Abwehrender Brandschutz: Br... / 2.3.3 Löschpulver

Löschpulver ist ein Gemisch aus pulverförmigen Chemikalien, das den Verbrennungsvorgang unterbindet, entweder durch Ersticken/Abdecken oder durch Inhibition (antikatalytischer Löscheffekt).

Die Inhibition wird bei den Brandklassen B und C eingesetzt, also gegen Flammenbrände. Sie stellt die Hauptlöschwirkung beim Löschmittel Pulver dar.

"Antikatalytischer Löscheffekt" bedeutet, dass das Löschmittel selbst unverändert wieder aus der Reaktion hervorgeht, also selbst nicht wirklich verbraucht wird. Es wird vereinfacht unterschieden zwischen homogener und heterogener Inhibition:

  • Homogene Inhibition: Das Löschmittel bewirkt durch Radikalbildung (Zerfall in der Flamme) und Rekombination eine Kettenabbruchreaktion, die die weitere Verbrennung unmöglich macht.
  • Heterogene Inhibition: An der Oberfläche der vielen feinen Pulverkörnchen werden die Radikale unschädlich gemacht. Dadurch wird die Verbrennungsreaktion schlagartig gestoppt.
 

Praxis-Tipp

Für Personenbrände geeignet

Löschpulver sind ungiftig und können auch zum Ablöschen von brennenden Personen verwendet werden.

Löschpulver werden in die in Tab. 4 aufgeführten Arten eingeteilt.

 
Pulverart Brandklasseneignung Hauptlöschwirkung
ABC Pulver A, B, C Ersticken (Glut), Inhibition (Flamme)
BC Pulver B, C Inhibition (reiner Flammenbrand)
D Pulver (Metallbrandpulver) D Ersticken (durch Trennung)

Tab. 4: Pulverarten mit Eignung für Brandklasse und Hauptlöschwirkung

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