Fachbeiträge & Kommentare zu Testament

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 13/2016, Das Bankgeschä... / cc) Beratungshinweise

In der Praxis darf deshalb nur unter Vorlage eines Originalerbscheins – ggf. einer notariell beglaubigten Abschrift oder notariellen Ausfertigung – gehandelt werden. Bis dieser erteilt ist, kann einige Zeit ins Land gehen, abgesehen von der Möglichkeit, dass auch bzgl. des Erbscheins ein Anfechtungsverfahren anhängig sein kann. Hinweis: Die Bank handelt nur dann rechtssicher,...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 7/2016, Testamentsumdeutung: Änderung einer Nacherbenbestimmung

(OLG München, Beschl. v. 27.1.2016 – 31 Wx 168/15) • Die dem Vorerben eingeräumte Befugnis, die Nacherben aus einem von dem Erblasser bestimmten Personenkreis abzuändern, kann dahin umgedeutet werden, dass die Nacherben unter der Bedingung eingesetzt sind, dass der Vorerbe keine anderweitige Verfügung trifft. Eine Umdeutung des Testaments in diesem Sinne führt zum einen dazu...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 6/2016, Verwahrung: Belehrung des Erblassers

(OLG Düsseldorf, Beschl. v. 23.12.2015 – I-3 Wx 285/14) • Die nach § 2256 Abs. 1 S. 2 BGB gesetzlich vorgesehene, für jemanden, der in Rechtsfragen bewandert ist, schwerlich misszuverstehende, Belehrung des Erblassers dahin, dass das vor einem Notar errichtete Testament mit seiner Rückgabe als widerrufen gilt, schließt damit aber nicht per se und ohne näherer Prüfung das Vor...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 13/2017, Legitimation d... / b) AGB der Banken und Sparkassen

Nachdem der BGH mit Urteil vom 8.10.2013 entschieden hatte, dass die Nr. 5 Abs. 1 AGB-Sparkassen im Verkehr mit Verbrauchern nach § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam sei, haben die Banken mit neuen AGB reagiert und den Nachweis des Erbrechts damit allgemein erleichtert. Die Nr. 5 der AGB-Banken und -Sparkassen lautet nunmehr: Zitat 5. Verfügungsberechtigung nach dem Tod d...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 12/2017, Erbeinsetzung: Maßgeblicher Zuwendungsempfänger nach übertragender Sanierung

(OLG Düsseldorf, Beschl. v. 12.1.2017 – I-3 Wx 257/16) • Beruft ein Erblasser in einem notariellen Testament einen eingetragenen Verein, der ein Tierheim betreibt, zum Alleinerben ohne bereits für den Fall des Erlöschens des Vereins einen Ersatzerben zu bestimmen und überträgt nach Insolvenz des Vereins der Insolvenzverwalter zur Fortführung des Geschäftsbetriebs im Wege der...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 22/2015, Testamentsauslegung: Gleichzeitiges Versterben von Ehegatten

(OLG Düsseldorf, Beschl. v. 1.7.2015, I-3 Wx 193/14) • Haben Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament einander gegenseitig zu Erben eingesetzt, ohne einen Schlusserben zu bestimmen, was regelmäßig dafür spricht, dass der Überlebende über das Gesamtvermögen auch von Todes wegen frei sollte verfügen können, so kann die Anordnung "Sollten wir beide durch einen Unfall zu ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 13/2017, Legitimation d... / IV. Fazit

Die sichersten Mittel des Nachweises der Erbfolge sind Erbschein und Europäisches Nachlasszeugnis. Ihre Erteilung setzt ein zeitaufwändiges und kostenintensives Verfahren voraus. Bei der Vorlage von beglaubigten Kopien oder Ausfertigungen von Testamenten ist diejenige eines öffentlichen Testaments oder Erbvertrags von höherem Beweiswert als diejenige eines privatschriftliche...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 4/2017, Konkludente Schlusserbeneinsetzung: Anordnung eines Pflichtteils- bzw. Erbteilsverzichts

(OLG München, Beschl. v. 8.11.2016 – 31 Wx 224/16) • Anordnungen der Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament betreffend einen "Pflichtteils"- bzw. "Erbteilsverzicht" der Kinder bis beide Eltern verstorben sind, können für die wechselbezügliche Anordnung von deren Einsetzung als Schlusserben sprechen. Hinweis: Zur Begründung ihrer Anfechtung hatten die Beschwerdeführe...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 9/2017, Vorsorgevollmac... / 1. Einleitung

Die Bestattung in der Nachlassgestaltung zu berücksichtigen, verhilft dem Rechtsanwalt nicht nur dazu, sein Mandat zu erweitern oder neue Mandate zu gewinnen. Es kann für den Mandanten und ihm nahestehende Personen eine erhebliche Hilfe und Entlastung sein. Eine Streitigkeit gleich nach dem Ableben eines Menschen um dessen Bestattung kann mehr belasten, als es vermögensrecht...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 1/2017, Erbschein: Erforderlichkeit zur Grundbuchberichtigung

(OLG München, Beschl. v. 21.10.2016 – 34 Wx 331/16) • Liegt neben der Eröffnungsniederschrift eine Verfügung von Todes wegen in formgültiger öffentlicher Urkunde vor, reicht dies im Allgemeinen zum Nachweis der Erbfolge aus. Es steht auch bei schwieriger Rechtslage nicht im Belieben des Grundbuchamts, anstelle der öffentlichen Urkunde einen Erbschein zu verlangen. Der Vorlag...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 11/2017, Nottestament: Wirksamkeitsvoraussetzungen

(OLG Hamm, Beschl. v. 10.2.2017 – 15 W 587/15) • Für die Feststellung einer nahen Todesgefahr i.S.v. § 2250 Abs. 2 BGB ist maßgeblich auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem sich der Erblasser zur Errichtung eines Testaments entschließt. Unschädlich ist, dass ihm bereits zuvor ein hinreichender Zeitraum zur Verfügung stand, um einen Notar für eine Testamentsrichtung hinzuziehe...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 16/2015, Die Europäisch... / b) Rechtswahl des "Testamentsstatuts", Art. 24 EU-ErbVO

Rechtswahl (als Bestandteil des gemeinschaftlichen Testaments): Zitat "Für die Zulässigkeit und die materielle Wirksamkeit einschließlich der Bindungswirkung der vorliegenden Verfügung bestimmen wir die Anwendung deutschen Erbrechts." Praxishinweis: Zu beachten ist auch hier, dass beide Ehepartner zumindest auch die deutsche Staatsangehörigkeit zum Zeitpunkt der Errichtung des ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 8/2017, Öffentliche Verfügung von Todes wegen: Nachweis der Erbfolge

(OLG München, Beschl. v. 30.11.2016 – 34 Wx 363/16) • Hat der Erblasser neben einer öffentlichen Verfügung auch eine eigenhändige Verfügung von Todes wegen getroffen, muss das Grundbuchamt, wenn sich aus dem Vorhandensein der privatschriftlichen Verfügung Bedenken gegen die Wirksamkeit der öffentlichen Verfügung ergeben, die Wirksamkeit des privatschriftlichen Testaments klä...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 13/2017, Legitimation d... / I. Allgemeines

Nach der Vorschrift des § 1922 Abs. 1 BGB geht mit dem Tode einer Person (Erbfall) dessen Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere Personen (Erben) über. Der Erbe tritt mit dem Erbfall in sämtliche Rechtspositionen, die die verstorbene Person innehatte, im Wege der Gesamtrechtsnachfolge (sog. Universalsukzession) ein. Diejenige Person um deren Erbschaft (Nachlas...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 7/2015, Einzeltestament: Prüfung der Fälschung nur bei konkretem Anlass

(OLG Frankfurt/M., Beschl. v. 15.10.2014 – 20 W 251/14) • Bei Vorlage eines eigenhändigen Testaments erst zwanzig Jahre nach dem Todesfall, sind im Erbscheinserteilungsverfahren ohne weitergehende konkrete Anhaltspunkte für eine Fälschung i.d.R. keine Ermittlungen zur Urheberschaft des Erblassers durch Einholung des Gutachtens eines Schriftsachverständigen erforderlich, wenn...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 13/2017, Legitimation d... / a) Rechtsprechung des BGH

Da die Erteilung eines Erbscheins (oder eines Europäischen Nachlasszeugnisses) in der Praxis zumeist längere Zeit in Anspruch nimmt und dazu noch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, hat sich die Rechtsprechung schon zu Zeiten des Reichsgerichts (RG) mit der Problematik von alternativen Legitimationsmitteln befasst. Der BGH hat die Rechtsprechung des RG übernommen u...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 1/2016, Die gesetzliche... / aa) Zugewinngemeinschaft

Im Rahmen der Zugewinngemeinschaft wird nach § 1363 Abs. 2 S. 1 BGB das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau nicht gemeinschaftliches Vermögen der Ehegatten; dies gilt auch für Vermögen, das ein Ehegatte nach der Eheschließung erwirbt. Insoweit ist der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft ein Güterstand der Gütertrennung. Von dem vertraglichen Güterstand ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 8/2016, Keine Übernahm... / Sachverhalt

Die Beteiligten streiten über die Übernahme der Kosten für die Bestattung der am 3.2.2011 in H. verstorbenen C. R. (im Folgenden Ch.R.). Der (...) ledige Kläger war seinem Vorbringen zufolge der Lebensgefährte der Ch.R. (...); diese war ebenfalls nicht verheiratet gewesen und hatte auch keine eigenen Abkömmlinge. Ch.R. war seit vielen Jahren an Multipler Sklerose erkrankt gew...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 11/2017, Legal Tech – D... / II. Begriffserläuterung

Was genau ist unter dem Begriff Legal Tech zu verstehen? Der Begriff ist eine Kombination der englischen Wörter „legal“ und „technology“. Hierbei geht es um die Nutzung von Technologie im Bereich des Rechts. Im engeren Sinne ist meistens der Einsatz von Software gemeint, also etwa Programme, die Rechtsdienstleistungen online anbieten, Gerichtsurteile auswerten, Rechtsfragen ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 8/2016, Beurkundung vo... / 10

Auf einen Blick Wie die vorstehenden Ausführungen gezeigt haben, sind ein in der Schweiz beurkundetes Einzeltestament und ein in der Schweiz beurkundeter Erbvertrag wirksam und können in den typischen Situationen im Rechtsverkehr erfolgreich eine inländische, notarielle letztwillige Verfügung substituieren. Von der Beurkundung von gemeinschaftlichen Testamenten in der Schwei...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 16/2015, Auslegung: Transmortale Vollmacht für Mitgesellschafter

(OLG München, Beschl. v. 15.6.2015 – 34 Wx 513/13) • Eine transmortale, unwiderrufliche Grundbuchvollmacht für den Mitgesellschafter einer zweigliedrigen Gesellschaft bürgerlichen Rechts kann wirksam dazu ermächtigen, eine Vormerkung ohne die Mitwirkung nachfolgeberechtigter Erben in den Gesellschaftsanteil des Verstorbenen zu bewilligen. Handelt ein Bevollmächtigter im Rahm...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 2/2016, Ehegattentestament: Auslegung

(OLG Bamberg, Beschl. v. 6.11.2015 – 4 W 105/15) • Nach der Auslegungsregel des § 2270 Abs. 2 BGB sind im Zweifel die gegenseitigen Erbeinsetzungen der Ehegatten jeweils auch im Verhältnis zur Schlusserbeneinsetzung des anderen Ehegatten als wechselbezüglich anzusehen. Die Vermutung des § 2270 Abs. 2 BGB geht von der gewöhnlichen Lebenserfahrung über die Vorstellungen und Ab...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 24/2016, Testamentsvollstreckung: Bedingte Anordnung

(OLG Frankfurt, Beschl. v. 22.9.2016 – 20 W 158/16) • Hat ein Erblasser nach Anordnung der Testamentsvollstreckung weiter bestimmt, dass die Bestimmung des Testamentsvollstreckers gesondert privatschriftlich erfolgen soll, spricht bereits diese ausdrückliche inhaltliche Gestaltung des Testaments dafür, dass die zuvor erfolgte Anordnung der Testamentsvollstreckung unter der B...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 1/2016, Die gesetzliche... / I. Einleitung

Umfassende Kenntnisse des gesetzlichen Erbrechts sind Voraussetzung für eine gute Beratung des Mandanten in nahezu sämtlichen erbrechtlichen Fällen. Grundsätzlich ist die gesetzliche Erbfolge gegenüber der gewillkürten Erbfolge subsidiär. Hat der Erblasser eine wirksame Verfügung von Todes wegen errichtet, scheidet die Anwendung der gesetzlichen Erbfolge aus. Fehlt es an eine...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 2/2016, Testamentsvollstrecker: Nachweis der Verfügungsbefugnis

(OLG München, Beschl. v. 11.7.2016 – 34 Wx 144/16) • Die Verfügungsbefugnis des Testamentsvollstreckers kann dem Grundbuchamt durch Vorlage eines öffentlichen Testaments und der Eröffnungsniederschrift zusammen mit der Erklärung der Amtsannahme gegenüber dem Nachlassgericht nachgewiesen werden. Erst mit der Amtsannahme beginnt das Amt des Testamentsvollstreckers, und er wird...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 15/2015, Erbscheinsverfahren: Reichweite der Ermittlungspflicht

(OLG Karlsruhe, Beschl. v. 10.6.2015 – 11 Wx 33/15) • Wird die Echtheit eines Testaments bestritten, kann es – neben der Erhebung von Sachverständigenbeweis – geboten sein, Beteiligte und Zeugen anzuhören, um Indizien festzustellen, die für oder gegen die Errichtung der streitigen letztwilligen Verfügung sprechen könnten. Wird die Echtheit von Vergleichsmaterial bezweifelt, ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 8/2015, Vermächtnisnehmer: Einsichtsrecht in die Verfügung von Todes wegen

(OLG Hamm, Beschl. v. 12.12.2014 – 10 W 102/14) • Ein Vermächtnisnehmer hat grds. nur Anspruch auf Mitteilung des Erben bzw. Testamentsvollstreckers, um sein Vermächtnis durchsetzen zu können. Ein darüber hinausgehendes Einsichtsrecht kann sich ergeben, wenn der Erbe behauptet, das Vermächtnis sei durch eine spätere letztwillige Verfügung widerrufen worden oder wenn die Frag...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 8/2016, Beurkundung vo... / 4. Anerkennung im grundbuchrechtlichen Verfahren

Gem. § 35 Abs. 1 S. 2 GBO genügt es im grundbuchrechtlichen Verfahren für den Nachweis der Erbfolge, die auf einer Verfügung von Todes wegen, welche in einer öffentlichen Urkunde enthalten ist, beruht, wenn anstelle eines Erbscheins oder eines Europäischen Nachlasszeugnisses die Verfügung von Todes wegen und die Niederschrift über die Eröffnung der Verfügung vorgelegt werden...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZAP 13/2017, 68. Deutscher Anwaltstag 2017 – Legal Tech und Innovationen

Das Ruhrgebiet wird immer mehr zum Tagungsort für Juristen. Nach dem 71. Deutschen Juristentag im September 2016 fand nunmehr auch der 68. Deutsche Anwaltstag 2017 in Essen statt. Das Thema diesmal: "Innovationen und Legal Tech". Rund 1.700 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte nutzten das Fortbildungsangebot des Deutschen Anwaltvereins (DAV) und nutzten die Pausen, sich auf de...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Nachweis des Erbrechts durch eröffnetes, eigenhändiges Testament

Leitsatz Ergibt sich aus einem eigenhändigen, durch das Nachlassgericht eröffneten Testaments die Erbfolge mit der im Rechtsverkehr erforderlichen Eindeutigkeit, so kann der Erbe sein Erbrecht auch durch Vorlage dieses Testaments nebst Eröffnungsprotokoll nachweisen. BGH, Urteil vom 5. April 2016 – XI ZR 440/15 Sachverhalt Die Kläger nehmen die beklagte Sparkasse auf Erstattung...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Nachweis des E... / Aus den Gründen

Die Revision ist unbegründet. I. Das Berufungsgericht hat zur Begründung seiner Entscheidung im Wesentlichen ausgeführt: Den Klägern stehe gegen die Beklagte ein Anspruch aus § 280 Abs. 1 BGB auf Erstattung der Gerichtskosten für die Erteilung des Erbscheins in Höhe von 1.770 EUR zu. Die Beklagte habe gegen die ihr aus den Kontoverträgen obliegende Leistungstreuepflicht verst...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Nachweis des E... / Sachverhalt

Die Kläger nehmen die beklagte Sparkasse auf Erstattung von Gerichtskosten für die Erteilung eines Erbscheins in Anspruch. Die Erblasserin, die im August 2013 verstorbene Mutter der beiden Kläger, unterhielt bei der Beklagten mehrere Konten, darunter auch Sparkonten. Am 22.8.1988 errichtete sie gemeinsam mit ihrem im Jahr 2001 verstorbenen Ehemann, dem Vater der Kläger, ein h...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Ansprüche des ... / Aus den Gründen

Die zulässige Berufung des Klägers ist teilweise begründet. 1. Dem Kläger steht ein Anspruch auf Zahlung von restlichen EUR 1.839.681,60 aus einem Untervermächtnis gegen die Beklagte zu 2. als Vorausvermächtnisnehmerin gemäß § 2174 BGB iVm mit § 4 Ziffer 2 des notariellen Testaments des Erblassers R. K. B. vom 11.3.2009 zu. Der Beklagten zu 2. sind vom Erblasser Vermögensgegen...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Nießbrauchsver... / Sachverhalt

Die statthafte und auch im Übrigen zulässige Berufung erweist sich im Ergebnis als vollen Umfangs unbegründet. Die Neufassung des angefochtenen Urteils erfolgt lediglich klarstellend. I. Die Klägerin macht einen Anspruch aus Vermächtnis gegen den Beklagten als Alleinerben nach I. H. geltend. Sie hat erstinstanzlich beantragt: den Beklagten zu verurteilen, der Klägerin an dem E...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Nießbrauchsver... / Aus den Gründen

II. (...) III. (...) 2. Der Klägerin steht der geltend gemachte Anspruch auf Nießbrauchsbestellung zu. Gemäß § 2174 BGB wird durch das Vermächtnis für den Bedachten das Recht begründet, von dem Beschwerten die Leistung des vermachten Gegenstandes zu fordern. Damit wird zunächst deutlich, dass der Nießbrauch nicht etwa – wie der Beklagte zu meinen scheint – automatisch beim Ver...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Ansprüche des ... / Sachverhalt

Der Kläger ist treuhänderischer Verwalter der vom Erblasser gegründeten nicht rechtsfähigen R. K. B.-Stiftung. Der Beklagte zu 2. ist Testamentsvollstrecker über den Nachlass des Erblassers. In seinem notariellen Testament vom 11.3.2009 hat der Erblasser als Erben die Beklagte zu 2., seine Ehefrau, zu ½ und seine beiden Kinder zu jeweils ¼ eingesetzt. Der Beteiligten zu 1. w...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Nachweis des E... / Leitsatz

Ergibt sich aus einem eigenhändigen, durch das Nachlassgericht eröffneten Testaments die Erbfolge mit der im Rechtsverkehr erforderlichen Eindeutigkeit, so kann der Erbe sein Erbrecht auch durch Vorlage dieses Testaments nebst Eröffnungsprotokoll nachweisen. BGH, Urteil vom 5. April 2016 – XI ZR 440/15mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
zerb 7/2016, Der Versicheru... / III. Deckungsschutz im Rechtsstreit nach § 2287 BGB?

Auf den ersten Blick und unter Zugrundelegung der Auffassung, dass eine "erbrechtliche Angelegenheit" immer dann vorliegt, wenn eine Norm aus dem 5. Buch des BGB betroffen ist,[25] handelt es sich bei Geltendmachung des Anspruchs aus § 2287 BGB um eine von dem Risikoausschluss betroffene Streitigkeit. Aus diesem Grund ist für viele Rechtsanwälte die Prüfung, ob die Rechtssch...mehr

Urteilskommentierung aus Finance Office Professional
Abfindungszahlung an den weichenden Erbprätendenten als Nachlassverbindlichkeit

Leitsatz Eine Abfindungszahlung, die der Erbe an den weichenden Erbprätendenten zur Beendigung eines gerichtlichen Rechtsstreits wegen Klärung der Erbenstellung entrichtet, ist als Nachlassverbindlichkeit abzugsfähig. Normenkette §§ 3, 10 Abs. 5 Nr. 3 Satz 1 ErbStG Sachverhalt In einem notariellen und amtlich verwahrten Testament von 2007 hatte die Erblasserin E die Klägerin a...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Auswirkungen ... / b) Öffentliches Testament

Wird das Testament bei einem Notar oder einem lettischen Gemeindegericht in Form einer notariellen Urkunde errichtet, handelt es sich um ein öffentliches Testament, Art. 433 bis 444 ZGB. Es wird anschließend bei der Stelle aufbewahrt, die es auch errichtet hat.[8] Wird ein öffentliches Testament auf Nachfrage an den Erblasser herausgegeben, verliert es den Status eines öffen...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Auswirkungen ... / 1. Testament

Das lettische Recht kennt zwei Testamentsformen. Es besteht die Möglichkeit, ein Privattestament (Privāts testaments) oder ein öffentliches Testament (Publisks testaments) zu errichten.[6] a) Privattestament Ein Privattestament wird allerdings nur dann als gültig angesehen, wenn davon auszugehen ist, dass der Erblasser es errichtet hat und es seinem tatsächlichen letzten Wille...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Auswirkungen ... / 3. Gemeinschaftliches Testament

Im Rahmen der Begriffsbestimmung des Art. 3 Abs. 1 lit. b) EuErbVO fällt das gemeinschaftliche Testament nicht unter den Begriff des Erbvertrags. Insoweit müsste im Fall eines gemeinschaftlichen Testaments hinsichtlich jeden Erblassers mit Rücksicht auf die materielle Wirksamkeit auf Art. 24 EuErbVO abzustellen sein.[17] Art 25 EuErbVO käme hingegen nicht in Betracht, weil e...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Auswirkungen ... / 3. Gemeinschaftliches Testament

Art. 3 Abs. 1 lit. d) EuErbVO nennt auch das gemeinschaftliche Testament als eine zulässige Form einer Verfügung von Todes wegen, mit der eine gültige Rechtswahl getroffen werden kann. Das gemeinschaftliche Testament wird in Lettland gemäß den Vorschriften der Art. 604 bis 612 ZGB errichtet. In diesem Fall bestimmen sich mindestens zwei Personen durch einen gemeinsamen Akt z...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Mögliche Auslegung einer Vollmacht als Testament

Leitsatz Eine in einem Brief handschriftlich durch den Erblasser verfasste Vollmacht kann eine testamentarische Verfügung enthalten. Hierzu ist im Wege der Auslegung insbesondere zu prüfen, ob ein ernsthafter Testierwille des Erblassers zum Zeitpunkt der Abfassung des Briefes bestand. OLG München, Beschluss vom 31. März 2016 – 31 Wx 413/15 Sachverhalt Die ledige Erblasserin ist...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Beweislastver... / Aus den Gründen

II. Zweifelhaft ist bereits, ob die Berufung der Klägerin nicht teilweise hinsichtlich des Schlussurteils des Landgerichts vom 7.6.2013 iVm Ziffer 2. des Versäumnisurteils des Landgerichts vom 10.2.2011 unzulässig ist. (...) Diese Frage kann jedoch dahingestellt bleiben, da die Berufung der Klägerin ohnehin vollen Umfangs nicht begründet ist. Zu Recht hat das Landgericht auf d...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Mögliche Ausl... / Aus den Gründen

Die zulässigen Beschwerden (bzgl. der Beteiligten zu 2 iSd § 353 Abs. 2 FamFG) haben in der Sache Erfolg. Die Voraussetzungen für eine Einziehung des Erbscheins liegen nicht vor. Der Senat teilt nicht die Auffassung des Nachlassgerichts, dass die Erblasserin mit dem Brief vom 20.10.1975 ein Testament iSd § 2247 BGB errichtet hat und darin den Beteiligten zu 4 zu ihrem Erben ...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Beweislastver... / Sachverhalt

I. Die Beklagten begehren im Wege einer Widerklage die Feststellung einerseits der Alleinerbenstellung ihrer Mutter H. G. nach ihrem vorverstorbenen Vater A. G. sowie ihrer eigenen Erbenstellung nach ihrer nachverstorbenen Mutter. Das Landgericht hat mit dem angefochtenen Urteil vom 7.6.2013, auf das hinsichtlich der weiteren tatsächlichen Feststellungen sowie der erstinstan...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Kein Anspruch... / Sachverhalt

Der geschiedene Erblasser ist am 5.1.2015 verstorben. Er hat ein notarielles Testament vom 15.7.2014 errichtet, in dem er seine Kinder aus der ersten und zweiten Ehe jeweils als Erben zu 1/2 eingesetzt hat. Gleichzeitig hat er verfügt: "4. Testamentsvollstreckung " Zitat Ich ordne Testamentsvollstreckung an. Zum Testamentsvollstrecker bestimme ich: Frau M. S. (weitere Personalien...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Zur Sittenwid... / Sachverhalt

Der Kläger ist als Träger der Sozialhilfe gegenüber Herrn L, dem Sohn der am ... in T verstorbenen Frau L1 (im Folgenden: Erblasserin), zur Gewährung von Eingliederungshilfe – stationär – verpflichtet. Bei dem Beklagten zu 1. handelt es sich um den Ehemann der Erblasserin, bei den Beklagten zu 2. und 3. um die Geschwister des Leistungsberechtigten L. Bei diesem liegt eine ge...mehr

Beitrag aus Deutsches Anwalt Office Premium
ZErb 06/2016, Auswirkungen ... / a) Privattestament

Ein Privattestament wird allerdings nur dann als gültig angesehen, wenn davon auszugehen ist, dass der Erblasser es errichtet hat und es seinem tatsächlichen letzten Willen entspricht, Art. 445 ZGB. Für den Fall, dass der Erblasser das ganze Testament nicht selbst ge- und unterschrieben hat, müssen bei der Errichtung mindestens zwei glaubwürdige Zeugen anwesend sein, Art 446...mehr