Der Erwerb eines zum Nachlass gehörigen Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses ist zwar gem. § 1 GrEStG steuerbar, aber gem. § 3 Nr. 3 GrEStG steuerbefreit.
Wenn die Erben vereinbaren, dass ein Erbe alle Anteile an der einen und der andere Erbe alle Anteile an der anderen grundbesitzenden Personengesellschaft erhält, sind diese Anteilsvereinigungen im Rahmen der Erbauseinandersetzung von der Grunderwerbsteuer befreit.
Erwirbt ein Miterbe bei der Erbauseinandersetzung einen zum Nachlass gehörenden Anteil an einer Personen- oder Kapitalgesellschaft und führt dieser Erwerb nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG zu einer Vereinigung von Anteilen an einer grundbesitzenden Kapitalgesellschaft, ist die Anteilsvereinigung nicht nach § 3 Nr. 3 Satz 1 GrEStG von der Grunderwerbsteuer befreit. Eine Personengesellschaft und eine Erbengemeinschaft stellen trotz Beteiligungsidentität unterschiedliche Zuordnungssubjekte dar und unterliegen unterschiedlichen Rechtsnormen, sodass Grundstücke der Personengesellschaft nicht zum Nachlass i. S. d. § 3 Nr. 3 GrEStG gehören, wenn eine Beteiligung an der grundbesitzenden Personengesellschaft im Wege der Erbschaft übergegangen ist und die Personengesellschaft Grundstücke an die Gesellschafter bzw. Miterben überträgt.
Allerdings ist der Übergang auf eine Personengesellschaft in der Höhe steuerfrei, wie der Erbe an dieser Gesellschaft beteiligt ist. Erhält ein Erbe im Rahmen einer Erbauseinandersetzung ein Grundstück bzw. einen Miteigentumsanteil an einem Grundstück, und tauscht er dieses in der Folgezeit mit einem anderen Miterben, ist dieser Tauschvorgang nicht nach § 3 Nr. 3 GrEStG von der Grunderwerbsteuer befreit.
Der BFH muss prüfen, ob die Neugründung einer Personengesellschaft im Rahmen einer Erbauseinandersetzung mit d...