Entscheidungsstichwort (Thema)
Keine Befreiung von der Grunderwerbsteuer gemäß § 3 Nr. 3 GrEStG bei Einbringung von Grundstücken aus einer Erbengemeinschaft in eine andere Gesamthandsgemeinschaft
Leitsatz (redaktionell)
Die Einbringung von Grundstücken aus einer Erbengemeinschaft in eine andere Gesamthandsgemeinschaft und damit die Fortsetzung der gesamthänderischen Berechtigung der Mitglieder der Erbengemeinschaft an den betreffenden Grundstücken, ist nicht steuerbefreit nach § 3 Nr. 3 GrEStG.
Normenkette
GrEStG § 3 Nr. 3
Nachgehend
BFH (Urteil vom 04.06.2025; Aktenzeichen II R 42/21)
BFH (Aktenzeichen II R 29/25)
Tatbestand
Die Beteiligten streiten darüber, ob die teilweise Versagung von Grunderwerbsteuerbefreiungen nach § 6 Abs. 3 GrEStG rechtens ist und ob eine flächenweise Teilung im Sinne des § 7 GrEStG vorliegt.
Ursprüngliche Eigentümer der Grundstücke in A, D-Straße, Grundbuchblatt-Nr. 1, Flur 2, Flurstücke 3 (2985 qm; lt. Grundbuchauszug ausgewiesen als Gebäude- und Freifläche D-Straße) sowie 4 und 5 (2244 qm und 5 qm; im Grundbuch zunächst ausgewiesen als Gebäude- und Freifläche D-Straße) waren B, B1, B2, C, B3 und B4 (letzterer auch Kläger im Verfahren 5 K 755/20 – B4 –) als Beteiligte zu gleichen Teilen in Erbengemeinschaft nach B5 zu je 1/6-Anteil (GA Bl. 47). Des Weiteren waren sie zu je 1/6-Anteil in GbR, gegründet am ….2005 zunächst ohne Namen (vgl. Grundbuchauszug auf ….2005, GA Bl. 47, 49), Eigentümer der Grundstücke, D-Straße, Grundbuchblatt-Nr. 6, Flur 2, Flurstücke 7 und 8 (2732 qm und 1649 qm; im Grundbuch jeweils ausgewiesen als Gebäude- und Freifläche D-Straße), 9 (2240 qm; im Grundbuch zunächst ausgewiesen als Gebäude- und Freifläche D-Straße) sowie 10 und 11 (1097 qm und 1185 qm; lt. Grundbuchauszug ausgewiesen als Landwirtschaftsfläche, D-Straße)...