese von ihm als Arbeitgeber empfangen und in voller Höhe getragen werden. Zusätzlich muss eine auf ihn lautende Rechnung mit gesondertem Ausweis der Umsatzsteuer vorliegen oder eine Kleinbetragsrechnung im Gesamtwert ...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 1 Neuerungen

Der VI. Senat des BFH hat in mehreren aktuellen Entscheidungen die Kriterien der regelmäßigen Arbeitsstätte als Anknüpfungspunkt für eine Dienstreise neu definiert. Eine regelmäßige Arbeitsstätte wird danach nur in einer ortsfesten Einrichtung des Arbeitgebers begründet, die der Arbeitnehmer nicht nur gelegentlich, sondern fortdauernd und immer wieder zur Ausübung seiner eig...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 4.1 Abgrenzung regelmäßige Arbeitsstätte

Die Hauptschwierigkeit im Reisekostenrecht liegt in der Abgrenzung des Begriffs der regelmäßigen Arbeitsstätte begründet. Darunter ist (nur) der ortsgebundene Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers zu verstehen. Dies ist der Ort, an dem der Arbeitnehmer seine dienst- oder arbeitsvertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen hat. I...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 3.6 Fahrtkosten für arbeitnehmereigene Fahrzeuge

Auch bei laufenden Pkw-Betriebskosten, z. B. Benzin, mit einem arbeitnehmereigenen Pkw ist ein Vorsteuerabzug zulässig, soweit die Fahrtkosten eindeutig durch die Auswärtstätigkeit verursacht wurden, z. B. Benzin oder auf einer Dienstreise verursachte Unfallkosten. In beiden Fällen müssen jedoch die Rechnungen zwingend auf den Namen des Unternehmers (Arbeitgebers) als Leistu...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 2.1 Grundsätzliche Voraussetzungen

Der Unternehmer erhält aus Rechnungen für seine betrieblich veranlassten Kosten anlässlich einer von ihm bzw. vom Gesellschafter einer Personengesellschaft durchgeführten Geschäftsreise oder einer unternehmerisch bedingten Auswärtstätigkeit den vollen Vorsteuerabzug. Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist, dass der Unternehmer als Empfänger der Übernachtungsleistungen anzu...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / Zusammenfassung

Begriff Die steuerliche Behandlung von Reisekosten hängt vom Anlass der Reise ab. Die Kosten gehören zu den Betriebsausgaben, wenn sie durch den Betrieb eines Unternehmers veranlasst sind. Sind die Kosten durch ein Arbeitsverhältnis bedingt, kommt ein Abzug als Werbungskosten in Betracht. Übernimmt oder bezuschusst der Arbeitgeber die Aufwendungen, sind die Leistungen in bes...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 3 Geschäftsreise

Die Bezeichnung Geschäftsreise beinhaltet das einkommensteuerliche Reisekostenrecht für Steuerzahler mit Gewinneinkünften. Eine Geschäftsreise liegt vor, wenn ein Gewerbetreibender, Freiberufler oder Land- und Forstwirt vorübergehend aus betrieblichen Gründen außerhalb seiner Betriebsstätte und außerhalb seiner Wohnung tätig wird. Unterhält er keine Betriebsstätte, beginnt di...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 3.1 Allgemeine Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs

Ein Vorsteuerabzug aus lohnsteuerlichen Pauschalen, z. B. ohne Hotelrechnung, ist nicht möglich. Der ­Vorsteuerabzug setzt immer einen Einzelnachweis (Rechnung) voraus. Die Eingangsrechnung muss zwingend auf den Unternehmer (Arbeitgeber) lauten. Aus auf den Arbeitnehmer adressierten Rechnungen ist ein Vorsteuerabzug nicht zulässig. Voraussetzung ist auch, dass nicht der Arbei...mehr

Lexikonbeitrag aus Finance Office Professional
Reisekosten (bis 2013) / 5 Reisekosten bei Fort­bildung

Aufwendungen für die Fortbildung sind als Werbungskosten/Betriebsausgaben abzugsfähig, wenn ein inhaltlicher Bezug zur ausgeübten oder künftigen Berufstätigkeit besteht. Zur Berücksichtigung der Aufwendungen für den Besuch einer auswärtigen Fortbildungsstätte finden die Regelungen über Auswärtstätigkeiten sinngemäße Anwendung. Nach bisheriger Rechtsprechung begründete die Bil...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Betriebsstätte des Entleihers ist nicht regelmäßige Arbeitsstätte eines Leiharbeitnehmers

Leitsatz Die Betriebsstätte des Entleihers, an der ein Leiharbeitnehmer zum Einsatz kommt, ist auch dann nicht die regelmäßige Arbeitsstätte des Leiharbeitnehmers, wenn das Arbeitsverhältnis zwischen dem Leiharbeitnehmer und dem Verleiher auf die Dauer des Einsatzes befristet ist. Sachverhalt Der Kläger war als Leiharbeitnehmer tätig. Er machte für das Streitjahr 2008 Reiseko...mehr

Kommentar aus Finance Office Professional
Einsprüche gegen pauschalen Kilometersatz von nur 0,30 EUR werden zurückgewiesen

Kommentar Viele Steuerpflichtige haben in Einsprüchen eine Anhebung des pauschalen Kilometersatzes für Auswärtstätigkeiten auf 0,35 EUR begehrt. Nachdem das BVerfG eine entsprechende Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen hat, folgen nun die verfahrensrechtlichen "Aufräumarbeiten". Die OFD Nordrhein-Westfalen erklärt mit Kurzinformation vom 4.10.2013, wie die...mehr

Urteilskommentierung aus Steuer Office Gold
Keine regelmäßige Arbeitsstätte bei wiederholter befristeter Zuweisung eines Arbeitnehmers an einen anderen Betriebsteil des Arbeitgebers

Leitsatz Ein Arbeitnehmer, der von seinem Arbeitgeber wiederholt für ein Jahr befristet an einem anderen Betriebsteil des Arbeitgebers als seinem bisherigen Tätigkeitsort eingesetzt wird, begründet dort keine regelmäßige Arbeitsstätte i.S.d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG. Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 1, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG Sachverhalt K wurde be...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Besuchsfahrten des Ehepartners führen zu Werbungskosten beim Arbeitnehmer

Leitsatz Ist ein Arbeitnehmer an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten im Ausland eingesetzt und kann er seinen Arbeitsort an den Wochenenden aus beruflichen Gründen nicht verlassen, darf er die Kosten für die wöchentlichen Besuchsfahrten seines Ehegatten als allgemeine Werbungskosten abziehen. Dies entschied jüngst das FG Münster. Sachverhalt Ein Monteur war im Jahr 2007 wel...mehr

Urteilskommentierung aus Steuer Office Gold
Keine regelmäßige Arbeitsstätte bei vorübergehender Abordnung oder Versetzung

Leitsatz Ein Arbeitnehmer (Beamter), der von seinem Arbeitgeber für drei Jahre an eine andere als seine bisherige Tätigkeitsstätte abgeordnet oder versetzt wird, begründet dort keine regelmäßige Arbeitsstätte i.S. d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG. Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 1, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, § 9 Abs. 5 i.V.m. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 Sätze 1 ff. EStG Sachverhalt K, Fi...mehr

Urteilskommentierung aus Steuer Office Gold
Regelmäßige Arbeitsstätte nach unbefristeter Versetzung

Leitsatz Bei einer absehbaren Verweildauer von vier Jahren an einer betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers nach einer unbefristeten Versetzung ist eine auf Dauer und Nachhaltigkeit angelegte regelmäßige Arbeitsstätte anzunehmen. Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 1, Satz 3 Nr. 4 EStG Sachverhalt K, Polizeibeamter in NRW, war bis September 2000 bei der Kreispolizeibehörde in I tät...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Werbungskosten einer als Kabinenchefin tätigen Flugbegleiterin

Leitsatz Eine Flugbegleiterin übt eine Auswärtstätigkeit aus. Am Heimatflughafen hat sie keine regelmäßige Arbeitsstätte. Der sog. Briefing-Raum ist kein anderer Arbeitsplatz im Sinne des § 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG. Sachverhalt Die Klägerin war als Kabinenchefin für eine Fluggesellschaft tätig. Sie hatte in ihrer Einkommensteuererklärung 2010 für die Fahrten von ihrem Wohnort zum...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Leiharbeitnehmer regelmäßig auswärts tätig

Leitsatz Die regelmäßige Arbeitsstätte ist insbesondere durch den örtlichen Bezug zum Arbeitgeber gekennzeichnet. Ein Arbeitnehmer ist deshalb grundsätzlich dann auswärts tätig, wenn er außerhalb einer dem Arbeitgeber zuzuordnenden Tätigkeitsstätte (Betriebsstätte) tätig wird, wie dies insbesondere bei Leiharbeitnehmern der Fall ist. Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG S...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Verpflegungsmehraufwand für Leiharbeitnehmer

Leitsatz Auch Leiharbeitnehmern steht Verpflegungsmehraufwand nur in den Grenzen der Dreimonatsfrist nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 Satz 5 EStG zu. Insoweit gilt für Leiharbeitnehmer nichts anderes als für andere auswärts tätige Arbeitnehmer. Normenkette § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG Sachverhalt K, der Hafenarbeiter aus dem Verfahren VI R 35/08, war als Leiharbeitnehmer bei A ang...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Verpflegungsmehraufwandspauschale für einen Unternehmensberater

Leitsatz 1. Ein selbstständiger Unternehmensberater, der über Monate hinweg wöchentlich zwei bis vier Arbeitstage in dem Betrieb eines Kunden auswärts tätig ist, kann Mehraufwendungen für seine Verpflegung nur in den ersten drei Monaten dieser Auswärtstätigkeit geltend machen. Dies gilt auch dann, wenn die Beratungsaufträge kurzfristig immer wieder aufs Neue erteilt werden. 2...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Entsendung: Arbeitnehmer unterhält regelmäßige Arbeitsstätte im Ausland

Leitsatz Ein Arbeitnehmer, der von seinem Arbeitgeber für 3 Jahre zu einer ausländischen Tochtergesellschaft entsandt wird, darf die Kosten für seine Pendelfahrten zum ausländischen Betrieb nicht mit den tatsächlichen Fahrtkilometern als Werbungskosten abziehen. Das FG Düsseldorf gewährte nur die Entfernungspauschale und erkannte zudem die Kosten der ausländischen Wohnung st...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Regelmäßige Arbeitsstätte einer Polizistin in der Fluggastkontrolle

Leitsatz Eine Polizistin, die in der Fluggastkontrolle eines Flughafens arbeitet, hat ihre regelmäßige Arbeitsstätte im Bereich der Terminalgebäude und nicht in der Polizeiinspektion. Aus diesem Grund darf sie keine Verpflegungsmehraufwendungen für ihre arbeitstäglichen Einsätze abziehen. Sachverhalt Eine Polizeiangestellte war als Fluggastkontrollkraft im Terminalbereich ein...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Übernachtungskosten eines im Lkw übernachtenden Kraftfahrers

Leitsatz Übernachtet ein Kraftfahrer in der Schlafkabine seines Lkw, sind die Pauschalen für Übernachtungen bei Auslandsdienstreisen nicht anzuwenden. Liegen keine Nachweise vor, sind die Werbungskosten zu schätzen. Sachverhalt Ein Kraftfahrer im internationalen Fernverkehr hatte die Möglichkeit, in der Schlafkabine des von ihm gefahrenen Lkw zu übernachten. In seiner Einkomm...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Unterkunftskosten im Rahmen eines Studiums

Leitsatz 1. Kosten der Unterkunft eines Studenten am Studienort können als vorab entstandene Werbungskosten nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG in Abzug gebracht werden, wenn der Studienort nicht der Lebensmittelpunkt des Steuerpflichtigen ist. 2. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG kommt schon deshalb nicht zur Anwendung, weil eine Hochschule kein Beschäftigungsort im Sinne der Vorschrift ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Zum Begriff der regelmäßigen Arbeitsstätte

Leitsatz Grundfall der regelmäßigen Arbeitsstätte ist die auf Dauer und Nachhaltigkeit angelegte Arbeitsstätte, auf deren immer gleiche Wege sich der Arbeitnehmer (AN) einstellen und auf eine Minderung der Wegekosten hinwirken kann. Eine auf 3 Jahre befristete Abordnung/Versetzung an die Landesfinanzschule führt dazu, dass diese als regelmäßige Arbeitsstätte anzusehen ist. S...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Doppelte Haushaltsführung bei Alleinstehenden

Leitsatz Ein Alleinstehender, der am Ort der Auswärtstätigkeit langjährig in einer festen Partnerschaft lebt, hat dort den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen und erfüllt damit nicht die Voraussetzungen für eine doppelte Haushaltsführung. Sachverhalt Die ledige Klägerin erzielte in den Streitjahren Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. In ihren Einkommensteuererklärungen 2...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Kosten für Telefongespräche eines Soldaten der Marine während des Einsatzes auf einem Schiff

Leitsatz Während einer Auswärtstätigkeit von mindestens einer Woche entstandene Telefongebühren können als Werbungskosten abzugsfähig sein. Normenkette §§ 9 Abs. 1 Satz 1, 12 Nr. 1 Satz 2 EStG Sachverhalt Ein Marinesoldat war auf einer Fregatte tätig. Bei Einsatz auf hoher See und Aufenthalten in ausländischen Häfen entstanden ihm für 15 jeweils an Wochenenden geführte Telefon...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Verpflegungsmehraufwand während Auslandssemester

Leitsatz Ein Masterstudent kann für die ersten drei Monate seines Auslandssemesters Verpflegungsmehraufwendungen abziehen, selbst wenn er in Deutschland bei den Eltern wohnt und dort über keine eigene Wohnung verfügt. Sachverhalt Ein Angestellter schrieb sich nach seinem erreichten Bachelor-Abschluss als Student im Programm "Master of Science in International Management" an e...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Fahrten zwischen Lebensmittelpunkt und Ausbildungsstätte nach Entfernungspauschale?

Leitsatz Unter Berücksichtigung der geänderten Rechtsprechung des BFH, Urteil v. 9.2.2012, VI R 44/12, zu der Frage, wann bei der Geltendmachung von Fahrtkosten als Werbungskosten für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte eine regelmäßige Arbeitsstätte vorliegt, erscheint ernstlich zweifelhaft i. S. d. § 69 FGO, ob der Aufwand eines volljährigen Kindes für Fahrten zwischen...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Regelmäßige Arbeitsstätte bei längerfristigem Einsatz im Betrieb des Kunden

Leitsatz Die betriebliche Einrichtung des Kunden des Arbeitgebers kann unabhängig von der Dauer des Einsatzes nur dann regelmäßige Arbeitsstätte sein, wenn der Arbeitgeber dort über eine eigene Betriebsstätte verfügt. Normenkette § 3 Nr. 16, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG Sachverhalt K ist als Elektromonteur seit Mai 1974 bei X ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Leiharbeitnehmer: Keine regelmäßige Arbeitsstätte selbst bei längerfristigen Einsätzen

Leitsatz Leiharbeitnehmer können nach Ansicht des FG Baden-Württemberg an ihrem Einsatzort (Kunden des Arbeitgebers) keine regelmäßige Arbeitsstätte begründen. Denn selbst bei längerfristigen Einsätzen bleibt ihr zukünftiger Beschäftigungsort ungewiss, so das Gericht. Sachverhalt Im Januar 2009 schloss ein Leiharbeitnehmer mit einer Schweizer Firma einen Einsatzvertrag als "t...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Doppelte Haushaltsführung bei Alleinstehenden

Leitsatz Bei nicht verheirateten Arbeitnehmern ist nach der - widerlegbaren - Lebenserfahrung bei längerer Auswärtstätigkeit davon auszugehen, dass der Lebensmittelpunkt an den Beschäftigungsort verlegt wurde. Sachverhalt Im Streitfall war ein lediger Arbeitnehmer seit Jahren 460 Km von seinem Heimatort entfernt tätig und hatte am Tätigkeitsort eine Wohnung angemietet. Im Rah...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Leiharbeit: Regelmäßige Arbeitsstätte bei gleichbleibendem Einsatzort

Leitsatz Ein Leiharbeitnehmer, der nach arbeitsvertraglicher Regelung an wechselnden Orten eingesetzt werden soll, tatsächlich aber nur an einem einzigen Ort tätig wird, begründet dort nach einem Urteil des FG Düsseldorf eine regelmäßige Arbeitsstätte. Die zeitliche Betrachtungsweise ("ex ante" oder "ex post") spielt dabei eine besondere Rolle. Sachverhalt Leiharbeitnehmer A ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Betriebsprüferin hat keine regelmäßige Arbeitsstätte im Finanzamt

Leitsatz Das Niedersächsische FG hat entschieden, dass eine Betriebsprüferin der Großbetriebsprüfung keine regelmäßige Arbeitsstätte in ihrem Finanzamt hat. Das FG verortete den qualitativen Schwerpunkt ihrer Arbeit in den geprüften Betrieben und erkannte die Fahrtkosten zum Finanzamt mit 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer an. Sachverhalt Eine Betriebsprüferin der Großbetriebs...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Regelmäßige Arbeitsstätte bei Outsourcing; Sonderfall bei Postnachfolgeunternehmen

Leitsatz 1. In "Outsourcing-Fällen" sind Arbeitnehmer mit ihrer Ausgliederung regelmäßig auswärts tätig, vergleichbar mit bei Kunden ihres Arbeitgebers tätigen Arbeitnehmern. 2. Ein "Outsourcing-Fall" liegt regelmäßig nicht vor, wenn ein Postbeamter unter Wahrung seines beamtenrechtlichen Status’ vorübergehend am bisherigen Tätigkeitsort einem privatrechtlich organisierten To...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Verpflegungsmehraufwand für Fahrer eines Noteinsatzfahrzeugs

Leitsatz Soweit ein städtischer Feuerwehrmann auch verpflichtet ist, Bereitschaftsdienste als Fahrer eines Noteinsatzfahrzeugs eines nicht städtischen Krankenhauses zu leisten, übt er eine Auswärtstätigkeit aus. Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, § 9 Abs. 5, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG Sachverhalt K ist als Feuerwehrmann bei der Stadt X nicht selbstständig beschäftigt. Zu s...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Verpflegungsmehraufwendungen für Rettungsassistent

Leitsatz Auch ein Rettungsassistent kann nicht mehrere regelmäßige Arbeitsstätten nebeneinander innehaben (Anschluss an Senatsentscheidungen vom 9.6.2011, VI R 36/10, BFHE 234, 160, BStBl II 2012, 36 und VI R 55/10, BFHE 234, 164, BStBl II 2012, 38; gegen BFH, Urteil vom 14.9.2005, VI R 93/04, BFH/NV 2006, 53). Normenkette § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, § 9 Abs. 5, § 4 Abs. 5 Satz ...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Werbungskosten: Baucontainer keine regelmäßige Arbeitsstätte

Leitsatz Baucontainer stellen keine ortsfeste dauerhafte betriebliche Einrichtung und damit keine regelmäßige Arbeitsstätte dar. Sachverhalt In einem aktuellen Fall hatte das FG Münster darüber zu entscheiden, ob die Fahrten eines Monteurs von seinem Wohnort in das Werk eines Kunden seines Arbeitgebers als Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte oder als Diens...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Auswärtstätigkeit bei Einsatz in verschiedenen Filialen

Leitsatz Ein Arbeitnehmer, der in verschiedenen Filialen seines Arbeitgebers wechselnd tätig ist, übt eine Auswärtstätigkeit aus, wenn keine der Tätigkeitsstätten eine hinreichend zentrale Bedeutung gegenüber den anderen Tätigkeitsorten hat. Normenkette § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 4, § 9 Abs. 1 S. 1, § 9 Abs. 5, § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 5 S. 2 EStG Sachverhalt K war als Distriktmanagerin b...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Mitarbeiter in der Personalreserve begründet keine regelmäßigen Arbeitsstätten

Leitsatz Ein Sparkassenmitarbeiter, der in der Personalreserve tätig ist und seinen jeweiligen Einsatzort erst morgens am Telefon erfährt, begründet nach Auffassung des Niedersächsischen FG keine regelmäßigen Arbeitsstätten. Das FG urteilte, dass es an der Nachhaltigkeit des Arbeitseinsatzes fehlt. Sachverhalt Der Bankkaufmann war in der Personalreserve der Sparkasse beschäft...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Keine Dreimonatsfrist für den Abzug von Verpflegungspauschalen bei Fahrtätigkeit

Leitsatz Die Dreimonatsfrist für den Abzug der Verpflegungspauschalen (§ 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 5 S. 5 EStG) findet bei einer Fahrtätigkeit keine Anwendung (Änderung der Rechtsprechung). Normenkette § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 5 S. 5, § 9 Abs. 5 EStG Sachverhalt K war als Seemann auf dem zur Hochseefischerei eingesetzten Motorschiff "Y" tätig und fuhr an 184 Tagen zur See. Das FA berücksic...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Auswärtstätigkeit bei Beschäftigung in weiträumigem Waldgebiet

Leitsatz Ein weiträumiges Arbeitsgebiet ohne jede ortsfeste, dauerhafte betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, wie etwa ein ausgedehntes Waldgebiet, ist keine regelmäßige Arbeitsstätte. Normenkette § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 4 S. 1, § 9 Abs. 5, § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 5 S. 1, 2, 3 EStG Sachverhalt K war als Forstarbeiter beim Forstamt beschäftigt, das ein in 11 Reviere aufgeteiltes F...mehr

Urteilskommentierung aus Haufe Personal Office Platin
Regelmäßige Arbeitsstätte für Leiharbeitnehmer

Leitsatz Ein Leiharbeitnehmer verfügt typischerweise nicht über eine regelmäßige Arbeitsstätte. Normenkette § 9 Abs. 5, § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 5 S. 1, 2, 3, 5 EStG Sachverhalt K ist bei A angestellt. A verleiht seine Bediensteten an verschiedene andere Firmen im Seehafengebiet jeweils kurzfristig nach dort anfallendem Arbeitsbedarf. So war K als Hafenarbeiter für andere Firmen im...mehr